<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Murmeltiere</id>
	<title>Murmeltiere - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Murmeltiere"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Murmeltiere&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-11T19:36:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Murmeltiere&amp;diff=24867&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Murmeltiere&amp;diff=24867&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-13T05:35:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Murmeltiere&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Marmota&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Johann Friedrich Blumenbach|Blumenbach]], 1779&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Echte Erdhörnchen&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Marmotini&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Tribus&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Erdhörnchen&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Xerinae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Hörnchen&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Sciuridae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Hörnchenverwandte&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Sciuromorpha&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Unterordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Nagetiere&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Rodentia&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = 071 Wild marmot at Grand Muveran Nature Reserve Photo by Giles Laurent.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = [[Alpenmurmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;Marmota marmota&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Murmeltiere&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Marmota&amp;#039;&amp;#039;), in der Schweiz auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Munggen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Murmundä&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, in Oberbayern und dem benachbarten Salzburg auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mankei&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, sind eine aus fünfzehn [[Art (Biologie)|Arten]] bestehende [[Gattung (Biologie)|Gattung]] bis zu 50 Zentimeter langer [[Echte Erdhörnchen|Echter Erdhörnchen]] (Marmotini), die in [[Eurasien]] und [[Nordamerika]] verbreitet sind. Bei den Murmeltierarten handelt es sich primär um Bewohner kalter [[Steppe]]n. Das heute nur noch in Gebirgslagen jenseits der [[Baumgrenze]] lebende [[Alpenmurmeltier]] kam während der [[pleistozän]]en [[Eiszeitalter]] im europäischen Tiefland von den [[Pyrenäen]] bis zur [[Ukraine]] vor. Es fehlte dagegen in den mit einer dicken Eisschicht bedeckten Alpen. Mit dem Ende der Eiszeit boten nur noch die hochalpinen Lagen der Alpen dieser Art geeigneten Lebensraum ([[Eiszeitrelikt]]). Murmeltiere können bis zu 15 Jahre alt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Für [[Nagetiere]] sind Murmeltiere sehr groß: Sie haben je nach Art eine [[Kopf-Rumpf-Länge]] von 30 bis 60 Zentimeter, hinzu kommt ein 10 bis 25 Zentimeter langer Schwanz. Das Gewicht liegt zwischen drei und sieben Kilogramm. Die Farbe des [[Murmelfell|Murmeltierfells]] unterscheidet sich von Art zu Art, ist aber meistens bräunlich. Der Körper der Tiere ist gedrungen mit einem kurzen Schwanz und kurzen, abgerundeten Ohren. Die Beine sind ebenfalls kurz und gedrungen. Die Vorderbeine besitzen nur vier Zehen und der [[Daumen]] ist vollständig reduziert, der mittlere Finger ist der längste Finger und die Krallen sind lang und zum Graben ausgebildet. Die hinteren Extremitäten besitzen fünf Zehen. Die Weibchen besitzen fünf [[Zitze]]n&amp;amp;shy;paare.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Smith &amp;amp; Yan Xie 2009&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zahnformel|1|0|2|3|P=1|Gesamt=22|Titel=Zahnformel der Murmeltiere|Position=right}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Murmeltierschädel.jpg|mini|Alpenmurmeltierschädel]]&lt;br /&gt;
