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	<title>Mungo Martin - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mungo_Martin&amp;diff=2434262&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: Tippfehler (Leerzeichen)</title>
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		<updated>2025-08-05T20:12:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler (Leerzeichen)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--[[Datei:Mmartinpubdom5.JPG|miniatur|Mungo Martin]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mungo Martin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nakapenkem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;([[Potlatch]]-[[Häuptling]], mehr als zehnmaliger)&amp;#039;&amp;#039;, auch einfach &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Datsa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(Großvater)&amp;#039;&amp;#039; genannt (* [[1879]] (oder wenig später) in Tsax̲is (Fort Rupert), [[British Columbia]]; † [[16. August]] [[1962]] in [[Victoria (British Columbia)|Victoria]]), war einer der bedeutendsten Künstler der kanadischen [[First Nations]]. Geboren als einer der hochgestellten Angehörigen der [[Kwakiutl (Volk)|Kwakiutl]], die zu den [[Kwakwaka&amp;#039;wakw]] zählen, und die an der Ostküste im Norden von [[Vancouver Island]] leben, trat er besonders im Bereich der Schnitzkunst, der Malerei, aber auch als Sänger und Texteschreiber hervor. Er wurde als &amp;#039;&amp;#039;Carver of the Century&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet und trug maßgeblich zur Wiederbelebung der Kunst der Nordwestküste Nordamerikas bei. Bis 1947 arbeitete er in Tsa&amp;lt;u&amp;gt;x&amp;lt;/u&amp;gt;is, dann ging er nach [[Vancouver]], 1952 nach [[Victoria (British Columbia)|Victoria]], wo er die berühmten Pfähle vor dem &amp;#039;&amp;#039;[[Royal British Columbia Museum]]&amp;#039;&amp;#039; hinterließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:World&amp;#039;s Tallest Totem Pole, Victoria, British Columbia.JPG|mini|Der von Mungo und David Martin, sowie von Henry Hunt geschnitzte Totempfahl, der am 2. Juli 1954 dem [[Beacon Hill Park]] in Victoria gestiftet wurde. Er ist knapp 39 m hoch.]]&lt;br /&gt;
Mungo Martin wurde 1879 in Fort Rupert als Sohn des Yaxnukwelas, eines hochrangigen [[Kwicksutaineuk]] auf [[Gilford Island]], und der Q&amp;#039;omiga (Sarah Finlay) aus der einflussreichen Hunt-Familie geboren. Seine Mutter wiederum hatte eine Kwakwaka&amp;#039;wakw-Mutter und einen schottischen Vater, der für die [[Hudson’s Bay Company]] gearbeitet hatte. Yaxnukwelas starb bereits 1889 und seine Mutter heiratete erneut. Martins Ziehvater wurde damit Yakuglas (Charlie James), der seinen Lebensweg als Künstler stark beeinflusste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Q&amp;#039;omiga drängte darauf, dass er Schnitzmeister (woodcarver) und ein Sänger wurde, Yakuglas unterstützte ihn dabei. Dazu hielt die Mutter auf Rituale, bei denen sich Mungo Martin in diese Kulturtechniken einleben konnte. Er entwickelte eine so ausdrucksstarke Kunst, dass er bald zur treibenden Kraft bei der Wiederbelebung der von der kanadischen Regierung unterdrückten indigenen Kultur wurde, die sich um das Potlatch entwickelt hatte. Dabei strahlte er auf Künstler wie [[Tom Omhid]], [[Willie Seaweed]], mit dem er eine der bedeutendsten Maskengruppen schnitzte, und [[Dan Cranmer]] aus. Er heiratete in zweiter Ehe die Künstlerin Abaya (Sarah Smith), die sich auf Webtechniken spezialisiert hatte. Sie wurde von [[Edward Curtis]] fotografiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [http://curtis.library.northwestern.edu/curtis/viewPage.cgi?showp=1&amp;amp;size=2&amp;amp;id=nai.10.book.00000219.p&amp;amp;volume=10].