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	<title>Murat Kurnaz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T09:38:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Murat_Kurnaz&amp;diff=188437&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kornknox: Korrektur einer zwar stilistisch besseren, aber uneindeutigen und missverständlichen Wendung</title>
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		<updated>2025-11-11T07:07:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Korrektur einer zwar stilistisch besseren, aber uneindeutigen und missverständlichen Wendung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kurnaz odg.jpg|mini|Murat Kurnaz (2011)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Murat Kurnaz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. März]] [[1982]] in [[Bremen]]) ist ein in Deutschland geborener und aufgewachsener [[Türkeistämmige in Deutschland|türkischer Staatsbürger]], der von Januar 2002 bis August 2006 ohne Anklage im [[Gefangenenlager der Guantanamo Bay Naval Base]] festgehalten wurde. Er beschrieb dies in seiner [[Autobiografie]] &amp;#039;&amp;#039;Fünf Jahre meines Lebens,&amp;#039;&amp;#039; die 2013 [[5 Jahre Leben|verfilmt]] wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Ausbildung, Orientierung am Islam ===&lt;br /&gt;
Kurnaz machte in Bremen seinen Hauptschulabschluss und begann daraufhin eine Ausbildung zum [[Schiffbau]]er. Im Sommer 2001 heiratete Kurnaz in der Türkei. Die Ehe wurde während seiner Gefangenschaft geschieden, wovon er Meldungen zufolge erst auf seiner Heimreise nach Deutschland erfuhr.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bremen-ermittlungen-gegen-murat-kurnaz-eingestellt-a-442974.html &amp;#039;&amp;#039;Ermittlungen gegen Murat Kurnaz eingestellt.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Spiegel Online]],&amp;#039;&amp;#039; 17. Oktober 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 2001 begann er, sich zunehmend am Islam zu orientieren, ließ sich einen Bart wachsen und besuchte regelmäßig die [[Abu-Bakr-Moschee]] in Bremen-Mitte. Dort bekam er Kontakt zur sunnitisch-orthodoxen Organisation [[Tablighi Jamaat]].&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den Hintergründen insgesamt Joachim Peter: [https://www.welt.de/politik/article718317/Seltsame-Story-des-Beinahe-Staatsfeindes.html &amp;#039;&amp;#039;Fall Kurnaz: Seltsame Story des Beinahe-Staatsfeindes.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Welt]],&amp;#039;&amp;#039; 16. Februar 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Bundesverfassungsschutz sieht laut seines [[Verfassungsschutzbericht|Berichtes]] von 2006 die Gefahr gegeben, dass die Tablighi Jamaat aufgrund ihres strengen Islamverständnisses und der weltweiten Missionstätigkeit islamistische Radikalisierungsprozesse fördert. Demnach existieren belegte Einzelfälle, bei denen die Infrastruktur der Missionsbewegung von Mitgliedern terroristischer Vereinigungen zu Reisezwecken genutzt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Verfassungsschutzbericht 2006, Berlin 2007, {{ISSN|0177-0357}}, S. 256.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenige Wochen nach den [[Terroranschläge am 11. September 2001|Anschlägen vom 11. September 2001]], am 3. Oktober 2001, flog Kurnaz im Alter von 19 Jahren von Frankfurt nach [[Karatschi]] ([[Pakistan]]), um – so seine Aussage vor dem Untersuchungsausschuss – in den Moscheen der Tablighi Jamaat mehr über den Koran zu lernen, bis seine Frau im Dezember aus der Türkei nach Deutschland komme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhaftung und Internierung in Guantanamo Bay ===&lt;br /&gt;
