<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Murder_music</id>
	<title>Murder music - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Murder_music"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Murder_music&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-27T00:14:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Murder_music&amp;diff=1364209&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Pastelfa: WP:Q + Defekten nicht archivierbaren Link entfernt.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Murder_music&amp;diff=1364209&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-07-18T20:42:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WP:Q + Defekten nicht archivierbaren Link entfernt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Murder music&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; („&amp;#039;&amp;#039;Mordmusik&amp;#039;&amp;#039;“, in Deutschland auch gebräuchlich „&amp;#039;&amp;#039;Hassmusik&amp;#039;&amp;#039;“) ist ein von dem britischen Aktivisten [[Peter Tatchell]] Mitte der 1990er Jahre geprägter Begriff, um bestimmte [[Homophobie|homophobe]] Werke vor allem [[Jamaika|jamaikanischer]] Musiker, in erster Linie aus dem [[Dancehall]]- und [[Reggae]]bereich, die zu Gewalt und Mord gegen Schwule aufriefen, zu bezeichnen. Gegenüber [[Rechtsrock]] bzw. [[Rock against Communism|R.A.C.]] haben diese Musikrichtungen wegen der sonst vorherrschenden Themen ein relativ breites, auch politisch links und liberal ausgerichtetes Publikum und die betreffenden Künstler konnten problemlos auftreten. Die verwendeten Slangausdrücke für Homosexuelle waren vielen Menschen außerhalb Jamaikas nicht bekannt, ebenso wenig wie die stark [[Homosexualität in Jamaika|homophobe Kultur in Jamaika]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Künstler und Reaktionen ==&lt;br /&gt;
Die britische Organisation [[OutRage!|Outrage]], der [[LSVD]] und  [[Human Rights Watch]] beschuldigten [[Beenie Man]], [[Elephant Man]], [[Sizzla]], [[Bounty Killer]], [[Vybz Kartel]], [[Capleton]], [[T.O.K.]], [[Buju Banton]] und andere, Homophobie zu fördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der Kampagne gegen murder music bzw. Hassmusik wurden u.&amp;amp;nbsp;a. Künstler wie [[Eminem]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.petertatchell.net/popmusic/iseminemqueer.htm |text=PeterTatchell.net Is Eminem Queer |wayback=20080619023238 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; in Deutschland Rapper wie [[Bushido (Rapper)|Bushido]] kritisiert. Die Staatsanwaltschaft Berlin erhob 2007 Anklage gegen „Boss A“ und den ehemaligen [[Aggro Berlin|Aggro-Berlin]]-Rapper [[G-Hot]] wegen der Herstellung und Veröffentlichung des homophoben und volksverhetzenden Songs „Keine Toleranz“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.volkerbeck.de/cms/index.php?option=com_content&amp;amp;task=view&amp;amp;id=1228&amp;amp;Itemid=144 |text=Anklageschrift gegen Aggro-Rapper G-Hot und „Boss A“ gefertigt |wayback=20081023130725}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Label von G-Hot, dessen Vertrag dort 2006 auslief, beendete daraufhin jede Zusammenarbeit und schloss auch zukünftige gemeinsame Projekte aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://zuender.zeit.de/kavka_dir/2007/kavka-29-hiphop Markus Kavka – Schwanz ab]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig behaupten die Künstler als Rechtfertigung, diese Texte seien nicht wörtlich zu verstehen und kein Aufruf, Menschen oder Dinge zu verbrennen. So erklärte beispielsweise der Reggaesänger Capleton, mit „Feuer“ sei kein reales Feuer gemeint, sondern ein spirituelles Feuer, das die Seele reinigt; ein Konzept, das auch in biblischen Texten vorkomme.