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	<title>Murphys Gesetz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T13:06:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Murphys_Gesetz&amp;diff=898763&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Commonscat mit Helferlein hinzugefügt</title>
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		<updated>2026-04-05T22:30:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Commonscat mit &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Wurgl/8Schwestern&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Wurgl/8Schwestern (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Helferlein&lt;/a&gt; hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt die Lebensweisheit. Zum Film siehe [[Murphys Gesetz (Film)]]; zum Lied siehe [[Murphy’s Law (Lied)]]; zur Band siehe [[Murphy’s Law]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Murphys Gesetz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Englische Sprache|englisch]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Murphy’s law&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist ein [[Aphorismus]] über [[menschliches Versagen]] bzw. [[Fehler]]quellen in [[Komplexität|komplexen]] [[System]]en.&lt;br /&gt;
Es lautet:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Anything that can go wrong &amp;#039;&amp;#039;will&amp;#039;&amp;#039; go wrong.&lt;br /&gt;
 |Sprache=en&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Alles, was schiefgehen kann, &amp;#039;&amp;#039;wird&amp;#039;&amp;#039; schiefgehen.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Es geht wohl auf [[John W. Campbell|John W. Campbell Jr.]] (1910–1971) zurück (siehe [[Finagles Gesetz]]). Allerdings wurde es nach dem [[USA|US-amerikanischen]] [[Ingenieur]] [[Edward A. Murphy|Edward Aloysius Murphy Jr.]] als Murphys Gesetz weltweit bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die für ein [[Sprichwort]] übliche unveränderliche Formulierung erinnert an ein [[Naturgesetz]]. Allerdings wird Murphys Gesetz nicht als eine allgemein gültige Aussage angesehen. Üblicherweise wird es als eine [[lakonisch]]e Reaktion zitiert, wenn etwas schiefgeht, insbesondere wenn dies bereits vorher als möglich angesehen wurde. Außerdem wird es warnend zitiert, um auszudrücken, dass eine mögliche Fehlerquelle unterschätzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Der Ingenieur [[Hauptmann (Offizier)|Captain]] Edward A. Murphy nahm 1949 am [[Raketenschlitten]]programm der [[United States Air Force|US Air Force]] auf einem [[Kalifornien|kalifornischen]] Testgelände teil. Bei dem Test sollte herausgefunden werden, welche [[Beschleunigung]]en der menschliche Körper aushalten kann. Anlässlich eines kostspieligen [[Experiment]]es wurden am Körper der Testperson sechzehn Messsensoren befestigt. Die [[Sensor]]en konnten auf zwei Arten befestigt werden: In der richtigen Position und in einer 90°-Abweichung von dieser. Das Experiment schlug fehl, weil jemand sämtliche Sensoren falsch angeschlossen hatte. Diese Erfahrung veranlasste Murphy, sein Gesetz zu formulieren. Die Urfassung lautete:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=If there’s more than one possible outcome of a job or task, and one of those outcomes will result in disaster or an undesirable consequence, then somebody will do it that way.&lt;br /&gt;
 |Sprache=en&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, eine Aufgabe zu erledigen, und eine davon in einer Katastrophe endet oder sonst wie unerwünschte Konsequenzen nach sich zieht, dann wird es jemand genau so machen.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Tage später zitierte [[Major]] [[John Paul Stapp]] dies bei einer [[Pressekonferenz]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Der grosse Bremser, in: NZZ Folio Mai 2006&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Verrückte Experimente: Wenn Forscher Crash-Test-Dummy spielen |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=2009-06-10 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/verrueckte-experimente-wenn-forscher-crash-test-dummy-spielen-a-627702.html |Abruf=2026-01-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Murphys Gesetz haben sich vor allem Natur- und Ingenieurwissenschaftler auseinandergesetzt. Es wird in der modernen [[Technik]] als [[Heuristik|heuristischer]] Maßstab bzw. als [[Erfahrungswissen]] für Fehlervermeidungsstrategien in der [[Arbeit (Philosophie)#Status quo der Vita activa|Arbeitswelt]] angewendet (unter anderem in der [[Informatik]] und der [[Qualitätssicherung]] – [[Fail-Safe]]-Prinzip, beispielsweise [[Ausfallsicherheit]] durch [[Redundanz (Technik)|redundante]] Systeme). Dies stellt das scheinbar witzige „Gesetz“ auf eine wissenschaftliche Basis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reduzierte Variante des Gesetzes &amp;#039;&amp;#039;(Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen)&amp;#039;&amp;#039; ist zudem systembezogen, das heißt, es ist nur auf geschlossene Systeme oder Versuchsanordnungen anwendbar. Sobald es auf zukünftige oder unabgeschlossene Handlungen oder Vorgänge angewandt wird, kann ein zunehmender Einfluss von (als ordnend empfundenen) Faktoren beobachtet werden, die das „Gesetz“ ins Wanken bringen, wie [[Stefan Klein (Wissenschaftsautor)|Stefan Klein]] bewiesen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Die Aussage von Murphys Gesetz wird allgemein nicht als wahr angesehen. Dass es trotzdem als wahr erscheint, wird gewöhnlich auf [[kognitive Verzerrung]] zurückgeführt bzw. als [[Bestätigungsfehler]] angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Elise O&amp;#039;Brien |url=https://web.colby.edu/cogblog/2017/04/17/murphys-law/ |titel=How to Become More Adaptive to Negative Outcomes in Life |werk=CogBlog – A Cognitive Psychology Blog |abruf=2026-01-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Autor [[Ulf Heuner]] zufolge hat Murphys Gesetz weder etwas mit [[Entropie]] noch mit [[Zufall]] oder [[Wahrscheinlichkeit]] zu tun, sondern mit Notwendigkeit. Er führt als Beispiel an, dass, wenn ein altes, zerfallenes Haus irgendwann einstürze, dies dem Gesetz der Entropie und nicht Murphys Gesetz folgend geschehe. Stürzt ein Haus gleich nach Erbauung ein, dann sei etwas schiefgegangen. Das Paradoxe an Murphys Gesetz sei, dass für Dinge, die schiefgehen, sehr häufig Menschen verantwortlich seien, aber daneben bestimmte Faktoren, die nicht in der Macht einzelner Menschen stehen, dafür sorgen, dass etwas irgendwann (notwendigerweise) schiefgeht. Als solche Faktoren macht er z.&amp;amp;nbsp;B. unkontrollierbare Handlungen der Mitmenschen aus, unbewusste Sabotageakte unseres [[Gehirn]]s, den eigenen, unbändigen Willen unseres Körpers oder die [[Tücke des Objekts]]. Unter Umständen könnten alle Faktoren zusammen die „Katastrophe“ herbeiführen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulf Heuner, &amp;#039;&amp;#039;Patzer, Pannen, Missgeschicke. Das erste Überlebenshilfebuch&amp;#039;&amp;#039;, 2007, S. 46 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gelegentlich wird Murphys Gesetz fälschlicherweise dem Philosophen, Theologen und Amateurpsychologen [[Joseph Murphy (Esoteriker)|Joseph Murphy]] zugeschrieben, dessen Theorie aber lautete: „Was man dem Unbewussten als wahr übermittelt, wird wahr.“&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph Murphy, &amp;#039;&amp;#039;Die Macht Ihres Unterbewusstseins&amp;#039;&amp;#039;, 1963, S. 1 ff.; ISBN 978-3-424-20166-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Murphys Gesetz wird oft [[Persiflage|persifliert]]. Diese Persiflagen ähneln Murphys Gesetz, haben aber nicht immer etwas damit zu tun und sind selten ernst gemeint. So wurde beispielsweise mit dieser Formulierung ein Bezug zum Fußball hergestellt: „Beim Fußball fällt immer dann ein Tor, wenn man sich gerade ein Bier holt“. Bei den Pfadfindern heißt es: „Der Rauch eines Lagerfeuers zieht immer dahin, wo man sitzt.“ In der Computerprogrammierung gibt es eine Regel, die Murphys Gesetz nachempfunden ist: Sie lautet: „Jedes fertige Programm, das läuft, ist veraltet.“ Es gibt sogar „Murphys goldene Kundenregeln“. Dazu dürfte der Grundsatz gehören: „Lächle … denn morgen wird es noch schlimmer“.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Zankl: &amp;#039;&amp;#039;Fundamentales Prinzip - Murphys Gesetz und seine Anwendungen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Irrwitziges aus der Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039;. Wiley-VCH. Weinheim. 2008. S. 60–65. ISBN 978-3-527-32114-8&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;J. Graf: &amp;#039;&amp;#039;Murphys Computergesetze.&amp;#039;&amp;#039; Markt und Technik. Haar 1990&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine versöhnliche Ergänzung von Murphys Gesetz lautet: „[…]&amp;amp;nbsp;und man findet immer jemanden, der es wieder in Ordnung bringt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Umkehrung von Murphys Gesetz findet sich in [[Yhprums Gesetz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
