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	<title>Murad Wilfried Hofmann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Murad Wilfried Hofmann.JPG|mini|Murad Wilfried Hofmann (2008)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Murad Wilfried Hofmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ursprünglich &amp;#039;&amp;#039;Wilfried Hofmann&amp;#039;&amp;#039; (* [[6. Juli]] [[1931]] in [[Aschaffenburg]]; † [[12. Januar]] [[2020]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.islamiq.de/2020/01/13/murad-wilfried-hofmann-ist-verstorben/ Murad Wilfried Hofmann ist verstorben]&amp;#039;&amp;#039;, islamiq.de, erschienen und abgerufen am 13. Januar 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Bonn]]), war ein deutscher [[Jurist]] und [[Diplomat]]. Der 1980 zum [[Islam]] [[Konversion (Religion)|konvertierte]] Hofmann war u. a. der Autor von Sachbüchern zum Thema Islam und Bearbeiter einer [[Koranübersetzung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werdegang und Laufbahn ==&lt;br /&gt;
Wilfried Hofmann stammte aus einer [[Römisch-Katholische Kirche|katholischen]] Familie. Er war ein Großneffe [[Hugo Ball]]s, eines Mitbegründers des [[Dadaismus]]. Nach seinem Abitur als Klassenbester in [[Aschaffenburg]] begann er 1950 sein Studium als HELP-Stipendiat &amp;#039;&amp;#039;(Higher Education for Lasting Peace)&amp;#039;&amp;#039; und Gast der [[Psi Upsilon Fraternity]] am Union College in [[Schenectady]] ([[New York (Bundesstaat)|US-Bundesstaat New York]]) mit Schwerpunkt [[Soziologie]], [[Arbeitsrecht]] und angloamerikanische Literatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend studierte er Jura in [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]]. Er schloss dieses Studium am 27. Februar 1955 mit dem 1. juristischen [[Staatsexamen]] und am 27. Februar 1957 mit dem Doktorexamen zum Thema &amp;#039;&amp;#039;Der Schutz der Gerichte vor Beeinflussung und Verunglimpfung durch die Presse nach deutschem und amerikanischem Recht (Contempt of Court by Publications)&amp;#039;&amp;#039; bei [[Rudolf Pohle (Jurist)|Rudolf Pohle]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner Zeit als [[Rechtsreferendariat|Rechtsreferendar]] in [[München]] von 1955 bis 1959 arbeitete Hofmann auch als Assistent für [[Zivilprozessrecht (Deutschland)|Zivilprozessrecht]] an der Universität München (Prof. [[Leo Rosenberg]]; Prof. Pohle) sowie bei deutschen und amerikanischen Anwaltsfirmen (Dres. Winkelmann; Dres. Oehl &amp;amp; Nörr; Milton M. Crook). Das 2. juristische Staatsexamen legte er am 27. April 1959 in München ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1960 bis 1961 studierte er Amerikanisches Recht an der [[Harvard University|Harvard Law School]] in [[Cambridge (Massachusetts)|Cambridge]], [[Massachusetts]], mit Schwerpunkt [[Vertrag]]srecht, Zivilprozessrecht und [[Vergleichende Rechtswissenschaft|Rechtsvergleichung]]. Gleichzeitig war er dort als Forschungsassistent für den [[Oberster Gerichtshof der Vereinigten Staaten|Supreme Court]] tätig zum Thema: „Welche Ursachen führten zu Reformen des Zivilprozeßrechts in den deutschen Staaten von 1750–1830?“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1961 trat er in den Dienst des [[Auswärtiges Amt|Auswärtigen Amts]] ein und war bis 1994 im diplomatischen Dienst tätig, zunächst am deutschen [[Generalkonsulat]] in [[Algier]], wo er den [[Algerienkrieg]] unmittelbar miterlebte. Von 1970 bis 1972 gehörte er unter Botschafter [[Dirk Oncken]] dem Planungsstab des Auswärtigen Amtes an. Von 1973 bis 1976 war er stellvertretender Leiter der deutschen Delegation bei den [[MBFR]]-Verhandlungen zwischen [[NATO]] und [[Warschauer Pakt]] in [[Wien]]. Von 1979 bis 1983 leitete er das Referat „NATO und Verteidigung“ im Auswärtigen Amt in [[Bonn]]. Von 1983 bis 1987 arbeitete er als Informationsdirektor der NATO in [[Brüssel]]. Von 1987 bis 1990 war er deutscher Botschafter in Algier, [[Algerien]]. Anschließend bekleidete er bis 1994 dieselbe Funktion in [[Rabat]], [[Marokko]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1961 bis zu ihrem frühen Tod war Hofmann mit Elizabeth Ann Griffeth verheiratet; sein Sohn John Chaské Alexander Hofmann, geboren 1963, stammt von ihr. Von 1972 bis 2002 folgte seine Ehe mit der türkischen Harfenistin und Schönheitskönigin Bülben Uz. Seit 2003 lebte er in Bonn mit der ehemaligen bulgarischen Ballettmeisterin [[Iskra Zankova]] zusammen. Murad Wilfried Hofmann starb im Januar 2020 nach längerer schwerer Krankheit im Alter von 88 Jahren in Bonn.