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.jahworks.org/music/features/fire_burn2.html |text=Archivierte Kopie |wayback=20090627233325}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bounty Killer und Sizzla wurden 2008 auf Initiative des LSVD und von [[Volker Beck]] vom Bundesinnenministerium im [[Schengener Informationssystem]] zur Abweisung an den Grenzen ausgeschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/der-schwule-reggae/ Reichert: Warum nicht Schwulenhasser am Flughafen abfangen und zurückschicken?] (taz vom 29. August 2008)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ende August 2008 wurden einige jamaikanische CDs von &amp;#039;&amp;#039;Elephant Man&amp;#039;&amp;#039; wegen Jugendgefährdung in Deutschland indiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.lsvd.de/332+M56d2cb2cf44.0.html |text=LSVD:LSVD begrüßt Indizierung von Hass-Musik aus Jamaika |wayback=20081008051532 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reggae Compassionate Act ==&lt;br /&gt;
Mehrere Reggae-Stars, darunter Beenie Man, Sizzla und Capleton, unterzeichneten 2007 in London den sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Reggae Compassionate Act&amp;#039;&amp;#039;, ein Abkommen mit den Initiatoren der Kampagne „Stop Murder Music“. Sie verpflichteten sich darin, in Zukunft schwulenfeindliche Texte in ihren Songs zu unterlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.laut.de/vorlaut/news/2007/06/14/15643/index.htm Stop Murder Music: Reggae-Stars gegen Schwulenhetze]&amp;lt;/ref&amp;gt; 2008 unterzeichnete Beenie Man nach Angaben des [[Kesselhaus in der Kulturbrauerei]] auch eine für Deutschland geltende Vereinbarung, den &amp;#039;&amp;#039;Reggae Compassionate Act II&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.irieites.de/forum/viewtopic.php?f=4&amp;amp;t=2574 |text=Archivierte Kopie |wayback=20140407060633}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der LSVD würdigte dies als „ersten Schritt in die richtige Richtung“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://lsvd.de/996.0.html |text=Archivierte Kopie |wayback=20091003211557}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stop Murder Music in der Schweiz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. März 2008 fand die &amp;#039;&amp;#039;Dancehall Unity Vol. III&amp;#039;&amp;#039; statt. Die Party wurde vom Kollektiv &amp;#039;&amp;#039;Culture Factory&amp;#039;&amp;#039; (CF), einer von drei im [[Kulturzentrum Reithalle]] Bern aktiven Reggae-Dancehall-Plattformen, organisiert. Als der [[MC (Hip-Hop)|MC]] des Zürcher [[Sound system|Soundsystems]] &amp;#039;&amp;#039;Dubversive Soundsystem&amp;#039;&amp;#039; lautstark einen [[Battyman-Tune]] mitsang, stellten ihn die CF-Organisatoren zur Rede und forderten schließlich das gesamte Soundsystem zum Verlassen der Veranstaltung auf. Von einer Minderheit der Gäste folgten daraufhin negative Kommentare, darunter homophobe. In der internen Diskussion der CF sowie mit Freunden kam man zu der Einsicht, dass dieser Themenbereich noch einiges an Aufklärungsarbeit erfordere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies war der Auslöser, im April 2008 &amp;#039;&amp;#039;Stop Murder Music Bern&amp;#039;&amp;#039; zu starten. Im Gegensatz zu manchen schwul-lesbischen [[Nichtregierungsorganisation|NGOs]] und Veranstaltern sehen sie im Boykott und in der Isolation der entsprechenden Künstler die bessere Strategie. Die Distanzierung von Homophobie und Aufrufen zu Gewalt gegen Schwule und Lesben durch Veranstalter, die solche Künstler bei entsprechenden Vertragsvereinbarungen trotzdem auftreten lassen, hinterlässt für sie