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	<title>Muschelkalk - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T16:03:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Muschelkalk&amp;diff=76149&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;KaiBrodersen: /* Geschichte */ https://books.google.de/books/?id=bsWpEQAAQBAJ in Fußnote eingefügt</title>
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		<updated>2026-01-07T07:55:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; https://books.google.de/books/?id=bsWpEQAAQBAJ in Fußnote eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den geologischen Begriff. Zur gleichnamigen Person siehe: [[Muschelkalk Ringelnatz]].}} &lt;br /&gt;
{{Zeitleiste Germanische Trias}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Wutach Muschelkalk-Aufschluss.jpg|miniatur|Aufschluss des [[Oberer Muschelkalk|Oberen Muschelkalks]] in der [[Wutachschlucht]] im [[Schwarzwald]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lower Muschelkalk paleogeography derivate from Wild &amp;amp; Oosterink 1984.jpg|miniatur|links|Karte des Germanischen Beckens zur Ablagerungszeit des Unteren Muschelkalks]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Punctospirella fragilis 220809.jpg|miniatur|Der [[Armfüßer]] &amp;#039;&amp;#039;Punctospirella (Spiriferina) fragilis&amp;#039;&amp;#039; wanderte nur unter günstigen Bedingungen ins [[Germanisches Becken|Germanische Becken]] ein, hier an der Oberfläche der Spiriferinabank des [[Oberer Muschelkalk|Oberen Muschelkalks]].]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Obere Schaumkalkbank am Altenberg bei Dörzbach 280308.jpg|miniatur|Aufschluss bei [[Dörzbach]]: Die gut erkennbare, hier 15–20&amp;amp;nbsp;cm mächtige Obere [[Schaumkalk]]bank bildet die obere Grenze des Unteren Muschelkalks, darüber beginnt der Mittlere Muschelkalk.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muschelkalk erzhaltig small.jpg|miniatur|Muschelkalkstein mit bräunlichem erzhaltigem Einschluss]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Muschelkalk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die mittlere der drei [[Lithostratigraphie|lithostratigraphischen]] [[Gruppe (Geologie)|Gruppen]] der [[Germanische Trias|Germanischen Trias]]. Diese Dreiteilung, die namensgebend für das [[System (Geologie)|System]] [[Trias (Geologie)|Trias]] war, ist aber nur im Bereich nördlich der Alpen ausgebildet (Germanische-Trias-Supergruppe). Ähnlich den beiden anderen lithostratigraphischen Einheiten der Trias, dem unterlagernden [[Buntsandstein]] und dem überlagernden [[Keuper]], kann der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Muschelkalk&amp;#039;&amp;#039; für Laien verwirrend sein. Er wurde früher einerseits als Gesteinsbegriff („Kalk, der Muschelschalen enthält oder aus Muschelschalen aufgebaut ist“), andererseits auch als Zeitbegriff benutzt („Muschelkalk-Zeit“) im Sinne einer [[Stufe (Geologie)|Stufe]]. Heute wird der Begriff meist im Sinne einer Gesteinseinheit der Lithostratigraphie verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Margot Böse, Jürgen Ehlers, Frank Lehmkuhl |Titel=Land und Meer im Wandel – Norddeutschland bevor die Eiszeit kam |Sammelwerk=Deutschlands Norden: vom Erdaltertum zur Gegenwart |Verlag=Springer |Ort=Berlin, Heidelberg |Datum=2018 |ISBN=978-3-662-55373-2 |DOI=10.1007/978-3-662-55373-2_2 |Kapitel=2.3.2 Germanische Trias – Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper |Seiten=21–39 |Online= |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die internationalen [[Chronostratigraphie|chronostratigraphischen]] Stufen (oder Zeitintervalle) der Trias wurden in der [[Alpine Trias#Die Trias in Mitteleuropa|Alpinen Trias]] definiert.&lt;br /&gt;