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://islam.de/31904 Ein großer Verlust für uns alle]&amp;#039;&amp;#039;, Nachruf auf islam.de, erschienen und abgerufen am 13. Januar 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1984 erhielt er das &amp;#039;&amp;#039;Bundesverdienstkreuz am Bande&amp;#039;&amp;#039; des [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland]]. 2009 erfolgte durch Scheich [[Muhammad bin Raschid Al Maktum]] die Auszeichnung zur „Islamischen Persönlichkeit des Jahres“ im Rahmen des [[Dubai International Holy Quran Award]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|hrsg=[[Zentralrat der Muslime in Deutschland]] e. V.|titel=„Islamic Personality of the year“: Hohe Auszeichnung aus Dubai für ZMD-Beiratsmitglied Murad Hofmann|url=http://www.zentralrat.de/13853.php |werk=zentralrat.de|datum=9. September 2009|zugriff=16. September 2009}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und 2010 wurde Hofmann durch den jordanischen König [[Abdullah II. bin al-Hussein]] in Amman mit der „Freiheitsmedaille 1. Klasse“ geehrt, der höchsten Auszeichnung unter den für Ausländer vorgesehenen Orden.&amp;lt;ref&amp;gt;Ecevit Polat &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv|url=https://antikezukunft.de/2019/11/21/murad-wilfried-hofmann-deutschlands-geschenk-an-den-islam/ |wayback=20200113162106 |text=„Murad Wilfried Hofmann – Deutschlands Geschenk an den Islam“ |archiv-bot=2022-03-28 12:14:49 InternetArchiveBot }}&amp;#039;&amp;#039; vom 21. November 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Islam ==&lt;br /&gt;
1980 konvertierte Hofmann in Bonn zum [[Sunniten|sunnitischen]] Islam. Er führte seit 1982 siebenmal die kleine Pilgerfahrt ([[Umra]]) und zweimal (1992 und 2003) die große Pilgerfahrt ([[Haddsch]]) nach [[Mekka]] durch. Seit 1994 hielt er häufig Vorträge in Westeuropa, den USA und der islamischen Welt. Er war Vollmitglied der [[Königliches Aal al-Bayt Institut für islamisches Denken|Ahl al-Bayt Foundation for Islamic Thought]] in [[Amman]] ([[Jordanien]]), Beirat und Ehrenmitglied des [[Zentralrat der Muslime in Deutschland|Zentralrats der Muslime in Deutschland]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;zentralratDe1211&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zentralrat.de/1211_print.php Wir müssen durch Parteieintritt – in alle wirklich demokratisch gesinnten Parteien – dazu beitragen, dass die Parteiprogramme islamkonformer werden]. Website des Zentralrats der Muslime in Deutschland, 30. August 2004&amp;lt;/ref&amp;gt; und Mitglied des [[Scharia]]-Rats der [[Islamisches Bankwesen|muslimischen]] [[Bosna Bank International]] in [[Sarajewo]]. Von 1994 bis 2008 hielt er in 31 Ländern rund 350 Vorträge über islamische Themen. 2008 wurde er von den Lesern der &amp;#039;&amp;#039;[[Islamische Zeitung|Islamischen Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Berlin]]) zum „wichtigsten Muslim in Deutschland“ gewählt. 2009 zeichnete ihn das Staatsoberhaupt des Emirats Dubai als „Islamische Persönlichkeit des Jahres“ aus. 2009, 2010, 2011, 2017 wurde er in der Liste der weltweit 500 wichtigsten muslimischen Persönlichkeiten des [[Prinz-al-Walid-bin-Talal-Zentrum für muslimisch-christliche Verständigung|Prinz-al-Walid-bin-Talal-Zentrums für muslimisch-christliche Verständigung]] der [[Georgetown University]] und des [[Königliches Aal al-Bayt Institut für islamisches Denken#Angeschlossene Organisationen und Projekte|Royal Islamic Strategic Studies Centre]] von Jordanien aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schriften zum Islam ===&lt;br /&gt;
Zu Themen des Islam schrieb Hofmann mehrere Bücher. Die meisten davon liegen auch auf [[Arabische Sprache|Arabisch]] und [[Englisch]] vor; einige auf [[Albanisch]], Arabisch, [[Bosnische Sprache|Bosnisch]], [[Französisch]], [[Malayalam]], [[Türkisch]] und [[Ungarische Sprache|Ungarisch]]. Seine Schriften veröffentlichte er unter den Namen &amp;#039;&amp;#039;Murad Wilfried Hofmann&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Murad W. Hofmann&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Murad Hofmann&amp;#039;&amp;#039;. Zur ersten Auflage seines 1992 erschienenen Buches &amp;#039;&amp;#039;Der Islam als Alternative&amp;#039;&amp;#039; schrieb [[Annemarie Schimmel]] das Vorwort. 1998 veröffentlichte er eine Neubearbeitung der [[Koranübersetzung]] von [[Max Henning]]. Außerdem war er als Literaturkritiker der in [[Markfield]] ([[Leicestershire]]) vierteljährlich erscheinenden [[Muslim World Book Review]], des [[Oxford Journal of Islamic Studies]] und der pakistanischen Vierteljahreszeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Islamic Studies&amp;#039;&amp;#039; tätig (rund 200 Kritiken). Daneben veröffentlichte er unregelmäßig Aufsätze und Artikel in der &amp;#039;&amp;#039;Islamischen Zeitung&amp;#039;&amp;#039; (Berlin), dem &amp;#039;&amp;#039;American Journal of Islamic Social Studies&amp;#039;&amp;#039; (Washington, D.C.), &amp;#039;&amp;#039;Encounters&amp;#039;&amp;#039; (Markfield, LE, UK) und in den &amp;#039;&amp;#039;Islamic Studies&amp;#039;&amp;#039; (Islamabad).