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	<title>Mutianus Rufus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T05:46:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mutianus_Rufus&amp;diff=560379&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Miriquidus0980: /* Einzelnachweise */</title>
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		<updated>2025-10-15T16:26:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Mutianus Rufus, letter, 1525.jpg|mini|Ausschnitt aus einem Brief des Mutianus Rufus vom 28. Juni 1525 (Original). Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, Nr. 48]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mutianus Rufus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (deutsch auch &amp;#039;&amp;#039;Konrad Mutian&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Konrad Muth&amp;#039;&amp;#039;; * [[15. Oktober]] [[1470]] in [[Homberg (Efze)|Homberg]] an der [[Efze]]; † [[30. März]] [[1526]] in  [[Gotha]]) war ein deutscher [[Renaissance-Humanismus|Humanist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein bedeutender lateinischer Briefwechsel mit führenden Humanisten der Zeit wie [[Erasmus von Rotterdam|Erasmus]], [[Johannes Reuchlin|Reuchlin]] u.&amp;amp;nbsp;a., geistlichen und weltlichen Fürsten von [[Kurmainz]], den sächsischen Linien, Fürstabt von Fulda u.&amp;amp;nbsp;a. und ihren Diplomaten wie [[Eitelwolf von Stein]] († 1515), [[Valentin von Sundhausen]] zeichnet sich durch seinen vollendeten Stil, außerordentliche Kenntnis der antiken Literatur und philosophische Gedankentiefe aus. Der Briefwechsel trug maßgeblich dazu bei, dass Mutianus Rufus nach Erasmus und Reuchlin der bedeutendste Geist der deutschen Hoch[[renaissance]] war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Ausbildung ===&lt;br /&gt;
Der aus einer wohlhabenden Patrizierfamilie stammende Muth verwaiste schon als Kind. Der Vater Johannes Muth war [[Ratsherr]] und Bürgermeister in Homberg an der Efze, die Mutter war Anna, geborene [[Creuzburg (Adelsgeschlecht)|von Crutzburgk]].&amp;lt;ref&amp;gt;Carl Krause: &amp;#039;&amp;#039;Helius Eobanus Hessus: sein Leben und seine Werke&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, Gotha 1879, [https://books.google.de/books?id=NX4NAAAAQAAJ&amp;amp;pg=PA33 S. 33.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein älterer Bruder war [[Johannes Muth]] (1468–1504), Kanzler des hessischen Landgrafen [[Wilhelm II. (Hessen)|Wilhelm II.]] und Beisitzer am [[Hofgericht]].&amp;lt;ref&amp;gt;Grimm, Heinrich, &amp;quot;Mutianus Rufus, Conradus&amp;quot; in: Neue Deutsche Biographie 18 (1997), S. 656–657 ([https://www.deutsche-biographie.de/pnd118735411.html#ndbcontent online version])&amp;lt;/ref&amp;gt; Dessen Ehefrau Margarethe, geborene [[Schrendeisen (Familie)|Schrendeisen]] († 1568&amp;lt;ref&amp;gt;„[https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/gdm/id/335 Margarethe Schrendeisen 1568, Fritzlar]“, in: Grabdenkmäler (Stand: 23. März 2006)&amp;lt;/ref&amp;gt;), heiratete als Muths Witwe 1506 den [[Fritzlar]]er Schöffen Philipp Katzmann&amp;lt;ref&amp;gt;Karl E. Demandt: &amp;#039;&amp;#039;Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter: ein &amp;quot;Staatshandbuch&amp;quot; Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, Band 42, Teil 2, 1981, S. 1182. Bernd Fuhrmann: &amp;#039;&amp;#039;Der Haushalt der Stadt Marburg in Spätmittelalter und früher Neuzeit (1451/52–1622)&amp;#039;&amp;#039;, 1996, S. 189.&amp;lt;/ref&amp;gt; aus dem bedeutendsten Fritzlarer Patriziergeschlecht, den [[Katzmann (Adelsgeschlecht)|Katzmann]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Bände 1–3, S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konrad Muth (später mit latinisiertem [[Humanistenname]]n &amp;#039;&amp;#039;Mutianus Rufus&amp;#039;&amp;#039;) ging nach [[Deventer]] und besuchte dort die Schule des [[Alexander Hegius]], der Rektor im Stift des heiligen Lebuinus war. Muth war in dieser Zeit Schulkamerad von [[Erasmus von Rotterdam]]. Im Sommer 1486 studierte der 15-jährige in [[Erfurt]] bei [[Conrad Celtis]], wurde 1488 &amp;#039;&amp;#039;Baccalaureus&amp;#039;&amp;#039; und legte schließlich 1492 sein Magister-Examen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Mainz]] traf er während einer Italienreise 1496 mit [[Dietrich Gresemund]], [[Jakob Wimpheling]] und [[Trithemius]] zusammen. Trithemius machte ihn mit dem Umgang von Büchern vertraut und begeisterte ihn für das Lesen und das Sammeln von Büchern. Mutianus Rufus trug eine umfangreiche und kostbare Bibliothek zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Italien studierte Mutianus Rufus [[Jurisprudenz|Rechte]]. Er promovierte 1498 in [[Ferrara]] zum &amp;#039;&amp;#039;Dr.&amp;amp;nbsp;decretorum&amp;#039;&amp;#039; und rundete seine juristischen Kenntnisse in [[Padua]], [[Florenz]], [[Venedig]] und [[Rom]] ab. Während seines Studiums in Italien hörte er die Bologneser Gelehrten [[Philipp Beroald]] (1453–1505) und [[Urceus Codrus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inspiriert vom [[Neuplatonismus]] und angelehnt an [[Marsilio Ficino]] und [[Giovanni Pico della Mirandola|Pico della Mirandola]]&amp;lt;!-- welcher von den beiden, oder beide? --&amp;gt; erarbeitet er seine eigenen philosophischen Gedanken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gelehrter ===&lt;br /&gt;
