<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Muskelfaser</id>
	<title>Muskelfaser - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Muskelfaser"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Muskelfaser&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-29T19:15:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Muskelfaser&amp;diff=210724&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ulanwp: 2 fehlende Sprachparameter eingefügt; 4 leere Parameter entfernt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Muskelfaser&amp;diff=210724&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-15T16:37:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;2 fehlende Sprachparameter eingefügt; 4 leere Parameter entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:1007 Muscle Fibes (large).jpg|mini|Ein [[Skelettmuskel]] hat Faserbündel ([[Faszikulation|Faszikel]]) aus Muskelfasern, die Myofibrillen ([[Muskelfibrille]]n) enthalten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bauplan der Skelettmuskulatur.svg|mini|Schema zum Aufbau eines Muskels – eine Myofibrille besteht aus einer Reihe von [[Sarkomer]]en (unten)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Muskelfaser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Muskelfaserzelle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, [[latein]]isch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Myozyt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Körperfaser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder kurz &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist die spindelförmige [[Zelle (Biologie)|zelluläre]] Grundeinheit der (quergestreiften) [[Muskulatur]] des [[Skelett]]s. Die Muskelzellen der [[Glatte Muskulatur|glatten Muskulatur]] sind hingegen keine Muskelfasern. Die [[Herzmuskel]]zellen werden gelegentlich auch als Herzmuskelfasern bezeichnet, sie unterscheiden sich jedoch im Aufbau von den Skelettmuskelfasern.&amp;lt;ref&amp;gt;Walther Graumann: &amp;#039;&amp;#039;CompactLehrbuch Anatomie.&amp;#039;&amp;#039; Band 3, Schattauer Verlag, 2004, ISBN 3-7945-2063-7, S. 372.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muskelfasern enthalten als Träger ihrer Funktion bis mehrere Hundert [[Muskelfibrille]]n (Myofibrillen) von je etwa 1&amp;amp;nbsp;[[Meter#Gebräuchliche dezimale Vielfache|μm]] (0,001&amp;amp;nbsp;mm) Durchmesser. Bei Skelettmuskeln durchziehen Myofibrillen die Zelle in ganzer Länge und sind parallel zueinander ausgerichtet. Abhängig von deren Anzahl messen Muskelfasern im Querschnitt rund 0,01&amp;amp;nbsp;mm bis 0,1&amp;amp;nbsp;mm und können, je nach Art und Länge des [[Liste der Skelettmuskeln|einzelnen Muskels]], wenige Millimeter bis einige Zentimeter lang sein. In einem [[Skelettmuskel]] sind mehrere Muskelfasern jeweils zu &amp;#039;&amp;#039;Faserbündeln&amp;#039;&amp;#039; (auch „Fleischfasern“ genannt) von 0,1&amp;amp;nbsp;mm bis 1&amp;amp;nbsp;mm Durchmesser zusammengefasst, deren Enden in der Regel über [[Sehne (Anatomie)|Sehnen]] an [[Knochen]] geheftet sind. Diese Skelettelemente können bei einer [[Muskelkontraktion]] einander angenähert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muskelfasern sind [[Zellkern|mehrkernige]] zelluläre Gebilde. Sie entstehen durch [[Zellfusion|Verschmelzung]] von reifen [[Myoblast]]en zu langen dünnen &amp;#039;&amp;#039;Myotuben&amp;#039;&amp;#039; und bilden ein [[Syncytium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauweise ==&lt;br /&gt;
