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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Mylonit</id>
	<title>Mylonit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T11:29:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mylonit&amp;diff=905979&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ringwoodit: /* Literatur */ Literaturstelle eingefügt</title>
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		<updated>2025-05-12T19:49:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Literaturstelle eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Mylonit1.jpg|thumb|Übergang von einem [[Granodiorit]] (unten) in einen Protomylonit. Die dunklen Kristalle im Granodiorit sind [[Andesin]]e, die im Protomylonit zu weißem [[Oligoklas]] rekristallisiert sind. [[Orvinfjella]], [[Dronning Maud Land]], [[Antarktika]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mylonit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[Griechische Sprache|gr.]] μύλη mýle ‚Mühle‘) ist ein [[Metamorphe Gesteine|metamorphes Gestein]], das durch den Prozess der [[Metamorphose (Geologie)|Dislokationsmetamorphose]] entstanden ist. Der Begriff wurde 1885 von [[Charles Lapworth]] eingeführt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor= Hans Murawski | Titel= Geologisches Wörterbuch | Auflage= 8. | Verlag= Ferd. Enke Verlag | Ort= Stuttgart | Jahr= 1983 | Seiten=151 | ISBN= 978-3-432-84108-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1910 auch in die deutsche Fachliteratur übernommen.&amp;lt;ref&amp;gt;H. v. Seidlitz: &amp;#039;&amp;#039;Über Granit-Mylonite und ihre tektonische Bedeutung.&amp;#039;&amp;#039; Geologische Rundschau, Bd. 1, Nr. 5, S. 188–197, 1910.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Mylonit&amp;#039;&amp;#039; beschreibt einen Gesteinstyp mit einem bestimmten [[Gefüge (Geologie)|Gefüge]], er gibt keine Information über den [[Mineral]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;bestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Mylonite entstehen an tektonischen [[Störung (Geologie)|Störung]]szonen durch [[Scherung (Mechanik)|scherende]] Bewegung zweier aneinander vorbeigleitender Gesteinskörper. Das wesentliche Merkmal von Myloniten ist die [[duktil]]e Verformung des Gesteins bei hohen Temperaturen. Die überwiegende Mehrzahl der [[Mineral]]e in einem Mylonit muss durch [[plastische Verformung]] verändert worden sein. Im Gegensatz dazu wurden in einem [[Kataklasit]] die Minerale durch mechanische Reibung zerbrochen, da der Vorgang im [[Sprödigkeit|Sprödbereich]] ablief. Mylonite haben eine ausgeprägte [[Textur (Geologie)|Lagentextur]] und meist ein deutliches [[Streckungslinear]], das die Richtung der tektonischen Bewegung anzeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dynamische Kristallisation ==&lt;br /&gt;
Die plastische Verformung wird durch die [[Kristallisation|dynamische Kristallisation]] der Minerale verursacht. Die Anpassung der Minerale an die herrschende [[Spannung (Mechanik)|Scherspannung]] erfolgt kontinuierlich (dynamisch), vor allem durch Versatz an den Grenzflächen von [[Kristall]]en, durch Versatz an kristallinternen [[Kristallstruktur|Gitterebenen]] und durch [[Kristallzwilling|Zwillingsbildung]]. Wenn zwei Kristalle der gleichen Mineralart aneinandergrenzen, kann durch [[Diffusion]] auch ein Korn das andere „aufzehren“; dieser Prozess wird als Korngrenzenwanderung bezeichnet.&lt;br /&gt;
[[Datei:Mylonit2.jpg|thumb|Protomylonit mit Übergängen zum Orthomylonit. Orvinfjella, Dronning Maud Land, Antarktika.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedingungen bei der Mylonitbildung ==&lt;br /&gt;
Die Mylonitbildung ist einerseits von den Materialeigenschaften der Ausgangsgesteine, andererseits aber auch von den physikalischen Bedingungen während der Verformung abhängig. Bei typischen [[Silikatgestein]]en der [[Erdkruste]], die große Mengen [[Quarz]] und [[Feldspat]] enthalten, beginnt die [[plastische Verformung]] bei etwa 280&amp;amp;nbsp;°C und 10&amp;amp;nbsp;km Tiefe. Bei [[Halit|Salzgesteinen]] und [[Marmor]] liegen die Temperaturen deutlich niedriger. Die Verformungsraten liegen zwischen 10&amp;lt;sup&amp;gt;−13&amp;lt;/sup&amp;gt; und 10&amp;lt;sup&amp;gt;−15&amp;lt;/sup&amp;gt; s&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt;. Dabei werden die verformten Minerale in der Regel kleiner als im Ausgangsgestein. Bei sehr hohen Temperaturen und geringen Verformungsraten, tendieren die Minerale jedoch zum Wachstum und es entstehen grobkörnige Mylonite (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Blastomylonite&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klassifikation ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mylonit3.jpg|thumb|Orthomylonit mit großem Porphyroklasten in der Bildmitte. [[Dallmannberge]], Dronning Maud Land, Antarktika.]]&lt;br /&gt;
Mylonite werden nach dem Verhältnis von verformten Mineralen zu unveränderten Bestandteilen des Ausgangsgesteins ([[Porphyroklast]]en) in &amp;#039;&amp;#039;Protomylonit&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Orthomylonit&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Ultramylonit&amp;#039;&amp;#039; eingeteilt. Darüber hinaus wird der Name des Ausgangsgesteins ([[Granit]]-Protomylonit) oder des häufigsten Minerals ([[Quarz]]-Orthomylonit) vorangestellt, um ein Gestein genauer zu benennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Protomylonit&lt;br /&gt;
Porphyroklasten, also Fragmente des ursprünglichen Gesteins, sind mit einem Volumenanteil von mehr als 50 % am Gesamtgestein als flache Elemente in einer feinkörnigen Umgebung eingeregelt, die schlierig wirkt. Das Gestein hat insgesamt eine linsenartige Paralleltextur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Orthomylonit&lt;br /&gt;
Im Gestein herrschen insgesamt feinkörnige Bestandteile (unter 0,5&amp;amp;nbsp;mm Durchmesser) vor, die in einer deutlichen Paralleltextur angeordnet sind. Porphyroklasten bilden 50 – 10 % des Gesteins und werden von der feinkörnigen Matrix umflossen. Glimmerreiche Mylonite werden als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Phyllonite&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ultramylonit&lt;br /&gt;
Das gesamte Gestein besteht aus feinkörnigen Bestandteilen, die durch ihre Anordnung eine ausgesprochen deutliche Lagentextur erzeugen, ein Hauptkennzeichen eines Mylonits. Porphyroklasten sind kaum oder nicht vorhanden, ihr Anteil beträgt weniger als 10 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*{{Literatur | Autor=P. Heitzmann | Titel=Kakirite, Kataklasite, Mylonite - Zur Nomenklatur der Metamorphite mit Verformungsgefügen | Sammelwerk=Eclogae geologica Helvetiae | Band=78 | Seiten=273–286 | Jahr=1985}}&lt;br /&gt;
*{{Literatur | Autor=C.W. Passchier &amp;amp; R.A.J. Trouw | Titel=Microtectonics | Verlag=Springer |Auflage=2 |ISBN=978-3-540-64003-5 | Jahr=2005 | Seiten=118–125}}&lt;br /&gt;
*R.A.J. Trouw, C.W. Passchier, D.J. Wiersma: &amp;#039;&amp;#039;Altas of Mylonites - and related microstructures.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin 2010, ISBN 978-3-642-03607-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Mylonite}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Petrologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tektonik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Metamorphes Gestein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ringwoodit</name></author>
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