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	<title>Musailima - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-26T06:50:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Musailima&amp;diff=1124464&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hutch: Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert, Kleinkram</title>
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		<updated>2025-05-24T06:16:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Musailima&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{arS|مسيلمة بن حبيب|w=Musailima ibn Habib |d=Musaylima b. Ḥabīb}} († [[632]] bei [[Yamama]]), ist die verächtliche [[Diminutiv]]form für eine Person namens {{arF|مسلمة|d=Maslama}}, die zur Zeit [[Mohammed]]s lebte und sich als [[Prophet]] verstand. Er wirkte in Yamama bei den [[Banu Hanifa]].&amp;lt;ref&amp;gt;F. Buhl in: &amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuch des Islam&amp;#039;&amp;#039;. Leiden 1976, s.v. MUSAILIMA. Zu den Namensvarianten: Musailima b. Thumama / ibn Ḥabib / b. Thumama b. Kabir / b. Kathir siehe M. J. Kister (2002), S. 2–3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Musailima wird in [[islam]]ischen Quellen als Nachahmer des Propheten Mohammed beschrieben und – nach einer Aussage Mohammeds – als „Musailima, der Lügner“ ({{Ar|مسيلمة الكذّاب}}) bezeichnet. Er wurde in al-Haddar in al-Yamama, im [[Nadschd]], an der Karawanenroute nach [[Bahrain]] geboren, wo er dann im Stamm der B. Hanifa seine Aktivität als Prophet entfaltete. Seine Offenbarungen soll er, wie Mohammed, vom Erzengel Gabriel ([[Gabriel (Erzengel)|Dschibril]]) erhalten haben.&amp;lt;ref&amp;gt;M. J. Kister, S. 7: nach [[Ibn Hadschar al-ʿAsqalānī]] und der Koranexegese.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Behauptung kritisiert der Koran in der [[Sure 6]], [[Āya|Vers]] 93:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Und wer ist frevelhafter, als wer gegen Gott eine Lüge ausheckt oder sagt: &amp;#039;Mir ist (etwas als Offenbarung) eingegeben worden&amp;#039;, während ihm nichts eingegeben worden ist, und wer sagt: &amp;#039;Ich werde etwas herabsenden, das dem, was Gott herabgesandt hat, gleich ist&amp;#039;...“&amp;lt;ref&amp;gt;M. J. Kister (2002), S. 7, Anm. 22; Theodor Nöldeke: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Qorāns&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Bearbeitet von Friedrich Schwally. Bd. 1, S. 161.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelpunkt seiner [[Monotheismus|monotheistischen]] Anschauung stand ar-Rahman (der Barmherzige), den bereits die vorislamischen Araber als den einen Gott gekannt haben (vgl. [[altarabische Gottheiten]]).&amp;lt;ref&amp;gt;The &amp;#039;&amp;#039;Encyclopaedia of Islam.&amp;#039;&amp;#039; New Edition. Brill, Leiden. Bd. 1, S. 1084. 3) The meaning of &amp;quot;Raḥman&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; Musailima machte sich unter den Stämmen der Region als Rahman al-Yamama (Der Barmherzige von al-Yamama) einen Namen.&amp;lt;ref&amp;gt;M. J. Kister (2002), S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mehrere Überlieferungen arabischer Historiographen, unter ihnen [[Ibn Ishāq]], lassen darauf schließen, dass Musailima bereits vor Mohammeds Auftreten in Mekka als Prophet mit seiner Verkündung begonnen haben muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ibn Ishāq berichtet, Gegner Mohammeds hätten ihm vorgeworfen, dass er seine Weisheit von einem Manne aus Yamama mit Namen Rahman habe.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ferdinand Wüstenfeld]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Leben Muhammeds. Nach Muhammed Ibn Ishâk, bearbeitet von Abd el-Malik Ibn Hischâm.&amp;#039;&amp;#039; Nachdruck der Original-Auflage Göttingen 1859. Frankfurt am Main 2005, S. 200.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ibn Ishāq berichtet ferner, Musailima habe Mohammed einen Brief folgenden Wortlauts geschrieben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Von Musailima, dem Gesandten Gottes, an Muhammad, den Gesandten Gottes. - Alsdann: Mir ist gemeinsam mit dir ein Anteil an der Sache gegeben worden. Siehe, uns gehört die eine Hälfte des Landes, und den [[Quraisch|Koraisch]] die andere Hälfte des Landes. Aber die Koraisch sind Leute, die feindselig handeln.