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	<title>Muschelwitz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Muschelwitz&amp;diff=1499729&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Didym: typo</title>
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		<updated>2026-04-16T19:53:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil = Muschelwitz&lt;br /&gt;
| Alternativname = Myšecy&lt;br /&gt;
| Gemeindename = Göda&lt;br /&gt;
| Ortswappen = &lt;br /&gt;
| Breitengrad = 51/12/37.63/N&lt;br /&gt;
| Längengrad = 14/18/59.36/E&lt;br /&gt;
| Bundesland = Sachsen&lt;br /&gt;
| Höhe = 173&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug = NHN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 1.571&lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle          = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Gindex&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://geoindex.io/gemarkungen/141584 |titel=Gemarkung Muschelwitz, Gemeinde Göda |werk=GEOindex |abruf=2026-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner              = {{Metadaten Einwohnerzahl Göda}}&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = {{Metadaten Einwohnerzahl Göda|DAT=1}}&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;Angaben der Gemeindeverwaltung Göda&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1994-03-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1 = 02633&lt;br /&gt;
| Vorwahl1 = 035937&lt;br /&gt;
| Lagekarte = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Göda Muschelwitz Aerial.jpg|mini|Luftbild]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Muschelwitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{wenS}} {{Audio|Myšecy.ogg|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Myšecy&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;}}, ist ein Dorf in der [[Oberlausitz]] und [[Ortsteil]] der Gemeinde [[Göda]] im Zentrum des [[Sachsen|ostsächsischen]] [[Landkreis Bautzen|Landkreises Bautzen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;HS&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://daten.verwaltungsportal.de/dateien/legalframework/4/9/9/2/8/Hauptsatzung_2024.pdf |titel=Hauptsatzung |titelerg=§&amp;amp;nbsp;2 |werk=Webauftritt |hrsg=Gemeinde Göda |format=PDF;&amp;amp;nbsp;100&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2026-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Muschelwitz gehört seit 1994 zur Gemeinde Göda, die westlich an [[Bautzen]] grenzt und zählt zum offiziellen [[Sorbisches Siedlungsgebiet|sorbischen Siedlungsgebiet]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Göda Muschelwitz Aerial 03.jpg|mini|Luftbild mit renaturiertem Lauf des Schwarzwassers im Vordergrund (2025)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geographische Lage ===&lt;br /&gt;
Der Ort liegt in der [[Oberlausitz]] und wird umgeben von den Ortschaften [[Sollschwitz (Göda)|Sollschwitz]] im Nordwesten, [[Löschau (Bautzen)|Löschau]] im Osten, [[Döbschke]] im Südosten und [[Prischwitz]] im Südwesten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geomorphologie ===&lt;br /&gt;
Das Relief ist wellig und weist eine [[Abdachung]] nach Norden auf. Die sächsische [[Naturraum]]gliederung bezeichnet den Landstrich als &amp;#039;&amp;#039;[[Oberlausitzer Gefilde]]&amp;#039;&amp;#039;. Es handelt sich dabei um einen Teil der Naturregion &amp;#039;&amp;#039;[[Sächsisches Lössgefilde]]&amp;#039;&amp;#039;, die in der Gegend von Muschelwitz nur noch eine Nord-Süd-Ausdehnung von etwa 15 Kilometern aufweist und sich nach Osten hin weiter verschmälert. Nördlich grenzt das relativ ebene [[Oberlausitzer Heide- und Teichgebiet]] an, südlich das [[Oberlausitzer Bergland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Formenschatz entstand überwiegend im [[Quartär (Geologie)|Quartär]] insbesondere unter dem Einfluss der letzten [[Eiszeitalter|Eiszeiten]]. Er beinhaltet unter anderem Rinnen, Muldentäler sowie Lößplatten und -rücken. Muschelwitz liegt am rechten Ufer des [[Hoyerswerdaer Schwarzwasser|Schwarzwassers]], welches zum Einzugsgebiet der [[Elbe]] gehört und hier in den 1970er Jahren weitgehend reguliert, 2023 jedoch [[Renaturierung|renaturiert]] wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geologie ===&lt;br /&gt;
