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	<title>Myzeqe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T15:36:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Myzeqe&amp;diff=388572&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Albinfo: /* 20. Jahrhundert und Gegenwart */ Lf</title>
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		<updated>2024-11-09T23:01:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;20. Jahrhundert und Gegenwart: &lt;/span&gt; Lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Myzeqe.jpg|mini|Blick von Apollonia über die Ebene nach Norden]]&lt;br /&gt;
Die [[Ebene (Geographie)|Ebene]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Myzeqeja&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{sqS|Myzeqe|x}}; {{rupS|Muzachia}}; {{itS|Musacchia}}) nimmt weite Teile Zentral[[albanien]]s ein. Das an der Adria gelegene Küstenland war bis vor wenigen Jahrzehnten hauptsächlich [[Sumpf]]land. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] begann die [[Melioration]]. Heute wird das Gebiet vor allem landwirtschaftlich genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft des Namens ==&lt;br /&gt;
Vor dem 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde die Ebene &amp;#039;&amp;#039;Savra&amp;#039;&amp;#039; genannt. Vom 13. bis zum 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert gehörte die Ebene der Feudalfamilie der [[Muzaka]]j, die ihr den Namen verlieh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gebiet der Musakja.png|mini|hochkant|links|Die Küstenebenen Mittelalbaniens mit der Myzeqe (Musakja) im Zentrum]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Toke ne Lushnje.jpg|mini|Ebene bei Lushnja]]&lt;br /&gt;
Die Myseqeja bildet ein Dreieck von ungefähr 1350 Quadratkilometer zwischen den Städten [[Vlora]] im Süden und [[Lushnja]] im Osten sowie der Mündung des Flusses [[Shkumbin]] im Nordwesten. Der Fluss bildet auch die nördliche Grenze. Im Westen wird die Ebene durch die [[Adriatisches Meer|Adria]] begrenzt. Im Osten geht die Landschaft in die Hügel von [[Dumreja]] und [[Kreis Mallakastra|Mallakastra]] und in die südalbanischen Berge über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Myzeqeja ist zum guten Teil Schwemmland. Neben dem Shkumbin durchziehen [[Seman]] und [[Vjosa]] die Ebene. An der Küste liegen [[Lagune]]n wie [[Karavasta]] und [[Lagune von Narta|Narta]] bei Vlora (rund 100 Quadratkilometer des gesamten Gebiets). Die Oberfläche erhebt sich selten mehr als 20 Meter über dem Meeresspiegel. Eine Kette von Hügeln durchzieht die Ebene von Süd nach Nord im Abstand von rund zehn bis 20 Kilometern zum Meer, ihr höchster Punkt liegt auf {{Höhe|235|AL}} Die Hügel der Myzeqe dehnen sich über rund 300 Quadratkilometer aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der südlichste Teil zwischen Vlora und Vjosa wird &amp;#039;&amp;#039;Myzeqeja e Vlorës&amp;#039;&amp;#039; genannt. Nördlich davon bis zum Seman erstreckt sich die &amp;#039;&amp;#039;Kleine Myzeqeja&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Myzeqeja e Fierit&amp;#039;&amp;#039;. Die Gebiete nördlich des Seman gelten als &amp;#039;&amp;#039;Große Myzeqeja&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Myzeqeja e Lushnjës&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Antike ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Apollonia sken meri.jpg|mini|hochkant|Blick von Apollonia über die Ebene nach Westen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gründer der Stadt [[Apollonia (Albanien)|Apollonia]] nannten die große Ebene &amp;#039;&amp;#039;Gylakion pedion&amp;#039;&amp;#039; nach &amp;#039;&amp;#039;Gylax&amp;#039;&amp;#039;, der die ersten Siedler in dieses Gebiet geführt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Antike]] war das Gebiet nicht versumpft und gut für die Landwirtschaft geeignet. Die Region war eine der &amp;#039;&amp;#039;Kornkammern&amp;#039;&amp;#039; des [[Römisches Reich|Römischen Reiches]]. Über die griechischen Kolonien Apollonia und [[Durrës|Dyrrhachion]] wurde das Getreide exportiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Via Egnatia]], die römische Heeresstraße, die die Adria mit [[Konstantinopel]] verband, führte durch die Myzeqeja-Ebene. Die nördliche Route von Durrës folgte dem Shkumbin, während die südliche Route von Apollonia quer durch die Ebene verlief.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Spätantike änderten die Flüsse der Myseqeja ihren Lauf, was unter anderem zur Verlandung des Hafens von Apollonia führte. Die Versumpfung der Region begann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter und Neuzeit ===&lt;br /&gt;