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Positionen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Islam als Alternative zum westlichen Lebensstil ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend einem programmatischen Buchtitel verstand Hofmann den Islam als Alternative zu der von ihm als degeneriert empfundenen westlichen Lebenswelt. Er wandte sich gegen die „[[Säkularisierung|säkularistischen]] Ideologen“ des Westens, die für eine fatale moralische Degeneration verantwortlich seien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IGDPrivatsache&amp;quot;&amp;gt;Murad Wilfried Hofmann: {{Webarchiv|url=http://www.i-g-d.com/Religion%20als%20Privatsache.htm |wayback=20061020074643 |text=„Religion als Privatsache? Zur Rolle der Religion im Öffentlichen Raum.“}} Aufsatz auf der Website der [[Islamische Gemeinschaft in Deutschland|Islamischen Gemeinschaft in Deutschland]], 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für seine Sicht der westlichen Gesellschaft mag die folgende Aussage über die westliche Jugend aus dem Buch &amp;#039;&amp;#039;Der Islam als Alternative&amp;#039;&amp;#039; stehen: „Schauen wir sie nur an, diese Opfer einer scheinbar werteneutralen Industriegesellschaft. Sie haben alles – Autonomie, Lebenssicherung von der Wiege bis zur Bahre, Sex ohne Tabus, Drogen fast nach Belieben, viel freie Zeit und alle je erdachten Menschenrechte. Aber sie erfühlen eine existentielle Leere […].“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Islam als Alternative&amp;#039;&amp;#039;, München (2. Auflage) 1993, S. 23. [http://webdoc.sub.gwdg.de/univerlag/2007/golgatha.pdf Meik Gerhards, &amp;#039;&amp;#039;Golgatha und Europa&amp;#039;&amp;#039; oder: Warum das Evangelium zu den bleibenden Grundlagen des Abendlandes gehört, Universitätsdrucke Göttingen, Göttingen 2007] (PDF-Datei; 1,1&amp;amp;nbsp;MB), S. 153, sieht in dieser Stelle eine &amp;#039;&amp;#039;Distanzierung von den in unserer Gesellschaft gültigen Grundwerten&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hofmanns Kritik der Säkularisierung als Degeneration drückt den Konflikt zwischen [[Gemeinschaft und Gesellschaft]] aus, der von [[Ferdinand Tönnies]] und [[Grenzen der Gemeinschaft|Helmuth Plessner]] beschrieben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mohammed als politisches Vorbild ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hofmann hat bei der Politik der deutschen „Alkohol-Nikotin-Schweinefleisch-Gesellschaft“ den fehlenden Mut zum Verbot des Alkoholgenusses beklagt. Demgegenüber nannte er [[Mohammed]]s Verhalten als politisches Vorbild: „Die politisch Verantwortlichen übersehen die Folgen des Alkohols für die Volksgesundheit und Volkswirtschaft (Arbeitsausfall; Ressourcen-Verschwendung; Unfälle) nicht. Doch sie haben nicht die Kraft und den Willen, das Unpopuläre, aber Richtige durchzusetzen. Als ob es seinerzeit für den Propheten in Medina opportuner und populärer gewesen wäre, den Muslimen diese Form des ‚[[Opium des Volkes|Opiums fürs Volk]]‘ zu nehmen. Als die Muslime damals ihre Palmweinvorräte auf die Gasse gossen, demonstrierten sie, daß auch Unpopuläres populär werden kann, sofern es an Führung nicht mangelt.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Tagebuch eines deutschen Muslims&amp;#039;&amp;#039;, München (3. Auflage) 1998, S. 81f. (Zitat: S. 82).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An anderer Stelle betrachtete er das politische, militärische und ökonomische Geschick Mohammeds sogar als eine Art Beweis für seine göttliche Sendung: „Wenn man zeitbedingte Wundergläubigkeit und nachträgliche politische Gewichtungen auch abstreicht, so bleibt doch eine staatsmännische Persönlichkeit von großem Willen, Charisma und taktischer Schläue.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Tagebuch eines deutschen Muslims&amp;#039;&amp;#039;, München (3. Auflage) 1998, S. 105.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ausdrücklich nennt er den „diplomatischen Coup“ des Waffenstillstands von (al-)Hudaybiya, „der in Wirklichkeit eine vorweggenommene Kapitulation der Mekkaner bedeutete“, und „die Stadtverfassung von al-Madina […], die Muhammad in Form eines Vertrages zwischen den Muslimen und der jüdischen Gemeinde diktierte“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tageb&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Tagebuch eines deutschen Muslims&amp;#039;&amp;#039;, München (3. Auflage) 1998&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazu ergänzt er: „Wenn man den kaufmännischen Erfolg des Propheten hinzu nimmt sowie die Weisheit seiner richterlichen Tätigkeit, dann wird geradezu rätselhaft, wie ein Analphabet im rückständigen Arabien ohne formale Schulung solche Qualitäten entwickelt haben sollte, ganz abgesehen von der sprachlichen Wucht seiner geoffenbarten Mitteilungen. Mit rechten Dingen kann dies nicht zugegangen sein. Muß also wohl mit göttlichen Dingen zugegangen sein.