Eine Muskelfaser ist eine lang gestreckte vielkernige Zelle, wobei die Zellkerne meist dicht unter der [[Zellmembran]] der Muskelzelle, dem [[Sarkolemm]], liegen. Ausläufer des Sarkolemms stülpen sich an vielen Stellen nach innen mit schlauchartigen Falten ein und bilden damit senkrecht zur Oberfläche und quer zur Längsachse der Muskelzelle ein System von transversalen Tubuli (&amp;#039;&amp;#039;T-Tubuli&amp;#039;&amp;#039;, Quer-Tubuli; {{laS|tubulus|de=Röhrchen}}), über das auch tief in der Muskelzelle gelegene Bereiche rasch von einer Erregung erreicht werden können, wenn ein Aktionspotential über das Sarkolemm geleitet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zellmembraneinfaltungen des T-Systems erreichen Calciumspeicher des L-Systems ===&lt;br /&gt;
Die Einstülpungen des T-Systems ziehen hinab bis in die unmittelbare Nähe der Hohlräume eines anderen Röhrensystems, von Ausläufern des (glatten) [[Endoplasmatisches Retikulum|endoplasmatischen Retikulums]] (&amp;#039;&amp;#039;[[sarkoplasmatisches Retikulum]]&amp;#039;&amp;#039; SR). Diese Kammerungen sind nun parallel zur Längsachse der Muskelzelle orientiert – also längs zwischen den Myofibrillen gelegen beziehungsweise sie umgebend – und bilden so ein abgeschlossenes System von longitudinalen Tubuli (&amp;#039;&amp;#039;L-Tubuli&amp;#039;&amp;#039;, Längs-Tubuli), das als Reservoir für Calciumionen dient. Zu beiden Seiten stoßen die Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;-speichernden Kammern des L-Systems auf die querenden Einfaltungen des T-Systems, sodass der eingefalteten Membran des Sarkolemms beidseits SR-Membranen anliegen ([[Triade (Physiologie)|Triade]]) und [[Rezeptor (Biochemie)|Rezeptoren]] auf den je einander gegenüberliegenden Membranenregionen direkt miteinander in Kontakt treten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elektrische Erregung kann über Calciumionen mechanische Kontraktion auslösen ===&lt;br /&gt;
Wird eine Muskelfaser über die myoneurale [[Synapse]] durch eine Nervenzelle erregt – an der [[Motorische Endplatte|motorischen Endplatte]] durch das zugehörige (untere) [[Motoneuron]] seiner [[Motorische Einheit|motorischen Einheit]] (mE) – und das Aktionspotential (AP) der Muskelzelle nun über das T-System geleitet, so werden dessen spannungssensitiven (DHPR-)Rezeptoren angesprochen. Ihre Konformationsänderung führt bei Skelettmuskelfasern direkt zu einer Aktivierung der gegenüberliegenden assoziierten (RYR1-)Rezeptoren in der SR-Membran, woraufhin hier Ionenkanäle geöffnet und aus dem L-System Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen freigesetzt werden, die dann in den Myofibrillen als [[Elektromechanische Kopplung|elektromechanische Koppler]] eine Kontraktion auslösen: die Muskelfaser verkürzt sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zytoplasma enthält verschiedene Komponenten für Energiebereitstellung ===&lt;br /&gt;
Im [[Zytoplasma]] von Muskelfasern befinden sich daneben unterschiedlich zahlreich [[Mitochondrien]] (&amp;#039;&amp;#039;Sarkosomen&amp;#039;&amp;#039;). In verschiedener Konzentration kann das &amp;#039;&amp;#039;[[Sarkoplasma]]&amp;#039;&amp;#039; auch als sauerstoffspeicherndes [[Pigment (Biologie)|Pigment]] [[Myoglobin]], energiereiche Substanzen wie [[Glykogen]] sowie Enzyme für einen Stoffwechsel [[Aerobie|aerober]] Energiegewinnung enthalten, wonach sich unterschiedliche Typen von Muskelfasern auch biochemisch differenzieren lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauptbestandteil sind Myofibrillen mit kontraktilen Proteinen ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Muskelfibrille}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Muskel quergestreift.JPG|mini|Längsschnitt quergestreifter Muskelfaser im [[Lichtmikroskop]] – bei hoher Auflösung ist die Querstreifung durch gereihte [[Sarkomer]]e von [[Myofibrille]]n gut erkennbar ([[Hämatoxylin-Eosin-Färbung|HE-Färbung]], Interferenzkontrast)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Hauptsache aber enthalten Muskelfasern dicht gepackt und parallel angeordnet einige hundert [[Muskelfibrille|Myofibrillen]] (Muskelfibrillen), die sich über die gesamte Länge einer Muskelfaser erstrecken. Eine Myofibrille setzt