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	<title>Mutscheid - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T18:05:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mutscheid&amp;diff=609583&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Cyberolm: /* Gewässer */ Link präzisiert</title>
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		<updated>2025-03-28T19:48:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Gewässer: &lt;/span&gt; Link präzisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Mutscheid&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Bad Münstereifel&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 50.480211&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 6.843119&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-NW&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 421 &amp;lt;!-- Quelle: bad-muenstereifel.de --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NHN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 27.03&lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle          = (mit allen Ortsteilen)&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 98&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2020-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref name=&amp;quot;EinwohnerMuenstereifel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1969-07-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 53902&lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 02257&lt;br /&gt;
| Poskarte               = Bad Münstereifel&lt;br /&gt;
| Bild                   = St. Helena (Mutscheid) (05).jpg&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung      = Pfarrkirche St. Helena, Turm und alte Kirche von Süden.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mutscheid&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil von [[Bad Münstereifel]] in [[Nordrhein-Westfalen]]. Das [[Eifel]]dorf liegt etwa zehn Kilometer südöstlich des Hauptortes und ist von der [[Liste der Landesstraßen im Regierungsbezirk Köln#L 165|Landesstraße 165]] aus erreichbar. Mutscheid war bis zur Eingemeindung 1969 Hauptort der gleichnamigen [[Gemeinde]] und ist immer noch der Kirchort der [[Römisch-katholische Kirche|katholischen]] [[Pfarrei|Pfarrgemeinde]] [[Helena (Mutter Konstantins des Großen)|St. Helena]]. Die gesamte ehemalige Gemeinde Mutscheid gehört zum [[Naturpark Hohes Venn-Eifel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{TOC limit}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Mutscheid ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte der Mutscheid.png|mini|hochkant=1.5|Ungefähre Ausdehnung der Mutscheid und Lage der 14 Dörfer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur ehemaligen Gemeinde und heutigen Pfarrgemeinde Mutscheid gehören 14 Dörfer sowie einige kleinere [[Wohnplatz|Wohnplätze]]. Sie bilden zusammen eine Dörfergemeinschaft, die als &amp;#039;&amp;#039;Die Mutscheid&amp;#039;&amp;#039; bekannt ist. Im Einzelnen gehören zur Mutscheid:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ortsteile&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:150px&amp;quot;| Dorf || Einwohner{{FN|(1)}} || Höhe (m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | [[Berresheim (Bad Münstereifel)|Berresheim]] || 91 || 396&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | [[Ellesheim]] || 102 || 367&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | [[Esch (Bad Münstereifel)|Esch]]{{FN|(2)}} || 229 || 469&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | [[Hilterscheid]] || 145 || 434&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | [[Honerath (Bad Münstereifel)|Honerath]] || 53 || 419&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | [[Hummerzheim]] || 132 || 455&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | Mutscheid || 94 || 421&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | [[Nitterscheid]] || 179 || 472&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | [[Odesheim]] || 168 || 438&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | [[Ohlerath]] || 171 || 405&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | [[Reckerscheid]]{{FN|(3)}} || 122 || 491&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | [[Sasserath (Bad Münstereifel)|Sasserath]] || 220 || 451&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | [[Soller (Bad Münstereifel)|Soller]] || 109 || 497&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | [[Willerscheid]] || 140 || 439&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{FNZ|(1)|Stand: 31. Dezember 2022}}&lt;br /&gt;