Der Schädel ist kräftig und flach, dabei fast dreieckig ausgebildet. Die Augenhöhlen sind lang, der postorbitale Fortsatz ist kräftig und nach unten leicht auswärts gebogen. Der Sagittalkamm ist gut ausgebildet und der vordere Bereich verzweigt sich und verbindet ihn mit dem postorbitalen Fortsatz. Der occipitale Anteil ist deutlich verlängert. Der knöcherne Gaumen ist länger als die Hälfte der Gesamtlänge des Schädels. Die Art besitzt in jeder Kieferhälfte je einen zu einem Nagezahn umgebildeten [[Schneidezahn]] (Incisivus), darauf folgt ein [[Diastema (Zoologie)|Diastema]] sowie im Oberkiefer zwei und im Unterkiefer je ein [[Prämolar]] sowie drei [[Molar (Zahn)|Molaren]]. Die Nagezähne sind kräftig und auf der Vorderseite mit gelbem [[Zahnschmelz|Schmelz]] bedeckt. Der erste Prämolar des Oberkiefers ist sehr kräftig und fast doppelt so groß wie der folgende zweite Prämolar. Unter den Molaren des Oberkiefers ist der dritte der größte, die unteren Molare besitzen je zwei seitliche Spitzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Smith &amp;amp; Yan Xie 2009&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die [[Ziesel]] (Gattung &amp;#039;&amp;#039;Spermophilus&amp;#039;&amp;#039;) besitzen auch die Murmeltiere einen [[Penisknochen]], der fast S-förmig ausgebildet ist. Die Spitze besitzt seitlich unregelmäßige [[Dentikel]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Smith &amp;amp; Yan Xie 2009&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Lebensraum ==&lt;br /&gt;
In [[Mitteleuropa]] sind Murmeltiere im [[Hochgebirge]] heimisch; auch in [[Asien]] haben sich einige Arten an ein Leben in [[Alpen|alpinen]] Höhen angepasst. Typischer für die Gattung der Murmeltiere sind jedoch die Arten, die Grassteppen bewohnen, zum Beispiel das [[Steppenmurmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;Marmota bobak&amp;#039;&amp;#039;), das auch in Teilen der Ukraine vorkommt, jedoch hauptsächlich in Zentralasien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verbreitungsgebiet ist relativ geschlossen von [[Osteuropa]] über [[Sibirien|Nord-]] und [[Zentralasien]] bis [[Ostsibirien]] und [[Xinjiang]]. In Mitteleuropa gibt es nur in den Alpen, den [[Karpaten]] und der [[Hohe Tatra|Hohen Tatra]] wildlebende Murmeltiere sowie eingeführte in den [[Pyrenäen]]. In Nordamerika leben die meisten Arten in subarktischen Breiten [[Kanada]]s; das [[Waldmurmeltier]] ist in der gesamten Nordhälfte der [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] sowie den südlichen Teilen Kanadas&amp;lt;ref name=&amp;quot;knitnut.net&amp;quot; /&amp;gt; verbreitet. Alle Murmeltiere leben in gemäßigten und arktischen Breiten der [[Nordhalbkugel]] und fehlen in wärmeren Regionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
Murmeltiere sind ober- und unterirdisch lebende Hörnchen. Sie sind tagaktiv und alle Arten halten einen [[Winterschlaf]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Smith &amp;amp; Yan Xie 2009&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Murmeltierbaue ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Murmeltierbau.jpg|miniatur|Murmeltierbau im [[Val Vignun]]]]&lt;br /&gt;
Murmeltiere bauen sehr ausgedehnte Gangsysteme, welche aus Fluchtröhren und separatem Dauerbau bestehen können. Oftmals ist es schwierig, diese zu unterscheiden, da nicht jeder Bau fertiggestellt und genutzt wird, zumal auch tote Gänge, die „Toiletten“, vorhanden sind. Die Gänge können eine Länge von 10 bis 70 Meter haben; der bisher gemessene Rekord war ein Tunnel von 113 Meter Länge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Tage verlassen die Murmeltiere ihre Baue. Sie sind vorwiegend am Boden aktiv und können kaum klettern. Ihre Nahrung sind [[Süßgräser|Gräser]] und [[Krautige Pflanze|Kräuter]], seltener Früchte, [[Same (Pflanze)|Samen]] und [[Insekten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hitzestress ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Marmot in Grand Teton NP-NPS.jpg|miniatur|Murmeltier im [[Grand-Teton-Nationalpark]] im US-amerikanischen Bundesstaat Wyoming]]&lt;br /&gt;
Die Murmeltiere verfügen über nur wenige [[Schweißdrüse]]n und [[hecheln]] nicht. Verschiedene Untersuchungen weisen darauf hin, dass Murmeltiere hohe Temperaturen schlecht vertragen und leicht in [[Hitzestarre#Hitzestress|Hitzestress]] geraten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Arnold 1999&amp;quot; /&amp;gt; Das amerikanische [[Gelbbauchmurmeltier]] zeigt Symptome von Hitzestress bereits ab einer Umgebungstemperatur von 20 °C. Alpenmurmeltiere können beobachtet werden, wie sie sich auf Felsen oder vor ihren Bauen sonnen, sie liegen dabei meist flach ausgestreckt auf dem Boden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Arnold 1999&amp;quot; /&amp;gt; Dieses Verhalten dient jedoch der Parasitenabwehr. Ihr sonstiges Aktivitätsmuster weist darauf hin, dass auch Alpenmurmeltiere die Wärme meiden. An heißen Tagen sind sie außerhalb ihrer Baue nur in den kühleren Randzeiten zu beobachten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Arnold 1999&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sozialverhalten ===&lt;br /&gt;