sich zusammen aus vielen in Längsrichtung aufeinanderfolgenden, scharf abgegrenzten, gleichförmigen Abschnitten, den etwa 2&amp;amp;nbsp;[[Meter#Mikrometer|µm]] langen [[Sarkomer]]en. Sie bilden die eigentlichen kontraktilen Einheiten und zeigen (in polarisiertem Licht) eine typische Querstreifung. Grund dafür ist der hohe Ordnungsgrad der hier im Sarkomer nebeneinander ausgerichteten kontraktilen [[Protein]]e. Pro Sarkomer sind jeweils rund 2000 dünne [[Aktin]]-[[Mikrofilamente|Myofilamente]] und 1000 dickere [[Myosin]]-[[Motorprotein]]e so angeordnet, dass sie sich bei einer [[Muskelkontraktion|Kontraktion]] gegeneinander verschieben können. Die Aktinfilamente sind durch α-Aktinine (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Alpha-Actinin 3]]) jeweils in Höhe der [[Z-Streifen]] untereinander querverbunden und so zentriert. Elastische [[Connectin]]filamente aus dem Protein [[Titin]] verbinden jeweils die Myosinfilamente längs zwischen den Z-Scheiben, stabilisieren so einen Sarkomerkomplex von innen her und bestimmen wesentlich dessen Dehnbarkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da nicht nur die Myofilamente einer Myofibrille, sondern auch die Myofibrillen in einer Muskelfaser – im Unterschied zur Anordnung in einer glatten Muskelzelle – alle in einer Richtung und streng nebeneinander ziehen, zeigt sich die Querstreifung auch an der gesamten Zelle. Denn in einem [[Muskelbauch]] zwischen zwei Anheftungspunkten, [[Ursprung und Ansatz]], eines Skelettmuskels eingespannt arbeiten die Muskelfasern eines Faserbündels nun gleichgerichtet zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bindegewebige Umhüllungen (Endo-, Peri- und Epimysium) ===&lt;br /&gt;
Zwischen den Muskelfasern findet sich [[Bindegewebe]] als &amp;#039;&amp;#039;Endomysium&amp;#039;&amp;#039;, das sie mit der einstrahlenden [[Sehne (Anatomie)|Sehne]] [[Myotendinöse Verbindung|verbindet]], mehrere Muskelfasern zusammen werden durch ein &amp;#039;&amp;#039;Perimysium internum&amp;#039;&amp;#039; bindegewebig gefasst und so als Primärbündel bezeichnet. Einige Primärbündel ergeben zusammen ein Sekundärbündel, wenn sie von einem gemeinsamen &amp;#039;&amp;#039;Perimysium externum&amp;#039;&amp;#039; umschlossen werden. Um diese Sekundärbündel spannt sich schließlich das &amp;#039;&amp;#039;Epimysium&amp;#039;&amp;#039;, welches den Muskel als ganzen einfasst, geht in die [[Faszie|Muskelfaszie]] über, die auch mehrere Muskeln in einer [[Muskelloge]] zusammenfassen kann, und trennt bei Verschiebungen gegenüber der Umgebung. Die Aufgabe der bindegewebigen Strukturen ist es also, den Muskel kraftschlüssig, reißfest und verschieblich abgegrenzt einzubinden sowie seine Versorgung zu sichern. Das Endomysium besteht zum Großteil aus [[Retikuläre Faser|retikulären Fasern]], das Perimysium aus parallelen Kollagenfasern. In diesem verlaufen die versorgenden Blutgefäße, ableitenden Lymphgefäße und impulsgebenden Nerven.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Faserarten ==&lt;br /&gt;
Man unterscheidet zwei Haupttypen von Muskelfasern nach ihrer Ausstattung mit Mitochondrien und den Enzymen des [[aerob]]en Stoffwechsels sowie ihrem [[Myoglobin]]gehalt, beziehungsweise nach dem Ablauf der Muskelfaserzuckung. Muskelfasern mit einer relativ höheren Anzahl der genannten Funktionselemente und damit einer besseren Ausrüstung für die längeren Wege eines – verfügbare energiereiche Verbindungen gründlicher ausschöpfenden – oxidativen (sauerstoffverbrauchenden) Stoffwechsels werden &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;S&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;low-twitch-Fasern genannt (Typ S oder Typ 1) und &amp;#039;&amp;#039;zucken langsamer&amp;#039;&amp;#039;. Die &amp;#039;&amp;#039;schneller zuckenden&amp;#039;&amp;#039; Muskelfasern benutzen eher die kürzeren Wege anaerober