[[Datei:Ceratites nodosus MHNT.PAL.CEP.2001.105.jpg|miniatur|&amp;#039;&amp;#039;Ceratites nodosus&amp;#039;&amp;#039; – [[Oberer Muschelkalk]], Meißner-Formation – [[Baden-Württemberg]], Deutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Name geht auf [[Georg Christian Füchsel]] zurück, der ihn im Jahr 1761 erstmals gebrauchte.&amp;lt;ref&amp;gt;„Series ultima, interiorem Thuringiam occupans, montibus constructa est calcariis, infinito numero corporum marinorum testaceorum refertis, hinc series testaceo calcariae (Muschelkalch, das obere Kalchgeburge) nomen merito gerit“ S. 52 in Georg Christian Füchsel: &amp;#039;&amp;#039;Historia terrae et maris, ex historia Thuringiae, per montium descriptionem&amp;#039;&amp;#039; S. 44–208 in &amp;#039;&amp;#039;Acta Academiae Electoralis Moguntinae scientiarum utilium quae Erfordiae est&amp;#039;&amp;#039; Band 2, 1761; zweisprachige Ausgabe von [[Kai Brodersen]], &amp;#039;&amp;#039;Georg Christian Füchsel. Land und Meer in der Erdgeschichte Thüringens&amp;#039;&amp;#039;, Speyer 2026, ISBN 978-3-911973-16-8.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1834 führte [[Friedrich August von Alberti]] das System der Trias ein. Zu diesem Zeitpunkt war der Muschelkalk bereits ein fest etablierter Begriff, der von v. Alberti bereits in den Unteren Muschelkalk, die Anhydritgruppe und den Oberen Muschelkalk unterteilt wurde. In der weiteren Folge der Erforschung des Muschelkalks wurde er immer detaillierter unterteilt. Seit den 1990er Jahren wird der Muschelkalk nun in lithostratigraphische Formationen unterteilt, deren Untergrenzen und Verbreitung definiert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
Die Untergrenze des Muschelkalk wird heute in Deutschland mit der Unterkante des Grenzgelbkalkes definiert. Die Obergrenze bildet in Süddeutschland das sogenannte Muschelkalk-Keuper-Grenzbonebed.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa H. Aust: &amp;#039;&amp;#039;Lithologie, Geochemie und Paläontologie des Grenzbereiches Muschelkalk/Keuper in Franken&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen des naturwissenschaftlichen Vereins Würzburg.&amp;#039;&amp;#039; 10.3–155). Würzburg 1969.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weiter im Norden etwa ab Thüringen ist diese Bank nicht mehr vorhanden; hier wird die Grenze mit dem ersten Keupersandstein gezogen. Die Untergrenze des Muschelkalks wird heute in das untere [[Anisium]] datiert. Allerdings ist über die Untergrenze der internationalen chronostratigraphischen Stufe des Anisium noch nicht entschieden. Die Obergrenze liegt im Unteren [[Ladinium]] (Obertrias).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ablagerungsraum {{Anker|Muschelkalkmeer}} ==&lt;br /&gt;
Der geographische Ablagerungsraum des Muschelkalks ist das [[Germanisches Becken|Germanische Becken]], das sich in der [[Trias (Geologie)|Trias]] über weite Teile des heutigen [[Mitteleuropa]]s erstreckte. Zur Ablagerungszeit des Muschelkalks war dieses Becken von einem flachen Meer bedeckt, in dem sich überwiegend Karbonatschlämme und [[Schillkalkstein|schillartige Sedimente]] absetzten, die später zu Kalkstein verfestigt wurden. Im Gegensatz zu seinem [[Lopingium|oberpermischen]] Pendant, dem [[Zechsteinmeer]], das nach Norden mit dem Ozean in Verbindung stand, stand das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Muschelkalkmeer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; nach Süden mit dem Ozean ([[Tethys (Ozean)|Tethys]]) in Verbindung. Die entsprechenden Meeresstraßen werden als &amp;#039;&amp;#039;Burgundische Pforte&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Schlesisch-Mährische-Pforte&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Ostkarpatenpforte&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als es der Name „Muschelkalk“ vermuten lässt, enthalten die fossilreichen Gesteine dieser Einheit nicht nur [[Muscheln]], sondern vor allem die den Muscheln äußerlich ähnlichen [[Armfüßer]] (Brachiopoda) bzw. deren massenhaft neben- und übereinandergeschichtete Bauch- und Rückenschalen. In vielen Schichten sind sie sogar häufiger als Muscheln. In manchen Intervallen des Muschelkalks sind auch Reste von [[Stachelhäuter]]n sehr häufig. Für ein Schichtglied des Oberen Muschelkalks, den „[[Crinoidenkalk|Trochitenkalk]]“ bzw. heute Trochitenkalk-Formation (nach den als [[Trochiten]] bezeichneten, oft einzeln im Gestein verteilten fossilen Stielgliedern von [[Seelilien]]) waren sie sogar namensgebend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ablagerungszeitraum des Muschelkalks erstreckt sich auf etwa 243 bis 235 Millionen Jahre vor heute (jeweils mit einer Unsicherheit von rund 2 Millionen Jahren). Dies entspricht der [[Geologische Zeitskala|internationalen]] Stufe [[Anisium]] sowie dem unteren Abschnitt des [[Ladinium]]s der [[Mittlere Trias|Mittleren Trias]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gliederung ==&lt;br /&gt;