1502 kehrte er nach [[Deutschland]] zurück, um dort sich seiner Auffassung der &amp;#039;&amp;#039;Geistesaristokratie&amp;#039;&amp;#039; zu widmen. Nach kurzer Tätigkeit in der [[Landgrafschaft Hessen|landgräflich-hessischen]] Kanzlei in [[Kassel]] bot man ihm 1504 ein [[Kanoniker|Kanonikat]] in [[Gotha]] an. Damit wurde er wirtschaftlich unabhängig. Trotzdem kritisierte er weiterhin massiv die katholische Amtskirche. Ab 1505 bildete er mit den Humanisten [[Herbord von der Marthen]], [[Georg Spalatin]], [[Heinrich Urban (1494–1539)|Heinrich Urban]] und [[Ulrich von Hutten]] in seinem offenen Haus in Gotha einen literarischen Zirkel. [[Helius Eobanus Hessus]] und [[Johann Crotus Rubianus]] nutzten die Kenntnisse der antiken Literatur des Gelehrten und tauschten sich mit ihm in Gotha aus. Der häufiger einkehrende [[Euricius Cordus]] schilderte in seinem lateinischen Gedicht „Besuch bei Mutian“ die Dichterklause mit ihrem Hang zum Idyllischen. Nach 1516 distanzierte Mutianus sich von [[Martin Luther]]s Reformationsgedanken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Erfolg und die Popularität von Erasmus von Rotterdam geriet Mutianus’ Wirken bei seinen Zeitgenossen in Vergessenheit. Sein Streben bestand darin, für sich selbst frei und rechtschaffen zu leben und auf seinem philosophischen Weg zu [[Erkenntnis]] und [[Weisheit]] die Mitstrebenden zu unterstützen. Mutianus wirkte insbesondere im persönlichen Umgang und im [[Briefwechsel]] mit Mäzenen, Freunden und Schülern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund seines literarischen Stils, seiner außerordentlichen Kenntnisse der antiken Literatur und seines philosophischen Wissens gilt er als bedeutender Geist der deutschen [[Hochrenaissance]]. Mutianus versuchte, christliche Theologie und antike Philosophie zu vereinen. Befangen in seiner ästhetischen Bildungsreligion, fühlte er sich erhaben, über den Glauben des einfachen Volkes zu urteilen. Als in seinen letzten Lebensjahren infolge der [[Reformation]] und der Bauernunruhen die [[Apanage]]n ausblieben, geriet er in wirtschaftlich ungeordnete Verhältnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstiges ===&lt;br /&gt;
Muths Grabschrift dichtete der aus Gotha stammende Poet und Rhetoriker [[Johann Stigel]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hartfelder, Karl, „Stigel, Johann“ in: Allgemeine Deutsche Biographie 36 (1893), S. 228–230&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Ehmer]]: &amp;#039;&amp;#039;Rudolf Agricola und Konrad Mutian. Beiträge zur Geschichte der Entwicklung der Persönlichkeit unter dem Einfluß des Humanismus in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Diss. München 1926&lt;br /&gt;
* {{ADB|23|108|109|Mutianus Rufus, Conradus|[[Ludwig Geiger]]|ADB:Mutianus Rufus, Conradus}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|18|656|657|Mutianus Rufus|[[Heinrich Grimm (Historiker)|Heinrich Grimm]]|118735411}}&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629195920/http://www.bautz.de/bbkl/m/mutian_k.shtml |band=16|autor=Walter Troxler|spalten=1117–1120}}&lt;br /&gt;
* Helmut Roob, Günter Scheffler: &amp;#039;&amp;#039;Mutianus Rufus, Conradus (Muth, Konrad).&amp;#039;&amp;#039; In: Dies.: &amp;#039;&amp;#039;Gothaer Persönlichkeiten. Taschenlexikon&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. RhinoVerlag, Ilmenau 2006, ISBN 3-932081-37-4, S. 92.&lt;br /&gt;
* Christoph Fasbender (Hrsg.), Eckhard Bernstein: &amp;#039;&amp;#039;Conradus Mutianus Rufus und der Humanismus in Erfurt&amp;#039;&amp;#039;. Gotha 2009, ISBN 978-3-910027-25-1&lt;br /&gt;
* Eckhard Bernstein: „Mutianus Rufus und sein humanistischer Freundeskreis in Gotha“, Böhlau Verlag Köln/Weimar/Wien 2014, ISBN 978-3-412-22342-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118735411}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=118735411|titel=Mutianus Rufus, Conradus|datum=2025-10-14}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118735411|LCCN=no2005005504|VIAF=59879191}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Renaissance-Humanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Neulatein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Homberg/Efze)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1470]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1526]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Mutianus Rufus&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Humanist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Oktober 1470&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Homberg (Efze)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. März 1526&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Gotha]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Miriquidus0980</name></author>
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