Energiebereitstellung (vorzugsweise aus Glykogen) – haben daher auch einen geringeren Gehalt beispielsweise an sauerstoffspeicherndem rotem Muskelfarbstoff Myoglobin – und heißen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;F&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ast-twitch-Fasern (Typ F oder Typ 2). Die Differenz dieser Typen ist eine Anpassung an das vorherrschende Beanspruchungsmuster; sie ist insofern keine Festlegung, als bei anhaltender Veränderung des – durch die [[Aktionspotential|AP-Frequenz]] des zuständigen [[Motoneuron]]s bestimmten – Aktivitätsmusters einer [[Motorische Einheit|motorischen Einheit]] die Muskelfasern eines Typs mit der Zeit in einen anderen Typ umwandelbar sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Silbernagl, Agamemnon Despopoulos: &amp;#039;&amp;#039;Taschenatlas Physiologie.&amp;#039;&amp;#039; 8. Auflage. Thieme Verlag, 2012, ISBN 978-3-13-567708-8, [http://books.google.de/books?id=nvff2_nmqn4C&amp;amp;pg=PA330&amp;amp;dq=Physiologie+FF-Faser&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=U8lmUqa-N4SHswbwm4HQAQ&amp;amp;ved=0CGUQ6AEwCQ#v=snippet&amp;amp;q=FR%20%28%3D%202%20A%29&amp;amp;f=false S.&amp;amp;nbsp;62].&amp;lt;/ref&amp;gt; Neuere Forschungsergebnisse bei Spitzensportlern im [[Skilanglauf]] haben allerdings gezeigt, dass bei entsprechendem Training auch F-Typ-Fasern ein [[Mitochondrien]]volumen und eine [[Kapillare (Anatomie)|Kapillarisierung]] wie S-Typ-Fasern haben können.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Arnd Krüger]] (2019). Muskelfasern. &amp;#039;&amp;#039;Leistungssport&amp;#039;&amp;#039; 49(1), 15-16; Niels Ørtenblad, Joachim Nielsen, Robert Boushel, Karin Söderlund, Bengt Saltin, Hans-Christer Holmberg (2018). The Muscle Fiber Profiles, Mitochondrial Content, and Enzyme Activities of the Exceptionally Well-Trained Arm and Leg Muscles of Elite Cross-Country Skiers. &amp;#039;&amp;#039;Front Physiol.&amp;#039;&amp;#039; 9: 1031. [[doi: 10.3389/fphys.2018.01031]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Langsam zuckende Muskelfasern oder S-Fasern (Typ 1) ===&lt;br /&gt;
Typ-&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;S&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;(slow)-Fasern sind langsamer zuckende und damit tendenziell langsam kontrahierende Muskelfasern. Sie verkürzen sich aber immer noch so schnell, dass zyklische Bewegungen mit hohen Wiederholfrequenzen wie etwa Radfahren mit Trittfrequenzen über 100/min möglich sind – und über längere Zeit aufrechterhalten werden können. Sie werden auch &amp;#039;&amp;#039;dunkle&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;rote Fasern&amp;#039;&amp;#039; genannt, da sie durch die hohe [[Myoglobin]]konzentration eine dunkelrote Färbung besitzen. Sie sind auf Dauerleistung mit begrenztem Kraftaufwand ausgelegt und ermüden nur sehr langsam. Die S-Faser wird von feinen [[Kapillare (Anatomie)|Kapillaren]] versorgt und gewinnt ihre Energie aerob, wobei der dazu benötigte [[Sauerstoff]] dem [[Blut]] entnommen wird. Sie werden auch &amp;#039;&amp;#039;Typ-1-Fasern&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;oxidative Fasern&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{Anker|Weiße Fasern}} Schnell zuckende Muskelfasern oder F-Fasern (Typ 2) ===&lt;br /&gt;