Das [[Sozialverhalten]] der Murmeltiere unterscheidet sich erheblich von Art zu Art. Das Waldmurmeltier ist ein Einzelgänger, das seinen Bau gegen Artgenossen verteidigt. Beim Gelbbauchmurmeltier (&amp;#039;&amp;#039;Marmota flaviventris&amp;#039;&amp;#039;) lebt ein einzelnes Männchen mit verwandten Weibchen zusammen; auch hier sind die Männchen aggressiv gegen Geschlechtsgenossen, die sie nicht in die Nähe des Baus gelangen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrzahl der Murmeltiere lebt aber wie das [[Alpenmurmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;Marmota marmota&amp;#039;&amp;#039;) in [[Kolonie (Biologie)|Kolonien]], die aus einem dominanten Paar sowie deren jüngeren Verwandten bestehen. Murmeltiere begrüßen sich, indem sie die Nasen aneinander reiben und die Köpfe zusammenstecken. Nach etwa zwei Jahren verlassen die ausgewachsenen Murmeltiere die Kolonie; danach können sie versuchen, die Führung einer fremden Kolonie zu gewinnen, wofür sie das dortige dominante Männchen vertreiben und dessen [[Infantizid (Zoologie)|Nachwuchs töten]]. Murmeltiere verständigen sich untereinander durch im Kehlkopf erzeugte Schreie, die vom Menschen als Pfeiftöne wahrgenommen und leicht mit Vogelstimmen verwechselt werden können. Die Schreie werden auch zur Ankündigung von Gefahr ausgestoßen, wobei je nach sozialem Rang des Rufers Flucht bis Reaktionslosigkeit die Folge sind. Es wurde beobachtet, dass sie, je nachdem, ob die Gefahr aus der Luft droht ([[Greifvögel]]) oder von einem Landlebewesen ([[Raubtiere]]), unterschiedliche Pfeiftöne ausstoßen, anhand derer die Artgenossen die Gefahrenquelle zuordnen können.&amp;lt;ref&amp;gt;Daniela Lenti Boero: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/08927014.1992.9525334 Alarm calling in Alpine marmot (Marmota marmota L.): evidence for semantic communication]&amp;#039;&amp;#039;. In: Ethology, Ecology and Evolution, Band 3, Ausgabe 2, 1992, Seite 125–138, online publiziert 19. Mai 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer [[Trächtigkeit|Tragzeit]] von dreißig Tagen bringen Murmeltiere zwei bis fünf Junge zur Welt, wobei die einzelgängerischen Arten größere Würfe als die kolonienbildenden haben.&lt;br /&gt;
[[Datei:Marmot eating.webm|mini|Murmeltier beim Fressen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Winterschlaf ==&lt;br /&gt;
Murmeltiere halten einen ausgedehnten [[Winterschlaf]], der zwischen sechs und sieben, aber auch bis zu neun Monate dauern kann. Der Schlafkessel wird dafür mit weichem Gras ausgepolstert, in dem sich die Tiere zusammenrollen. Für diese lange Ruhezeit fressen sie sich während der wenigen Sommermonate große Fettreserven an. In der saisonalen Ruhephase können sich [[Darm]] und [[Magen]] energiesparend um die Hälfte verkleinern. Während des Winterschlafs sinkt die Atmung auf etwa zwei Züge pro Minute und der Herzschlag von 200 auf 20 Schläge pro Minute. Der Energieverbrauch sinkt auf weniger als zehn Prozent. Um die 1200 Gramm Körperfett reichen so für den Winter. Sobald die Nahrung im Herbst nicht mehr ausreichend Energie liefert und die Fettspeicherzellen maximal gefüllt sind, begeben sich die Murmeltiere in den Winterschlaf. Dieser Zeitpunkt fällt oft mit der ersten Kältewelle oder dem ersten Schneefall zusammen. Das Erwachen wird über die Außentemperatur ausgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Evolution und Systematik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Externe Systematik ===&lt;br /&gt;
{{userboxtop|toptext=Phylogenetische Systematik der Marmotini nach Herron et al. 2004&amp;lt;ref name=&amp;quot;Herron et al. 2004&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Klade|style=font-size:75%;line-height:100%&lt;br /&gt;
|label1=[[Marmotini]]&lt;br /&gt;
|1={{Klade&lt;br /&gt;
|1={{Klade&lt;br /&gt;
 |1=&amp;#039;&amp;#039;[[Notocitellus]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 |2=[[Antilopenziesel]] (&amp;#039;&amp;#039;Ammospermophilus&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
  |2={{Klade&lt;br /&gt;
   |1={{Klade&lt;br /&gt;
     |1=&amp;#039;&amp;#039;[[Otospermophilus]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
     |2=&amp;#039;&amp;#039;[[Callospermophilus]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
     }}&lt;br /&gt;
   |2={{Klade&lt;br /&gt;
    |1=&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Murmeltiere&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Marmota&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
   |2={{Klade&lt;br /&gt;
    |1=[[Ziesel]] (&amp;#039;&amp;#039;Spermophilus&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
   |2={{Klade&lt;br /&gt;
   |1={{Klade&lt;br /&gt;
    |1=&amp;#039;&amp;#039;[[Ictidomys]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
   |2={{Klade&lt;br /&gt;
    |1=[[Franklin-Ziesel]] (&amp;#039;&amp;#039;Poliocitellus franklinii&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
   |2={{Klade&lt;br /&gt;
    |1=[[Präriehunde]] (&amp;#039;&amp;#039;Cynomys&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