In Pakistan wurde Kurnaz am 1.&amp;amp;nbsp;Dezember 2001 bei einer Routinekontrolle von der pakistanischen Polizei festgenommen, von dieser an das pakistanische Militär und schließlich gegen Kopfgeld von 3000 Dollar an die [[Streitkräfte der Vereinigten Staaten|US-Streitkräfte]] [[Krieg in Afghanistan seit 2001|in Afghanistan]] übergeben,&amp;lt;ref name=&amp;quot;beckmann&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Florian Klenk]]: [https://www.zeit.de/2006/35/Kurnaz &amp;#039;&amp;#039;Zurück aus Guantanamo.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeit Online]],&amp;#039;&amp;#039; 24. August 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt; die ihn zunächst auf einer US-[[Air Force Base]] im Kriegsgebiet bei [[Kandahar]] in einem provisorischen Gefangenenlager unter freiem Himmel festhielten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jungnaiv&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Camp x-ray detainees.jpg|mini|Gefangene bei ihrer Ankunft im [[Gefangenenlager der Guantanamo Bay Naval Base]] im Januar 2002]]&lt;br /&gt;
Kurnaz wurde als &amp;#039;&amp;#039;feindlicher Kämpfer&amp;#039;&amp;#039; eingestuft und im Januar 2002 aus [[Afghanistan]] zum Gefangenenlager Guantanamo auf [[Kuba]] verlegt. Er war einer der ersten Gefangenen in dem wenige Wochen zuvor eröffneten Lager.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel2011&amp;quot;&amp;gt;[[John Goetz]], [[Britta Sandberg]]: [http://www.spiegel.de/international/germany/an-innocent-in-the-terror-prison-the-guantanamo-file-on-germany-s-murat-kurnaz-a-759343.html &amp;#039;&amp;#039;The Guantanamo File on Germany’s Murat Kurnaz.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Spiegel Online]],&amp;#039;&amp;#039; 27. April 2011 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurnaz selbst gibt an, während seiner Inhaftierung in Afghanistan und Guantanamo wiederholt gefoltert worden zu sein, unter anderem durch Schläge, erzwungenen [[Schlafentzug]] und dem [[Waterboarding]] ähnliche Praktiken.&amp;lt;ref&amp;gt;Murat Kurnaz: [http://www.nytimes.com/2012/01/08/opinion/sunday/notes-from-a-guantanamo-survivor.html &amp;#039;&amp;#039;Notes From a Guantanamo Survivor.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[The New York Times]],&amp;#039;&amp;#039; 7. Januar 2012 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückkehr nach Deutschland ===&lt;br /&gt;
Nach der Entlassung aus fast fünf Jahren Internierung (1727 Tage&amp;lt;ref&amp;gt;Vom 1.&amp;amp;nbsp;Dezember 2001 bis zum 24.&amp;amp;nbsp;August 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;) traf er am 24. August 2006 wieder in Deutschland ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/deutschland/bremer-taliban-kurnaz-wieder-zu-hause-a-433502.html &amp;#039;&amp;#039;„Bremer Taliban“: Kurnaz wieder zu Hause.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Spiegel Online]],&amp;#039;&amp;#039; 25. August 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kurnaz erhob seitdem wiederholt in den Medien schwere Vorwürfe gegen die [[Bundesregierung (Deutschland)|deutsche Bundesregierung]]. So behauptete er, er sei Ende 2001 in Afghanistan von Angehörigen des [[Kommando Spezialkräfte]] der [[Bundeswehr]] misshandelt worden. Sein Anwalt warf der [[Gerhard Schröder|Regierung Schröder]] vor, sie habe eine frühere Freilassung Kurnaz im Jahre 2002 vereitelt. Kurnaz berichtete zudem von schweren physischen und psychischen Misshandlungen durch US-Soldaten in Afghanistan und auf Kuba.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit seiner Rückkehr nach Deutschland lebt Kurnaz in Bremen. Er ist zum zweiten Mal verheiratet und hat zwei Kinder.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Gehringer: [https://www.tagesspiegel.de/medien/murat-kurnaz-in-guantnamo-fuenf-jahre-qual/11334452.html &amp;#039;&amp;#039;Murat Kurnaz in Guantánamo: Fünf Jahre Qual.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Tagesspiegel]],&amp;#039;&amp;#039; 6. Februar 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; 2007 erschien seine autobiographische Schilderung &amp;#039;&amp;#039;Fünf Jahre meines Lebens. Ein Bericht aus Guantánamo,&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Damir Fras: [http://www.berliner-zeitung.de/archiv/murat-kurnaz-hat-ein-buch-ueber-seine-jahre-in-guantanamo-geschrieben--es-erzaehlt-in-einem-nuechternen-ton-von-der-erniedrigung-eines-menschen-bericht-aus-dem-kaefig,10810590,10471322.html &amp;#039;&amp;#039;Bericht aus dem Käfig.