Typ-&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;F&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;(fast)-Fasern sind schnell zuckende Muskelfasern. Sie verbrauchen mehr Energie, ermüden rascher und werden auch &amp;#039;&amp;#039;helle&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;weiße Fasern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, wegen ihres geringen Myoglobingehaltes, beziehungsweise als &amp;#039;&amp;#039;Typ-2-Fasern&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;glykolytische Fasern&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. F-Fasern werden zumeist weiter unterschieden in zwei (Unter-)Typen: die in ihren Eigenschaften den S-Fasern ähnlicheren &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;FR&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;(fast-resistant)-Fasern oder &amp;#039;&amp;#039;Typ-2A&amp;#039;&amp;#039; und die sehr kräftigen, schnellen, doch rasch ermüdenden &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;FF&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;(fast-fatigue)-Fasern oder &amp;#039;&amp;#039;Typ-2X&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Typ-2B&amp;#039;&amp;#039;; daneben können weitere Zwischentypen (-2C, -2AC, -2AB) histochemisch (nach Myosin-ATPase-Aktivität) differenziert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klassifikation Typ&amp;quot;&amp;gt;{{cite journal |author=W. Scott, J. Stevens, S. Binder–Macleod |title=Human Skeletal Muscle Fiber Type Classifications |journal=Physical Therapy |volume=Band 81 |issue=11 |pages=1810–1816 |date=2001-11 |url=http://ptjournal.apta.org/content/81/11/1810.full |access-date=2015-10-07 |archive-url=https://web.archive.org/web/20150213021358/http://ptjournal.apta.org/content/81/11/1810.full |archive-date=2015-02-13 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diesen Unterschieden entsprechen verschiedene Expressionsmuster der skelettmuskelspezifischen Isoformen von [[Myosin#Schwere Kette (Heavy Chain)|schweren Ketten]] in Myosin (MyHC-IIa, -IIx, -IIb). Während bei kleineren Säugetieren Typ-2B-Fasern häufig sind, wird die Isoform IIb beim erwachsenen Menschen im schnellen Muskelfasertyp nicht gefunden, doch IIx, weshalb in der neueren Literatur vom Typ-2X gesprochen wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Regulation MyHC&amp;quot;&amp;gt;{{cite journal |author=B. Harrison, D. Allen, L. Leinwand1 |title=IIb or not IIb? Regulation of myosin heavy chain gene expression in mice and men |journal=Skeletal Muscle |volume=Band 1 |issue=5 |doi=10.1186/2044-5040-1-5 |date=2011-02 |url=http://www.skeletalmusclejournal.com/content/1/1/5#B5 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Fasertypen der Skelettmuskulatur ===&lt;br /&gt;
Weitere Fasertypen, einige auch mit spezifischen [[Myosin]]-Typen, finden sich beispielsweise in der enormen [[Haftmittel#Kaudruck|Kaudruck]] entwickelnden Kiefermuskulatur (z.&amp;amp;nbsp;B. im &amp;#039;&amp;#039;[[Musculus masseter]]&amp;#039;&amp;#039;) oder in der schnelle [[Mikrosakkade|feinste Augenbewegungen]] ausführenden Muskulatur des [[Auge|Augapfels]] (z.&amp;amp;nbsp;B. im &amp;#039;&amp;#039;[[Augenmuskeln#Musculus rectus lateralis|M. rectus lateralis]]&amp;#039;&amp;#039;). Weiterhin besitzt der [[Fetus]] eine teilweise spezielle Ausstattung an Myosinen, die manchen Muskelfasern eine eigene Spezifik jenseits der groben Einteilung in S- und F-Fasern ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Physiologie ==&lt;br /&gt;
=== Entwicklung und Wachstum ===&lt;br /&gt;
Die [[Skelettmuskulatur]] der [[Wirbeltiere]] geht beidseits längs ihrer primären Achse ([[Chorda dorsalis]]) aus dem [[Mesoderm#Unterteilung|(paraxialen) Mesoderm]] hervor, das sich quer in [[Somit]]en gliedert und durch [[Induktion (Biologie)|induktive]] [[Morphogen|Signale]] ein räumlich orientiertes [[Musterbildung#Biologie|Muster]] seiner Lagebeziehungen gewinnt (in drei Dimensionen: dorso-ventrale, anterio-posteriore, medio-laterale Achse). Aus dorsalen Anteilen formieren sich [[Myotom]]e für Muskulatur mit [[Progenitorzelle|Muskelvorläuferzellen]], von denen einige ortsständig bleiben (spätere [[Autochthone Rückenmuskulatur|autochthone Muskulatur]]), andere in die [[Extremitätenentwicklung#Übersicht über den Gesamtprozess|Extremitätenanlagen]] wandern ([[Zellmigration]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen Vorläuferzellen entwickeln