    |2=&amp;#039;&amp;#039;[[Xerospermophilus]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
    }}&lt;br /&gt;
    }}&lt;br /&gt;
    }}&lt;br /&gt;
   |2=&amp;#039;&amp;#039;[[Urocitellus]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
    }}&lt;br /&gt;
    }}&lt;br /&gt;
    }}&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{userboxbottom}}&lt;br /&gt;
Die Murmeltiere sind eine [[Gattung (Biologie)|Gattung]] der [[Hörnchen]], wo sie den [[Erdhörnchen]] (Xerinae) und darin den [[Echte Erdhörnchen|Echten Erdhörnchen]] (Xerini) zugeordnet werden. Die wissenschaftliche Erstbeschreibung der Gattung erfolgte durch [[Johann Friedrich Blumenbach]] im Jahr 1779, allerdings wurden das Alpenmurmeltier (&amp;#039;&amp;#039;M. marmota&amp;#039;&amp;#039;) und das Waldmurmeltier (&amp;#039;&amp;#039;M. monax&amp;#039;&amp;#039;) bereits durch [[Carl von Linné]] 1758 in seiner 10. Auflage der [[Systema Naturæ]] beschrieben und dort den [[Mäuse]]n in der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Mus&amp;#039;&amp;#039; zugeordnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Linné 1758&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Murmeltiere wurden 2004 in einer molekularbiologischen Untersuchung als [[monophyletische Gruppe]] bestätigt und als [[Schwestergruppe]] der gesamten [[Marmotini]] mit Ausnahme der [[Antilopenziesel]] (&amp;#039;&amp;#039;Ammospermophilus&amp;#039;&amp;#039;) sowie der ursprünglich den Zieseln zugeordneten Gattungen &amp;#039;&amp;#039;[[Notocitellus]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Otospermophilus]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Callospermophilus]]&amp;#039;&amp;#039; identifiziert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Herron et al. 2004&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interne Systematik ===&lt;br /&gt;
Murmeltiere sind [[fossil]] seit dem [[Miozän]] (vor 23,03 bis vor 5,33 Millionen Jahren) aus Nordamerika belegt. Ihnen gelang mehrmals der Übergang nach [[Eurasien]]: im späten Miozän, im [[Pliozän]] (vor 5,33 bis vor 1,8 Millionen Jahren) und zuletzt im [[Pleistozän]] (vor 1,8 Millionen bis vor 11.500 Jahren).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{userboxtop|toptext=&amp;lt;small&amp;gt;Phylogenetische Systematik der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Marmota&amp;#039;&amp;#039; nach Brandtler &amp;amp; Lyopunova 2009&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brandtler &amp;amp; Lyopunova 2009&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
{{Klade|style=font-size:75%;line-height:100%&lt;br /&gt;
|label1=&amp;#039;&amp;#039;Marmota&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
|1={{Klade&lt;br /&gt;
      |label1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[Marmota]&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
      |1={{Klade&lt;br /&gt;
            |1={{Klade&lt;br /&gt;
               |1=&amp;amp;nbsp;[[Waldmurmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;M. monax&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
               |2=&amp;amp;nbsp;[[Alaska-Murmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;M. broweri&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
               }}&lt;br /&gt;
            |label2=&amp;amp;nbsp;Eurasische&amp;amp;nbsp;&amp;lt;br /&amp;gt;Arten&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
            |2={{Klade&lt;br /&gt;
                  |1={{Klade&lt;br /&gt;
                        |1={{Klade&lt;br /&gt;
                           |1=&amp;amp;nbsp;[[Menzbiers Murmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;M. menzbieri&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
                           |2=&amp;amp;nbsp;[[Langschwanzmurmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;M. caudata&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
                           }}&lt;br /&gt;
                           |2={{Klade&lt;br /&gt;
                              |1={{Klade&lt;br /&gt;
                                 |1=&amp;amp;nbsp;[[Himalaya-Murmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;M. himalayana&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
                                 |2={{Klade&lt;br /&gt;
                                    |1=&amp;amp;nbsp;[[Schwarzhut-Murmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;M. camtschatica&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
                                    |2=&amp;amp;nbsp;[[Sibirisches Murmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;M. sibirica&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
                                    }}&lt;br /&gt;
                                 }}&lt;br /&gt;
                              |2={{Klade&lt;br /&gt;