{{FNZ|(2)|mit den Ortsteilen [[Escher Heide]] und [[Wasserscheide (Bad Münstereifel)|Wasserscheide]]}}&lt;br /&gt;
{{FNZ|(3)|mit der Siedlung Gödderz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich gehören unter anderem noch folgende Wohnplätze zur Mutscheid:&lt;br /&gt;
* [[Buchholzbacher Mühle]]&lt;br /&gt;
* Ellesheimer Mühle&lt;br /&gt;
* [[Gut Hospelt]]&lt;br /&gt;
* [[Hardtbrücke]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesamte Mutscheid hat also insgesamt knapp 2000 Einwohner. (Stand: 31. Dezember 2022)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ortsteile&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
Die Mutscheid liegt im nördlichen Teil der Eifel, im [[Ahrgebirge]], etwa zehn Kilometer südöstlich vom Kernort Bad Münstereifel. Sie erstreckt sich über einen unregelmäßigen Bereich mit etwa fünf Kilometern Durchmesser auf beiden Seiten der L165.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Nordwesten reicht die Mutscheid bis etwa zur [[Wasserscheide]] zwischen [[Erft]] und [[Ahr]]. In diese Richtung ist der nächste Nachbarort [[Mahlberg (Bad Münstereifel)|Mahlberg]]. Im Norden reicht die Mutscheid an [[Effelsberg]] heran. Die östliche Begrenzung bildet die Grenze zu [[Rheinland-Pfalz]]. Auf der anderen Seite der Grenze liegen die Orte [[Plittersdorf (Lind)|Plittersdorf]] und [[Obliers (Lind)|Obliers]] in der [[Ortsgemeinde (Rheinland-Pfalz)|Ortsgemeinde]] [[Lind (bei Altenahr)|Lind]]. Im Südosten schließt sich [[Rupperath]] mit [[Hünkhoven]] an. Im Süden und Südwesten bildet wieder Rheinland-Pfalz die Grenze, mit der Ortsgemeinde [[Schuld (Ahr)|Schuld]] an der Ahr, und den Dörfern Pitscheid und Blindert in der Ortsgemeinde [[Hümmel]] als Nachbarorten. Im Westen, an der L&amp;amp;nbsp;165 in Richtung Bad Münstereifel, ist der nächste Ort [[Schönau (Bad Münstereifel)|Schönau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächstgelegenen größeren Ortschaften sind [[Euskirchen]], 20&amp;amp;nbsp;km im Norden [[Rheinbach]], 20&amp;amp;nbsp;km im Nordosten und [[Adenau]], 30&amp;amp;nbsp;km im Süden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Naturräumliche Einordnung ===&lt;br /&gt;
Die Mutscheid liegt in der Eifel und ist damit Teil des [[Rheinisches Schiefergebirge|Rheinischen Schiefergebirges]]. Im Detail gehört sie laut [[Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands]] zum [[Naturraum]] &amp;#039;&amp;#039;nördliches Ahrbergland&amp;#039;&amp;#039; (Einheit 272.1) in der naturräumlichen Haupteinheit [[Ahreifel]] (272). Die übergeordnete [[Naturräumliche Großregionen Deutschlands|Haupteinheitengruppe]] mit der Nummer 27 ist die [[Osteifel]].{{GeoQuelle|DE|HNGD}}{{GeoQuelle|DE|BfL-137}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft ===&lt;br /&gt;
Das Erscheinungsbild der Landschaft ist typisch für die Eifel, mit sanften Hügeln und kleinen Tälern. Sie fällt von einer Höhe von über {{Höhe|510|DE-NHN|link=1}} an den Hängen des [[Michelsberg (Eifel)|Michelsberges]] im Nordwesten ab auf unter {{Höhe|300}} im Südosten. Die höchste Erhebung mit {{Höhe|517}} ist die Lausnück in Soller. Bei der Vegetation wechseln sich zusammenhängende Baumbestände mit offenem Wiesenland ab. Ackerbau ist nur noch selten anzutreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gewässer ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Mündung Buchholzbach in Armuthsbach.jpg|mini|Mündung des Buchholzbachs von links in den Armuthsbach]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Mutscheid ziehen sich einige kleinere Bäche. Erwähnenswert ist der [[Buchholzbach (Armuthsbach)|Buchholzbach]], der durch den Zusammenfluss von Lamersbach, Escher Bach und Brobach kurz vor Hardtbrücke entsteht. Er setzt das Tal des Lamersbach, der auf der Escher Heide entspringt, fort, das eine zentrale Trennlinie durch die gesamte Mutscheid bildet. In diesem Tal verläuft auch die L&amp;amp;nbsp;165 von der Wasserscheide bis Schuld. Der Buchholzbach trifft kurz vor Schuld auf den [[Armuthsbach]], der dann in Schuld in die Ahr mündet. Die westliche und südliche Grenze der Mutscheid bildet der Blinderter Bach, später [[Brömmersbach]], der ebenfalls in den Armuthsbach mündet. An der nördlichen Grenze der Mutscheid fließt der [[Liersbach]], der schließlich bei [[Hönningen#Liers|Liers]] ebenfalls in die Ahr mündet. Letztendlich fließen alle Gewässer der Mutscheid über den Liersbach, den Buchholzbach oder den Brömmersbach zur Ahr und damit über den [[Rhein]] zur [[Nordsee]] hin ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Allgemeine Geschichte ===&lt;br /&gt;
