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	<title>Musik der Renaissance - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Musik_der_Renaissance&amp;diff=56322&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-55929-6: Zeichensetzung</title>
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		<updated>2025-10-12T20:01:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zeichensetzung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Überarbeiten}}&lt;br /&gt;
Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Musik der Renaissance&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch genannt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Renaissancemusik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. etwa [https://miami.uni-muenster.de/Record/daf5d52b-ffda-4092-aec1-eb3d9772970f &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch der Renaissancemusik&amp;#039;&amp;#039;].&amp;lt;/ref&amp;gt; versteht man die europäische Musik der beginnenden Neuzeit, also des Zeitraums des 15. und 16. Jahrhunderts. Über die genaue Epochenabgrenzung, ebenso wie über musikalische Merkmale der Renaissancemusik, besteht in der Forschung kein Konsens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Franko-flämische Polyphonie ==&lt;br /&gt;
Etwa zweihundert Jahre lang hatten Komponisten aus dem Nordwesten Europas führenden Einfluss auf die Entwicklung der polyphonen Musik; ihrem Herkunftsbereich entsprechend spricht man von [[Franko-flämische Musik|franko-flämischer Musik]]. Der erste Hauptvertreter [[Guillaume Dufay]] schuf eine beispielgebende Synthese aus französischen, italienischen und englischen Einflüssen. Der Messzyklus wurde zur zentralen Gattung; zuvor waren Einzelsätze oder Gloria/Credo-Paare die Regel. Meist verwendet die zweitunterste Stimme eine bereits vorhandene geistliche oder weltliche Melodie als [[Cantus firmus]]; typisch ist der Wechsel von vollstimmigen und 2-3-stimmigen Passagen, die der Textverdeutlichung dienen können. Wie bereits in der berühmten Messe des 14. Jahrhunderts von [[Guillaume de Machaut]] kann die [[Isorhythmik]] der [[Ars nova (Musik)|Ars-nova]]-[[Motette]] in Messsätzen Anwendung finden. Der Vereinheitlichung dient die Strategie, in allen [[Ordinarium]]ssätzen die ersten Takte als &amp;quot;Motto&amp;quot; gleich oder sehr ähnlich zu gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derselben Generation entstammt [[Gilles Binchois]], der als wichtigster Vertreter des burgundischen Chansons gilt. Der Stil ist zurückhaltend und nobel und verzichtet auf Textausdeutung. Sopran und Tenor spannen einen korrekten zweistimmigen Satz auf, dem der Contratenor als klangliche Ergänzung beigefügt ist. Die Zeilen sind ähnlich aufgebaut und führen in einen [[Melisma|melismatischem]] Schluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der nächsten Generation führt [[Johannes Ockeghem]] die kontrapunktischen Künste auf eine Spitze, indem er eine &amp;#039;&amp;#039;Missa cuiusvis toni&amp;#039;&amp;#039; komponiert, die ohne Schlüssel notiert ist und in verschiedenen Kirchentonarten funktioniert, wobei der Charakter sich stark ändert, oder in der &amp;#039;&amp;#039;Missa prolationum&amp;#039;&amp;#039; eine Reihe zweistimmiger Kanons im oberen und unteren Stimmenpaar schreibt, die mit gleichen Noten, aber unterschiedlichen Schlüsseln zu lesen sind und in Folge einen Kanon in der Prim, Sekund, Terz etc. hervorbringen, wobei zudem ein 2er- von einem 3er-Takt überlagert wird, sodass die Stimmen auseinanderfallen, aber trotz allem den kontrapunktischen Regeln des Zusammenklangs Folge leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der