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	<title>Musketiere - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T20:24:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Musketiere&amp;diff=178104&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-31048-92: Neue Rechtschreibung, sonst im Artikel bereits angewandt</title>
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		<updated>2025-11-03T10:01:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neue Rechtschreibung, sonst im Artikel bereits angewandt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zu den Musketieren des französischen Königs siehe &amp;#039;&amp;#039;[[Mousquetaires de la garde]]&amp;#039;&amp;#039;.}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Knötel, II, 14.jpg|mini|Musketier vom württembergischen Musketier-Bataillon von Mylius (1799; Farbtafel von Richard Knötel)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Revue des mousquetaires.jpg|mini|Inspektion der französischen [[Mousquetaires de la garde|Musketiere der Garde]]. Ölgemälde &amp;#039;&amp;#039;Revue des mousquetaires&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr 1729.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Shortlandservicemusket.jpg|mini|Eine typische Muskete des 18. Jhdts., hier eine [[Brown-Bess]] mit [[Bajonett]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Musketiere&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{IPA2|-keˈtiːr}}&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://de.langenscheidt.com/deutsch-englisch/musketier |titel=Musketier – Englisch-Übersetzung – Langenscheidt Deutsch-Englisch Wörterbuch |zugriff=2019-01-26 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, vom französischen &amp;#039;&amp;#039;mousquetaire&amp;#039;&amp;#039;, pl. &amp;#039;&amp;#039;mousquetaires&amp;#039;&amp;#039;; lateinisch: &amp;#039;&amp;#039;(miles) sclopetarius&amp;#039;&amp;#039;) waren eine [[Truppengattung]] der [[Infanterie]], die ursprünglich mit [[Muskete]]n bewaffnet war. Diese namensgebende Waffe kam im Laufe des 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts auf und war bis zur Mitte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts die Hauptbewaffnung der [[Linieninfanterie]]. Auch nach der Ablösung der Muskete durch das [[Zündnadelgewehr]] hielt sich in Deutschland der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Musketier&amp;#039;&amp;#039; bis in den [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]]. Bekannt ist er heute noch insbesondere durch den Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Die drei Musketiere]]&amp;#039;&amp;#039; und [[Die drei Musketiere#Verfilmungen|seine Verfilmungen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufkommen ==&lt;br /&gt;
Erwähnung fand die Muskete erstmals 1567 in Spanien. Die Wortherkunft ist strittig. Entweder leitet sich das Wort aus dem italienischen {{lang|it|&amp;#039;&amp;#039;Moschetto&amp;#039;&amp;#039;}} (‚Sperber‘) ab oder vom spanischen Begriff {{lang|es|&amp;#039;&amp;#039;Mosca&amp;#039;&amp;#039;}} (‚Funken‘).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im Vergleich zur [[Arkebuse]] wesentlich größere Kaliber verlieh der Muskete eine für die damalige Zeit enorme Durchschlagskraft. Dieser ballistische Vorteil zeichnete sie vor allem im Kampf gegen [[Harnisch]]e und hochgerüstete Gegner aus. Im Vergleich zur Arkebuse verschoss sie das doppelte Kugelgewicht; zu Beginn rund 60&amp;amp;nbsp;Gramm pro Schuss. Wegen ihres Gewichts von meist mehr als 10&amp;amp;nbsp;Kilogramm und ihrer Länge von 1,70&amp;amp;nbsp;Metern wurde sie auf eine Gabel gestützt. Zur Nahverteidigung diente den Landsknechten der [[Degen]], später auch das [[Bajonett]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung in Europa ==&lt;br /&gt;