Die erste urkundliche Erwähnung einer Besiedlung im Bereich der Mutscheid stammt aus dem Jahr 854 und bezieht sich auf Gut Hospelt. Dieses ist damit, nach der Stadt selbst, der älteste urkundlich erwähnte Wohnplatz im Stadtgebiet von Bad Münstereifel. Der Ort Mutscheid selbst wurde erstmals 893 im [[Prümer Urbar]] zusammen mit Gut Hospelt als Besitz der [[Abtei Prüm]] erwähnt.&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Konrad von Hochstaden#Erweiterung des Erzstifts|Are-Hochstadenschen Schenkung]] fiel das Gebiet 1246 an [[Kurköln]], wo es bis 1794 zusammen mit [[Rupperath]] einen [[Dingstuhl]] (Gerichtsbezirk) im kurkölnischen [[Hardtburg#Geschichte|Amt Hardt]] bildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Frankreich|französischen]] [[Annexion]] der [[Linkes Rheinufer|linksrheinischen]] Gebiete gehörte die Mutscheid ab 1794 zur [[Bürgermeisterei Münstereifel|Mairie Münstereifel]] im Kanton Rheinbach. Dieses war Teil des [[Arrondissement de Bonn]] im [[Département de Rhin-et-Moselle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Beschluss des [[Wiener Kongress]]es fielen große linksrheinische Gebiete 1815 an [[Preußen]] und bildeten zunächst die [[Provinz Großherzogtum Niederrhein]] und ab 1822 die [[Rheinprovinz]]. Die Mutscheid gehörte zu diesen Gebieten und bildete innerhalb der Provinzen wieder eine eigene Gemeinde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;unterm Krummstab&amp;quot;&amp;gt;Joseph Matthias Ohlert: &amp;#039;&amp;#039;Fast 1000 Jahre unterm Krummstab.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mutscheid 893–1993.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie gehörte zum [[Kreis Rheinbach]] im [[Regierungsbezirk Köln]]. An diesen Zugehörigkeiten änderte sich auch durch die [[Deutsche Reichsgründung]] 1871 nichts. Der Kreis Rheinbach wurde 1932 aufgelöst und die Mutscheid wurde zusammen mit Münstereifel dem Kreis Euskirchen zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Juli 1969 wurde die Mutscheid durch das [[Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Euskirchen]] im Zuge der [[Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen]] nach Bad Münstereifel eingemeindet und verlor so ihre kommunale Eigenständigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Martin Bünermann |Titel=Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen |Verlag=Deutscher Gemeindeverlag |Ort=Köln |Datum=1970 |Seiten=87}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Hürholz: &amp;#039;&amp;#039;Die ehemalige Gemeinde Mutscheid in der kommunalen Neugliederung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mutscheid 893–1993.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Esch (Bad Münstereifel)#Geschichte|titel1=Geschichte von Esch}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte der Schulen der Mutscheid ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Alte Schule Mutscheid.png|mini|Altes Schulgebäude in Mutscheid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich war die einzige [[Volksschule]] der Gemeinde in einem Bruchsteingebäude untergebracht, das heute noch in Mutscheid steht. Um 1830 wurde in Reckerscheid eine weitere Schule errichtet. Diese fiel aber 1865 dem großen Brand in Reckerscheid zum Opfer. Die Gemeinde kaufte ein Maschinengebäude der Grube Glückstal in Willerscheid und richtete dort eine zweite Schule ein. Eine dritte Schule folgte dann zuerst in Gut Hospelt, ab 1884 in Hummerzheim. Im Jahr 1902 zog die Willerscheider Schule in einen Neubau um. Die Schule in Hummerzheim wurde 1961 erweitert. 1965 wurde die vierte Schule „Am Hagelkreuz“ in Nitterscheid eröffnet. Nun wurden aber nicht mehr alle Jahrgänge in allen Schulstandorten unterrichtet und ab dem 1.&amp;amp;nbsp;Dezember&amp;amp;nbsp;1966 wurde in Willerscheid ein zentrales neuntes Schuljahr für die gesamte Mutscheid eingerichtet. Im Jahr 1968 wurden alle Volksschulen aufgelöst. Die Nitterscheider Schule wurde zu einer neuen [[Grundschule]] während in Mutscheid eine [[Hauptschule]] eingerichtet wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schulen&amp;quot;&amp;gt;Stephanie Kraegeloh: &amp;#039;&amp;#039;Schulen in der Mutscheid.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mutscheid 893–1993.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Hauptschule konnte zu Beginn des 21.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wegen zurückgehender Schülerzahlen nicht mehr aufrechterhalten werden. Kurz nach ihrer Schließung zog die Grundschule von Nitterscheid in deren alte Gebäude in Mutscheid um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bergbau ==&lt;br /&gt;