Nahezu der gesamte Ortskern liegt auf den [[holozän]]en [[Auensediment]]en des Schwarzwassers. Im Norden gen Sollschwitz, nicht unmittelbar in der Siedlung, treten Sedimente weichselzeitlicher Niederterrassen zu Tage. Weiterhin finden sich im Norden, Nordosten und Osten Schmelzwasserablagerungen des sich zurückziehenden Eises der [[Elsterkaltzeit]]. Das muschelwitzer Gebiet wurde von den Eismassen der Elster- und der [[Saalekaltzeit]] bedeckt. Jedoch befindet sich am östlichen Ortsausgang – und dort überwiegend südlich der Straße ([[Liste der Kreisstraßen im Landkreis Bautzen|K&amp;amp;nbsp;7275]]) – [[Cadomische Orogenese|cadomisch]]-[[Kambrium|kambrischer]] [[Granodiorit]]. Diese Lagerverhältnisse kennzeichnen eine ausgeprägte [[Schichtlücke]] zwischen dem Kambrium und dem Quartär, welche in dieser Form erst mit den Abtragungsvorgängen der Eiszeiten entstanden ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geol&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.bgr.bund.de/DE/Themen/Sammlungen-Grundlagen/GG_geol_Info/Karten/Deutschland/GUEK200/Texte/Goerlitz.html |titel=Geologische Übersichtskarte 1 : 200 000, Blatt CC 5550 Görlitz |abruf=2014-09-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Muschelwitz sind keine Rohstoffvorkommen ausgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
Die Region liegt in der kühlgemäßigten Übergangszone zwischen Ozeanischem und Kontinentalem Klima (nach [[Carl Troll|Troll]] und Paffen) bzw. der gemäßigten Klimazone mit Übergangsklima nach [[Ernst Neef|Neef]]. Die [[Jahresmitteltemperatur]] von 8,5&amp;amp;nbsp;°C für Bautzen dürfte derjenigen von Prischwitz etwa entsprechen. Dabei ist der Juli mit durchschnittlich 18,2&amp;amp;nbsp;°C der wärmste und der Januar mit −1,2&amp;amp;nbsp;°C der kälteste Monat. Bei einer entsprechenden Großwetterlage können, durch einströmende kalte Luft aus dem [[Böhmisches Becken|Böhmischen Becken]], auch Temperaturen bis −15&amp;amp;nbsp;°C erreicht werden. Im Volksmund wird dieses Phänomen „Böhmischer Wind“ genannt. Der mittlere Jahresniederschlag liegt, bedingt durch den [[Regenschatten]] des Oberlausitzer Berglandes, zwischen 670 und 690&amp;amp;nbsp;mm. Damit ist das Gebiet relativ arm an Niederschlag. Der niederschlagsreichste Monat ist im langjährigen Mittel der Juli mit 80 bis 90&amp;amp;nbsp;mm, der niederschlagsärmste Monat ist der Januar mit etwa 40&amp;amp;nbsp;mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegetation ===&lt;br /&gt;
Die [[potenzielle natürliche Vegetation]] besteht im Schwarzwasser-Tal aus Traubenkirschen-Erlen-Eschenwald, auf den glazifluvialen Sedimenten aus typischem [[Eichen-Hainbuchen-Wälder|Hainbuchen-Traubeneichenwald]] im Komplex mit grasreichem Hainbuchen-Traubeneichenwald und in den Rinnen der Lößflächen aus Waldziest-[[Eichen-Hainbuchen-Wälder|Hainbuchen-Stieleichenwald]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;VegP&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.natur.sachsen.de/potentielle-naturliche-vegetation-in-sachsen-22205.html |titel=Potentielle Natürliche Vegetation in Sachsen |abruf=2016-07-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die vorhandene Vegetation beschränkt sich auf einige kleine Waldstücke, welche überwiegend an den landwirtschaftlich nicht nutzbaren Hängen der Rinnen liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;10&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| Einwohnerentwicklung in Muschelwitz&amp;lt;ref name=&amp;quot;HOV&amp;quot;&amp;gt;{{HOV|Muschelwitz|Muschelwitz}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr !! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1559 ||align=right| 8 Bauern, 2 [[Häusler]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1764 ||align=right| 8 Bauern, 3 Häusler&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1834 ||align=right| 86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1871 ||align=right| 92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1890 ||align=right| 100&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1910 ||align=right| 100&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1925 ||align=right| 96&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008 ||align=right| 102&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2009 ||align=right| 100&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2011 ||align=right| 93&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Datei:Fotothek df rp-e 0120042 Göda-Muschelwitz. Blick auf Muschelwitz.jpg|mini|Blick auf Muschelwitz, 1988]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ersterwähnung von Muschelwitz erfolgte als „Mislesovici“ im Jahre 1088 im Zusammenhang mit der Gründung des Klosters [[Vyšehrad]] bei Prag durch den [[Böhmen|böhmischen]] König [[Vratislav II.]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Regesta diplomatica nec non epistolaria Bohemiae et Moraviae. Pars 1, Annorum 600 - 1253.