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tageb&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Auffassung vom Koran ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Hofmann ist islamischer Glaube, der nicht den Koran in seiner arabischen Ursprache für die wortwörtlich offenbarte Botschaft Gottes hält, unmöglich: „Satz für Satz, Wort für Wort Sein [=Gottes] herabgekommenes Wort, Seine unmittelbare, Sprache gewordene Mitteilung. […] Die Anerkennung des Korans als Gottes Wort ist für den Muslim konstitutiv. Wer dies nicht glaubt, ist kein Muslim.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Diko&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Koran&amp;#039;&amp;#039;, Diederichs kompakt, Kreuzlingen/München 2002, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von diesem traditionellen Koran-Verständnis aus sind für Hofmann „alle wahren Muslime notwendig Fundamentalisten“ im ursprünglichen Sinn des Wortes als Schriftgläubigkeit,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Diko&amp;quot; /&amp;gt; und er zeigt sich beeindruckt von traditionellen Koranschulen, in denen die Schüler nichts anderes als den Koran [[Auswendiglernen|auswendig lernen]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Koran&amp;#039;&amp;#039;, Diederichs kompakt, Kreuzlingen/München 2002, S. 105f. unter Bezug auf den Besuch einer im ganzen muslimischen Schwarzafrika renommierten Koranschule im südlichen Sudan: „Bei meinem Besuch durfte ich beliebige Schüler zum Vortrag beliebiger Teile des Korans auffordern. Jeder schnurrte den verlangten Text fehlerlos herunter.“ „Man geht dort davon aus, dass es im aufnahmebereiten jungen Alter das Wichtigste ist, zunächst den Koran-Text zu memorieren. Ihn verstehen zu lernen ist eine lebenslange, endlose Aufgabe.“&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach seiner Ansicht enthält der Koran keine Aussagen, die gesicherten naturwissenschaftlichen Erkenntnissen widersprechen. Ferner erklärt er, dass bereits Phänomene wie der Urknall, die Existenz mehrerer Galaxien und die Ausbreitung des Weltalls im Koran beschrieben würden.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Koran&amp;#039;&amp;#039;, Diederichs kompakt, Kreuzlingen/München 2002, S. 89 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rationalität und Überlegenheit des Islam ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem Vortrag &amp;#039;&amp;#039;Ein philosophischer Weg zum Islam&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;In mehrfacher Auflage als Publikation erschienen. Zur Entstehungsgeschichte vgl. &amp;#039;&amp;#039;Tagebuch eines deutschen Muslims.&amp;#039;&amp;#039; 6. erw. Auflage. Istanbul 2007, S. 60.&amp;lt;/ref&amp;gt; ging Hofmann von einer ausgesprochen kritischen Funktion der Philosophie aus, deren Aufgabe es sei, „ausschließlich nach Vorbild von [[Fritz Mauthner]] und [[Ludwig Wittgenstein]] – also noch radikaler als [[Immanuel Kant]] – Erkenntniskritik zu sein, also die Grenzen des Sagbaren aufzuzeigen“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ein philosophischer Weg zum Islam&amp;#039;&amp;#039;, Garching (3. Auflage) 1997, S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aber auch vor dem Hintergrund einer solch kritischen Philosophie sei die Existenz Gottes eine Denknotwendigkeit: „Diese Vorprägung unseres Denkens gebietet es uns, von der Existenz der Welt auf die Existenz eines Schöpfers von höherer Individualität (Intelligenz) als unserer eigenen zu schließen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ein philosophischer Weg zum Islam&amp;#039;&amp;#039;, Garching (3. Auflage) 1997, S. 7f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Aussagen, die sich über die Eigenschaften Gottes machen lassen, seien aber „je konkreter […], um so ungesicherter und potentiell unsinniger“,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ein philosophischer Weg zum Islam&amp;#039;&amp;#039;, Garching (3. Auflage) 1997, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; so dass sich schließlich ergibt, dass das „gewaltige, unvermenschlichte Gottesbild, dem Muhammad als Siegel der Propheten zum Durchbruch verhalf, das dem modernen, naturwissenschaftlich orientierten, emanzipierten Menschen gemäße ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ein philosophischer Weg zum Islam&amp;#039;&amp;#039;, Garching (3. Auflage) 1997, S. 2 (dort als Ziel dessen genannt, was er mit seinem Vortrag zeigen will).