                                    |1=&amp;amp;nbsp;[[Steppenmurmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;M. bobak&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
                                    |2={{Klade&lt;br /&gt;
                                          |1=&amp;amp;nbsp;[[Graues Murmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;M. baibacina&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
                                          |2=&amp;amp;nbsp;[[Waldsteppenmurmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;Marmota kastschenkoi&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
                                          }}&lt;br /&gt;
                                    }}&lt;br /&gt;
                              }}&lt;br /&gt;
                        }}&lt;br /&gt;
                  |2=&amp;amp;nbsp;[[Alpenmurmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;M. marmota&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
                  }}&lt;br /&gt;
            }}&lt;br /&gt;
      |label2=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[Petromarmota]&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
      |2={{Klade&lt;br /&gt;
            |1=&amp;amp;nbsp;[[Gelbbauchmurmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;M. flaviventris&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
            |2={{Klade&lt;br /&gt;
                |1=&amp;amp;nbsp;[[Olympisches Murmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;M. olympus&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
                |2={{Klade&lt;br /&gt;
                   |1=&amp;amp;nbsp;[[Eisgraues Murmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;M. caligata&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
                   |2=&amp;amp;nbsp;[[Vancouver-Murmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;M. vancouverensis&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
                   }}&lt;br /&gt;
                }}&lt;br /&gt;
            }}&lt;br /&gt;
      }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{userboxbottom}}&lt;br /&gt;
Innerhalb der Murmeltiere werden aktuell fünfzehn Arten unterschieden, die je nach Systematik nochmals in zwei Untergattungen gestellt werden. Dabei werden die nordamerikanischen Arten [[Eisgraues Murmeltier|Eisgraue Murmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;M. caligata&amp;#039;&amp;#039;), das [[Gelbbauchmurmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;M. flaviventris&amp;#039;&amp;#039;), das [[Olympisches Murmeltier|Olympische Murmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;M. olympus&amp;#039;&amp;#039;) und das [[Vancouver-Murmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;M. vancouverensis&amp;#039;&amp;#039;) als &amp;#039;&amp;#039;Petromarmota&amp;#039;&amp;#039; allen anderen Arten gegenübergestellt, die in der Untergattung &amp;#039;&amp;#039;Marmota&amp;#039;&amp;#039; eingeordnet werden. [[Kladistik|Phylogenetische Untersuchen]] bestätigen die nähere Verwandtschaft der &amp;#039;&amp;#039;Marmota Petromarmota&amp;#039;&amp;#039;-Arten als ein [[Taxon]] innerhalb der Murmeltiere, das den restlichen Arten gegenüber steht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brandtler &amp;amp; Lyopunova 2009&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steppan et al. 1999&amp;quot; /&amp;gt; Trotz einiger Unsicherheiten innerhalb des Kladogramms bestätigt dieses auch den Ursprung der Murmeltiere in Nordamerika sowie ein gemeinsames Taxon der Arten, die in Europa und Asien leben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brandtler &amp;amp; Lyopunova 2009&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der Murmeltiere werden aktuell die folgenden Arten unterschieden:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thorington et al. 2012&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Graues Murmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;M. baibacina&amp;#039;&amp;#039;), östliches [[Kasachstan]], [[Xinjiang]], Mongolei&lt;br /&gt;
* [[Steppenmurmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;M. bobak&amp;#039;&amp;#039;), Osteuropa bis Zentralasien&lt;br /&gt;
* [[Alaska-Murmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;M. broweri&amp;#039;&amp;#039;), nördliches [[Alaska]]&lt;br /&gt;
* [[Eisgraues Murmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;M. caligata&amp;#039;&amp;#039;), Alaska, [[British Columbia]], [[Washington (Bundesstaat)|Washington]]&lt;br /&gt;
* [[Schwarzhut-Murmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;M. camtschatica&amp;#039;&amp;#039;), nordöstliches [[Sibirien]]&lt;br /&gt;
* [[Langschwanzmurmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;M. caudata&amp;#039;&amp;#039;), Zentralasien&lt;br /&gt;