* Robert Matthews von der Aston University in Birmingham hat 1996 für seine Studien zu Murphys Gesetz, insbesondere für den Nachweis, dass Toastbrotscheiben einer ihnen innewohnenden Tendenz unterliegen, auf die mit Butter bestrichene Seite zu fallen, den [[Ig-Nobelpreis]] erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Matthews: [https://www.researchgate.net/publication/230693562_Tumbling_toast_Murphy%27s_Law_and_the_fundamental_constants &amp;#039;&amp;#039;Tumbling toast, Murphy’s Law and the fundamental constants&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;European Journal of Physics.&amp;#039;&amp;#039; Band 16, Nr. 4, 18. Juli 1995, S. 172–176.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Im Film &amp;#039;&amp;#039;[[Interstellar]]&amp;#039;&amp;#039; (2014) von [[Christopher Nolan]] erklärt Familienvater Cooper seiner Tochter, sie hätten sie nicht etwa Murphy genannt, weil das etwas Schlechtes wäre, sondern weil der Grundsatz eigentlich heiße: &amp;#039;&amp;#039;Was passieren kann, wird passieren&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;What can happen will happen&amp;#039;&amp;#039;, Minute 6:10).&lt;br /&gt;
* Das Konzept der Trickserie &amp;#039;&amp;#039;[[Schlimmer geht’s immer mit Milo Murphy]]&amp;#039;&amp;#039; (engl. Originaltitel &amp;#039;&amp;#039;Milo Murphy’s Law&amp;#039;&amp;#039;) ist Murphys Gesetz. Die Hauptfigur Milo ist als ein Nachkomme Murphys dargestellt.&lt;br /&gt;
* Es erschienen mehrere Lieder über Murphys Gesetz, u. a. 2006 von [[Roger Cicero]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Frank Ehrlacher |url=https://www.cd-lexikon.de/album_roger-cicero-maennersachen.htm |titel=Männersachen {{!}} Roger Cicero {{!}} CD-Album {{!}} 2006 {{!}} cd-lexikon.de |datum=2006-05-26 |sprache=de |abruf=2023-07-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und im Mai 2023  von [[Madeline Juno]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Madeline Juno |url=https://www.youtube.com/watch?v=eC3vjh-pNMw |titel=Madeline Juno - Murphy&amp;#039;s Law (Official Music Video) |datum=2023-05-25 |abruf=2026-01-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* In dem Film &amp;#039;&amp;#039;[[Brawl in Cell Block 99]]&amp;#039;&amp;#039; von 2017 beklagt sich die Figur Bradley Thomas, verkörpert von Schauspieler [[Vince Vaughn]], über sein Pech im Leben mit dem Beispiel, beim Kauf eines Kaffees an einer Tankstelle in Bezug auf das Raten, in welchem von drei zur Auswahl stehenden Metallbehältern mit Sahne, Milch und Magermilch sich die Sahne befindet, nie richtig zu liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Sods Gesetz]] – ein ähnliches Gesetz, das im [[Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]] als Phrase benutzt wird&lt;br /&gt;
* [[Godwin’s law]]&lt;br /&gt;
* [[Appeal to Probability]]&lt;br /&gt;
* [[Resistentialismus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Arthur Bloch: &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Gründe, warum alles schiefgeht, was schiefgehen kann!&amp;#039;&amp;#039; Wilhelm Goldmann, München 1985, ISBN 978-3-442-10046-0.&lt;br /&gt;
* Peter Helling, Bernhard Spengler, Thomas Springer: &amp;#039;&amp;#039;Fehler richtig geplant&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Bau und Technik, Erkrath 1987, ISBN 3-7640-0232-8.&lt;br /&gt;
* Joachim Graf: &amp;#039;&amp;#039;Murphys Computergesetze&amp;#039;&amp;#039;. Markt und Technik, Haar bei München 1990, ISBN 3-89090-949-3.&lt;br /&gt;
* Joachim Graf: &amp;#039;&amp;#039;Murphys gemeinste Computergesetze&amp;#039;&amp;#039;. Markt und Technik, Haar bei München 1998, ISBN 3-8272-9032-5.&lt;br /&gt;
* Stefan Klein: &amp;#039;&amp;#039;Alles Zufall&amp;#039;&amp;#039;. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2005, ISBN 978-3-499-61596-2.&lt;br /&gt;
* Ulf Heuner: &amp;#039;&amp;#039;Patzer, Pannen, Missgeschicke. Das erste Überlebenshilfebuch&amp;#039;&amp;#039;. Klett-Cotta, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-608-94447-1.&lt;br /&gt;
* [[Paul Watzlawick]] &amp;#039;&amp;#039;Anleitung zum Unglücklichsein&amp;#039;&amp;#039;. Piper, München 2009, ISBN 978-3-492-24938-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Murphy&amp;#039;s Law|Murphys Gesetz}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Murphys Gesetz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allgemeine Psychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Satire]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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