&amp;lt;/ref&amp;gt; Der islamische Gottesbegriff sei „modern geblieben, da er der abstrakteste ist“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ein philosophischer Weg zum Islam&amp;#039;&amp;#039;, Garching (3. Auflage) 1997, S. 14f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber dem [[Christentum]] mit seiner Auffassung von der [[Trinität]] Gottes und anderen [[Mysterium|Mysterien]] berief sich Hofmann auch an anderer Stelle auf die größere Rationalität und Einfachheit des Islam&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Tagebuch eines deutschen Muslims.&amp;#039;&amp;#039; 6. erw. Auflage. Istanbul 2007, S. 128f.&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie auf die größere Treue der islamischen Überlieferung zu ihrem Ursprung, durch die das Leben und Wirken Mohammeds vollständig im Licht der Geschichte stehe, während das Leben [[Jesus|Jesu]] schon früh von Legenden überwuchert sei.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Tagebuch eines deutschen Muslims.&amp;#039;&amp;#039; 6. erw. Auflage. Istanbul 2007, S. 50f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von dieser Grundlage leitete er ein berechtigtes Überlegenheitsbewusstsein des Muslims ab: „Der muslimische Gläubige mag bettelarm und Analphabet sein und vom Qur&amp;#039;an nur [[al-Fātiha]] und [[al-Ichlas]] kennen. Gleichwohl wird er sich jedem Nichtmuslim gegenüber wie ein König fühlen, als ein Wissender, haushoch allen überlegen, die ihm etwas von einem &amp;#039;Gottessohn&amp;#039;, einer &amp;#039;Muttergottes&amp;#039;, drei Personen Gottes, Erbsünde und Erlösung, Sakramenten und unfehlbarem Papst erzählen wollen. Der arme, des Lesens unkundige Muslim spricht: &amp;#039;Es gibt keinen Gott außer GOTT&amp;#039;. Und weiß, daß die Zeit der [[Dschahiliyya|Unwissenheit]] nicht hinter allen, aber hinter ihm liegt.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Tagebuch eines deutschen Muslims.&amp;#039;&amp;#039; 6. erw. Auflage. Istanbul 2007, S. 82.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verhältnis des Islam zu anderen Religionen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das islamische [[Dhimma|Minderheitenrecht]] bezeichnete Hofmann als „das liberalste Statut für Andersgläubige“, „das die Welt bis heute gesehen oder normiert hat“&amp;lt;ref name=&amp;quot;zentralratDe1211&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verhältnis zur Bestrafung für den Abfall vom Islam ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Ursprünglich wurden nur abtrünnige Ex-Muslime strafverfolgt, das aber zu Recht, wenn sie Hochverrat (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ar-ridda&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) begangen hatten, also den Islam im Sinne der 5. Sure (al-Ma&amp;#039;ida): 33 aktiv bekämpften, ihm durch Verweigerung der geschuldeten Steuern schadeten oder auf Erden Unheil stifteten. Die Bestrafung von Hochverrat, vor allem im Krieg möglicherweise mit dem Tod, ist weltweit Praxis und verstößt nicht &amp;#039;&amp;#039;eo ipso&amp;#039;&amp;#039; gegen die Menschenrechte“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Islam im 3. Jahrtausend. Eine Religion im Aufbruch.&amp;#039;&amp;#039; München 2000, S. 99 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der islamische Staat ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinen Büchern &amp;#039;&amp;#039;Islam&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Islam.&amp;#039;&amp;#039; München 2001, S. 69–77.&amp;lt;/ref&amp;gt; und &amp;#039;&amp;#039;Der Islam als Alternative&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Islam als Alternative&amp;#039;&amp;#039;, München 1992, S. 113–123.&amp;lt;/ref&amp;gt; beschrieb Hofmann Bausteine eines islamischen Staates. Das Oberhaupt dieses Staates nannte er &amp;#039;&amp;#039;amir&amp;#039;&amp;#039; oder Kalif. Dieser müsse Muslim sein. Der Islam sei Staatsreligion.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Islam als Alternative&amp;#039;&amp;#039;, München 1992, S. 115.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Regierung müsse sich entsprechend dem Prinzip der [[Schura (Islam)|Schura]] (Beratung) mit dem Volk abstimmen. Eine unbeschränkte Volkssouveränität herrsche nicht, da die islamische Regierung „Vollstrecker der [[Scharia]] im weitesten Sinne“ sei und „die Gesetzgebung mit der Scharia als oberste Verfassungsnorm übereinstimmen“ müsse.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Islam als Alternative&amp;#039;&amp;#039;, München 1992, S. 77.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ausgewählte Merkmale dieses Staatsentwurfes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Garantie des Rechts auf Eigentum&lt;br /&gt;