* [[Gelbbauchmurmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;M. flaviventris&amp;#039;&amp;#039;), südwestliches Kanada&lt;br /&gt;
* [[Himalaya-Murmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;M. himalayana&amp;#039;&amp;#039;), [[Himalaja]]&lt;br /&gt;
* [[Waldsteppenmurmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;Marmota kastschenkoi&amp;#039;&amp;#039;), Waldsteppen im nördlichen Russland&lt;br /&gt;
* [[Alpenmurmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;M. marmota&amp;#039;&amp;#039;), [[Alpen]], [[Karpaten]], [[Hohe Tatra]], [[Pyrenäen]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;eurekalert.org&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Menzbiers Murmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;M. menzbieri&amp;#039;&amp;#039;), [[Tianshan]]&lt;br /&gt;
* [[Waldmurmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;M. monax&amp;#039;&amp;#039;), [[Kanada]], nördliche [[Vereinigte Staaten]]&lt;br /&gt;
* [[Olympisches Murmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;M. olympus&amp;#039;&amp;#039;), [[Olympic-Halbinsel]] (Vereinigte Staaten)&lt;br /&gt;
* [[Sibirisches Murmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;M. sibirica&amp;#039;&amp;#039;), südliches Sibirien, [[Mongolei]]&lt;br /&gt;
* [[Vancouver-Murmeltier]] (&amp;#039;&amp;#039;M. vancouverensis&amp;#039;&amp;#039;), [[Vancouver Island]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem die asiatischen Arten sind in ihrer Abgrenzung nicht unumstritten. So werden Graues, Himalaya- und Sibirisches Murmeltier gelegentlich als [[Unterart]]en des Steppenmurmeltiers geführt und auch das Waldsteppenmurmeltier taucht in älteren Systematiken nicht als eigenständige Art auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Landwirtschaft und Artenschutz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Marmota flaviventris.jpg|mini|Gelbbauchmurmeltier (&amp;#039;&amp;#039;M. flaviventris&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Waldmurmeltier 2 db.jpg|mini|Waldmurmeltier (&amp;#039;&amp;#039;M. monax&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Marmotta alpina.jpg|mini|Alpenmurmeltier (&amp;#039;&amp;#039;M. marmota&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
Die Bestandsentwicklung der Arten ist sehr unterschiedlich. Das Waldmurmeltier ist in [[Nordamerika]] in den letzten Jahrzehnten immer häufiger geworden. Die [[Rodung|Abholzung]] der Wälder kam seinen Beständen zugute. In Teilen der Vereinigten Staaten gilt es inzwischen als Schädling, da es [[Getreide]] frisst und seine Gänge so dicht unter der Oberfläche verlaufen, dass [[Vieh]] und [[landwirtschaft]]liche Maschinen regelmäßig einbrechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die anderen Arten sind viel seltener. Das Alpenmurmeltier ist aus zahlreichen Gebirgen [[Europa]]s im Laufe der letzten Jahrhunderte verschwunden. [[Murmelfell|Murmeltierfelle]] werden auch zu [[Pelz]]en verarbeitet, das Steppenmurmeltier stand deshalb in den 1920er Jahren kurz vor der Ausrottung; seine Bestände konnten sich aber erholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Arten werden von der [[IUCN]] als [[Artenschutz|schutzwürdig]] geführt: das Menzbier-Murmeltier im Status „gefährdet“ (&amp;#039;&amp;#039;vulnerable&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref name=&amp;quot;IUCN Marmota menzbieri&amp;quot; /&amp;gt;  und das Vancouver-Murmeltier im Status „vom Aussterben bedroht“ (&amp;#039;&amp;#039;critically endangered&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;IUCN Marmota vancouverensis&amp;quot; /&amp;gt; Von letzterem leben nur etwa 130 Exemplare, davon nur etwa 35 in Freiheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alpenmurmeltier zählt in Österreich und in der Schweiz zum jagbaren Wild und wird aktiv bejagt. In Deutschland unterliegt es dem Jagdrecht, wird aber ganzjährig geschont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
Murmelfleisch wurde früher häufig in der Küche verwendet. Auch wenn dies heute selten geworden ist, finden sich im Internet eine Reihe von Rezepten. Auch die offizielle Webseite des österreichischen Bundeslandes Tirol (Seitenüberschrift „Murmeltiere – so süüüüß! Und lecker!“) warb bis etwa 2011 noch mit einem Kochrezept um Touristen: „Murmeltierfleisch ist sehr zu empfehlen! Gut zubereitet ist es eine Delikatesse.