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	<title>Mutuum - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-24T11:34:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mutuum&amp;diff=1888065&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Stephan Klage: /* Herkunft und Entwicklung */ lAltrömisches Recht-lf</title>
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		<updated>2022-09-27T20:19:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Herkunft und Entwicklung: &lt;/span&gt; lAltrömisches Recht-lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;mutuum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|Darlehen}}) war ein [[Realvertrag]] des [[Römisches Recht|römischen Rechts]] zur [[Übereignung]] einer Geldsumme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Das mutuum bestand in einem Darlehensvertrag, bei dem der [[Gläubiger]] (&amp;#039;&amp;#039;creditor&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;mutuo dans&amp;#039;&amp;#039;) dem [[Schuldner]] (&amp;#039;&amp;#039;debitor&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;mutuo accipiens&amp;#039;&amp;#039;) [[Geld]] oder [[Sache (Recht)|vertretbare Sachen]] (&amp;#039;&amp;#039;res fungibiles&amp;#039;&amp;#039;) übereignete, wobei der Schuldner sich verpflichtete, am [[Fälligkeit]]stag gleiche Art und Güte zurückzugeben. Das mutuum im römischen Recht war unentgeltlich, weshalb Zinsen gesondert durch [[Stipulation]] zu vereinbaren waren. Meist handelte es sich um Gefälligkeitsdarlehen unter Freunden, aber auch zur Vermehrung des Ansehens, zur Schaffung von Abhängigkeiten oder in Erwartung einer Gegenleistung (Remuneration). Derartige Darlehen gewährte der Römer auch seiner Klientel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Für das Gelddarlehen besaß das [[Altrömisches Recht|altrömische Recht]] ein [[Ius civile|Formgeschäft]], bei dem die Darlehensverbindlichkeit als eine Geldschuld ({{laS|aes et libram}}) begründet wurde (sog. [[nexum]]). Daneben trat das formfreie mutuum. Das mutuum gehört zum [[ius gentium]], den Peregrinen zugänglichen Vertragsformen. Die Etymologie des Wortes ist unklar: Die Römer leiteten mutuum von „dass aus meinem dein wird“ ({{laS|ex meo tuum fit}}).&amp;lt;ref&amp;gt;D. 12.1.2.2.; [[Institutiones (Gaius)|Gaius]] III.90.&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute geht man hingegen vom Ursprung „bewegen, verändern“ ({{laS|movere, mutare}}) aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Schon in frühester Zeit müssen mit (…) befreundeten Völkern Verträge über Verkehr und Rechtsfolge abgeschlossen und die Grundlage des internationalen Privatrechts (ius gentium) geworden sein, das sich in Rom allmählich neben dem Landrecht entwickelt hat. Eine Spur dieser Rechtsbildung ist das merkwürdige mutuum, der „Wandel“ (von mutare; wie dividuus); eine Form des Darlehens, die nicht wie das Nexum auf einer ausdrücklich vor Zeugen abgegebenen bindenden Erklärung des Schuldners, sondern auf dem bloßen Übergang des Geldes aus einer Hand in die andere beruht und die so offenbar dem Verkehr mit Fremden entsprungen ist wie das Nexum dem einheimischen Geschäftsverkehr. Es ist darum charakteristisch, dass das Wort als μοίτον im sizilischen Griechisch wiederkehrt; womit zu verbinden ist das Wiedererscheinen des lateinischen carcer in dem sizilischen κάρκαρον. Da es sprachlich feststeht, dass beide Wörter ursprünglich latinisch sind, so wird ihr Vorkommen in dem sizilischen Lokaldialekt ein wichtiges Zeugnis für den häufigen Verkehr der latinischen Schiffer auf der Insel, welcher sie veranlasste, dort Geld zu borgen und der [[Schuldgefängnis|Schuldhaft]], die ja überall in den älteren Rechten die Folge des nicht bezahlten Darlehens ist, sich zu unterwerfen.&lt;br /&gt;
 |Autor=[[Theodor Mommsen]]&lt;br /&gt;
 |Quelle=Römische Geschichte I 11}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dogmatik ==&lt;br /&gt;
Das mutuum kam durch die Übereignung einer nach Zahl, Maß und Gewicht bestimmbaren Sache zustande.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. D.12.1.2.2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zumeist handelte es sich um eine Geldsumme, deren Hingabe zur Rückzahlungsverpflichtung in gleicher Höhe führte. Die Rückleistungspflicht war [[Gattungsschuld|gattungsmäßig]] bestimmt ({{laS|tantundem eiusdem generis}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mutuum war ein [[Realvertrag|Realkontrakt]], der die Hingabe des Gegenstands erforderte. Etwaige vorangegangene Vereinbarungen ergaben keinen [[Verbalvertrag]], waren als &amp;#039;&amp;#039;nuda pacta&amp;#039;&amp;#039; rechtlich unverbindlich.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulpian, D. 2.14.7.4: Sed cum nulla subest causa, propter conventionem hic constat non posse constitui obligationem: igitur nuda pactio obligationem non parit, sed parit exceptionem.