* Verbot von Zinsnehmen, Spekulation, Horten von Waren und Herstellung und Handel mit verbotenen Konsumgütern (z.&amp;amp;nbsp;B. Alkohol und Schweine)&lt;br /&gt;
* Gewährleistung des Schutzes „rassischer Minderheiten“. Der Koran lasse den Sklavenstatus nur für Kriegsgefangene zu und behandle [[Sklaverei]] als zu überwindende Institution.&lt;br /&gt;
* Religiöse Minderheiten, in erster Linie „Leute des Buches“ &amp;#039;&amp;#039;(ahl al-kitab)&amp;#039;&amp;#039; dürfen ihren Glauben weiterhin ausüben und ihre Angelegenheiten autonom regeln, „solange sie nicht Staatsbürger […] werden wollen“. Sie zahlen „lediglich eine Kopfsteuer ([[Dschizya]]) und sind von der Wehrpflicht befreit“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Islam als Alternative&amp;#039;&amp;#039;, München 1992, S. 73.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* „Hundehaltung innerhalb von Wohnungen wird im Gegensatz zum Halten reinlicher Katzen als unhygienisch abgelehnt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Zitat aus: &amp;#039;&amp;#039;Islam.&amp;#039;&amp;#039; München 2001, S. 75.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritik ===&lt;br /&gt;
Kritiker bezeichnen Hofmanns Beschreibung der moralischen Degeneration der westlichen Gesellschaft als stereotyp gefärbt und vermissen zudem eine kritische Sicht westlicher gesellschaftlicher Grundwerte, so etwa in der oben zitierten Schilderung der westlichen Jugend. Im Gegensatz zu Hofmann bezeichnet [[Adel Theodor Khoury]] den Rechtsstatus von Minderheiten im Islam als den von Bürgern zweiter Klasse: „Das klassische Rechtssystem des Islam geht dagegen von einer einheitlichen Gesellschaft aus, der Gesellschaft der Muslime, welche ihre Beziehungen zu den Minderheiten aufgrund von geschlossenen Verträgen regelt. Der Rechtsstatus von Minderheiten beruht hier auf einem Vertrag zwischen Eroberern und Unterworfenen, zwischen Siegern und Besiegten, einem Vertrag, der aus den Muslimen die eigentlichen Vollbürger des Landes und aus den anderen nur &amp;#039;Schutzbürger&amp;#039; macht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Adel Theodor Khoury, &amp;#039;&amp;#039;Toleranz und Religionsfreiheit im christlichen und islamischen Verständnis.&amp;#039;&amp;#039; In: Günter Baadte (u. a.) (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Religion, Recht und Politik&amp;#039;&amp;#039;, Graz (u. a.) 1997, S. 11–37 (Zitat S. 26).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In seinem Taschenbuch &amp;#039;&amp;#039;Islam&amp;#039;&amp;#039;, Diederichs kompakt, Kreuzlingen/München 2001, schreibt Hofmann auf S. 74: „Solange sie [=die Nichtmuslime] keine Staatsbürger – mit allen sich daraus ergebenden steuerlichen und wehrrechtlichen Pflichten – werden wollen, zahlen sie lediglich eine Kopfsteuer und sind damit von der Wehrpflicht befreit.“ Damit wird verschwiegen, dass Nichtmuslime in einem von ihm erträumten islamischen Staat nur dann Staatsbürger im vollen Sinn werden können, wenn sie zum Islam konvertieren. Hofmanns Bezeichnung des islamischen Minderheitenrechts kann laut seinen Kritikern also nicht [[Liberalismus|liberal]] im westlichen Sinne bedeuten. Der evangelische Theologe und Bibelwissenschaftler [[Meik Gerhards]] bezeichnet Hofmanns Würdigung des islamischen Minderheitenrechts sogar als einen „Hohn auf unsere liberale Gesellschaftsordnung“.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhards, &amp;#039;&amp;#039;Golgatha und Europa&amp;#039;&amp;#039;, S. 152.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Bericht des [[Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg|baden-württembergischen Verfassungsschutzes]] aus dem Jahre 2004 wird Hofmann zudem eine „ablehnende Haltung gegenüber der Rolle des Individuums im Westen“ vorgeworfen, „welche er als &amp;#039;Vergötterung&amp;#039; des Einzelnen empfindet und deren positive Aspekte wie persönliche Freiheit oder Persönlichkeitsrechte er völlig ausblendet“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.verfassungsschutz-bw.de/downloads/jabe/2004/jabe-auslaender-2004.pdf |wayback=20070929092845 |text=Verfassungsschutzbericht Baden-Württemberg 2004}}, S. 37.