dritten Generation wird um 1500 das Ideal der &amp;#039;&amp;#039;varietas&amp;#039;&amp;#039; durch eines größerer Klarheit und Nachvollziehbarkeit ersetzt. In Motetten wird oft jede Textzeile eröffnet mit einem Motiv, das durch alle Stimmen wandert ([[Durchimitierte Motette|Durchimitation]]). Der prominenteste Vertreter [[Josquin Desprez]] setzt einer Praxis, bei der Kompositionen mit beliebigem Text unterlegt werden könnten, ein Eingehen der Musik auf Inhalt und Emotion des vertonten Texts entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts gibt es einerseits vermehrt chromatische Wendungen zu einer Art musikalischem Manierismus, wie bereits in &amp;#039;&amp;#039;Prophetiae Sibyllarum&amp;#039;&amp;#039;, einem frühen Werk [[Orlando di Lasso]]s. Andererseits leitet die Dominanz von Quart- und Quintschritten im Bassfundament zur Tonalität des folgenden Generalbasszeitalters im 17. Jahrhundert über, jener Zeit, in der [[Jan Pieterszoon Sweelinck]] als letzter Großmeister der franko-flämischen Polyphonie zum Vorbild norddeutscher Orgelmusik wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale und Formen ==&lt;br /&gt;
Hohe Spaltklänge, also nicht vermischte Klänge, der [[Musik des Mittelalters]] werden durch Vollklänge ersetzt. Die Quinten- und [[Quartenharmonik]] weicht Terzen und Sexten. Die Entwicklung der [[Dreiklang]]sharmonie bereitet sich vor, indem statt der vormals üblichen aufeinander folgenden Stimmeinsätze die Zeilen jetzt gemeinsam begonnen wurden. Komplizierte Formen der [[Isorhythmie]] werden vereinfacht. [[Zahlenmystik]] und niederländische [[Kanon (Musik)|Kanons]] in der [[Franko-flämische Musik|Franko-flämischen Musik]] sind Nachwirkungen der [[Spätgotik|spätgotischen Zeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das System der Kirchentonarten wird um Äolisch und Ionisch erweitert, wodurch die [[Dur-Moll-Tonalität]] vorbereitet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die musikalische Satztechnik des [[Fauxbourdon]] ist ein weiteres Kennzeichen für die frühe Renaissancemusik. Sie sicherte die Verständlichkeit der Texte und war leicht nachvollziehbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der subjektive Ausdruck einer Komposition erhielt wesentlich größeren Spielraum als im Mittelalter. In einzelnen Kompositionen breitet sich eine Tonsymbolik aus, die nur kundige Hörer wahrnehmen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Venedig entstand das Prinzip der [[Venezianische Mehrchörigkeit|Venezianischen Mehrchörigkeit]], bei der durch unterschiedliche Aufstellung, Größe und Besetzung mehrerer Gruppen von Sängern und Instrumentalisten Kontrastwirkungen erzielt werden sollten. Als bedeutender Vertreter dieses Stils gilt zum Beispiel [[Giovanni Gabrieli]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde in der [[Florentiner Camerata]] die [[Monodie]] entwickelt; die Folge war ein europaweites Umschwenken in Richtung einer Musik, die erstmals menschliche [[Affekt]]e, in [[Figur (Musik)|musikalische Figuren]] gekleidet, als zentralen Inhalt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Epoche der [[Renaissance]] ist die Einteilung der Stimmen in [[Sopran]], [[Alt (Stimmlage)|Alt]], [[Tenor (Stimmlage)|Tenor]] und [[Bass (Stimmlage)|Bass]] abgeschlossen. Mit der zugefügten Bassstimme im [[Chorsatz]] wandelte sich das Klangideal, und der [[Vierstimmiger Satz|vierstimmige Chorsatz]] wurde Standard.