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	<title>Musallā - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T23:43:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Musall%C4%81&amp;diff=339900&amp;oldid=prev</id>
		<title>2A01:599:324:6535:ECFF:9D44:D573:63F2 am 27. Mai 2025 um 18:39 Uhr</title>
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		<updated>2025-05-27T18:39:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Musalla.JPG|mini|Provisorische Musallā mit Teppichen und Sonnendach in [[Theben-West]] (Ägypten)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;al-Musallā&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{arS| المصلى|d=al-muṣallā}} ist aus dem Verb {{arF| صلى|w=sallā|d=ṣallā|b=beten}} abgeleitet und bezeichnet im [[Islam]] eine offene Gebetsstätte bzw. einen Gebetsplatz außerhalb der [[Moschee]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;The Encyclopaedia of Islam. New Edition.&amp;#039;&amp;#039; Brill, Leiden. Bd. 7, S. 658; &amp;#039;&amp;#039;al-mausūʿa al-fiqhiyya.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 38. Kuwait 1998, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== al-Muṣallā im Koran und in der Prophetenpraxis ==&lt;br /&gt;
In Sinne einer offenen Gebetstätte kommt das Wort im [[Koran]] einmal vor:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Macht euch aus dem (heiligen) Platz Abrahams eine Gebetsstätte!|Sure 2, Vers 125 (Übersetzung [[Rudi Paret]])}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ankunft [[Mohammed]]s in [[Medina]] versammelte sich die muslimische Gemeinde zum gemeinsamen Gebet zunächst auf einem offenen Platz südöstlich der Stadt, die als „musallā der Banū Salima“ – die Gebetsstätte (auf dem Gebiet) des Stammes der Banu Salima – bekannt war.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Montgomery Watt: &amp;#039;&amp;#039;Muhammad at Medina,&amp;#039;&amp;#039; S. 308.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie war zur Zeit Mohammeds ein großer, offener Platz zwischen dem Marktplatz der [[Banū Qainuqāʿ]] und dem Markt von Medina. Der Prophet selbst soll dieses Gebiet wie folgt beschrieben haben: „der Gesandte Gottes ging zur Musallā hinaus und sprach: das ist der Platz, wo wir (Gott) um Regen bitten. Dies ist unsere Muṣallā für unsere Opfertiere und wo wir das [[Fest des Fastenbrechens|Fasten brechen]]. Nichts davon darf eingegrenzt oder weggenommen werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Lecker: &amp;#039;&amp;#039;On the markets of Medina (Yathrib) in pre-islamic and early islamic times.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jerusalem Studies in Arabic and Islam&amp;#039;&amp;#039; 8 (1986), S. 141 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Demzufolge sind [[Islamisches Opferfest|Opfertiere]] an diesem Festtag an der Musallā geschlachtet worden. Das im islamischen Gebetsritual als Sunna eingestufte Gebet bei Regennot&amp;lt;ref&amp;gt;Eugen Mittwoch: &amp;#039;&amp;#039;Zur Entstehungsgeschichte des islamischen Gebets und Kultus&amp;#039;&amp;#039;, S. 97.&amp;lt;/ref&amp;gt; (ṣalāt al-istisqāʾ) verrichtete man daher ebenfalls an diesem Ort. Bei den [[Hanafiten]] und [[Hanbaliten]] sind diese Gebete gemäß überlieferter Prophetenpraxis [[Sunna]]. Die [[Malikiten]] stufen sie als empfehlenswerte Handlung ein. [[asch-Schāfiʿī]] führt in seinem Rechtswerk aus, dass nur die Einwohner von [[Mekka]] an den genannten Feiertagen die Gebete in den Moscheen verrichteten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;al-mausūʿa al-fiqhiyya.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 38. 1. Auflage. Kuwait 1998, S. 29–30.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der islamischen [[Hadith|Tradition]] zufolge gilt die Muṣallā auch als Hinrichtungsort;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;The Encyclopaedia of Islam.&amp;#039;&amp;#039; New Edition. Bd. 7. Brill, Leiden 1993, S. 658.&amp;lt;/ref&amp;gt; zur Zeit des Propheten habe man einen Ehebrecher auf der Muṣallā von Medina gesteinigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Sahīh al-Buchārī]], Buch 86, Kapitel 25.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== al-Musallā in der Geschichte und Jurisprudenz ==&lt;br /&gt;
In der [[Fiqh|Rechtslehre]] blieb es – trotz überlieferter [[Sunna|Prophetenpraxis]] – umstritten, ob große Gemeinschaftsveranstaltungen in der Moschee oder auf dem großen „freien Platz“ {{arF|الصحراء|w=as-sahra&amp;#039;|d=aṣ-ṣaḥrāʾ|b=Steppe; auch Wüste}} stattfinden dürfen. Eine solche, in der Rechtsliteratur umstrittene Muṣallā gab es in [[Córdoba (Spanien)|Córdoba]], zwischen der Hauptmoschee und dem [[Guadalquivir]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Musallā gehörte allmählich zum Stadtbild der großen Zentren der islamischen Welt, die ausschließlich an den oben genannten großen Feiertagen benutzt und zum Teil durch Mauer von der profanen Welt abgegrenzt worden ist. Im 10. Jahrhundert entstand unter [[Al-Muʿizz ibn Bādīs az-Zīrī]] die Muṣallā bei [[Kairouan]], der [[Fatimiden]]kalif [[al-ʿAzīz]] ließ gegen 990 die außerhalb der Stadtmauer von [[Kairo]] von seinem Vorgänger geschaffene Musallā erneuern und nebst [[Minbar|Kanzel]] und [[Mihrāb|Gebetsnische]] einen Platz für den [[Muezzin|Gebetsrufer]] und für die islamischen Würdenträger errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Große offene Gebetsplätze oder gar Gärten gibt es heute noch im [[Iran]], etwa in [[Schiraz]] oder [[Teheran]]. Eine berühmte Muṣallā gab es auch in [[Konya]]. In [[Bosnien]] waren mehrere Musallā zur Verrichtung des Gebets bis in die neuste Zeit hinein noch in Gebrauch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Provisorisch aufgestellte Musallā sind in den arabischen Ländern heute keine Seltenheit; eine mit Matten und Teppichen ausgelegte Fläche mit Sonnenschutz dient als Musallā (siehe Bild).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Musallā&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet auch einen Steinblock, auf dem Muslime ihre Toten vor der Beerdigung aufbahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[ʿĪdgāh]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Eugen Mittwoch]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Entstehungsgeschichte des islamischen Gebets und Kultus&amp;#039;&amp;#039;. Abhandlungen der Königlich-Preussischen Akademie der Wissenschaften. Jahrgang 1913, Nr. 2. Berlin 1913.&lt;br /&gt;
* [[W. Montgomery Watt]]: &amp;#039;&amp;#039;Muhammad at Medina&amp;#039;&amp;#039;. Oxford University Press 1972&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[The Encyclopaedia of Islam. New Edition]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 7. Brill, Leiden 1993, S. 658. &lt;br /&gt;
* [[Arent Jan Wensinck]] und Johannes H. Kramers (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuch des Islam.&amp;#039;&amp;#039; Brill. Leiden 1941, S. 549. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Enzyklopädie des islamischen Rechts (Kuwait)|al-mausūʿa al-fiqhiyya]].&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage. Kuwait 1998. Bd. 38. S. 29–31.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Musalla}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Islamische Architektur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebet (Islam)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtbaugeschichte (Islam)]]&lt;/div&gt;</summary>
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