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker werfen Hofmann eine einseitige Haltung vor: Gegenüber dem Christentum beziehe er sich auf kritische Ergebnisse der [[Biblische Exegese|Bibelwissenschaften]], so etwa auf [[Gerd Lüdemann]], folgere daraus eine Krise der christlichen [[Christologie]] und hebe die Glaubwürdigkeit des [[Koran]] im Unterschied zur [[Bibel]] hervor. Zur Entstehung des Koran beschränke er sich hingegen auf ein unkritisches traditionell-islamisches Bild und vernachlässige dabei kritische Ergebnisse der [[islamwissenschaft]]lichen Forschung.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu Gerhards, &amp;#039;&amp;#039;Golgatha und Europa&amp;#039;&amp;#039;, S. 90ff.; 144ff. Hofmann weist kritische Ergebnisse der westlichen Islamwissenschaft in: &amp;#039;&amp;#039;Koran.&amp;#039;&amp;#039; Diederichs kompakt, S. 93–96 sehr pauschal als dem Islam nicht angemessen ab.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tanz und Ballettkritik ==&lt;br /&gt;
Als Gymnasiast war Hofmann Demonstrationstänzer einer Tanzschule; als Student gab er Tanzunterricht in München. Am [[Hochschule der Künste Bern|Konservatorium Bern]] erhielt er Unterricht am Jazz-Schlagzeug. Von 1954 bis 1979 war er als internationaler Ballettkritiker für die Monatszeitschriften &amp;#039;&amp;#039;Das Tanzarchiv&amp;#039;&amp;#039; (Hamburg, später Köln), &amp;#039;&amp;#039;Ballet Today&amp;#039;&amp;#039; (London) und &amp;#039;&amp;#039;Dance News&amp;#039;&amp;#039; (New York) tätig. In München gründete er mit Karl Viktor Prinz zu Wied die &amp;#039;&amp;#039;Freunde des Balletts e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; Dem Nachwuchsensemble &amp;#039;&amp;#039;Les Ballets Sachnowsky&amp;#039;&amp;#039; der Ballettpädagogin Lula von Sachnowsky diente er als Manager. Seit 2003 arbeitete er eng mit der Ballettpädagogin Iskra Zankova zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Hofmann war als einziger muslimischer Intellektueller aus Deutschland einer der 138 Unterzeichner des offenen Briefes [[Ein gemeinsames Wort zwischen Uns und Euch]] ([[Englische Sprache|engl.]] &amp;#039;&amp;#039;A Common Word Between Us &amp;amp; You&amp;#039;&amp;#039;), den Persönlichkeiten des [[Islam]] an „Führer christlicher Kirchen überall“ (engl. „Leaders of Christian Churches, everywhere …“) sandten (13. Oktober 2007).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.acommonword.com/lib/downloads/gemeinsames_wort.pdf acommonword.com: Ein Gemeinsames Wort zwischen Uns und Euch (Zusammengefasste Kurzform)] (PDF; 182&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
(Auswahl)&lt;br /&gt;
* 1973 &amp;#039;&amp;#039;Of Beauty and the Dance: Towards an Aesthetics of Ballet.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Three Essays in Dance Aesthetic.&amp;#039;&amp;#039; Dance Perspectives No. 55, New York.&lt;br /&gt;
* 1973 &amp;#039;&amp;#039;Die Beteiligung der Bundesrepublik Deutschland an den Entscheidungsprozessen der NATO.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Regionale Verflechtung der Bundesrepublik Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg-Verlag, München, ISBN 3-486-47711-0, S. 143–166.&lt;br /&gt;
* 1981 &amp;#039;&amp;#039;Wie MBFR begann.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Im Dienste Deutschland und des Rechtes, Festschrift für Wilhelm G. Grewe.&amp;#039;&amp;#039; Nomos, Baden-Baden, ISBN 3-7890-0711-0.&lt;br /&gt;
* 1981 &amp;#039;&amp;#039;Ein philosophischer Weg zum Islam.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. [[Muhammad Rassoul|Verlag Islamische Bibliothek Rassoul]], Köln 1983, ISBN 3-8217-0027-0.&lt;br /&gt;
* 1983 &amp;#039;&amp;#039;Die Rolle von Seestreitkräften in der Außenpolitik.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Einsatz von Seestreitkräften im Dienst der Auswärtigen Politik.&amp;#039;&amp;#039; Mittler, Herford, ISBN 3-8132-0156-2, S. 137–145.&lt;br /&gt;
* 1984 &amp;#039;&amp;#039;Is NATO&amp;#039;s Defence Policy facing a Crisis?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Non-Nuclear War in Europe.&amp;#039;&amp;#039; Groningen University Press, Groningen, S. 297–301.&lt;br /&gt;
* 1984 &amp;#039;&amp;#039;Zur Rolle der islamischen Philosophie.&amp;#039;&amp;#039; Köln, ISBN 3-8217-0035-1.&lt;br /&gt;
* 1985 &amp;#039;&amp;#039;Tagebuch eines deutschen Muslims.&amp;#039;&amp;#039; 6. erw. Auflage. Istanbul 2007, ISBN 978-975-454-143-4.&lt;br /&gt;
* 1992 &amp;#039;&amp;#039;Der Islam als Alternative.&amp;#039;&amp;#039; Diederichs, München 1992, 6. Auflage Istanbul 2010, Germany ISBN 978-3-941775-00-8.&lt;br /&gt;
* 1996 &amp;#039;&amp;#039;Reise nach Mekka.&amp;#039;&amp;#039; Diederichs, Cagri Yayinlari Istanbul, 2. Auflage 2009, ISBN 3-424-01308-0.&lt;br /&gt;
* 1998 Überarbeitung der [[Koran]]übersetzung von [[Max Henning]], 7. Auflage. Istanbul/München, ISBN 975-454-026-8.&lt;br /&gt;