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vokalmusik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Giovanni Pierluigi da Palestrina.jpg|mini|[[Giovanni Pierluigi da Palestrina]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Renaissancevokalmusik kommen sowohl [[Polyphonie|polyphone]] als auch [[Homophonie (Musik)|homophone]] Werke vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutschsprachige Vertreter der Mehrstimmigkeit waren [[Ludwig Senfl]] und [[Hans Leo Haßler]]; große Bekanntheit erreichte [[Orlando di Lasso]]. Um diese Zeit entwickelte sich auch das [[Madrigal (Musik)|Madrigal]], die bedeutendste [[Formenlehre (Musik)|Form]] der weltlichen Musik in der Renaissance. Eine typisch deutsche Entwicklung ist das [[Tenorlied]], bei der die (oft einem [[Volkslied]] entlehnte) [[Melodie]] als [[Cantus firmus]] im [[Tenor (Stimmlage)|Tenor]] liegt und von den anderen [[Stimme (Musik)|Stimmen]] kunstvoll (als musikalisch Worte symbolisierender „Madrigalismus“&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa [[Arno Forchert]]: &amp;#039;&amp;#039;Madrigalismus und musikalisch-rhetorische Figur.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Jobst Fricke|J. P. Fricke]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Festschrift für Klaus Wolfgang Niemöller.&amp;#039;&amp;#039; Regensburg 1989, S. 151–169.&amp;lt;/ref&amp;gt;) umspielt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Mitte des 16. Jahrhunderts gab es in Italien verschiedene musikalische Zentren, die in Form von teilweise lange bestehenden Künstlerkreisen oder „Schulen“ wirkten, wie die [[Römische Schule]] um [[Giovanni Pierluigi da Palestrina]], die mit Klangfarben und [[Venezianische Mehrchörigkeit|Raumwirkungen]] experimentierende [[Venezianische Schule]] und die [[Florentiner Camerata]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Instrumentalmusik ==&lt;br /&gt;
Im Mittelpunkt der Renaissancemusik steht die mehrstimmige ([[Polyphonie|polyphone]]) [[Vokalmusik]]; die [[Instrumentalmusik]] wird mit [[Conrad Paumann]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Fundamentum organisandi]]&amp;#039;&amp;#039; von 1452 eingeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Michelangelo Caravaggio 020.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Der Lautenspieler (Caravaggio)|Der Lautenspieler]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Michelangelo Merisi da Caravaggio|Caravaggio]], um 1595]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Kirchenmusik]] begann die [[Orgel]] Fuß zu fassen. Orgelbücher mit Noten sowie Lehrbücher entstanden. Eine spezifische Orgelnotation, [[Tabulatur]] genannt, entwickelte sich in verschiedenen Ländern mit spezifischen regionalen Unterschieden. Die [[Alte deutsche Orgeltabulatur|alte]] und die [[Tabulatur#Neue deutsche Orgeltabulatur|neue deutsche Orgeltabulatur]], spanische, italienische, englische und französische Tabulaturformen entstanden. Die Vorherrschaft übernimmt im 16. Jahrhundert Italien. Am [[Markusdom]] in [[Musik in Venedig|Venedig]] wurden neue Formen der Orgelmusik eingeführt und von dort aus verbreitet: [[Toccata]], [[Präludium]] und [[Präambulum]], [[Ricercar]] als Vorläufer der späteren [[Fuge (Musik)|Fuge]], [[Fantasie (Kompositionsform)|Fantasie]] und [[Canzona]] gingen in das Repertoire der Orgelspieler ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gebräuchlichste Hausinstrument der Zeit ist die [[Laute]], für die ebenfalls eine eigene Griffschrift (Tabulatur) entwickelt wurde. Solistische Gesänge und Ensemblestücke wurden mit ihr begleitet, ebenso konnten Vokalwerke für Laute umgeschrieben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In die Zeit der [[Renaissance]] fällt auch die erste große Instrumentenentwicklungswelle in Europa. Neben der Weiterentwicklung des mittelalterlichen Instrumentariums erscheinen viele neue Instrumente erstmals in dieser Zeit. Insbesondere Holzblas-, Blechblas- und Streichinstrumente werden nun in Anlehnung an mehrstimmige Vokalensembles in gestaffelten Stimmlagen gebaut, also als [[Instrumentenfamilie|Familien]] mit drei oder mehr verschieden gestimmten Instrumenten. Ende des 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts stehen folgende Instrumente, die in mehreren Stimmlagen gebaut werden und zum Ensemblespiel geeignet sind, zur Verfügung:&lt;br /&gt;