Urkundlich wird [[Bergbau]] in der Mutscheid zum ersten Mal erwähnt, als bei der Verpfändung des Gebiets durch den Kölner Kurfürsten und Erzbischof [[Hermann V. von Wied|Hermann von Wied]] an Dietrich von Orsbeck und dessen Ehefrau Irmgard von Diepenbroich 1539 ein im Entstehen begriffenes [[Bergwerk]] ausdrücklich ausgeschlossen wird. In Urkunden aus der Zeit um 1600 wird ein &amp;#039;&amp;#039;Heid Stoll&amp;#039;&amp;#039; erwähnt. Die Namensgebung, die auf den Begriff &amp;#039;&amp;#039;Heidenstollen&amp;#039;&amp;#039; zurückgeht, lässt darauf schließen, dass dieser Stollen aus einer deutlich früheren Zeit stammte. Belegen lässt sich Bergbau in der Mutscheid aber weder für die [[Römer]]zeit, noch für das [[Mittelalter]]. In den folgenden Jahrhunderten gab es dann an verschiedenen Stellen der Mutscheid immer wieder bergbauliche Tätigkeiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bergbau in der Mutscheid&amp;quot;&amp;gt;Reppke et al.: &amp;#039;&amp;#039;Bergbau in der Mutscheid(Eifel) – die Grube Glücksthal.&amp;#039;&amp;#039; 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bergbau Wisoveg&amp;quot;&amp;gt;{{cite web|url=http://www.wisoveg.de/wisoveg/heimatkalender-eu/2004/90klapperts.html|title=Glückstal und Klappertshardt|author=Edgar Fass|publisher=www.wisoveg.de|date=1990|accessdate=2019-03-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während oberirdische Bauwerke der letzten Arbeitsperiode noch vorhanden und ältere Überreste noch erahnbar sind, sind die unterirdischen [[Grubenbau]]e der Bergwerke heute nicht mehr zugänglich. &lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Willerscheid#Geschichte|titel1=Geschichte Willerscheids}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grube Glücksthal ===&lt;br /&gt;
Es handelte sich um ein [[Blei]]bergwerk in der Nähe von Willerscheid. Der Name &amp;#039;&amp;#039;Glücksthal&amp;#039;&amp;#039; ergab sich erst Anfang des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts, als ein gewisser Johann Christian Schmitz unter diesem Namen eine Bergbaukonzession für große Teile der Mutscheid und angrenzende Gebiete erwarb. Die Grube &amp;#039;&amp;#039;Glücksthal&amp;#039;&amp;#039; zeigt die frühesten bergbaulichen Aktivitäten in der Mutscheid. Der oben genannte &amp;#039;&amp;#039;Heid Stoll&amp;#039;&amp;#039; befindet sich hier, so dass auch mit dem 1539 erwähnten Bergwerk dieses hier gemeint sein muss. Die Aktivitäten gingen mit Unterbrechungen und unter wechselnden Bedingungen bis etwa 1625. Im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde das Bergwerk etwa von 1739 bis 1761 betrieben. 1803 erwarb Johann Christian Schmitz die Konzession &amp;#039;&amp;#039;Glücksthal&amp;#039;&amp;#039; und betrieb das Bergwerk bis zu seinem Tode 1840. Die Konzession wurde 1843 von der &amp;#039;&amp;#039;Metallurgischen Gesellschaft zu Stolberg/Rhld&amp;#039;&amp;#039; übernommen, die das Bergwerk bis 1849 betrieb und dann stilllegte. 1864 wurde die Konzession an den Rentner Franz Erasmus aus Aachen veräußert, der bis 1869 Tätigkeiten in kleinem Umfang durchführte. 1897 kam die Grube in den Besitz der [[Gewerkschaft (Bergbau)|Gewerkschaft]] Libussa, die noch im selben Jahr den Betrieb wieder aufnahm. Die Anlage wurde dabei stark erweitert, aber schon 1903 wurde der Förderbetrieb wieder eingestellt. Bis spätestens 1911 fanden noch Erhaltungs- und Versuchsarbeiten statt, bevor der Betrieb endgültig eingestellt wurde. Vom Bergwerk &amp;#039;&amp;#039;Kappertshardt&amp;#039;&amp;#039; aus wurde 1939 eine [[Strecke (Bergbau)|Verbindungsstrecke]] nach &amp;#039;&amp;#039;Glücksthal&amp;#039;&amp;#039; aufgefahren und auch in diesem Bereich wurde Erz abgebaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bergbau in der Mutscheid&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bergbau Wisoveg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grube Klappertshardt ===&lt;br /&gt;