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]],&amp;#039;&amp;#039; 20. April 2007 (mit einigen Textauszügen aus &amp;#039;&amp;#039;Fünf Jahre meines Lebens&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt; die unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;[[5 Jahre Leben]]&amp;#039;&amp;#039; 2013 verfilmt wurde. Er setzte sich für die Freilassung des seit 2002 in Guantánamo inhaftierten Younous Chekkouri ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Murat Kurnaz: [https://www.sueddeutsche.de/1.1872546 &amp;#039;&amp;#039;Mein Freund in Guantánamo.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Süddeutsche Zeitung]],&amp;#039;&amp;#039; 27. Januar 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; 2013 gab Kurnaz an, die [[deutsche Staatsangehörigkeit]] beantragen zu wollen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.planet-interview.de/interviews/murat-kurnaz/35776/ |titel=Murat Kurnaz im Interview: &amp;quot;Ich weiß, dass meine Telefonate abgehört werden. Aber das stört mich nicht.&amp;quot; |werk=Planet Interview |datum=2013-05-24 |sprache=de-DE |abruf=2024-03-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurnaz ist bei Veranstaltungen von [[Amnesty International]] aufgetreten&amp;lt;ref&amp;gt;Eckhard Stengel: [https://www.badische-zeitung.de/deutschland-1/murat-kurnaz-steinmeier-hat-mir-viele-jahre-meines-lebens-gestohlen--126358082.html &amp;#039;&amp;#039;Murat Kurnaz: „Steinmeier hat mir viele Jahre meines Lebens gestohlen“.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Badische Zeitung]],&amp;#039;&amp;#039; 20. August 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; und arbeitet seit der [[Flüchtlingskrise in Deutschland 2015/2016]] als Trainer und Betreuer in [[Flüchtlingsunterkunft (Deutschland)|Flüchtlingsunterkünften]].&amp;lt;ref&amp;gt;Oliver Das Gupta: [https://www.sueddeutsche.de/1.3134147 &amp;#039;&amp;#039;Murat Kurnaz – für Flüchtlinge ist er ein Stück Deutschland.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Süddeutsche Zeitung]],&amp;#039;&amp;#039; 29. August 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Oktober 2016 nahm Kurnaz an einem World Meeting der rockerähnlichen Gruppierung [[Osmanen Germania Boxclub]] im hessischen Dietzenbach teil, lehnte dann das Angebot einer Mitarbeit ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.welt.de/politik/deutschland/article162600522/Tuerkische-Rocker-wollten-Ex-Guantanamo-Haeftling-anwerben.html |titel=Türkische Rocker wollten Ex-Guantánamo-Häftling anwerben |werk=TZ |hrsg= |datum=2017-03-06 |sprache=de |abruf=2017-06-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-rockergruppe-wollte-murat-kurnaz-anwerben-_arid,1563899.html |titel=Osmanen Germania: Rockergruppe wollte Murat Kurnaz anwerben |werk=TZ |hrsg= |datum=2017-03-08 |sprache=de |abruf=2017-06-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein und seine Teilorganisationen wurden im Juli 2018 in Deutschland verboten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2018/07/verbot-osmanen.html |titel=Wer den Rechtsstaat ablehnt, kann keine Nachsicht erwarten |werk=BMI |datum=2018-07-10 |abruf=2020-12-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Buch ist in über 12 Sprachen übersetzt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web | url=https://www.worldcat.org/search?q=murat%20kurnaz%20fu%CC%88nf%20jahre%20meines%20lebens&amp;amp;dblist=638 | title=&amp;#039;murat kurnaz fünf jahre meines lebens&amp;#039; | publisher=worldcat.org | accessdate=2019-12-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Vorträgen und Artikeln spricht er sich für Integration und den Glauben an die Menschen aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Murat Kurnaz |url=https://www.zeit.de/2017/42/integration-guantanamo-sozialarbeit-fluechtlinge |titel=Ihr habt alle Chancen! |werk=Zeit Online |hrsg=[[Die Zeit]] |datum=2017-10-11 |sprache=de |abruf=2019-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Fall Murat Kurnaz ==&lt;br /&gt;
=== Gründe für die Gefangennahme ===&lt;br /&gt;