=== Spätes 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Die französischen Könige erkannten früh das Potenzial der „Panzerbrecher“ und führten unter [[Karl IX. (Frankreich)|Karl&amp;amp;nbsp;IX.]] die neue Waffe in der Armee ein. [[Heinrich IV. (Frankreich)|Heinrich&amp;amp;nbsp;IV.]] hob neue Regimenter aus und rüstete knapp die Hälfte der französischen Soldaten mit dem Gewehr aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesem Beispiel folgten bald alle europäischen Großmächte. Es setzte ein Verdrängungsprozess in den Truppenteilen ein, bei dem [[Bogen (Waffe)|Bogen]], [[Armbrust]] und sonstiges mittlerweile veraltetes Kriegsmaterial zu Gunsten der neuen Feuerwaffen aufgegeben wurden. Aufgrund der Feuerwaffen erhielten die Kavalleristen schwerere Harnische, wobei dies durch größere Munition ausgeglichen werden konnte und die Kosten im Gegensatz zu der teuren Verarbeitung der Rüstungen verschwindend gering waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:HGM Saal 1 Musketiere und Pikeniere.jpg|mini|Musketiere und [[Pikenier]]e aus der Zeit des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] ([[Heeresgeschichtliches Museum]] Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Illustrierte Geschichte d. sächs. Lande Bd. II Abt. 1 - 259 - Soldatentypen aus dem Beginn des 30 jährigen Krieges (cropped Musketier).jpg|mini|Musketier mit dem „Forket“ (Gabel) in der Hand. Aus dem Beginn des  Dreißigjährigen Krieges]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verwendung für die neuen Soldaten hatten vor allem die Regenten im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]]. Diese neue Art von Kriegsführung mit großen Armeeverbänden, [[Söldner]]n und einer Vielzahl schlecht ausgerüsteter Truppen ließ auch das [[Kaliber]] der Gewehre auf rund 30&amp;amp;nbsp;Gramm zurückgehen, da es nicht mehr erforderlich war, dicke Panzerung zu durchschlagen. Die Folge waren leichtere Feuerwaffen zu geringeren Herstellungspreisen. Zudem erschienen auf den Schlachtfeldern die [[Dragoner]]: Berittene Infanteristen mit [[Pike (Waffe)|Pike]] oder Musketen als leichte [[Kavallerie]] zu niedrigen Kosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ludwig XIII.]] errichtete 1622 in Frankreich die [[Mousquetaires de la garde|Musketiere der Garde]] als Teil [[Maison militaire du roi de France|seiner Haustruppen]]. Obwohl berittene Infanterie sonst üblicherweise als [[Dragoner]] bezeichnet wurde, behielten diese reitenden Musketiere ihren Namen, auch wenn sie im Lauf der Zeit zu echter Kavallerie wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue [[Steinschloss]]muskete übertraf ihre Vorgänger mit Luntenschloss an Zuverlässigkeit und Feuergeschwindigkeit, sie verdrängte diese nach dem Dreißigjährigen Krieg und war zu Beginn des Spanischen Erbfolgekrieges europaweit eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
In Frankreich bezeichnete man den neuen Musketentyp nicht mehr als &amp;#039;&amp;#039;mousquet&amp;#039;&amp;#039;, sondern als &amp;#039;&amp;#039;fusil&amp;#039;&amp;#039; und benannte die Linieninfanterie daher entsprechend in [[Füsilier]]e um. In Preußen behielt man für die Waffe und den Träger den alten Namen, Füsiliere waren hier später nur einige unter Friedrich dem Großen neuaufgestellte Regimenter der [[Linieninfanterie]], nach seinem Tod eine zwischen [[Jägertruppe]] und Linieninfanterie angesiedelte [[Leichte Infanterie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. und 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Knötel II, 45.jpg|mini|Musketiere vom 1. und 2. Westpreußischen Infanterie-Regiment (Preußen 1813; Farbtafel von Richard Knötel)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Befreiungskriegen verwischte sich in Preußen die Unterscheidung zwischen Füsilieren, Grenadieren und Musketieren. Auftrag und Ausrüstung wurden weitgehend identisch, Unterschiede fanden sich in Details der Uniform. Auch nach der Ablösung der Muskete durch das Zündnadelgewehr behielt man den Namen Musketier als einfachsten Dienstgrad beim Großteil der Linieninfanterie bis in den [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Taktische Rolle ==&lt;br /&gt;