ein ungutes Gefühl. Sie vergleichen die Logik mit einer temporären vertraglichen „[[Entnazifizierung]]“ von [[Rechtsrock]]-Bands für europaweite Konzerttourneen. Mit ihrem Projekt wollen sie erreichen, dass schwulen- und lesbenfeindliche Musiker es in Bern und der restlichen Schweiz schwer haben, Auftrittsmöglichkeiten zu finden, ebenso wie Soundsystems, die Battyman-Tunes auflegen oder sogar mitsingen. Dies soll erreicht werden, indem möglichst viele Veranstaltungsorte, Soundsystems, DJs und Interessierte ihr Manifest unterstützen und die Inhalte des Manifests samt allfälliger Sanktionen Teil ihrer Vertragsbedingungen werden lassen. Zusätzlich sollen Informationen über homophobe Tendenzen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Nina Jecker: [http://www.20min.ch/news/bern/story/11552836 Kampagne gegen Musik mit Homohasser-Message], 20 Minuten online, 27. April 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreibung aus der Hauptstadtregion verursachte eine Zunahme der Auftritte in der Nordostschweiz. Auch gilt das EU-Einreiseverbot für manche Künstler nicht für die Schweiz. Im Juli 2009 erfolgte nach dem gleichen Muster die Gründung von &amp;#039;&amp;#039;Stop Murder Music Zürich&amp;#039;&amp;#039; durch den schwulen [[Sozialdemokratische Partei der Schweiz|SP]]-Politiker Roland Munz zusammen mit drei heterosexuellen Freunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz Hanselmann: [http://www.20min.ch/news/zuerich/story/Keine-Buehne-mehr-fuer-Homo-Hetze-26627650 Keine Bühne mehr für Homo-Hetze], 20 Minuten online, 22. Juli 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.reitschule.ch/reitschule/stopmurdermusic/ Stop Murder Music Bern &amp;amp; Zürich], [http://www.egale.ca/index.asp?lang=E&amp;amp;item=1374 Stop Murder Music Canada]&lt;br /&gt;
* [http://www.soulrebels.org/dancehall/e_songs.htm Murder inna Dancehall – Songs &amp;amp; Lyrics] – Liste von 207 spezifischen und bekannten Liedern, teilweise mit kompletten Liedtext&lt;br /&gt;
* [http://www.petertatchell.net/popmusic/reggaecompassionatescan.htm Faksimiles des unterzeichneten &amp;#039;&amp;#039;Reggae Compassionate Act&amp;#039;&amp;#039; von Bennie Man, Sizzla, Capleton, Buju Banton], petertatchell.net&lt;br /&gt;
* Alexis Petridis: [https://www.theguardian.com/music/2004/dec/10/gayrights.popandrock Pride and prejudice], Guardian Unlimited, UK, 10. Dezember 2004&lt;br /&gt;
* Letztendlich gescheiterter Versuch: [http://www.ukgaynews.org.uk/Archive/07/June/1301.htm Historic Agreement to Stop Anti-Gay ‘Murder Music’ - Reggae stars renounce homophobia], ukgaynews.org.uk, 13. Juni 2007&lt;br /&gt;
* Klaus Jetz: [http://www.ila-web.de/artikel/278jamaicareggae.htm Tödliche Hetze im Dancehall-Reggae. Der Mord an Brian Williamson und die jamaikanischen Hatesongs], ILA 278 (Informationsstelle Lateinamerika)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://lsvd.de/fileadmin/pics/Dokumente/News/Respekt/respekt0802_hassmusik.pdf Hassmusik ist Volksverhetzung (respekt. März 2008)] (PDF-Datei; 64&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.gruene-bundestag.de/cms/archiv/dok/240/240008.homophobie_in_jamaika.html Grüne im Bundestag: Homophobie in Jamaika]&lt;br /&gt;
* [https://www.nzz.ch/article7G4T5-1.513460 Nur nicht als schwul gelten – Rap, Reggae und Homophobie – eine unausweichliche Kombination?], NZZ, 28. Juni 2001 – über das Buch &amp;#039;&amp;#039;The Greatest Taboo&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dancehall| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Jamaika)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heterosexismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Pastelfa</name></author>
	</entry>
</feed>