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darauf antwortete Mohammed wie folgt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Im Namen Gottes des Barmherzigen, des Erbarmers. Von Muhammad, dem Gesandten Gottes, an Musailima, den Lügner. Heil über den, welcher der rechten Leitung folgt. - Alsdann: Siehe, das Land ist Gottes, er vererbt es, wenn er will, unter seinen Knechten. Aber der Ausgang gehört den Gottesfürchtigen“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Fleischhammer: &amp;#039;&amp;#039;Altarabische Prosa&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Philipp Reclam jun. Leipzig 1988. S. 21; siehe auch: Ibn Ishāq: &amp;#039;&amp;#039;Das Leben des Propheten&amp;#039;&amp;#039;. Aus dem Arabischen von [[Gernot Rotter]]. Kandern 2004, S. 248 f.; M. J. Kister (2002), S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine [[Paraphrase (Sprache)|Paraphrase]] von Sure 7, Vers 128:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Die Erde gehört Gott allein. Er gibt sie, wem von seinen Dienern er will, zum Erbe. Das Ende fällt (dereinst) zugunsten derer aus, die gottesfürchtig sind.“ Übersetzung: [[Rudi Paret]].&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Musailima gelang es in den letzten Jahren vor Mohammeds Tod, in al-Yamama mit anderen Stämmen Bündnisse einzugehen und ihre Mitglieder, soweit sie sesshaft waren, in einem von ihm geschaffenen [[Haram (Islam)|Haram]], einem Schutzgebiet, anzusiedeln. Seine Lehren verbreitete er dort ebenfalls in Form von Rezitationen und in [[Reimprosa]] (sadschʿ).&amp;lt;ref&amp;gt;M. J. Kister (2002), S. 21–22 und Anm. 82.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sozial-religiöse Unabhängigkeit von Musailima blieb bis nach dem Tod Mohammeds bestehen und bildete ein religiös ausgerichtetes Gegengewicht zur medinensischen Gemeinde der Muslime. [[Abu Bakr]], der erste Nachfolger Mohammeds schickte seinen Gesandten daher nach al-Yamama, „um seine Einwohner zum erhabenen Gott zu bekehren und sie im Islam zu festigen. Er (der Gesandte) jedoch wurde auf der Seite von Musailima abtrünnig und bekannte sich zu dessen Prophetie.“&amp;lt;ref&amp;gt;M. J. Kister (2002), S. 11 und Anm. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den religiösen Charakter des Kampfes gegen die B. Hanifa, Musailima und andere abtrünnigen Araberstämme (Hawazin, [[Ghatafan]] u.&amp;amp;nbsp;a.) bestätigt – in der Retrospektive – die islamische [[Koranexegese]], die [[Sure 48]], 16 als eine Vorhersage des Kampfes in der [[Ridda-Kriege|Ridda]] interpretiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Ihr werdet (demnächst) zu einem (Kriegs)volks aufgerufen werden, das über eine gewaltige Kampfkraft verfügt. Ihr werdet gegen sie zu kämpfen haben, es sei denn, sie ergeben sich...“.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Koranstelle nimmt Bakr ibn Nattah († 837 im Irak),&amp;lt;ref&amp;gt;Fuat Sezgin: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des arabischen Schrifftums.&amp;#039;&amp;#039; Leiden, Brill 1975. Bd. 2 (Poesie), S. 628–629.&amp;lt;/ref&amp;gt; ein angesehener Dichter aus al-Yamama, Bezug und beschreibt die heldenhafte Vergangenheit seiner Vorfahren mit den Worten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„wir sind im offenbarten Buch (d.i. der Koran) wie kein anderer Stamm als tapfere (Kämpfer) beschrieben worden:“&amp;lt;ref&amp;gt;M. J. Kister (2002), S. 34.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Monographien [[Islamische Geschichtsschreibung|islamischer Historiographie]], die unter dem Titel „Kitab ar-ridda“ (Buch über die [[Apostasie im Islam|Ridda]]) im späten 8. und frühen 9. Jahrhundert entstanden sind, finden sich in Form von Gedichten mehrere Hinweise auf den religiösen Charakter der Bewegung der B. Hanifa unter Musailima:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„wie schlecht sind doch die B. Hanifa, die sich dem Islam widersetzt oder ihm Unrecht angetan haben!“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilhelm Hoenerbach]]: &amp;#039;&amp;#039;Waṯīma&amp;#039;s Kitāb ar-Ridda in Ibn Ḥaǧar&amp;#039;s Iṣāba.&amp;#039;&amp;#039; Akademie der Wissenschaften und der Literatur. Abh. der geistes- und sozialwissenschaftlichen Klasse. Jahrgang 1951 (Nr. 1). Wiesbaden 1951. S. 19; Korrekturen und Ergänzungen von M. J. Kister: &amp;#039;&amp;#039;Some notes in ridda verses&amp;#039;&amp;#039;. In: Israel Oriental Studies 5 (1975), S. 125.126.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tod ==&lt;br /&gt;