sich teilungsfähige unreife und schließliche reife [[Myoblast]]en. Diese einkernigen Zellen verschmelzen miteinander ([[Zellfusion|Fusion]]) zu einem [[Syncytium]] mit mehreren [[Zellkern]]en und bilden dünne lange schlauchartige Gebilde, die Myotuben. In diesen werden längs der zentralen Kernketten die ersten quergestreiften Myofibrillen gebildet. Mit der Reifung zur Muskelfaser wandern die Zellkerne randwärts und um die Muskelfaser wird die [[Basalmembran]] als eigene Umhüllung gebildet, in die auch einige ruhende Myoblasten mit eingeschlossen sind, &amp;#039;&amp;#039;Satellitenzellen&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil die Zellkerne innerhalb einer reifen Muskelfaser nicht mehr teilungsfähig sind, werden diese einkernigen Satellitenzellen für das spätere Wachstum von Muskelfasern wichtig, da über sie zusätzliche Zellkerne integriert werden können bei stärkerer Längen- oder Querschnittszunahme. Hierfür können durch Signale verschiedener [[Wachstumsfaktor (Protein)|Wachstumsfaktoren]] Satellitenzellen zur [[Zellteilung]] gebracht werden; eine Tochterzelle verschmilzt dann mit der Muskelfaser, während die andere sich später eventuell nochmal teilt. Zusätzliche Kerne werden nicht nur gebraucht, wenn sich die Muskelfaser vergrößert, sei es bei normalem Wachstum oder bei einer trainingsbedingten [[Hypertrophie]], sondern auch für mögliche Heilungsprozesse innerhalb der Basalmembranhülle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird ein Muskel nicht mehr eingesetzt, kommt es zur [[Muskelatrophie|Inaktivitätsatrophie]], bei der die Dicke seiner Fasern abnimmt und die Zahl an Satellitenzellen sinkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Energiestoffwechsel ===&lt;br /&gt;
Die Mobilisierung, der Transport sowie der Abbau energiereicher Substrate unter ATP-Gewinnung in den Muskelzellen dienen der Ausführung von Muskelarbeit. Siehe dazu den&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Energiebereitstellung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kontraktion ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Muskelkontraktion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Interaktion der beiden Proteine [[Aktin]] und [[Myosin]] in den Myofilamenten eines [[Sarkomer]]s kann eine Muskelzelle ihre Länge verringern (konzentrische Kontraktion), gegen Widerstand beibehalten (isometrische Kontraktion) oder ihrer Verlängerung Widerstand entgegensetzen (exzentrische Kontraktion). Im Ruhezustand werden die Stellen des Aktinfilaments, an die sich die [[Myosin #Die Bewegung von Myosin im Querbrückenzyklus|Motordomäne]] von Myosin binden kann, durch ein weiteres Protein, das [[Tropomyosin]], verdeckt. Diese Blockade wird aufgelöst, wenn Calciumionen aus ihrem Speicher im L-System des sarkoplasmatischen Reticulums (SR) ausgeschüttet werden ins [[Cytosol]]. Hierzu kommt es, wie erstmals von [[Setsuro Ebashi]] in den 1950er Jahren nachgewiesen wurde, nach dem  Eintreffen eines [[Aktionspotential]]s. Diese Änderung des [[Membranpotential]]s wird über die Einfaltungen im T-Systems des Sarkolemms rasch in die Tiefe des Zellinnenraums einer Muskelfaser geleitet und veranlasst die Ausschüttung von Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt; längs der Myofibrillen. Dadurch vermittelt kommt es in den Sarkomeren zum Kontakt zwischen Aktin-Filamenten und Motordomänen der Myosin-Filamente sowie durch deren Interaktion als sogenanntes [[Filamentgleittheorie|Filamentgleiten]] zur Kontraktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch ein einzelnes Aktionspotential wird bei den Skelettmuskeln allerdings nur eine einzelne kurze Muskelfaserzuckung ausgelöst, bei der sich die Muskelfaser nur wenig verkürzt. Um eine stärkere Verkürzung zu erreichen beziehungsweise eine anhaltende Kontraktion hervorzurufen, müssen in rascher Folge Aktionspotentiale