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;tirol.at&amp;quot; /&amp;gt; Dem Aufwand bei der Zubereitung dürfte zu verdanken sein, dass das Murmeltier heute nicht mehr in den Kochbüchern steht. „Frischem Fleische haftet ein so starker erdiger Wildgeschmack an, daß es dem an diese Speise nicht Gewöhnten Ekel verursacht“, heißt es in Brehms Tierleben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brehm 1883&amp;quot; /&amp;gt; Vor allem das Fettgewebe gilt als kaum genießbar. Das aus diesem Grunde gut entfettete Tier wurde deshalb vor dem Braten zusätzlich geräuchert oder gekocht und das Kochwasser weggeschüttet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fett gilt in der Volksmedizin als wirksam gegen Husten, Magenleiden, Übelkeit, zur Blutreinigung oder allgemein zur Stärkung; äußerlich (&amp;#039;&amp;#039;Murmeltiersalbe&amp;#039;&amp;#039;) gegen Gliederschmerzen, Frostbeulen oder Sehnenzerrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Der Name „Murmeltier“ hat [[Etymologie|etymologisch]] nichts mit der [[Murmeln|Murmel]] oder dem Verb „murmeln“ zu tun. Er geht auf das [[althochdeutsch]]e „murmunto“ zurück, das wiederum aus dem [[lateinisch]]en &amp;#039;&amp;#039;Mus montis&amp;#039;&amp;#039; („Bergmaus“) entlehnt ist. Das weibliche Murmeltier wird manchmal als [[Jägersprache#K|„Katze“]], das männliche als „Bär“ und [[Jungtier]]e als „Affe“ oder „Äffchen“ bezeichnet. In der Schweiz werden Murmeltiere auch Munggen (Singular &amp;#039;&amp;#039;Mungg&amp;#039;&amp;#039;) genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;3sat&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;tagesanzeiger.ch&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Groundhog Day]] (2. Februar)&lt;br /&gt;
* [[Und täglich grüßt das Murmeltier]]&lt;br /&gt;
* [[Narkolepsie]] (Murmeltier-Syndrom)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Smith &amp;amp; Yan Xie 2009&amp;quot;&amp;gt;Robert S. Hoffmann, Andrew T. Smith: &amp;#039;&amp;#039;Genus Marmota.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Andrew T. Smith]], Yan Xie: &amp;#039;&amp;#039;A Guide to the Mammals of China.&amp;#039;&amp;#039; Princeton University Press, Princeton NJ 2008, ISBN 978-0-691-09984-2, S. 189–190.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Arnold 1999&amp;quot;&amp;gt;Walter Arnold: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Biologie und Lebensweise des Alpenmurmeltieres (Marmota marmota).&amp;#039;&amp;#039; In: Monika Preleuthner, Gerhard Aubrecht (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Murmeltiere&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Katalog des Oberösterreichischen Landesmuseums.&amp;#039;&amp;#039; NF Nr. 146 = &amp;#039;&amp;#039;Stapfia.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 63). Biologiezentrum, Linz 1999, ISBN 3-85474-044-1, S. 1–20, {{ZOBODAT|pfad=pdf/STAPFIA_0063_0001-0020.pdf|KBytes=2660}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steppan et al. 1999&amp;quot;&amp;gt;Scott J. Steppan, Mikhail R. Akhverdyan, Elena A. Lyapunova, Darrilyn G. Fraser, Nikolai N. Vorontsov, Robert S. Hoffmann, Michael J. Braun: &amp;#039;&amp;#039;Molecular phylogeny of the marmots (Rodentia: Sciuridae): tests of evolutionary and biogeographic hypotheses.&amp;#039;&amp;#039; Systematic Biology 48(4), 1999; S. 715–734. ([https://www.bio.fsu.edu/steppan/Steppan.et.al.1999.pdf Volltext])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brandtler &amp;amp; Lyopunova 2009&amp;quot;&amp;gt;O.V. Brandler, E.A. Lyapunova: &amp;#039;&amp;#039;Molecular phylogenies of the genus Marmota (Rodentia Sciuridae): comparative analysis.&amp;#039;&amp;#039; Ethology Ecology &amp;amp; Evolution 21, 2009; S. 289–298. ({{Webarchiv|url=http://marmota.cons-dev.org/marm/MARM/BIBMAR/BibpdfBz/10454.pdf |wayback=20160803075746 |text=Volltext |archiv-bot=2022-03-28 13:12:24 InternetArchiveBot }})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Herron et al. 2004&amp;quot;&amp;gt;Matthew D. Herron, Todd A. Castoe, Christopher L. Parkinson: &amp;#039;&amp;#039;Sciurid phylogeny and the paraphyly of holarctic ground squirrels (Spermophilus).&amp;#039;&amp;#039; Molecular Phylogenetics and Evolution 31, 2004; S. 1015–1030. ({{DOI|10.1016/j.ympev.2003.09.015}}, [http://www.snakegenomics.org/CastoeLab/Publications_files/2004_Herron_etal_MPE_Sciuridae.pdf Volltext], PMID 15120398)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thorington et al. 2012&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor=[[Richard W. Thorington]] Jr., John L. Koprowski, Michael A. Steele | Titel=Squirrels of the World. | Verlag=Johns Hopkins University Press | Ort=Baltimore MD | Datum=2012 | ISBN=978-1-4214-0469-1 | Seiten= 271–289}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Linné 1758&amp;quot;&amp;gt;[[Carl von Linné]]: &amp;#039;&amp;#039;Systema naturae.&amp;#039;&amp;#039; 10. Auflage, 1758; Band 1, S. 60, 63–64 ([https://www.biodiversitylibrary.org/item/10277#page/71/mode/1up Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brehm 1883&amp;quot;&amp;gt;[[Alfred Brehm]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Brehms Thierleben]]. Allgemeine Kunde des Thierreichs.