Musailima fiel im Jahre 632 bei der [[Schlacht von Yamama]] gegen den Heerführer der Muslime [[Chālid ibn al-Walīd]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;The History of al-Ṭabarī&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzt von F. M. Donner. Albany 1993. Bd. 10, S. 105–126.&amp;lt;/ref&amp;gt; durch die Hand eines Schwarzen namens Wahschi, der sich später damit rühmte, den schlechtesten Menschen getötet zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Jansen: &amp;#039;&amp;#039;Mohammed. Eine Biographie.&amp;#039;&amp;#039; München 2008, S. 287.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aber auch andere rühmten sich, an der Tötung von Musailima beteiligt gewesen zu sein.&amp;lt;ref&amp;gt;M. J. Kister, (2002), S. 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Musailima soll der spätere Kalif Umar ibn al-Khattab gerufen haben: „Der schwarze Sklave hat ihn umgebracht“. Einer anderen Überlieferung zufolge rief eine Frau vom Stamm der Banu Hanifa: „Laßt uns um den Befehlshaber der Gläubigen (d.i. Musailima) trauern! Der schwarze Sklave hat ihn umgebracht“.&amp;lt;ref&amp;gt;M. J. Kister, (2002), S. 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahschi ibn Harb, ein freigelassener Sklave von Dschubair ibn Mut&amp;#039;im, nahm den Islam erst nach der Eroberung Mekkas an und lebte später zurückgezogen und der Trunksucht verfallen in [[Homs]], wo ihn – den Quellen des [[Ibn Ishāq]] zufolge&amp;lt;ref&amp;gt;A. Guillaume: &amp;#039;&amp;#039;The Life of Muhammad&amp;#039;&amp;#039;. Oxford University Press 1970, S. 375–377.&amp;lt;/ref&amp;gt; – einige Medinenser besuchten, um von ihm persönlich die Geschichte der Tötung von Musailima zu hören. [[Ibn ʿAsākir]] widmet ihm in seiner Stadtgeschichte von [[Damaskus]] neunzehn Seiten&amp;lt;ref&amp;gt;Bd. 62, S. 400–419. Beirut 1994.&amp;lt;/ref&amp;gt; und erwähnt, dass Wahschi der erste in Syrien gewesen ist, den man wegen Trunkenheit ausgepeitscht hatte. Er fand den Tod in einer Lache von Wein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* F. Buhl in: &amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuch des Islam&amp;#039;&amp;#039;. Leiden 1976, s.v. MUSAILIMA.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Encyclopaedia of Islam&amp;#039;&amp;#039;. New Edition. Bd. 7, Brill, Leiden-New York 1993, S. 664f.&lt;br /&gt;
* W. Montgomery Watt: &amp;#039;&amp;#039;Muhammad at Mecca&amp;#039;&amp;#039;. Oxford 1979. S. 29.&lt;br /&gt;
* W. Montgomery Watt: &amp;#039;&amp;#039;Muhammad at Medina&amp;#039;&amp;#039;. Oxford 1972. S. 132–136.&lt;br /&gt;
* M. J. Kister: &amp;#039;&amp;#039;The struggle against Musaylima and the conquest of Yamāma.&amp;#039;&amp;#039; In: Jerusalem Studies in Arabic and Islam. Bd. 27 (2002), S. 1–56.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119462656|VIAF=3281231}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (islamische Expansion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 6. oder 7. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 632]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Musailima&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Musailima ibn Habib; Musaylima b. Ḥabīb; Maslama; Musailima, der Lügner&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG= Zeitgenosse Mohammeds&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. Jahrhundert oder 7. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=al-Haddar, al-Yamama, [[Nadschd]], Karawanenroute nach [[Bahrain]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=632&lt;br /&gt;
|STERBEORT=bei [[Yamama]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hutch</name></author>
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