eintreffen, damit sich Einzelzuckungen stufenweise überlagern und summiert werden (Superposition). Hiervon zu unterscheiden ist die erst bei noch höherer Aktionspotentialfrequenz auftretende [[Tetanus (Physiologie)|tetanische Kontraktion]], bei der es zur völligen Verschmelzung von Einzelzuckungen wie maximal möglicher Kontraktion der Muskelfaser kommt (glatter oder vollständiger Tetanus). Langsam zuckende S-Fasern sind durch Aktionspotential-Serien mit Frequenzen ab etwa 20&amp;amp;nbsp;Hz tetanisierbar, F-Fasern brauchen hierfür deutlich höhere Frequenzen (über etwa 60&amp;amp;nbsp;Hz).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Muskel wird die Muskelkraft nicht allein über unterschiedliche Impulsfrequenzen der Motoneuronen abgestuft, sondern vornehmlich durch Anzahl und Art der wechselnd (und asynchron) rekrutierten motorischen Einheiten. So sind selbst bei einer geringen Muskelanspannung wie dem reflexbedingten [[Tonus|Muskeltonus]] („Reflextonus“), der beispielsweise einen Körper trotz Schwerkraft unwillkürlich aufrecht halten kann, zumeist keine Einzelzuckungen sichtbar. Auch kommt es bei üblichen Belastungen in vivo nicht zu einem Tetanus des Muskels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erkrankungen ==&lt;br /&gt;
Bei starker Überanspruchung kann es zu einem [[Muskelfaserriss]] kommen. Inaktivität, aber auch verschiedene Allgemein- und Muskelerkrankungen führen zu einer Abnahme der Muskelfaserdicke ([[Muskelfaseratrophie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Muskelfasern wurden zuerst 1677 von [[Antoni van Leeuwenhoek]] beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Mr. Leewenhoecks: &amp;#039;&amp;#039;Mr. Leewenhoecks Letter Written to the Publisher from Delff the 14th of May 1677, Concerning the Observations by him Made of the Carneous Fibres of a Muscle, and the Cortical and Medullar Part of the Brain; as Also of Moxa and Cotton.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Phil. Trans.&amp;#039;&amp;#039; 1677 12, S. 899–895. [[doi:10.1098/rstl.1677.0027]] ([[:Datei:Leeuwenhoek-Observations by him Made of the Carneous Fibres of a Muscle.pdf|Volltext]])&amp;lt;/ref&amp;gt; Für [[Friedrich Hoffmann]] (1660–1742) waren Tonusveränderungen der sich zusammenziehenden und erschlaffenden Körperfasern das maßgebliche Formelement von lebenden Organismen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 26–27.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[In-vitro-Fleisch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Renate Lüllman-Rauch: &amp;#039;&amp;#039;Taschenlehrbuch Histologie.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Thieme, Stuttgart 2006, ISBN 3-13-129242-3, S. 209–224.&lt;br /&gt;
* Stefan Silbernagl, Agamemnon Despopoulos: &amp;#039;&amp;#039;Taschenatlas der Physiologie.&amp;#039;&amp;#039; 6., korrigierte Auflage. Thieme, Stuttgart 2003, ISBN 3-13-567706-0, S. 56–73.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.julius-ecke.de/bilder/Anatomie/10_Bewegungsapparat/Muskelschema.htm Muskelschema – Medizinische Illustration]&lt;br /&gt;
* [http://www.lukashensel.de/muskelfaser.html Illustration und Funktion]&lt;br /&gt;
* [http://vts.uni-ulm.de/docs/2006/5590/vts_5590_7343.pdf Insulin-like Growth Factor-1, Mechano Growth Factor und Myosin Schwerketten Transformation beim Krafttraining, Markus Gerd Heinichen] (PDF-Datei; 1,98 MB)&lt;br /&gt;
* [[Schweizer Institut für Bioinformatik|SIB]]: [https://www.swissbiopics.org/name/Animal_muscle_cell Animal muscle cell] – Muskelzelle, Interaktive Graphik von SwissBioPics&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4170854-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zelltyp]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Histologie der Binde- und Stützgewebe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ulanwp</name></author>
	</entry>
</feed>