Die Grube &amp;#039;&amp;#039;Klappertshardt&amp;#039;&amp;#039; (manchmal auch als &amp;#039;&amp;#039;Betriebspunkt Klappertshardt der Grube Glücksthal&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet) war ein Bergwerk in der Nähe von Hummerzheim. Auch hier wurde vorrangig Blei, aber auch [[Zink]] gefördert. Der Name geht auf die [[Flur (Gelände)|Flurbezeichnung]] &amp;#039;&amp;#039;Auf Klöppershardt&amp;#039;&amp;#039; zurück. Die erste schriftliche Erwähnung dieses Bergwerks findet sich in einem Tagebucheintrag von 1622. Bis mindestens 1751 fand Bergbautätigkeit unter wechselnden Bedingungen statt. In der Zeit von Johann Christian Schmitz (1804–1840) ist keine Aktivität belegt. Im weiteren Verlauf des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts kommt es zu kürzeren Aktivitäten, letztens 1903 mit einigen Versuchsarbeiten. Im Jahr 1920 erwarb die [[Stolberger Zink|Stolberger Zink AG]] das Konzessionsfeld &amp;#039;&amp;#039;Glücksthal&amp;#039;&amp;#039; und eröffnete zu Beginn der 1930er Jahre auch wieder die Grube &amp;#039;&amp;#039;Klappertshardt&amp;#039;&amp;#039;. Es entwickelten sich umfangreiche Aktivitäten bis am 31. Oktober 1941 mit &amp;#039;&amp;#039;Klappertshardt&amp;#039;&amp;#039; das letzte Bergwerk der Mutscheid endgültig geschlossen wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bergbau in der Mutscheid&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bergbau Wisoveg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
=== Katholische Pfarrgemeinde Mutscheid ===&lt;br /&gt;
[[Datei:St. Helena Mutscheid Ostseite.jpg|mini|Die Pfarrkirche St. Helena von Osten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im 9. Jahrhundert gehörte zum Hofverband des Guts Hospelt ein „Presbyter“, vergleichbar mit einem heutigen Pfarrer, und somit vermutlich auch ein Gotteshaus.&lt;br /&gt;
Um 1173 stand schon eine Kirche in Mutscheid, die in den Statuten des Ahrdekanats zu dessen [[Sendkirche]]n gehörte. Kirchlich gehörte die Mutscheid also schon damals, vor der Hochstadenschen Schenkung 1246, als Teil des Ahrdekanats zum [[Erzbistum Köln]], was sich bis zum heutigen Tag nicht geändert hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;unterm Krummstab&amp;quot; /&amp;gt; Auch der Zuschnitt der [[Pfarrei]] dürfte sich in den kommenden Jahrhunderten kaum geändert haben, bis in der Neuzeit begonnen wurde, Pfarreien wegen Priestermangels zusammenzulegen. Dadurch verlor auch die Pfarrgemeinde Mutscheid ihre jahrhundertelange Eigenständigkeit. Am 1. Januar 2008 wurde aus sieben Pfarreien der Seelsorgebereich Bad Münstereifel gebildet, dessen drittgrößte Pfarrei die Mutscheid mit 1284 Katholiken ist (Stand 2018).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.kirche-muenstereifel.de/ |titel=Der katholische Seelsorgebereich Bad Münstereifel |abruf=2019-03-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pfarrkirche St. Helena ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|St. Helena (Mutscheid)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Pfarrkirche]] in Mutscheid ist der [[Helena (Mutter Konstantins des Großen)|heiligen Helena]] geweiht. Sie besteht aus drei zusammenhängenden Baukörpern, die zu verschiedenen Zeiten entstanden. Von der 1173 erwähnten Kirche steht heute noch der [[Romanik|romanische]] Turm. An ihn schließt sich in Richtung Osten die alte, [[Gotik|gotische]] Kirche an, die zwischen 1435 und 1457 geweiht wurde. Zu Beginn des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wurde der Bau durch eine dreischiffige [[Basilika (Bautyp)|Basilika]] mit [[Querschiff]] nach Norden hin erweitert und erhielt so seine heutige Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pfarrheim und Friedhof ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfarrhaus Mutscheid.jpg|mini|Pfarrhaus in Mutscheid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkt östlich der Kirche liegt das [[Pfarrhaus]], ein [[Fachwerk]]bau aus dem Jahre 1734, in dem noch heute (2019) ein [[Pfarrer]] wohnt. Angegliedert ist ein [[Gemeindezentrum (Religion)|Gemeindezentrum]]. Weiter östlich schließt sich zum Ortsausgang hin am Waldrand der [[Friedhof]] mit einer [[Leichenhalle]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapellen in der Mutscheid ===&lt;br /&gt;