Murat Kurnaz befand sich im direkten Umfeld von Selçuk Bilgin, dem seine Eltern vorwarfen, in [[Krieg in Afghanistan seit 2001|Afghanistan]] gegen die Vereinigten Staaten kämpfen zu wollen. Zudem wurde Bilgin vom Pentagon der Planung eines Selbstmordattentates beschuldigt. Nach Unterlagen des Pentagons war die Zusammenarbeit mit Bilgin der Hauptgrund für die Gefangennahme Kurnaz’. Diese Anschuldigungen haben sich als unwahr herausgestellt, Bilgin lebt mit seiner Familie in Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.csmonitor.com/World/Europe/2008/0522/p01s06-woeu.html?nav=topic-tag_topic_page-storyList |titel=Guantánamo ex-detainee tells Congress of abuse |hrsg= |datum= |sprache=en |abruf=2020-12-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurnaz wurde als [[ungesetzlicher Kombattant]] eingeordnet. Dieser Begriff wurde von [[George W. Bush]] im sogenannten [[Krieg gegen den Terror]] verwendet und dient als Rechtfertigung, den Inhaftierten ihre Rechte im Ermittlungsverfahren zu versagen. So durften die Gefangenen zum Beispiel keinen [[Rechtsanwalt]] mit ihrer Verteidigung beauftragen, sich mit keinem Anwalt allein unterhalten und ihre Angehörigen nicht sehen. Wann ihr Prozess vor einem US-[[Militärgericht]] sein würde, war ungewiss.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Fünf Jahre Guantánamo: Eine Chronologie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Amnesty international]],&amp;#039;&amp;#039; Januar 2007 {{Webarchiv |url=http://www.amnesty.de/download/guantanamo_chrono.pdf |text=(PDF). |wayback=20071007220715}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Anwalt [[Bernhard Docke]] klagte zusammen mit den Anwälten anderer freigelassener Guantánamo-Häftlinge dagegen vor einem [[Bundesgerichte der Vereinigten Staaten|US-Bundesgericht]]. Die zuständige Richterin Joyce Hens Green stellte am 31.&amp;amp;nbsp;Januar 2005 fest, dass Kurnaz’ Einstufung als ungesetzlicher Kombattant unbegründet und somit seine Inhaftierung rechtswidrig gewesen sei. Die Richterin, die Zugang zu Kurnaz’ gesamter Gefangenenakte inklusive der Geheimhaltung unterliegender Informationen hatte, stellte fest, es gebe keine Beweise, dass Kurnaz Verbindungen zu [[al-Qaida]] gehabt oder eine besondere Bedrohung der USA dargestellt habe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel2011&amp;quot; /&amp;gt; Am 9.&amp;amp;nbsp;Februar 2011 legte die [[Bundesregierung (Vereinigte Staaten)|US-Regierung]] [[Berufung (Recht)|Berufung]] gegen dieses Urteil ein. &amp;lt;!--- wie ging es aus ? ----&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof]] verwies im Frühjahr 2002 das Verfahren gegen Kurnaz wegen des Verdachts auf Bildung einer [[Kriminelle Vereinigung|kriminellen Vereinigung]] zurück an die Staatsanwaltschaft Bremen. Der Generalbundesanwalt erklärte sich für nicht zuständig, da er nach Prüfung der Ermittlungsakten zu dem Schluss kam, dass kein ausreichender Anfangsverdacht für die [[Bildung einer kriminellen Vereinigung]] vorlag. Der Bremer Staatsanwalt &amp;lt;!---Uwe Picard---&amp;gt;stellte 2002 das Ermittlungsverfahren gegen die zwei weiteren Verdächtigen (Selcuk B. und Ali M.) mangels hinreichenden Tatverdachts ein. Gegen Kurnaz und den Beschuldigten Sofyen B.-A. wurde das Verfahren zunächst vorläufig eingestellt, weil diese sich nicht persönlich äußern konnten. Am 17.&amp;amp;nbsp;Oktober 2006 teilte die [[Staatsanwaltschaft]] Bremen mit, dass nun auch das Verfahren gegen Kurnaz eingestellt sei. &amp;lt;!--- Belege ? -----&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Rolle der deutschen und türkischen Regierung ===&lt;br /&gt;