* Holzblasinstrumente&lt;br /&gt;
** [[Schalmei]]&lt;br /&gt;
** [[Pommer]]&lt;br /&gt;
** [[Rauschpfeife]]&lt;br /&gt;
** [[Dulzian]]&lt;br /&gt;
** [[Krummhorn]]&lt;br /&gt;
** [[Cornamuse]]&lt;br /&gt;
** [[Kortholt]]&lt;br /&gt;
** [[Sordun]]&lt;br /&gt;
** [[Rankett]]&lt;br /&gt;
** [[Blockflöte]]&lt;br /&gt;
** [[Querflöte]]&lt;br /&gt;
** [[Gemshorn]]&lt;br /&gt;
* Blechblasinstrumente&lt;br /&gt;
** [[Posaune]]&lt;br /&gt;
** [[Zink (Musik)|Zink]]&lt;br /&gt;
* Streichinstrumente&lt;br /&gt;
** [[Viola da gamba]]&lt;br /&gt;
** [[Viola da braccio]]&lt;br /&gt;
** [[Rebec]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Zupfinstrument]]e&lt;br /&gt;
** [[Harfe]]&lt;br /&gt;
** [[Laute]]&lt;br /&gt;
** [[Gitarre]]&lt;br /&gt;
** [[Psalterium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Instrumentalensembles werden entsprechend den Anforderungen des Stückes und der Anzahl verfügbarer Musiker zusammengestellt. Die Instrumentierung ist dabei meist nicht festgelegt. Sowohl homogene, aus nur einer Instrumentenfamilie bestehende Besetzungen als auch gemischte Besetzungen kommen vor. In gemischten Besetzungen treten auch nicht in Familien gebaute Instrumente wie [[Sackpfeife (Musikinstrument)|Sackpfeife]], [[Nyckelharpa|Schlüsselfidel]], [[Drehleier]], [[Laute]], [[Harfe]], [[Psalterium]] oder [[Regal (Musikinstrument)|Regal]] auf. Der Gebrauch von [[Schlagwerk (Musik)|Schlagwerk]] ist häufig.  Daneben gibt es Musik für Naturtrompeten und Pauken, die auf den Tonvorrat dieser Instrumente abgestimmt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bestimmend für die Renaissance ist auch die Erfindung des [[Notendruck]]s durch [[Ottaviano dei Petrucci]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tanzbücher&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Sammlungen von Tanzstücken und tanzartigen Liedern) von [[Pierre Attaingnant]], [[Jacques Moderne]], [[Pierre Phalèse]] und [[Tielman Susato]] (vgl. auch [[Terpsichore (Praetorius)]]) entstehen ebenso wie Schriften über Musiktheorie und Beschreibungen der diversen Instrumente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die meisten der Renaissanceinstrumente im Laufe des 17. Jahrhunderts verschwinden oder ersetzt werden, können einige (z. B. Dulzian und Viola da braccio) als direkte Vorläufer von noch heute üblichen Instrumenten angesehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachwirkungen ==&lt;br /&gt;
Die Renaissance wurde durch die Epoche des [[Barock]] abgelöst, die von Italien um 1600 ausgeht (siehe [[Barockmusik]]). Der Stilwandel äußert sich am augenfälligsten in der Einführung von [[Generalbass]] und [[Monodie]], aus der sich orchestral begleitete [[Formenlehre (Musik)|Formen]] wie [[Rezitativ]] und [[Arie]] und deren größere Zusammensetzungen wie [[Oper]], [[Oratorium]] und [[Kantate]] entwickelten. Wegweisend für diese Entwicklungen sind die Neuerungen der [[Florentiner Camerata]]. Trotzdem werden grundlegende in der Renaissance entstandene musikalische Konzepte auch in nachfolgenden Epochen verwendet, etwa die [[Venezianische Mehrchörigkeit|Mehrchörigkeit]]. Letzte Nachklänge einer wirklich renaissancemäßigen Haltung sind auch in den Fantasien für [[Gambenconsort]] von [[Henry Purcell]] zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Musikhistorische Kritik ==&lt;br /&gt;