&amp;#039;&amp;#039; Prag 1855, Nr. 175, S. 79. [https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10000139?page=91 Digitalisat Münchener Digitalisierungszentrum]&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu dessen Einnahmensicherung gehörten auch die beiden Dörfer Muschelwitz und [[Kubschütz]]. Da das weit entfernte Kloster die Verwaltung nicht selbst übernehmen konnte, wurden die beiden Dörfer im [[13. Jahrhundert]] dem Ritter Friedrich von Burk als Lehen zugewiesen. Die Oberherrschaft des Klosters endete im Jahr 1249, als der Klosterprobst – mit königlicher Zustimmung – beide Orte an den Bischof [[Konrad I. von Wallhausen|Konrad I.]] von Meißen verkaufte. Damit wechselte die Gerichtsbarkeit von der [[Ortenburg (Bautzen)|Bautzner Ortenburg]] nach [[Meißen]] und auch die Abgaben gingen an das [[Hochstift Meißen]], dem die umliegenden Dörfer bereits gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte des [[13. Jahrhundert]]s kam die [[Mark Lausitz|Lausitz]] an die [[Askanier]]. Allerdings entschied Markgraf [[Johann I. (Brandenburg)|Johann von Brandenburg]], dass der [[Liste der Bischöfe von Meißen|Bischof von Meißen]] weiterhin alle seine Rechte behalten konnte. Um 1400 wurde das Gut Muschelwitz den Herren [[Bolberitz (Adelsgeschlecht)|von Bolberitz]] auf [[Seitschen|Großseitschen]] zur Verwaltung übergeben, die es bis ins erste Viertel des [[17. Jahrhundert]]s besaßen. Spätestens seit 1638 hatten die Gutsherren die [[Patrimonialgericht]]sbarkeit inne. Das Gericht für Muschelwitz existierte bis mindestens 1849.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gericht&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&amp;amp;bestandid=50466&amp;amp;syg_id= |titel=Bestand 50466 Patrimonialgericht Muschelwitz |hrsg=[[Sächsisches Staatsarchiv]], [[Staatsfilialarchiv Bautzen]] |abruf=2016-07-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Blutgerichtsbarkeit|hohe Gerichtsbarkeit]] oblag bis zur Mitte des [[19. Jahrhundert]]s dem [[Amt Stolpen]]. Mit einem Dienst von {{Bruch|1|4}}&amp;amp;nbsp;Ritterpferd waren die Pflichten der Besitzer eher gering. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] wurde Muschelwitz an Hans Wolf [[Gersdorff (Adelsgeschlecht)|von Gersdorf]] verkauft. Nach dessen Tod ging das Gut an Wolf [[Maxen (Adelsgeschlecht)|von Maxen]] und danach an dessen Schwiegersohn, den Herrn [[Werthern (Adelsgeschlecht)|von Werthern]], in dessen Familie es bis 1670 blieb. Im gleichen Jahr kauften die [[Landstände]] die Güter Muschelwitz und [[Rattwitz (Bautzen)|Rattwitz]] für 10.000 Taler. Seit dieser Zeit war Kaspar [[Schönberg (Adelsgeschlecht)|von Schönberg]] Herr auf Muschelwitz. Nach dessen Tod (1695) war sein Schwiegersohn Christoph Friedrich von Gersdorf bis 1751 Besitzer. Nur ein Jahr lang währte die Herrschaft des Hans Heinrich [[Zezschwitz|von Zeschwitz]] auf Pieskowitz, denn bereits 1752 kaufte der Oberamtshauptmann Georg Ernst von Gersdorf die beiden Orte. Dessen Witwe behielt sie bis 1787 und übergab sie dann an die Familie von Marschall. Deren Herrschaft endete 1832, als die [[Frondienst]]e und Lasten abgeschafft wurden und alle Orte frei wurden. Die noch verbleibenden Dienste wurden in eine jährlich zu zahlende Rente umgewandelt, die letztmals 1914 gezahlt werden musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seine Statistik über die [[Sorben|sorbische Bevölkerung]] in der Oberlausitz ermittelte [[Arnošt Muka]] in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts für Muschelwitz 96 Einwohner; davon waren 94 Sorben (98 %) und zwei Deutsche.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Muka&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Ernst Tschernik]] |Titel=Die Entwicklung der sorbischen Bevölkerung |Verlag=Akademie-Verlag |Ort=Berlin |Datum=1954 |Seiten=56}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1936 bildete Muschelwitz eine eigenständige Landgemeinde; am 1. April 1936 wurde es nach [[Prischwitz]] eingemeindet. Seit 1994 gehört die Gemeinde Prischwitz zu Göda.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Zeugnis der früheren Jahre der (christlichen) Besiedelung stellt ein bei Aufräumarbeiten gefundener Kreuzstein dar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kreuz&amp;quot;&amp;gt;{{Toter Link |datum=2025-09 |url=http://www.suehnekreuz.de/sachsen/muschelwitz.htm}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siedlungsstruktur und Landnutzung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Myšecy – statok čo 3.jpg|mini|Torbogen und Wohnhaus des Vierseithofs Muschelwitz Nr. 3]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Myšecy – domske čo 2.jpg|mini|Fachwerkhaus Muschelwitz Nr. 2]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Siedlung Muschelwitz handelt es sich um ein [[Gassendorf]] mit [[Blockflur]]. Diese ursprüngliche Struktur lässt sich noch sehr gut auf dem Sächsischen Meilenblatt von 1804 erkennen. Es herrscht(e) ein ausgewogenes Verhältnis zwischen [[Vierseithof]] und [[Dreiseithof]], hinzu kommen noch einzelne Häuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landnutzung beschränkt sich auf Grund der relativ guten Böden weitgehend auf die Landwirtschaft. Muschelwitz gehört zum Revier 16 [[Burkau]] des Forstbezirks Oberlausitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