Seit Januar 2002 war die [[Kabinett Schröder I|deutsche Regierung]] über die Gefangennahme des türkischen Staatsbürgers Kurnaz informiert und arbeitete eng mit den amerikanischen Sicherheitsdiensten zusammen. Schon im Januar 2002 wurde ihr die Möglichkeit zum Verhör angeboten. Versuche des [[Auswärtiges Amt|Auswärtigen Amts]], Kurnaz konsularisch zu betreuen, wurden von amerikanischer Seite mit dem Verweis auf dessen [[türkische Staatsbürgerschaft]] abgelehnt. Nach Art. 5 lit. a und des [[Wiener Übereinkommen über konsularische Beziehungen|Wiener Übereinkommens über konsularische Beziehungen]] ist es Aufgabe der jeweiligen Heimatstaaten, die Interessen ihrer Bürger im Ausland zu schützen und ihnen Hilfe und Beistand zu leisten. Da insoweit die Türkei berufen war, begegnet die Ablehnung der deutschen Konsulartätigkeit keinen staatsrechtlichen Bedenken. Die damalige türkische Regierung intervenierte nicht zu Gunsten Kurnaz’.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsche Ermittlungserkenntnisse wurden informell an die Amerikaner für die US-Verhöre in Guantánamo übermittelt. Schließlich flogen im September 2002 zwei Mitarbeiter des [[Bundesnachrichtendienst]]es (BND) und ein Mitarbeiter des [[Bundesamt für Verfassungsschutz|Bundesamtes für Verfassungsschutz]] (BfV) zusammen mit einem [[CIA]]-Mitarbeiter zum Verhör nach Guantánamo. Der Mitarbeiter des BfV war zuvor in Bremen auf das Verhör vorbereitet worden, darüber hinaus gab es Fragelisten von BKA und LKA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auffassung der deutschen vernehmenden Beamten war Kurnaz nie terroristisch tätig, sondern nur zur falschen Zeit am falschen Ort. Da die US-Stellen diese Auffassung teilten, sollen die Vereinigten Staaten kurz darauf Kurnaz’ Rückkehr nach Deutschland angeboten haben. Die deutschen Behörden hätten jedoch eine Abschiebung in die Türkei, nicht aber nach Deutschland befürwortet. Daraufhin hätten die Vereinigten Staaten ihr Angebot zurückgezogen, obwohl der damalige [[Außenminister]] [[Joschka Fischer]] persönlich im [[Außenministerium der Vereinigten Staaten|US-Außenministerium]] für seine Freilassung intervenierte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Florian Klenk]]: [https://www.zeit.de/2006/18/Kurnaz &amp;#039;&amp;#039;Freilassung verhindert.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]],&amp;#039;&amp;#039; 27. April 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut Aussage des damaligen US-Sonderbotschafters und Guantánamo-Beauftragten [[Pierre-Richard Prosper]] war Kurnaz seit 2002 zur Freilassung vorgesehen, was der deutschen Bundesregierung auch bekannt war oder hätte sein müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der damalige Innensenator Bremens, [[Thomas Röwekamp]], kündigte 2004 an, dass Kurnaz nach seiner Freilassung nicht wieder nach Deutschland einreisen dürfe, da seine unbefristete [[Aufenthaltserlaubnis (Deutschland)|Aufenthaltserlaubnis]] wegen eines mehr als sechsmonatigen Auslandsaufenthalts erloschen sei. Kurnaz habe versäumt, die in solchen Fällen vorgeschriebene Verlängerung der Wiedereinreisefrist zu beantragen. Zu diesem Schluss kam ursprünglich ein Dossier des damals zuständigen Referatsleiters im Bundesinnenministerium [[Hans-Georg Maaßen]], das Jahre später bei der politischen Aufarbeitung des Falles Kurnaz Hauptgegenstand des dafür eingerichteten Untersuchungsausschusses wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Veit Medick]]: [http://www.spiegel.de/politik/deutschland/kritik-an-kuenftigem-verfassungsschutzpraesident-maassen-a-845100.html &amp;#039;&amp;#039;Referatsleiter Gnadenlos.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Spiegel Online]],&amp;#039;&amp;#039; 18. Juli 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Verwaltungsgericht Bremen]] entschied im November 2005, dass die Aufenthaltserlaubnis weiterhin gültig sei, da Kurnaz keine Gelegenheit hatte, rechtzeitig die sonst erforderliche Genehmigung für eine längere Abwesenheit ohne Verlust des Aufenthaltsrechtes einzuholen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Urteil vom 30.11.2005, Aktenzeichen 4 K 1013/05&amp;#039;&amp;#039; ([https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VG%20Bremen&amp;amp;Datum=30.11.2005&amp;amp;Aktenzeichen=4%20K%201013/05 Informationen,] [http://www.asyl.net/rechtsprechungsdatenbank/suchergebnis/artikel/23878.html Urteil]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Untersuchungsausschüsse ===&lt;br /&gt;
