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	<title>Munroe-Effekt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T02:50:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Munroe-Effekt&amp;diff=467445&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Meinichselbst: Parameter fix</title>
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		<updated>2025-09-08T17:52:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Parameter fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Munroe-Effekt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (teils auch fälschlich [[Monroe-Effekt]] oder &amp;#039;&amp;#039;Misznay-Schardin-Effekt&amp;#039;&amp;#039;, der ein ähnliches Phänomen beschreibt, siehe unten) bezeichnet die partielle [[Fokus]]sierung von [[Explosion]]senergie, verursacht durch einen in den Sprengstoff eingeformten Hohlraum. Durch diese Fokussierung kann die Wirkung einer Sprengladung stark erhöht werden; sie wird etwa bei Waffen nach dem [[Hohlladung]]sprinzip ausgenutzt. Auch [[projektilbildende Ladung]]en basieren auf dem Munroe-Effekt. Benannt ist der Effekt nach [[Charles Edward Munroe]] (1849–1938), der ihn 1888 entdeckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionsweise ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Conical Shaped Charge 2.png|mini|240px|Zeichnung einer Hohlladung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Explosionsenergie wird normalerweise in alle Raumrichtungen freigesetzt. Durch Formung des Sprengstoffs wird ein Teil der Explosionsenergie nun aber in dem Hohlkörper beziehungsweise idealerweise in dessen Symmetrieachse konzentriert. In der Praxis ist diese Fokussierung am stärksten, wenn der Hohlraum die Form eines [[Konus]] besitzt (siehe Abbildung). In diesem Fall entsteht ein gerichtetes Hochgeschwindigkeits-[[Plasma (Physik)|Plasma]], welches Stahl vergleichsweise leicht durchschneidet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book | title = Fundamentals of Shaped Charges | author = W.P. Walters, J.A. Zukas | isbn = 0-471-62172-2 | publisher = John Wiley &amp;amp; Sons inc. | year = 1989 | location = New York | pages= 12–13 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf eine [[Verdämmte Ladung|Kapselung]] der Explosivladung wird bei Geschossen oder Flugkörpern meist verzichtet, womit ein großer Teil der Explosionsenergie nicht zur Bildung des Plasmastrahls beiträgt. Dieser Verlust wird aber hingenommen, da der zur Kompensation des Verlustes notwendige zusätzliche Sprengstoff weniger zusätzliche Masse besitzt als eine mögliche Kapselung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Technische Nutzung ===&lt;br /&gt;
Waffentechnisch ausgenutzt wird dieser Effekt, indem die Fläche des Konus zusätzlich mit einem Metall – dem sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Liner&amp;#039;&amp;#039; – ausgekleidet wird. Dieses wird von der Explosion mit extrem hohem Druck auf der Symmetrieachse des Konus zentriert und dadurch kaltverformt, wodurch ein mehrere Kilometer pro Sekunde schneller Metallstachel entsteht, der beim Auftreffen auch dicke Panzerplatten durchdringt (siehe [[Hohlladung]], [[Panzerfaust]]). Es gibt auch andere Anwendungsgebiete, etwa [[Schneidladung]]en für den Abbruch von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Während seiner Arbeit bei der Naval Torpedo Station in Newport in den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] bemerkte Munroe 1888, dass bei einer Detonation eines Blockes [[Schießbaumwolle]] mit eingestempeltem Herstellernamen neben einer [[Metalle|Metallplatte]] sich die Buchstaben in die Platte schnitten. Waren die Buchstaben als [[Relief]] über dem Rest der Schießbaumwolle erhaben, hoben sich die Buchstaben ebenfalls von der Oberfläche der Metallplatte ab. 1910 entdeckte der Deutsche Egon Neumann, dass sich [[Trinitrotoluol|TNT]] mit einer konischen Einbuchtung durch eine Metallplatte schneidet, die normalerweise durch dieselbe Menge des Sprengstoffs lediglich verbeult würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Militärisch eingesetzt wurde dieser Effekt erstmals im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] während der [[Schlacht von Fort Eben-Emael]] am 10.&amp;amp;nbsp;Mai 1940, als deutsche Fallschirmjäger und Luftlandepioniere die als uneinnehmbar geltende Festung im Handstreich einnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Misznay-Schardin-Effekt ==&lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg forschten der deutsche [[Ballistik]]er [[Hubert Schardin]] und der Ungar [[József Misznay]] an einer effektiveren Panzermine, wozu sie die Richtwirkung von plattenförmig angeordnetem Sprengstoff untersuchten. Die dabei erzielte Bündelung der Explosionsenergie ist geringer als beim Munroe-Effekt und wird als Misznay-Schardin-Effekt bezeichnet. Der deutsche Bankmanager [[Alfred Herrhausen]] wurde 1989 mit einer Bombe [[Attentat auf Alfred Herrhausen|ermordet]], die nach diesem Effekt (siehe &amp;#039;&amp;#039;[[projektilbildende Ladung]]&amp;#039;&amp;#039;) funktionierte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Egmont R. Koch]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Spur der Bombe – Neue Erkenntnisse im Mordfall Herrhausen&amp;#039;&amp;#039;, ARD 2014, 45 min.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nr. 3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Bedeutung ==&lt;br /&gt;
In den aktuellen militärischen Anwendungen kann ein Munroe-Effekt-Hohlladungssprengkopf eine solide Stahl[[panzerung]] entsprechend dem 1,5 bis 2,5-fachen Durchmesser des Sprengkopfes penetrieren. Die als Gegenmaßnahme zu Hohlladungswaffen entwickelte moderne [[Verbundpanzerung]] oder [[Reaktivpanzerung]] vermindert wiederum die Wirkung. Gegen diese wiederum wird eine [[Tandemhohlladung]] eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zivilen Nutzung werden Hohlladungskörper als [[Schneidladung]] verwendet, um etwa Stahlbalkenträger beim Abbruch von alten Hochhäusern oder Industrieruinen zu zerschneiden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nr. 1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nr. 2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Panzermunition]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nr. 1&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://guspreng.ch/medien-pdf/lineare-Hohlladungen.pdf | wayback= 20180422110719 | text=Die Baustellen: &amp;#039;&amp;#039;Einsatzvon linearen Hohlladungen&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe September 2008, Seiten 42–44 (PDF, 1,01 MB)}}, eingesehen am 22. April 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nr. 2&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.aesys.biz/wp-content/uploads/14-102_liner-shaped-charge.pdf | wayback= 20170122193122 | text=Die Baustellen:AES: &amp;#039;&amp;#039;AES Linear Shaped Charge (LSC) &amp;#039;&amp;#039; Datenblatt von Schneidladungen (PDF, 988 kB)}}, eingesehen am 28. April 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nr. 3&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://unterm.un.org/DGAACS/unterm.nsf/8fa942046ff7601c85256983007ca4d8/09b8ba4b58acd55a85256d0300502440?OpenDocument | wayback= 20160304085745 | text=Misznay–Schardin Effekt bei unterm.un.org}}, eingesehen am 30. April 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nr. 4&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nr. 5&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nr. 6&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nr. 7&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprengtechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waffentechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fachsprache (Waffentechnik)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Shaped charge#Munroe effect]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Meinichselbst</name></author>
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