Mit dem Verfall der [[Byzantinisches Reich|byzantinischen]] Herrschaft konnten sich im Spätmittelalter einheimische Adelige zu Herrschern in der Myseqeja aufschwingen. Die Bauern mussten hohe Abgaben zahlen. Die Landbevölkerung lebte sehr primitiv in einfachsten Lehmhütten. Die Menschen litten unter Armut und [[Malaria]], da rund drei Viertel der Region Sumpfland und morastig war. Nach der Besetzung Albaniens durch die [[Osmanisches Reich|Osmanen]] ging das Land in den Besitz muslimischer [[Großgrundbesitzer]] über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige kleine Ansiedlungen und Verkehrswege waren an den Rändern der Ebene zu finden: die heutige Stadt [[Lushnja]] entwickelte sich erst in der zweiten Hälfte des [[20. Jahrhundert]]s, die Kleinstädte [[Peqin]] und [[Rrogozhina]] lagen am nördlichen Rand auf der anderen Seite des Shkumbin, die Klöster von [[Kloster Ardenica|Ardenica]] und Apollonia befanden sich auf den höchsten Punkten der Hügel. Der Marktflecken [[Fier]] war der einzige größere Ort in der Ebene. Aber auch dort lebten vor der Trockenlegung der Sümpfe weniger als 2.000 Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wandernden [[Aromunen]] nutzten die Region als Winterweide. Noch heute sind sie in einigen Dörfern der Gegend ansässig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. Jahrhundert und Gegenwart ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kolonjë 1998-05-31.jpg|mini|Ebene bei [[Kolonja (Lushnja)|Kolonja]] westlich von Lushnja mit parallel zur Küste verlaufendem Hügelzug (1998)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die [[Italien]]er schon vor dem Zweiten Weltkrieg einige Sümpfe in Albanien trockengelegt hatten, wurden diese Arbeiten in der Myzeqe erst in den [[1950er]]n forciert. Die Vollendung der Melioration erfolgte in den [[1970er]]n. Das [[Kommunismus|kommunistische]] Albanien hatte mit zahlreichen Entwässerungskanälen und Pumpstationen eine der fruchtbarsten Gegenden des Landes geschaffen. Möglich wurde dies dank der Unterstützung der [[Sowjetunion]], aber auch durch den Einsatz von Zwangsarbeitern. Auf dem &amp;#039;&amp;#039;neuen Land&amp;#039;&amp;#039; wurden unter anderem Flüchtlinge aus dem [[Kosovo]] und [[Çamen]] angesiedelt. Es wurden aber auch viele Familien politischer Gegner hierher verbannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Myzeqe ist heute dicht besiedelt. Orte wie Fier, Lushnja, [[Patos]] und [[Kuçova]] wurden Städte, wo sich auch Industrie entwickelte. Im Südosten der Myzeqe werden [[Erdöl]] und [[Erdgas]] gefördert; Patos und Kuçova sind Zentren der albanischen Ölindustrie. Auch Straßen und [[Bahnstrecke Rrogozhina–Fier]] der [[Hekurudha Shqiptare]] wurden in kommunistischer Zeit gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Trockenlegung der Sümpfe ist die [[Malaria]] in Albanien ausgerottet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Überschwemmungen 2012/13 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Karavasta pumping station (OSCAL19 trip).jpg|mini|Eine Pumpstation südlich der Karavasta-Lagune]]&lt;br /&gt;
Im Winter 2012/13 gab es in vielen Teilen der Ebene nach langanhaltenden Regenfällen flächendeckende [[Überschwemmung]]en, weil das Kanalsystem nach dem Ende des Kommunismus nicht mehr instand gesetzt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://top-channel.tv/artikull.php?id=249984 | titel=Myzeqeja e tëra nën ujë (Die ganze Myzeqeja unter Wasser) | sprache=sq | zugriff=2013-01-20 | datum=2013-01-20 | hrsg=[[Top Channel]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch [[Fier]], [[Berat]] und [[Durrës]] wurden überschwemmt. Hunderte von Gebäuden und Dutzende Geschäfte wurden durch das Wasser beschädigt. Viele Familien waren mehrere Tage von der Außenwelt abgeschnitten. In den Städten versagte die Kanalisation und der Strom fiel aus. In Fier trat die [[Gjanica]] über die Ufer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://gazetamapo.al/permbytjet-terhiqen-ujerat-ne-fier-lagje-te-izoluara-ne-durres/ | titel=Përmbytjet, tërhiqen ujërat në Fier, lagje të izoluara në Durrës (Die Überschwemmungen, die Wasser ziehen sich in Fier zurück, abgeschnittene Quartiere in Durrës) | sprache=sq | zugriff=2010-05-05 | datum=2013-01-20 | hrsg=Mapo }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Eric Fouache, Gjovalin Gruda, Skender Mucaj, Pal Nikolli: &amp;#039;&amp;#039;Recent geomorphological evolution of the deltas of the rivers Seman and Vjosa, Albania.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Earth Surface Processes and Landforms.&amp;#039;&amp;#039; 26, 2001, S.&amp;amp;nbsp;793, {{DOI|10.1002/esp.222}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=40.916667|EW=19.666667|type=landmark|region=AL-04}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=7657712-0|VIAF=248768093}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region Albaniens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Qark Fier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Qark Tirana]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Qark Berat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Muzaka]]&lt;/div&gt;</summary>
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