&amp;#039;&amp;#039; Zweiter Band, Erste Abtheilung: &amp;#039;&amp;#039;Säugethiere.&amp;#039;&amp;#039; Dritter Band: &amp;#039;&amp;#039;Hufthiere, Seesäugethiere.&amp;#039;&amp;#039; Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig 1883, S.&amp;amp;nbsp;300–305, [http://www.zeno.org/Naturwissenschaften/M/Brehm,+Alfred/Brehms+Thierleben/S%C3%A4ugethiere/Zweite+Reihe%3A+Krallenthiere/Sechste+Ordnung%3A+Nager+%28Rodentia%29/Erste+Familie%3A+H%C3%B6rnchen+%28Sciurina%29/7.+Sippe%3A+Murmelthiere+%28Arctomys%29/Alpenmurmelthier+%28Arctomys+Marmota%29 hier online].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;IUCN Marmota menzbieri&amp;quot;&amp;gt;{{IUCN|Year=2009|ID=12827|ScientificName=Marmota menzbieri|YearAssessed=2008|Assessor=K. Tsytsulina|Download=7. November 2009}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;IUCN Marmota vancouverensis&amp;quot;&amp;gt;{{IUCN|Year=2009|ID=12828|ScientificName=Marmota vancouverensis|YearAssessed=2008|Assessor=D.&amp;amp;nbsp;W. Nagorsen, NatureServe|Download=7. November 2009}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;eurekalert.org&amp;quot;&amp;gt;[https://www.eurekalert.org/news-releases/517832 &amp;#039;&amp;#039;The alpine marmot spreads into the Catalan Pyrenees&amp;#039;&amp;#039;]. EurekAlert!, Science News&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;knitnut.net&amp;quot;&amp;gt;[https://www.knitnut.net/2007/08/the-parliament-hill-cat-colony/ The Parliament Hill Cat Colony].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;tirol.at&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.tirol.at/xxl/de/1027961/_id/1108178/index.html | wayback=20100202030257 | text=Murmeltiere – so süüüüß! Und lecker.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;3sat&amp;quot;&amp;gt;[https://www.3sat.de/page/?source=/sfdrs/177738/index.html &amp;#039;&amp;#039;Murmeltiere: Zwerge mit Pfiff&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;3sat.de&amp;#039;&amp;#039; abgerufen am 23. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;tagesanzeiger.ch&amp;quot;&amp;gt;[http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/natur/So-viele-Munggen-wie-seit-1954-nicht-mehr-geschossen/story/25459580 &amp;#039;&amp;#039;So viele Munggen wie seit 1954 nicht mehr geschossen&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Tages-Anzeiger&amp;#039;&amp;#039; vom 31. Oktober 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=[[Richard W. Thorington]] Jr., [[John L. Koprowski]], Michael A. Steele | Titel=Squirrels of the World. | Verlag=Johns Hopkins University Press | Ort=Baltimore MD | Datum=2012 | ISBN=978-1-4214-0469-1 | Seiten= 271–289}}&lt;br /&gt;
* [[Dmitri Iwanowitsch Bibikow]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Murmeltiere der Welt. Marmota.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Die Neue Brehm-Bücherei.&amp;#039;&amp;#039; Band 388). 2., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Westarp-Wissenschaften u. a., Magdeburg u. a. 1996, ISBN 3-89432-426-0.&lt;br /&gt;
* Hanns-Peter Mederer: &amp;#039;&amp;#039;Wozu das Murmeltier Heu braucht. Wissen und Glaubenszeugnisse über einen Allgäuer Höhlenbewohner.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Das schöne Allgäu.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 3, 1992, S.&amp;amp;nbsp;29–32.&lt;br /&gt;
* Monika Preleuthner, Gerhard Aubrecht (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Murmeltiere&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kataloge des Oberösterreichischen Landesmuseums.&amp;#039;&amp;#039; NF Nr. 146 = &amp;#039;&amp;#039;Stapfia.&amp;#039;&amp;#039; Band 63). Biologiezentrum, Linz 1999, ISBN 3-85474-044-1 ({{ZOBODAT |pfad=publikation_volumes.php?id=64 |titel=Murmeltiere}}, mit einer Liste von 17 PDF-Dateien zum Ausstellungskatalog).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Marmota|Murmeltiere (&amp;#039;&amp;#039;Marmota&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
{{Wikispecies|Marmota|Murmeltiere}}&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20191222214340/http://www.natur-lexikon.com/Texte/MZ/001/00069-Murmeltier/MZ00069-Murmeltier.html Murmeltier] im Natur-Lexikon&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=nU3AbE3QB6U Murmeltiere am Hochkönig/Salzburg] Video auf YouTube&lt;br /&gt;
* Anja Mösing: [https://www.br.de/mediathek/podcast/radiowissen/das-murmeltier-mit-pfiff-und-dickem-pelz/32430 &amp;#039;&amp;#039;Das Murmeltier - Mit Pfiff und dickem Pelz&amp;#039;&amp;#039;] [[Bayern 2]] [[Radiowissen]]. Ausstrahlung am 5. Februar 2021 (Podcast)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4075102-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Murmeltiere| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
	</entry>
</feed>