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Gläubiger konnte die Darlehensrückzahlung mit der [[actio certae creditae pecuniae]] verfolgen. Eine formlose Vereinbarung darüber, dass für das Darlehen Zinsen gezahlt werden sollten, begründete seinerseits keine Verbindlichkeit. Als Hauptabrede hätte sie einen [[Typenzwang|nicht anerkannten Vertragstypus]] geschaffen, als Nebenabrede war sie bei einem &amp;#039;&amp;#039;iudicium stricti iuris&amp;#039;&amp;#039; unbeachtlich. Der [[Traditio ex iusta causa|Übergabe]] lag regelmäßig eine [[Causa (Rechtsgrund)|Zweckvereinbarung]] ({{laS|causa credendi}})&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. D. 12.1.1.1.; D. 12.1.2.3.&amp;lt;/ref&amp;gt; zugrunde, durch die allein sich das [[Geschäft (Wirtschaft)|Geschäft]] von der [[Leihvertrag (Deutschland)|Leihe]] oder anderen [[Rechtsgeschäft]]en unterschied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Rechtswesen im antiken Rom|römischen Rechtsordnung]] gab es eine Zurückhaltung gegenüber Einbeziehung Dritter in Rechtsgeschäfte ({{laS|quod ex meo tuum fit}}). Es wurde die Obligation als ein persönliches Rechtsband ({{laS|vinculum iuris}}) bezeichnet. Es gab im Grundsatz keine direkte Stellvertretung in Rom, aber andere Konstruktionen, um dieselben Zwecke zu erreichen. Deswegen gab es im römischen Recht Ausnahmen, die das rechtsgeschäftliche Handeln einer Person mit Wirkung für eine andere Person ermöglichten: Neben den [[Adjektizische Klage|adjektizischen Klagen]] gab es den Darlehensvertrag beziehungsweise dessen Auszahlung in fremdem Namen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ulpian|Ulp.]] [[Pandekten|D.]] 12.1.15, vgl. auch Afr. D. 17.1.34 pr.; Pap.-Ulp. Eod. 10. 4; Jul. D. 46.1.18, auch Zahlung eines Dritten namens des Gebers (Ulp. D. 12. 1.9.8).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mittelalter und Neuzeit ==&lt;br /&gt;
Das Darlehen ist noch in manchen Kodifikationen als Realkontrakt ausgestaltet worden (vgl. z.&amp;amp;nbsp;B.  § 983 [[Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch|ABGB]] idF bis BGBl. I Nr. 28/2010; {{§|607|0BGB010102|dejure}} BGB a.F.); anders Art. 312 ff. [[Obligationenrecht (Schweiz)|OR]]). Das österreichische ABGB verstand bis 2010 das [[Darlehen (Österreich)|Darlehen]] als [[Realvertrag]] und die Zusage, demnächst ein Darlehen zu geben als „Vorvertrag“, § 936 ABGB). Der Gesetzgeber des deutschen BGB hatte bei Leihe ({{§|598|BGB|juris}} BGB) und Verwahrung ({{§|688|BGB|juris}} BGB) eine neutrale Formulierung verwendet. Die Frage nach der Rechtsnatur dieser Verträge sollte der Wissenschaft überlassen bleiben. Früher nahm man überwiegend an, dass alle drei Verträge Realkontrakte seien. Heute handelt es sich beim Darlehensvertrag des BGB nach der Schuldrechtsreform um einen Konsensualvertrag, der durch zwei übereinstimmende Willenserklärungen zustande kommt (§{{§|488|BGB|juris}} I, 607 I BGB).  Die Regelung geht nicht mehr von der Unentgeltlichkeit des Darlehens aus. Sie legt vielmehr die heutigen Realitäten zugrunde, wonach ein Darlehen in aller Regel entgeltlich ist. Die Regelungen sind dispositiv, so dass auch unentgeltliche Darlehen zulässig sind. Es ergibt sich aus der Rückerstattungspflicht, dass das Darlehen an den Darlehensnehmer valutiert worden sein muss, da der Darlehensnehmer nicht zu einer Rückerstattung eines Geldbetrags, den er gar nicht erhalten oder in anderer Weise in Anspruch genommen hat, verpflichtet werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Honsell|Honsell]]: &amp;#039;&amp;#039;Römisches Recht&amp;#039;&amp;#039;. 6. Auflage. Berlin 2006.&lt;br /&gt;
* [[Paul Jörs|Jörs]], [[Wolfgang Kunkel|Kunkel]], [[Leopold Wenger|Wenger]]: &amp;#039;&amp;#039;Römisches Privatrecht&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage. Berlin 1949.&lt;br /&gt;
* Honsell, [[Theo Mayer-Maly|Mayer-Maly]], [[Walter Selb|Selb]]: &amp;#039;&amp;#039;Römisches Recht&amp;#039;&amp;#039;. 4. Auflage. (Fortführung des vorigen) Berlin 1987, ISBN 3-540-16866-4&lt;br /&gt;
* Klinck: &amp;#039;&amp;#039;Erwerb durch Übergabe an Dritte im klassischen römischen Recht&amp;#039;&amp;#039;. Diss. Berlin 2004.&lt;br /&gt;
* Weyand: &amp;#039;&amp;#039;Der Durchgangserwerb in der juristischen Sekunde&amp;#039;&amp;#039;. Diss. Göttingen 1989.&lt;br /&gt;
* Paul Münster: &amp;#039;&amp;#039;Die Umwandlung eines depositum in ein mutuum oder in ein depositum irregulare&amp;#039;&amp;#039;. Diss. Rostock 1907&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Obligationenrecht (Römisches Recht)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Stephan Klage</name></author>
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