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	<title>Musette de Cour - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Musette_de_Cour&amp;diff=1767438&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bertramz: /* Einzelnachweise */ - oberkat.</title>
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		<updated>2024-08-03T06:51:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise: &lt;/span&gt; - oberkat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gueidan.jpg|mini|„Gaspard de Gueidan spielt auf der Musette“ &amp;#039;&amp;#039;(Gaspard de Gueidan en joueur de musette)&amp;#039;&amp;#039;, Gemälde von [[Hyacinthe Rigaud]], 1738, Musée Granet, Aix-en-Provence]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Musette de Cour&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine historische [[Sackpfeife (Musikinstrument)|Sackpfeife]], die im 18. Jahrhundert vor allem in [[Frankreich]] in Mode war und sich stilprägend auf den [[Musette (Barocktanz)|Musette-Tanz]] auswirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Französisch &amp;#039;&amp;#039;musette&amp;#039;&amp;#039; ist die Verkleinerungsform von [[Altfranzösische Sprache|Altfranzösisch]] &amp;#039;&amp;#039;muse&amp;#039;&amp;#039;, das auf [[Latein]] &amp;#039;&amp;#039;musa&amp;#039;&amp;#039;, „Sackpfeife“, zurückgeht. Das Wort &amp;#039;&amp;#039;muse&amp;#039;&amp;#039; war vom 12. bis zum 17. Jahrhundert in Gebrauch, abgeleitet ist &amp;#039;&amp;#039;cornemuse&amp;#039;&amp;#039; (vgl. &amp;#039;&amp;#039;[[cornamuse]]&amp;#039;&amp;#039;). Es gehört ferner zum Wortumfeld „Esel/Maultier“ und bedeutet auch „Fresssack der Pferde“ und „Proviantbeutel“. Damit hängen im Mittelmeerraum verschiedene Namen für „Sackpfeife“ und alte Kosenamen für „Esel“ zusammen: &amp;#039;&amp;#039;muso, müsa, mussa, mus&amp;#039;&amp;#039; und ähnlich.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Martin Vogel (Musikwissenschaftler)|Martin Vogel]]: &amp;#039;&amp;#039;Onos Lyras. Der Esel mit der Leier.&amp;#039;&amp;#039; (Band 13 der Orpheus-Schriftenreihe zu Grundfragen der Musik) Verlag der Gesellschaft zur Förderung der systematischen Musikwissenschaft, Düsseldorf 1973, S. 174&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Müsa&amp;#039;&amp;#039; ist eine Sackpfeife mit einem Spiel- und einem Bordunrohr in den norditalienischen [[Apennin]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;Daniele Bicego: [https://www.bagpipesociety.org.uk/articles/2016/chanter/autumn/edinburgh-musa/ &amp;#039;&amp;#039;The Edinburgh Müsa.&amp;#039;&amp;#039;] The Bagpipe Society&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Musettes erscheinen Ende des 16. Jahrhunderts. Bereits [[Michael Praetorius]] bildet 1620 im Band 2 &amp;#039;&amp;#039;(De Organographia)&amp;#039;&amp;#039; seines Werks [[Syntagma musicum]] eine frühe Form der Musette ab, noch ohne &amp;#039;&amp;#039;petit chalumeau&amp;#039;&amp;#039;, aber bereits mit [[Blasebalg]] und [[Rankett]][[bordun]]. Die Instrumentenbauerfamilie [[Hotteterre (Musikerfamilie)|Hotteterre]] nahm maßgeblichen Anteil an der technischen Weiterentwicklung. Die zweite Spielpfeife wurde von Martin Hotteterre hinzugefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Musette de Cour erfreute sich in der [[Barock]]zeit hoher Beliebtheit. Insbesondere im Zuge der [[Schäferdichtung|Schäfermode]], die sich für alles Ländliche begeisterte, kamen auch die Musikinstrumente des einfachen Volkes wie Dudelsack, [[Drehleier]] und [[Einhandflöte]] in Mode und hielten Einzug in die höfische Musikkultur. Dabei wurden sie technisch und optisch dem verfeinerten Geschmack der Zeit angepasst. Mit dem Ende des 18. Jahrhunderts verlor die Musette wie die anderen Instrumente der Schäfermode rasch an Bedeutung. Dennoch hat sie auf vielfältige Weise die Entwicklung mehrerer regionaler Instrumente beeinflusst, insbesondere der Smallpipes der Britischen Inseln und der [[Cornemuse du Centre|zentralfranzösischen Sackpfeifen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Musette de Cour&amp;#039;&amp;#039; taucht in den Werken der Zeit nicht auf, dort wird das Instrument einfach &amp;#039;&amp;#039;Musette&amp;#039;&amp;#039; genannt, womit auch eine hochklingende [[Musette (Oboe)|Oboe]] gemeint sein kann. Der Zusatz &amp;#039;&amp;#039;de Cour&amp;#039;&amp;#039; (frz. „höfisch, zum Hofe gehörig“) verbindet diesen Dudelsacktyp mit dem aristokratischen Stilempfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau ==&lt;br /&gt;
[[Datei:musette-benard.jpg|mini|220px|Abbildung der Musette in der [[Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers|Enzyklopädie von Diderot und d’Alembert]], ca. 1770]]&lt;br /&gt;
Das Instrument ist für eine kunstvolle Musik ausgelegt und verfügt dementsprechend über einen Umfang von fast zwei [[Oktave]]n, eine voll[[Chromatik|chromatische]] Spielpfeife und mehrere umstimmbare [[Bordun]]pfeifen. Die Musette de Cour gehört zu den leisen Sackpfeifen. Sie besitzt zwei zylindrische Spielpfeifen mit [[Doppelrohrblatt|Doppelrohrblättern]] und einen Rankettbordun mit bis zu fünf Doppelrohrblättern und Schiebern zum Ein- und Ausschalten sowie zum Stimmen der Bordune. Beide Spielpfeifen sind mit Klappen ausgestattet, die zweite Spielpfeife erklingt nur, wenn eine der Klappen gedrückt wird. Somit ist in gewissem Umfang zweistimmiges Spiel möglich. Die Musette besitzt einen genähten Ledersack, der mit einem Samtbezug verkleidet ist, und einen [[Blasebalg]] für die Luftversorgung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Repertoire ==&lt;br /&gt;
Die Musette war ein Instrument sowohl für den Amateurmusiker, vor allem den von Adel, als auch für die professionellen Musiker an den Adelshöfen. Daher reicht das überlieferte Repertoire von einfachen Transkriptionen populärer Lieder bis zu sehr anspruchsvollen Kompositionen der bekanntesten Komponisten der Zeit. Unter ihnen befinden sich z.&amp;amp;nbsp;B. [[Joseph Bodin de Boismortier]], [[Nicolas Chédeville]], [[Philibert de Lavigne]], [[Jacques-Martin Hotteterre]] und [[Jean-Philippe Rameau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Anthony Baines: &amp;#039;&amp;#039;Bagpipes&amp;#039;&amp;#039; (Occasional Papers on Technology; Bd. 9). Oxford University Press, Oxford 1960, S. 125 ff.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Musette 1&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Sibyl Marcuse]]: &amp;#039;&amp;#039;Musical Instruments: A Comprehensive Dictionary. A complete, autoritative encyclopedia of instruments throughout the world.&amp;#039;&amp;#039; Country Life Limited, London 1966, S. 349f&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Musette de cour}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauform (Sackpfeife)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikinstrument (Barock)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bertramz</name></author>
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