Neben der Pfarrkirche existieren in einigen Orten der Mutscheid [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapellen]], in denen noch hin und wieder Gottesdienste gefeiert werden. Im Einzelnen sind folgende Kapellen in der Mutscheid bekannt:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Glocken&amp;quot;&amp;gt;Toni Falkenstein und Johannes Osterspey: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Kirchen- und Kapellenglocken in der Mutscheid.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mutscheid 893–1993.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die ehemalige [[Esch (Bad Münstereifel)#Kapelle St. Georg|Kapelle St. Georg]] in Esch&lt;br /&gt;
* die [[Honerath (Bad Münstereifel)#Kapelle der Vierzehn Nothelfer|Kapelle Vierzehn Nothelfer]] in Honerath&lt;br /&gt;
* die [[Gut Hospelt#Kapelle St. Joseph|Kapelle St. Joseph]] in Gut Hospelt&lt;br /&gt;
* die [[Hummerzheim#Kapelle St. Maria Königin|Kapelle St. Maria Königin]] in Hummerzheim&lt;br /&gt;
* die ehemalige [[Nitterscheid#Kapelle St. Florian|Kapelle St. Florian]] in Nitterscheid&lt;br /&gt;
* die [[Odesheim#Kapelle St. Lüfthildis|Kapelle St. Lüfthildis]] in Odesheim&lt;br /&gt;
* die [[Ohlerath#Kapelle St. Quirinus|Kapelle St. Quirinus]] in Ohlerath&lt;br /&gt;
* die [[Reckerscheid#Kapelle St. Apollonia|Kapelle St. Apollonia]] in Reckerscheid&lt;br /&gt;
* die [[Soller (Bad Münstereifel)#Kapelle St. Johannes|Kapelle St. Johannes]] in Soller&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zugehörigkeit in der evangelischen Kirche ===&lt;br /&gt;
Die evangelischen Einwohner der Mutscheid wechselten im Laufe des 20. Jahrhunderts mehrfach die Zugehörigkeit zwischen [[Flamersheim]] und [[Adenau]]. Nachdem sie 1902 von Adenau ausgemeindet worden waren, kamen die 176 evangelischen Bewohner der Mutscheid und aus dem benachbarten Rupperath 1976 wieder zu Flamersheim.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Karl Egon Siepmann |url=https://www.kreis-ahrweiler.de/kvar/VT/hjb1997/hjb1997.21.htm |titel=Mit Preußen kamen die Protestanten. 175 Jahre evangelische Gemeinde in der Hocheifel und Ahreifel |werk=Heimatjahrbuch 1997 |hrsg=Kreis Ahrweiler |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20180212201559/https://www.kreis-ahrweiler.de/kvar/VT/hjb1997/hjb1997.21.htm |archiv-datum=2018-02-12 |archiv-bot=2022-03-28 15:52:33 InternetArchiveBot |abruf=2019-03-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
Für den Autoverkehr ist die Mutscheid vor allem durch die L&amp;amp;nbsp;165 erschlossen. Sie verläuft von Bad Münstereifel im Nordwesten kommend nach Südosten in Richtung Schuld durch das Gebiet. An der Wasserscheide zweigt von ihr die L&amp;amp;nbsp;113 in Richtung Rheinbach und [[Bonn]] ab. In Esch liegt direkt an der L&amp;amp;nbsp;165 eine Tankstelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[öffentlicher Personennahverkehr|öffentlichen Personennahverkehr]] gehört die Mutscheid zum Gebiet des [[Regionalverkehr Köln|Regionalverkehrs Köln (RVK)]] und wird von diesem durch die Buslinie 822 bedient, überwiegend als &amp;#039;&amp;#039;TaxiBusPlus&amp;#039;&amp;#039; im Bedarfsverkehr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.rvk.de/rvk-im-kreis-euskirchen/ |titel=RVK im Kreis Euskirchen |abruf=2019-01-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#AADD55&amp;quot;| Linie&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#AADD55&amp;quot;| Verlauf&lt;br /&gt;
{{Linienverlauf VRS|822}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nächste Bahnhof befindet sich in Bad Münstereifel, von wo neben dem Verkehr nach Euskirchen eine Direktverbindung nach Bonn besteht. Die Mutscheid gehört zum Tarifgebiet des [[Verkehrsverbund Rhein-Sieg|Verkehrsverbunds Rhein-Sieg]] (VRS).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gewerbestruktur ===&lt;br /&gt;
Die Gewerbestruktur der Mutscheid weist vor allem kleine, meist [[handwerk]]liche Betriebe mit wenigen Mitarbeitern auf. Es existieren zwei größere Gewerbebetriebe: Zum einen eine Niederlassung des [[Maschinenbau]]unternehmens Auto Heinen GmbH in Esch.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.autoheinen.de/index.html?div_id=#unternehmen |titel=Auto Heinen |abruf=2019-01-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum anderen der [[Software]]dienstleister DataNet GmbH in Hardtbrücke.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.datanet.de/ |titel=DataNet |abruf=2019-01-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Viele Erwerbstätige der Mutscheid pendeln in die größeren Ortschaften der Umgebung zur Arbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Güter des täglichen Bedarfs ===&lt;br /&gt;