Der Fall Kurnaz beschäftigte zwei [[Untersuchungsausschuss|Untersuchungsausschüsse]] des [[Deutscher Bundestag|Bundestages]]. Der [[Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages|Verteidigungsausschuss]] untersuchte, ob Angehörige des [[Kommando Spezialkräfte|Kommandos Spezialkräfte]] Kurnaz in Afghanistan misshandelt haben. Der sogenannte [[Bundesnachrichtendienst|BND]]-Untersuchungsausschuss prüfte, ob Kurnaz nicht bereits 2002 hätte freikommen können. Der erweiterte Auftrag bestimmte unter anderem die Untersuchung, „welche Bemühungen im Fall Murat Kurnaz von der Bundesregierung unternommen wurden, um Murat Kurnaz Hilfe zu leisten und seine Freilassung zu erreichen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Untersuchungsauftrag auf Bundestag.de, {{Webarchiv |url=http://www.bundestag.de/ausschuesse/ua/1_ua/auftrag_neu.pdf |text=PDF |wayback=20070221103547}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der CIA-Sonderausschuss des [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlaments]] stellte in seinem Abschlussbericht vom Januar 2007 fest, die deutsche Bundesregierung habe 2002 ein Angebot der Vereinigten Staaten, Kurnaz freizulassen, ausgeschlagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Abschlussbericht [https://www.europarl.europa.eu/comparl/tempcom/tdip/final_report_de.pdf (PDF; 599 kB)] des [https://www.europarl.europa.eu/comparl/tempcom/tdip/default_en.htm CIA-Sonderausschusses] des Europäischen Parlaments, Seite 17 Nr. 84.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies sei geschehen, obwohl die Nachrichtendienste beider Staaten von seiner Unschuld überzeugt waren. Mitverantwortung für die Entscheidung soll nach Presseberichten der damalige [[Bundeskanzleramt (Deutschland)|Chef des Bundeskanzleramtes]] und Beauftragte für die Nachrichtendienste [[Frank-Walter Steinmeier]] tragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Stützle: [http://www.dw.de/fall-kurnaz-was-wusste-frank-walter-steinmeier/a-2271554 &amp;#039;&amp;#039;Fall Kurnaz: Was wusste Frank-Walter Steinmeier?&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Welle]],&amp;#039;&amp;#039; 13. Dezember 2006; [http://www.dw.de/dw/article/0,,2323863,00.html &amp;#039;&amp;#039;Berlin lehnte Kurnaz-Freilassung ab.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Welle]],&amp;#039;&amp;#039; 24. Januar 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt; Steinmeier bestritt diese Vorwürfe 2007: Es habe kein offizielles belastbares Angebot der Vereinigten Staaten gegeben und es bestehe kein Zusammenhang zwischen der Entscheidung, Kurnaz wegen Terrorismusverdachts nicht in die Bundesrepublik einreisen zu lassen, und seiner langen Haft in Guantánamo. Er sagte im Januar 2007: „Ich würde mich heute nicht anders entscheiden“ und „Man muss sich ja nur vorstellen, was geschehen würde, wenn es zu einem Anschlag gekommen wäre, und nachher stellte sich heraus: Wir hätten ihn verhindern können“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fall-kurnaz-steinmeier-wuerde-wieder-so-entscheiden-a-462617.html &amp;#039;&amp;#039;Fall Kurnaz: Steinmeier würde wieder so entscheiden.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Spiegel Online]],&amp;#039;&amp;#039; 27. Januar 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. März 2007 kam es im BND-Untersuchungsausschuss zu einem [[Eklat]], weil wichtige [[Akte]]n zum Fall Kurnaz verschwunden waren. Dabei handelte es sich um jene Unterlagen des [[Landesamt für Verfassungsschutz Bremen|Bremer Verfassungsschutzes]], die nach Meinung des [[Bundesamt für Verfassungsschutz|Bundesamts für Verfassungsschutz]] und der damaligen Bundesregierung belegt hätten, dass Kurnaz dennoch ein Sicherheitsrisiko darstellte – im Gegensatz zur Einschätzung der BND-Mitarbeiter, die ihn in [[Guantánamo]] verhört hatten. Die weiteren Vernehmungen wurden verschoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Katharina Schuler: [https://www.zeit.de/online/2007/10/Kurnaz-Ausschuss/komplettansicht &amp;#039;&amp;#039;Eklat im Ausschuss.