Musketiere wurden zunächst als kostengünstige „Panzerbrecher“ gegen die Ritterheere eingesetzt. Je mehr sich die Kriegsführung änderte, desto komplizierter wurden ihre Formationen. Die Musketierkompanien wurden zu Bataillonen und Regimentern zusammengefasst und marschierten in möglichst großen geschlossenen Formationen auf dem Schlachtfeld. Das Ziel war es dabei, die Ungenauigkeit der einzelnen Musketen dadurch aufzuheben, dass man durch Salvenfeuer ganzer Einheiten die Trefferzahl erhöhte. Um jedoch in diesen taktischen Verbänden akkurat und genauestens agieren zu können, wurden die Musketiere/Füsiliere scharf einexerziert, damit das Salvenfeuer möglichst schnell und zum gleichen Zeitpunkt erfolgen konnte (siehe [[Enfilade (Militär)]] und [[Kontermarsch]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildeten anfangs noch alle mit Musketen ausgerüstete Einheiten geschlossene Verbände, die Reihe für Reihe ihre Salven verschossen, änderte sich das im 17. Jahrhundert, und es wurden neue Truppengattungen geschaffen, die so genannten [[Jäger (Militär)|Jäger]], wobei letztere mit als Jägerbüchsen bezeichneten Vorderladern mit gezogenem kürzerem Lauf, sprich Scharfschützengewehren, ausgerüstet waren. Diese Jäger begannen im Gegensatz zur Infanterie im Gelände auszuschwärmen und Deckung zu suchen bzw. sich zu verschanzen. Sie stellten damit den Vorläufer der [[Infanterie]] des 20. Jahrhunderts dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorteil gegenüber Bogenschützen und anderen Truppengattungen waren die einfache Handhabung und leichte Bauart der Waffe, deren geringer Beschaffungspreis sowie deren Herstellung aus leicht verfügbaren Materialien. Die Nachteile lagen in der langen Ladezeit: Auch ein geübter Musketier konnte nur zwei bis drei Kugeln pro Minute verschießen. Weitere Nachteile waren das billige, unzuverlässige [[Luntenschloss]] sowie die große Streuung der Schüsse durch den glatten Lauf, der dem Geschoss keine drallgestützte Führung gab. Die Einführung der [[Steinschloss|Steinschlösser]] verbesserte die Wetterunabhängigkeit nur bedingt, bei starkem Regen waren Musketen weiterhin nutzlos ([[Schlacht um Dresden]] 1813). Bei 50&amp;amp;nbsp;Metern Entfernung wurde nur eine Treffergenauigkeit von 60&amp;amp;nbsp;Prozent erreicht, später auch auf 75&amp;amp;nbsp;Meter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Zedler Online|22|Musketirer, Mousquetirer|1493|1495|Musketirer, Mousquetirer}}&lt;br /&gt;
* Georg Ortenburg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Heerwesen der Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; Abteilung 1: &amp;#039;&amp;#039;Das Zeitalter der Landsknechte.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: Siegfrid Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Kriegswesen und Kriegführung im Zeitalter der Landsknechte.&amp;#039;&amp;#039; Bernard &amp;amp; Graefe Verlag, Koblenz 1985, ISBN 3-7637-5462-8.&lt;br /&gt;
* [[Hans Delbrück]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Kriegskunst im Rahmen der politischen Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 4: &amp;#039;&amp;#039;Die Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; Georg Stilke, Berlin 1920 (Photomechanischer Nachdruck der 1. Auflage von 1920. Mit einer Einleitung von Otto Haintz. ebenda 1962; Neuausgabe des Nachdrucks von 1962. de Gruyter, Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 2000, ISBN 3-11-016986-X).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Musketeers|Musketiere}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Truppengattung (historisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Truppengattung (Frühe Neuzeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Infanterie]]&lt;/div&gt;</summary>
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