In der Mutscheid gibt es kein Geschäft für Güter des täglichen Bedarfs mehr. Die Tankstelle in Esch verfügt über einen angegliederten Getränkemarkt und bietet Reisebedarf an. Die mobilen Märkte der Firma HEIKO fahren die Mutscheid an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.heiko.info/mainframe.asp?lang=de&amp;amp;e1=152 |titel=HEIKO |abruf=2019-01-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Bäckereien und Metzgereien des Umlandes nutzen mobile Verkaufsstellen. Die nächsten Geschäfte des täglichen Bedarfs befinden sich in Schönau und Schuld. Bad Münstereifel bietet hier als [[Grundzentrum]] ein erweitertes Angebot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hotel- und Gaststättengewerbe ===&lt;br /&gt;
In Mutscheid befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Kirche das &amp;#039;&amp;#039;Gasthaus Prinz&amp;#039;&amp;#039;. Es bietet Ausschank sowie einen Saal für Festveranstaltungen oder größere Sitzungen. Angeschlossen ist ein Getränkevertrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.eifel.info/a-gasthaus-prinz |titel=Gasthaus Prinz bei eifel.info |abruf=2019-03-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der &amp;#039;&amp;#039;Landgasthof zur Wasserscheide&amp;#039;&amp;#039; im gleichnamigen Ortsteil von Esch ist seit über 100 Jahren im Familienbesitz und bietet heute eine Pension, ein Restaurant mit Schankraum, einen Saal sowie eine Kegelbahn.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.landgasthof-wasserscheide.de/ |titel=Landgasthof zur Wasserscheide |abruf=2019-01-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
In Mutscheid befindet sich ein Standort des &amp;#039;&amp;#039;[[Grundschule|Grundschulverbunds]] Höhengebiet Bad Münstereifel&amp;#039;&amp;#039;. Insgesamt werden dort und am zweiten Standort in [[Houverath (Bad Münstereifel)|Houverath]] rund 150 Kinder in aktuell sieben Klassen unterrichtet (Stand Januar 2019). Die Schule bietet auch einen [[Offene Ganztagsschule|offenen Ganztagsbetrieb]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.kgvhoehengebiet.de/ |titel=KGV Höhengebiet |abruf=2019-01-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch eine [[Kindergarten|Kindertagesstätte]] in Trägerschaft des [[Deutsches Rotes Kreuz|Deutschen Roten Kreuzes]] befindet sich in Mutscheid.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.bad-muenstereifel.de/seiten/leben_wohnen/kinder_jugendliche/Kindergaerten.php |titel=Kindergärten in Bad Münstereifel |abruf=2019-01-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medizinische Versorgung ===&lt;br /&gt;
Die Mutscheid verfügt weder über eine [[Arzt]]praxis, noch über eine [[Apotheke]]. Die medizinische Versorgung wird durch mehrere Ärzte und Apotheken in Bad Münstereifel gewährleistet. Die nächstgelegenen Krankenhäuser sind das [[Krankenhaus Mechernich]] und das [[Marienhospital Euskirchen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Freizeit und Kultur ==&lt;br /&gt;
=== Vereinswesen ===&lt;br /&gt;
Die Zusammengehörigkeit der Dörfergemeinschaft Mutscheid wird durch viele Vereine, wie etwa den SV Mutscheid, das Blasorchester St. Cäcilia Mutscheid, den Mutscheider Gesangverein, den Kirchenchor St. Cäcilia Mutscheid und die [[Freiwillige Feuerwehr]] Löschgruppe Mutscheid deutlich. Von Dorfvereinen und [[Junggesellenverein]]en abgesehen sind praktisch alle Vereine im Gebiet Vereine für die ganze Mutscheid.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfhard Lorenz: &amp;#039;&amp;#039;Die Mutscheid. Eine Gemeinschaft von 14 Dörfern. 1993–2013. Erinnerungen an die 1100–Jahr–Feier.&amp;#039;&amp;#039; Westkreuz-Verlag Berlin/Bonn 2013, ISBN 978-3-944836-03-4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dialekt ===&lt;br /&gt;
Das Gebiet der Mutscheid liegt im Übergangsgebiet zwischen der [[Ripuarische Dialektgruppe|ripuarischen Dialektgruppe]] im Norden und dem [[Moselfränkische Dialektgruppe|moselfränkischen Dialekt]] im Süden (sie auch [[Rheinischer Fächer]]). Aus diesem Grund gibt es noch heute rund um die Mutscheid starke [[Eifeler Mundarten|dialektale Unterschiede]] von Dorf zu Dorf. Innerhalb der Mutscheid ist der Dialekt aber weitgehend einheitlich. Während man südlich der Dorp-Dorf-Linie (Auch Bad Honnefer Linie) liegt, und dementsprechend auch &amp;#039;&amp;#039;Dorf&amp;#039;&amp;#039; sagt, gibt es insgesamt größere mundartliche Übereinstimmungen mit dem Ripuarischen als mit dem Moselfränkischen. Die dialektalische Tendenz geht eher nach [[Köln]], als in Richtung [[Trier]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dialekt&amp;quot;&amp;gt;Monika Grömping: &amp;#039;&amp;#039;Mutscheider Platt.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mutscheid 893–1993.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fahne ===&lt;br /&gt;