* 2000 &amp;#039;&amp;#039;Der Islam im 3. Jahrtausend.&amp;#039;&amp;#039; Diederichs-Hugendubel, 3. Auflage, Istanbul 2010, Germany ISBN 978-3-941775-01-5.&lt;br /&gt;
* 2001 &amp;#039;&amp;#039;Islam.&amp;#039;&amp;#039; 7. Auflage. Diederichs kompakt, ISBN 3-7205-2191-5.&lt;br /&gt;
* 2002 &amp;#039;&amp;#039;Koran.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Diederichs kompakt, ISBN 3-7205-2316-0.&lt;br /&gt;
* 2005 &amp;#039;&amp;#039;Religious Pluralism and Islam in a Polarized Word.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Islam and Global Dialogue.&amp;#039;&amp;#039; Ashgate, Aldershot, ISBN 0-7546-5307-2, S. 235–245.&lt;br /&gt;
* 2005 &amp;#039;&amp;#039;Strafgedanke und Psychologie in der Nuklearstrategie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Perspektiven des Strafvollzugs.&amp;#039;&amp;#039; Festschrift für Georg Wagner. Centaurus, Herbolzheim, ISBN 3-8255-0446-8, S. 299–306.&lt;br /&gt;
* 2006 &amp;#039;&amp;#039;Islam in Deutschland – eine Prise Geschichte.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 2007 &amp;#039;&amp;#039;Den Islam Verstehen – Vorträge 1996-2006.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Istanbul 2010, ISBN 978-975-454-125-0.&lt;br /&gt;
* 2007 &amp;#039;&amp;#039;Comprendre l’Islam.&amp;#039;&amp;#039; Istanbul, ISBN 978-975-454-124-3.&lt;br /&gt;
* 2008 &amp;#039;&amp;#039;Islam’i Anlamak.&amp;#039;&amp;#039; Istanbul, ISBN 978-975-454-150-2.&lt;br /&gt;
* 2008 &amp;#039;&amp;#039;Understanding Islam.&amp;#039;&amp;#039; Istanbul, ISBN 978-975-454-151-9.&lt;br /&gt;
* 2012 „Die Beziehungen der Muslime zur freiheitlich-demokratischen Rechtsordnung“, in: [[Rauf Ceylan]], Islam und Diaspora, S. 139 ff., Frankfurt, ISBN 978-3-631-63405-9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118800450}}&lt;br /&gt;
* [https://www.eurasischesmagazin.de/artikel/Fuer-eine-islamische-Demokratie/20040904 „Für eine islamische Demokratie.“] Interview mit Murad Wilfried Hofmann im &amp;#039;&amp;#039;[[Eurasisches Magazin|Eurasischen Magazin]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [https://de.qantara.de/inhalt/ehrung-fur-wilfried-murad-hofmann-die-islamische-personlichkeit-des-jahres Ehrung für Wilfried Murad Hofmann: „Die islamische Persönlichkeit des Jahres“] ([[qantara.de]])&lt;br /&gt;
* [https://islam.de/17119.php Biographisches Interview mit Ayman Mazyek] (ca. 1 Std.), als Film eingebunden in die Website des [[Zentralrat der Muslime in Deutschland|Zentralrats der Muslime in Deutschland]]: „Gemeinsam statt einsam – Von Murad Wilfried Hofmann“ &amp;lt;!-- (abgerufen 18. Dez. 2010) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste multi&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER=[[Heinz Dröge]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER=[[Rudolf Koppenhöfer (Diplomat)|Rudolf Koppenhöfer]]&lt;br /&gt;
|AMT=[[Liste der deutschen Botschafter in Algerien|Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Algerien]]&lt;br /&gt;
|ZEIT=1987–1990&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER2=[[Norbert Montfort]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER2=[[Herwig Bartels]]&lt;br /&gt;
|AMT2=[[Liste der deutschen Botschafter in Marokko|Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Marokko]]&lt;br /&gt;
|ZEIT2=1990–1994&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118800450|LCCN=n/86/42433|VIAF=97006005}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hofmann, Murad Wilfried}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Botschafter in Algerien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Botschafter in Marokko]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist im auswärtigen Dienst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Islamische Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Koranübersetzer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Zentralrat der Muslime in Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Islam (Bonn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Ballett)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1931]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2020]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hofmann, Murad Wilfried&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist, Diplomat und Persönlichkeit des Islam&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. Juli 1931&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Aschaffenburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. Januar 2020&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bonn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mirmok12</name></author>
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