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039; 10/2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verteidigungsausschuss kam nach Abschluss seiner Untersuchung im Fall Kurnaz am 18. September 2008 zum Ergebnis, dass es für die Misshandlung durch Angehörige der Bundeswehr-Eliteeinheit keine Beweise gebe. Die Vorwürfe könnten aber mangels Beweisen auch nicht zurückgewiesen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.bundestag.de/aktuell/archiv/2008/22270738_kw38_verteidigung/index.html |titel=Untersuchungen im Fall Kurnaz beendet |werk=Deutscher Bundestag |datum=2008-09-19 |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20080921102934/http://www.bundestag.de/aktuell/archiv/2008/22270738_kw38_verteidigung/index.html |archiv-datum=2008-09-21 |abruf=2009-02-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der BND-Ausschuss stellte in seinem Abschlussbericht vom 18. Juni 2009 fest, im Fall Kurnaz habe kein Fehlverhalten deutscher Behörden vorgelegen.&amp;lt;ref&amp;gt;Abschlussbericht des Bundestags-Untersuchungsausschusses vom 18. Juni 2009, Bundestags-Drucksache 16/13400, S. 361 bis 376 [https://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/134/1613400.pdf#page=427 (PDF; 13&amp;amp;nbsp;MB).]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Juli 2009 urteilte das [[Bundesverfassungsgericht]], dass die Beschränkung des Untersuchungsausschusses mit begrenzter Akteneinsicht und Aussagegenehmigungen gegen das Grundgesetz verstieß.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/urteil-des-bundesverfassungsgerichts-regierung-verstiess-im-bnd-fall-gegen-grundgesetz-a-637737.html &amp;#039;&amp;#039;Urteil des Bundesverfassungsgerichts: Regierung verstieß im BND-Fall gegen Grundgesetz.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Spiegel Online]],&amp;#039;&amp;#039; 23. Juli 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
[[Navid Kermani]] äußerte 2007, die deutschen Behörden hätten im Fall Kurnaz rassistisch gehandelt, Kurnaz’ Aussehen nach der Haft – „dieser unglaubliche Bart, länger und krauser als der Bart von … [[Osama bin Laden|Bin Laden]]“ – erschwere Sympathie in der deutschen Öffentlichkeit für ihn. Gerade in einem solchen Fall müsse jedoch der [[Rechtsstaat]] die Gleichbehandlung zum Wohle aller Einwohner und zu seinem eigenen Schutz sicherstellen: „Wir sind Murat Kurnaz.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Navid Kermani]]: [http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&amp;amp;dig=2007/03/29/a0125&amp;amp;type=98 &amp;#039;&amp;#039;„Wir sind Murat Kurnaz“.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Tageszeitung]],&amp;#039;&amp;#039; 29. März 2007. Der Text ist ein Kapitel seines 2009 erschienenen Buches „Wer ist wir“, [[Andreas Fahrmeir]]: [http://www.sehepunkte.de/2009/07/15453.html &amp;#039;&amp;#039;Rezension von: Navid Kermani: Wer ist wir? Deutschland und seine Muslime, München: C.H.Beck 2009.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Sehepunkte]].&amp;#039;&amp;#039; Jg. 9, 2009, Nr. 7/8, 15. Juli 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurnaz’ Geschichte wurde von [[John le Carré]] in seinem Spionagethriller &amp;#039;&amp;#039;[[Marionetten (Roman)|Marionetten]]&amp;#039;&amp;#039; verarbeitet. [[Arte]] zeigte eine Dokumentation zum Fall Kurnaz. Seine Autobiographie &amp;#039;&amp;#039;Fünf Jahre meines Lebens,&amp;#039;&amp;#039; die in Übersetzungen auch in der Türkei, in Frankreich und den Vereinigten Staaten erschien,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Nicolas Richter]]: [https://www.sueddeutsche.de/1.326602 &amp;#039;&amp;#039;Die Verwandlung des Murat Kurnaz.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Süddeutsche Zeitung]],&amp;#039;&amp;#039; 17. Mai 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde 2013 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;[[5 Jahre Leben]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Stefan Schaller]] verfilmt; Kurnaz wurde von [[Sascha Alexander Gersak]] dargestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hauke Friederichs: [https://www.zeit.de/kultur/film/2013-05/film-5-tage-leben-murat-kurnaz &amp;#039;&amp;#039;Film „5 Jahre Leben“: 1.725 Tage Guantánamo.