Die [[Fahne]] von Mutscheid wurde anlässlich der 1100-Jahr-Feier von Wolfgang Bergheim entworfen. Sie ist in Rot und Gelb geteilt, den Farben von Bad Münstereifel. Sie zeigt oben rechts ([[Heraldik|heraldisch]]) [[Schlägel und Eisen]] als Symbole des [[Bergbau]]s. Unten rechts ist ein [[Pflug]] als Symbol der [[Landwirtschaft]] abgebildet. Links sind etwa zwei Drittel mit einem grünen Oval belegt, das innerhalb des Randes Ast- und Rankwerk aufweist. Zusammen soll dies das Land mit den Wäldern symbolisieren. Belegt ist das Oval mit dem Wappen des [[Kurköln|Kurfürstentums Köln]], schwarzes Kreuz auf Silber, wiederum belegt mit dem Wappen des Grafen von Wied, ein Pfau auf rot-gold schräggestreiftem Grund. Statt eines Helmes mit Zier sitzt auf dem Kölner Wappen die Helena mit dem Kreuz. Helena ist die Schutzpatronin der Mutscheid und das Kölner Wappen deutet auf die langjährige Zugehörigkeit zum Erzbistum hin. [[Hermann V. von Wied]] hatte einst als Erzbischof von Köln den [[Schöffe (historisch)|Schöffen]] von Mutscheid ihr [[Siegel]] gegeben, das als Vorlage für den Teil der Fahne im grünen Oval diente.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fahne&amp;quot;&amp;gt;W. Bergheim: &amp;#039;&amp;#039;Eine Fahne für die Mutscheid.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mutscheid 893–1993.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Die Vereinsgemeinschaft Mutscheid (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mutscheid 893–1993. Unsere Heimat.&amp;#039;&amp;#039; Westkreuz-Verlag Berlin/Bonn, Bad Münstereifel 1993, ISBN 3-922131-92-1.&lt;br /&gt;
* Harald Bongart: &amp;#039;&amp;#039;Zins und Pacht der „lehensleuthen in dem Mutscheid“. Ein Beitrag zur Besitzgeschichte des Marienstiftes zu Prüm.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Prümer Landbote. Zeitschrift des Geschichtsvereins Prümer Land.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 39 = 4/93, {{ISSN|0939-2408}}, S. 15–18.&lt;br /&gt;
* Volker Reppke, Friedrich Knauer, Andreas Schmickler: &amp;#039;&amp;#039;Bergbau in der Mutscheid (Eifel) – die Grube Glücksthal&amp;#039;&amp;#039;. Eigenverlag: Friedrich Knauer, 2018, ISBN 978-3-00-060461-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [http://www.mutscheid.com/ Internetauftritt der Gemeinde Mutscheid]&lt;br /&gt;
* [https://www.bad-muenstereifel.de/leben-in-bad-muenstereifel/stadtportrait/ortsteile/mutscheid/ Mutscheid auf der Homepage von Bad Münstereifel]&lt;br /&gt;
* [https://www.svmutscheid.de/ Internetauftritt des SV 47 Mutscheid]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;EinwohnerMuenstereifel&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://offenedaten.kdvz-frechen.de/dataset/d04-einwohner-nach-ortsteilen-bad-münstereifel/resource/07d4e15c-9e26-4408-b0b3-32fe7ea94280&lt;br /&gt;
 |titel=Einwohner nach Ortsteil Stadt Bad Münstereifel 2020&lt;br /&gt;
 |titelerg=Anzahl der Einwohner der Stadt Bad Münstereifel unterteilt nach Ortsteilen zum Stichtag 31.12.2020&lt;br /&gt;
 |werk=offenedaten.kdvz-frechen.de&lt;br /&gt;
 |hrsg=Stadt Bad Münstereifel&lt;br /&gt;
 |abruf=2021-07-13}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ortsteile&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.bad-muenstereifel.de/leben-in-bad-muenstereifel/stadtportrait/ortsteile/&lt;br /&gt;
 |titel=Ortsteile Bad Münstereifel&lt;br /&gt;
 |abruf=2020-02-27}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Stadtteile von Bad Münstereifel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4117745-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtteil von Bad Münstereifel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Kreis Euskirchen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 893]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1969]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Cyberolm</name></author>
	</entry>
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