Der Muschelkalkstein gliedert sich in drei Untergruppen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Oberer Muschelkalk]]&lt;br /&gt;
* [[Mittlerer Muschelkalk]]&lt;br /&gt;
* [[Unterer Muschelkalk]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Untere Muschelkalk besteht hauptsächlich aus Kalken, Kalkmergeln und Tonmergeln. In Deutschland wird er heute in fünf Formationen unterteilt: [[Jena-Formation]], [[Rüdersdorf-Formation]], [[Udelfangen-Formation]], [[Freudenstadt-Formation]] und [[Eschenbach-Formation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mittlere Muschelkalk enthält dagegen überwiegend [[Evaporite]] ([[Gips]], [[Anhydrit]] und [[Steinsalz]]). Er wird in drei Formationen unterteilt: [[Karlstadt-Formation]], [[Heilbronn-Formation]] und [[Diemel-Formation]]. In den Randbereichen wurde die [[Grafenwöhr-Formation]] abgelagert, die bis in den Oberen Muschelkalk reicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Obere Muschelkalk ist wiederum eher durch Kalke, Mergel und Dolomite charakterisiert. Er wird in neun Formationen unterteilt: [[Trochitenkalk-Formation]], [[Meißner-Formation]], [[Warburg-Formation]], [[Quaderkalk-Formation]], [[Rottweil-Formation]], [[Schengen-Formation]], [[Irrel-Formation]], [[Gilsdorf-Formation]] und [[Grafenwöhr-Formation]], die die östliche Randfazies des Muschelkalks bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geomorphologie und Böden ==&lt;br /&gt;
In Teilen der [[Württemberg (Weinbaugebiet)|Weinbaugebiete Württembergs]], Frankens, Badens, Thüringens und Sachsen-Anhalts ([[Saale-Unstrut-Region|Saale-Unstrut]]) bildet Muschelkalk die Bodengrundlage und tritt oft felsig hervor. Die oft extrem steilen Lagen sind schwierig zu bewirtschaften und terrassenförmig aus Kalkstein-[[Trockenmauerwerk|Trockenmauern]] aufgebaut. Die Verwitterungsschicht des Muschelkalks ist geringmächtig und erosionsgefährdet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellenweise bilden sich heute in Gebieten, in denen Gesteine des Muschelkalks anstehen, Einsturz[[doline]]n. Diese Erdfälle ereignen sich bevorzugt dort, wo im Laufe der Zeit das Kalkgestein im Untergrund durch Wasser (Oberflächenwasser, Grundwasser) ausgelaugt wird ([[Verkarstung]]). Darüber hinaus gibt es auch im Muschelkalk [[Karsthöhle|Karst&amp;#039;&amp;#039;höhlen&amp;#039;&amp;#039;]]. Bekannte Beispiele sind die 1971 entdeckte [[Eberstadter Tropfsteinhöhle]] im [[Bauland (Landschaft)|Bauland]] (Baden-Württemberg) und die erst 2008 entdeckte [[Bleßberghöhle]] in Thüringen, beide im Unteren Muschelkalk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Muschelkalk im Bergbau ==&lt;br /&gt;
Der mittlere Muschelkalk (mm) enthält in Baden-Württemberg in einem Streifen von [[Heilbronn]] bis zur [[Schweiz]]er Grenze eine [[Evaporit]]-Gruppe mit [[Steinsalz]], unter- und überlagert von [[Anhydrit]] (oberflächennah zu [[Gips]] umgewandelt oder ausgelaugt). Während der meist lokal betriebene Gipsbergbau keine Rolle mehr spielt (früher meist als Düngegips verwendet), wird Steinsalz weiterhin in großen Mengen in Bergwerken bei Heilbronn, [[Bad Friedrichshall]] und [[Haigerloch]] abgebaut. Am [[Hochrhein]] wird Steinsalz aus dem mittleren Muschelkalk noch bei [[Bezirk Rheinfelden|Rheinfelden]] ([[Aargau]], Schweiz) und [[Schweizerhalle]] durch [[Auslaugung]] gewonnen und deckt nach Eindampfung den Salzbedarf der Schweiz (mit Ausnahme des Kantons [[Waadt]]: Salzgewinnung im [[Keuper]] bei [[Bex]]). Auf der deutschen Seite des Hochrheins wird keine [[Sole]] mehr gewonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In manchen Regionen enthalten die Schichten des Oberen und des Unteren Muschelkalk erzhaltige Einschlüsse (sog. „[[Galmei]]“, oxidierte [[Zinkerz|Zink-]] und z.