Die [[Bundesautobahn 4]] verläuft etwa 850&amp;amp;nbsp;m südlich des Ortskerns, wobei die beiden nächstgelegenen Anschlussstellen [[Salzenforst]] und [[Uhyst am Taucher]] sind. Muschelwitz ist an den [[ÖPNV]] durch zwei Buslinien angebunden. Diese liegen im Bereich des Zweckverbandes Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien ([[ZVON]]). Der nächste Bahnhof ist [[Seitschen]] (6,5&amp;amp;nbsp;km).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
Bis 1884 besuchten die Kinder der Orte Muschelwitz, Sollschwitz und Prischwitz die Verbandsschule in Bolbritz. Schon im Dezember 1883 wurde der Entschluss gefasst, aus dem Schulbezirk Bolbritz auszuscheiden und in Muschelwitz eine eigene Schule, bzw. Schulbezirk einzurichten. Am 13. Oktober 1884 stand der Schulneubau und zwei Tage später erfolgte dessen Einweihung. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Schule auf den Befehl der Besatzungsmacht geschlossen. Danach fand der (Grundschul-)Unterricht in [[Storcha]], später in Bolbritz und danach bis heute in Göda statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenwärtig gibt es im Ort eine [[Kindertagesstätte|Kita]] mit dem Namen „Kinderhaus am Storchennest“, welche seit vielen Jahren im alten Schulhaus untergebracht ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elektrizität ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1915 erhielt die Schule elektrische Beleuchtung. Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist im Ort ein flächendeckender Anschluss an das Stromnetz anzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gewerbe ===&lt;br /&gt;
Muschelwitz verfügt derzeit über Betriebe des Gast- und Baugewerbes sowie verschiedener weiterer Dienstleistungen und Handwerke.&lt;br /&gt;
Bis 1946 existierte eine Tischlerei und bis 1998 eine Schmiede. Eine Mühle mit zwei Gängen (1803) bestand bereits 1488 und arbeitete noch Ende des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*{{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Chronik der Schule zu Muschelwitz – zum 50jährigen Jubiläum und Heimatfest&lt;br /&gt;
   |Datum=1934-07-01}}&lt;br /&gt;
*{{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Gemeindeverwaltung Göda&lt;br /&gt;
   |Titel=Göda – tausendjährig. Festschrift zum Jubiläum&lt;br /&gt;
   |Auflage=2&lt;br /&gt;
   |Ort=Bautzen&lt;br /&gt;
   |Datum=2006&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-936758-36-0}}&lt;br /&gt;
*{{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=C. C. Gercken&lt;br /&gt;
   |Titel=Historie der Stadt und Bergvestung Stolpen&lt;br /&gt;
   |Ort=Dresden und Leipzig&lt;br /&gt;
   |Datum=1764}}&lt;br /&gt;
*{{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Gustav Adolf Pönicke&lt;br /&gt;
   |Titel=Album der Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen nach der Natur neu aufgenommen von F. Heise, Architect. II. Section: Meissener Kreis.&lt;br /&gt;
   |Ort=Leipzig&lt;br /&gt;
   |Datum=&lt;br /&gt;
   |Online=[[s:Album der Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen II. Section/Supplement #Muschelwitz|Online bei Wikisource]]&lt;br /&gt;
   |Kommentar=um 1860&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Muschelwitz/Myšecy}}&lt;br /&gt;
* {{HOV}}&lt;br /&gt;
* [https://www.goeda.de/verzeichnis/visitenkarte.php?mandat=244146 &amp;#039;&amp;#039;Ortsteil Muschelwitz&amp;#039;&amp;#039;] In: Webauftritt der Gemeinde Göda.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Göda}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Göda)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in der Oberlausitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im sorbischen Siedlungsgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Bautzen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort am Hoyerswerdaer Schwarzwasser]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1088]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1936]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Didym</name></author>
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