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeit Online]],&amp;#039;&amp;#039; 24. Mai 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der 2022 erschienene Film &amp;#039;&amp;#039;[[Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush]]&amp;#039;&amp;#039; zeigt die Geschichte aus der Perspektive seiner Mutter Rabiye.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* mit [[Helmut Kuhn (Journalist)|Helmut Kuhn]]: &amp;#039;&amp;#039;Fünf Jahre meines Lebens. Ein Bericht aus Guantánamo.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt Berlin, Berlin 2007, ISBN 978-3-87134-589-0 ([[Autobiografie]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Uli Rauss, Oliver Schröm: [https://www.stern.de/investigativ/projekte/geheimdienste/murat-kurnaz-fuenf-jahre-meines-lebens-587452.html &amp;#039;&amp;#039;Murat Kurnaz: „Fünf Jahre meines Lebens“.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Stern (Zeitschrift)|Stern.de]],&amp;#039;&amp;#039; 20. April 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Hayatımın Beş Yılı. Guantanamo&amp;#039;dan bir anlatı. Anı.&amp;#039;&amp;#039; Merkez Kitaplar, Istanbul 2007, ISBN 978-9944-86-032-1 (türkische Übersetzung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Navid Kermani&amp;#039;&amp;#039;: Wer ist Wir? Deutschland und seine Muslime.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-57759-8, S. 71–81.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Murat Kurnaz}}&lt;br /&gt;
{{Wikinews|Kategorie:Murat Kurnaz|Murat Kurnaz}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|132955113}}&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm2698486}}&lt;br /&gt;
* {{YouTube |id=A7Oz4aO6nvA |titel=Murat Kurnaz über Folter &amp;amp; Guantanamo}}, Interview – [[Jung &amp;amp; Naiv – Politik für Desinteressierte]] Episode 216 (43 Minuten), 13. Dezember 2014.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;beckmann&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor=[[Reinhold Beckmann]]&lt;br /&gt;
 |url=https://www.youtube.com/watch?v=QzhyT2A-sDk&amp;amp;t=258s&lt;br /&gt;
 |titel=Murat Kurnaz – Njemac zatvorenik Gvantanama 5 godina&amp;lt;!--Einzig auffindbares Video dieser Beckmann-Folge!--&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |titelerg=({{bsS}} für „Deutscher Gefangener Guantanamo 5 Jahre“.) Bosnisch untertiteltes Video der [[Beckmann (Fernsehsendung)|Beckmann]]-Folge kurz nach der Kurnaz&amp;#039; Freilassung&lt;br /&gt;
 |datum=2006&lt;br /&gt;
 |abruf=2017-10-09&lt;br /&gt;
 |kommentar=Datum 1.&amp;amp;nbsp;Dezember im Vorspann bei 4:18; Kopfgeldhöhe 3000&amp;amp;nbsp;$ ab etwa 14:40 Minuten}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;jungnaiv&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor=[[Tilo Jung]]&lt;br /&gt;
 |url=https://www.youtube.com/watch?v=A7Oz4aO6nvA&lt;br /&gt;
 |titel=Murat Kurnaz über Folter &amp;amp; Guantanamo&lt;br /&gt;
 |titelerg=[[Jung &amp;amp; Naiv]]: Folge 216 (Interview)&lt;br /&gt;
 |datum=2014-12-14&lt;br /&gt;
 |abruf=2017-10-09}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=132955113|LCCN=n2007040657|VIAF=17541408}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kurnaz, Murat}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bremen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Türke]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1982]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entführungsopfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Folteropfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gefangenenlager der Guantanamo Bay Naval Base]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kurnaz, Murat&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=türkischer Staatsbürger; in Guantánamo-Bucht auf Kuba inhaftiert (2002–2006)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. März 1982&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bremen]], Deutschland&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kornknox</name></author>
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