[[Hugo Riemann]] lehnte den Renaissancebegriff als Epochenbegriff ab und nutzt stattdessen einen Stilbegriff, nämlich „Musik des durchimitierenden [[a cappella]]-Stils“. Der innere Zusammenhang zwischen den Künsten sei nicht so ausgeprägt, dass ein Epochenbegriff, der vor allem durch Innovationen in bildender Kunst und Architektur gekennzeichnet sei, umstandslos auf die Geschichte der Musik angewendet werden könne. Dementsprechend nannte er die barocke Musik die „Musik des [[Generalbass]]zeitalters“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Werner Keil (Musikwissenschaftler)|Werner Keil]]: &amp;#039;&amp;#039;Musikgeschichte im Überblick.&amp;#039;&amp;#039; UTB 2012, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch [[Ludwig Finscher]] verwendet in seinem &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Musikgeschichte&amp;#039;&amp;#039; von 1989 den Begriff der Renaissancemusik nicht und spricht stattdessen von der „Musik des 15. und 16. Jahrhunderts“. Zu einem anderen Ergebnis kommt [[Laurenz Lütteken]] in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;Musik der Renaissance&amp;#039;&amp;#039;; er begreift die Musik und das Musizieren in diesem Zeitalter als substanziellen Bestandteil der Renaissance und fügt sie in eine umfassende [[Kulturgeschichte]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Komponisten der Renaissance]]&lt;br /&gt;
* [[Alte Musik]]&lt;br /&gt;
* [[Ars nova (Musik)|Ars nova]]&lt;br /&gt;
* [[Franko-flämische Musik]]&lt;br /&gt;
* [[Historische Aufführungspraxis]]&lt;br /&gt;
* [[Monuments of Renaissance Music]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Michele Calella]], [[Lothar Schmidt (Musikwissenschaftler)|Lothar Schmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Komponieren in der Renaissance – Lehre und Praxis.&amp;#039;&amp;#039; Laaber, Lilienthal bei Bremen 2013, ISBN 978-3-89007-702-4.&lt;br /&gt;
* Guido Heidloff-Herzig: &amp;#039;&amp;#039;Die Musik der Renaissance.&amp;#039;&amp;#039; wbg Academic in WBG, Darmstadt 2019, ISBN 978-3-534-74440-4.&lt;br /&gt;
* Laurenz Lütteken: &amp;#039;&amp;#039;Musik der Renaissance: Imagination und Wirklichkeit einer kulturellen Praxis.&amp;#039;&amp;#039; J. B. Metzler, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-476-02381-0.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Hermann Meyer]]: &amp;#039;&amp;#039;Musik der Renaissance – Aufklärung – Klassik.&amp;#039;&amp;#039; Reclam, Leipzig 1973.&lt;br /&gt;
* Bernhard Morbach: &amp;#039;&amp;#039;Die Musikwelt der Renaissance: Neu erlebt in Texten, Klängen und Bildern.&amp;#039;&amp;#039; Bärenreiter Verlag, Kassel 2006, ISBN 3-7618-1715-0.&lt;br /&gt;
* [[Elisabeth Schmierer]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Musik der Renaissance: Die Musik des 16. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Laaber, Lilienthal bei Bremen 2016, ISBN 978-3-89007-719-2.&lt;br /&gt;
* Elisabeth Schmierer: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Musik der Renaissance.&amp;#039;&amp;#039; Laaber, Lilienthal bei Bremen 2012, ISBN 978-3-89007-706-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Epochen der Musik}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Renaissance (Musik)|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Epoche (Musik)|Renaissance]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-55929-6</name></author>
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