&amp;amp;nbsp;T. [[Bleierz]]e). In der Hauptsache handelt es sich hier um Blei-, [[Silbererz|Silber-]] und/oder Zinkerze. Diese [[Rohstoff]]e, die früher sehr begehrt waren, wurden u.&amp;amp;nbsp;a. [[Silber]] für die [[Münzprägung]] verwendet. Durch zahlreiche [[archäologischer Fund|archäologische Funde]] ehemaliger [[Steinmühle]]n und [[Kalkbrennen|Kalkbrennereien]] sind Abbau und Nutzung von Muschelkalkgestein historisch belegt. Die Belege gehen bis in das 1. Jahrhundert nach Christus zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Bedeutung und Begriffsabgrenzung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Relief von Christus als Weltenrichter an der Christuskirche Flensburg-Mürwik, Oktober 2011, Bild 02.JPG|mini|Muschelkalkrelief von Christus als Weltenrichter, sitzend auf einem Regenbogen an der [[Christuskirche (Flensburg)|Christuskirche]] [[Flensburg]]-[[Mürwik]] der Bildhauerin [[Ursula Querner]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Lutz Wilde]]: &amp;#039;&amp;#039;Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Flensburg, S. 524&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Auch in unseren Tagen werden Gesteine des Muschelkalks abgebaut und wirtschaftlich genutzt (z.&amp;amp;nbsp;B. im Straßenbau, als Gleisschotter, Herstellung von Zement). In dem aus Muschelkalk aufgebauten Höhenzug [[Elm (Höhenzug)|Elm]] in [[Niedersachsen]] wurde der qualitativ hochwertige [[Elmkalkstein]] als Baumaterial gewonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In bauhistorischen Zusammenhängen wird der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Muschelkalk&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Quaderkalk&amp;#039;&amp;#039; als Werkstoffbezeichnung anders verwendet. Darunter versteht man einen fossilführenden Kalkstein mit ausgeprägter Schichtung. [[Werkstein]]e dieser Art wurden beispielsweise in Unterfranken bei [[Würzburg]] und in Thüringen im Raum [[Jena]] abgebaut. Oft handelt es sich dabei um die wirtschaftliche Nutzung der [[Terebratulida|Terebratelbänke]]. In älterer Literatur treten diese Gesteinsbezeichnungen in Werkstoffzusammenhängen häufig auf und geben damit primär keine sichere lithostratigrafische Information. Das ist nach dem jeweiligen Kontext zu beurteilen. Der Gebrauch dieser Termini in ihrer doppelten Bedeutung hält bis in die Gegenwart an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von landwirtschaftlicher Bedeutung, nämlich im [[Weinbau]], sind Muschelkalkböden, die als besonders geeignet für [[Burgunder (Wein)|Burgunder]] (Pinot), wie auch für [[Silvaner]] und [[Riesling]]reben gelten. Muschelkalkböden kommen in Frankreich vor allem im Burgund vor, sowie in Süddeutschland in [[Franken (Weinbaugebiet)|Franken]], Baden und in der Pfalz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Alpiner Muschelkalk]] (veralteter Begriff)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans Hagdorn, Theo Simon (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Stratigraphie von Deutschland XIII: Muschelkalk.&amp;#039;&amp;#039; Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften 91. Schweizerbart, Stuttgart 2021, ISBN 978-3-510-49243-5&lt;br /&gt;
* Hans Hagdorn: &amp;#039;&amp;#039;Der Muschelkalk.&amp;#039;&amp;#039; Biologie in unserer Zeit, 32(6), 380–388, Weinheim 2002, {{ISSN|0045-205X}}.&lt;br /&gt;
* Norbert Hauschke, Volker Wilde (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Trias – Eine ganze andere Welt. Mitteleuropa im frühen Erdmittelalter.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Dr. Friedrich Pfeil, München 1999, ISBN 3-931516-55-5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Muschelkalk}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4170775-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanische Trias]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;KaiBrodersen</name></author>
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