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martin scheute sich trotz seiner starken Verwurzelung in der Kunst der Nordwestküste nicht, auch Lieder anderer Kulturen zu lernen und vorzutragen, wie etwa der Navajo und sogar japanische Volkslieder, die er wiederum von Kwakwaka&amp;#039;wakw gelernt hatte, die mit Japanern arbeiteten oder nach Japan gefahren waren. Insgesamt wurden 124 seiner Lieder aufgenommen&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Helmer: &amp;#039;&amp;#039;Growing with Canada. The Émigré Tradition in Canadian Music&amp;#039;&amp;#039;, McGill-Queen&amp;#039;s University Press 2009, S. 224.&amp;lt;/ref&amp;gt;, rund 400 sind bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die meisten Indianer der Westküste lebte Martin von Fischfang, den er bald kommerziell betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wawadit&amp;#039;la(Mungo Martin House) a Kwakwaka&amp;#039;wakw big house.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Wawadit&amp;#039;la&amp;#039;&amp;#039;, bekannt als &amp;#039;&amp;#039;Mungo Martin House&amp;#039;&amp;#039;, ein &amp;#039;&amp;#039;Big House&amp;#039;&amp;#039; der Kwakwaka&amp;#039;wakw mit Totempfählen, die Mungo Martin 1953 für den [[Thunderbird Park]] in Victoria angefertigt hatte.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mungo Martins Ziehvater Charlie James war selbst ein anerkannter Meister der Schnitzkunst, der seinen ersten großen Totempfahl um 1900 in [[Alert Bay]] unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Raven of the Sea&amp;#039;&amp;#039; aufgerichtet hatte. In den 1920er Jahren begann die kanadische Regierung das Verbot des Potlatch, das seit 1885 Gültigkeit beanspruchte, mit polizeilichen Mitteln durchzusetzen. Dazu wurden Masken und sonstige Ritualgegenstände konfisziert. [[Indianeragent (Kanada)|Indianeragenten]] und Polizisten gingen Hinweisen nach und durchsuchten zahlreiche Häuser; viele Gegenstände wurden versteckt. Mungo Martin hielt an den Ritualen fest und hielt sie im Verborgenen ab. Als die Verbote ab 1949 gelockert wurden, begann eine Gruppe traditioneller Häuptlinge, unter ihnen Mungo Martin, die Zeremonien und Künste wieder zu beleben. Martin hielt unmittelbar nach Aufhebung des bis 1951 bestehenden Potlatch-Verbots erstmals diese Feier drei Tage lang öffentlich in Victoria ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Jordan D. Paper: &amp;#039;&amp;#039;Native North American Religious Rraditions. Dancing for Life&amp;#039;&amp;#039;, Westport, Connecticut 2007, S. 51.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ausland warb Kanada hingegen gern mit seiner kulturellen Vielfalt. 1939 erhielt Martin dementsprechend den Auftrag, für die Weltausstellung in [[New York City|New York]] einen [[Totempfahl]] zu schnitzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Leslie Allan Dawn: &amp;#039;&amp;#039;National Visions, National Blindness. Canadian Art and Identities in the 1920s&amp;#039;&amp;#039;, UBC Press 2006, S. 315.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
1947 sollte er für das [[Museum of Anthropology]] an der [[University of British Columbia]] in [[Vancouver]] Restaurierungsarbeiten durchführen und [[Nachbildung|Replikate]] erstellen, damit die Originale geschützt und restauriert werden konnten&amp;lt;ref&amp;gt;Jonathan Meuli: &amp;#039;&amp;#039;Shadow House. Interpretations of Northwest Coast Art&amp;#039;&amp;#039;, Amsterdam 2001, S. 266.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1951 errichtete er einen Totempfahl in Vancouver in Erinnerung an seinen Vorfahren Kalifix.&amp;lt;ref&amp;gt;John Steil, Aileen Stalker: &amp;#039;&amp;#039;Public Art in Vancouver. Angels Among Lions&amp;#039;&amp;#039;, Surrey 2009, S. 124.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1952 erhielt er vom [[Royal British Columbia Museum]] in Victoria den Auftrag, Ausstellungsstücke für die &amp;#039;&amp;#039;Northwest Coastal Art&amp;#039;&amp;#039; zu erstellen, wozu er einen 160 Fuß (über 50 m) hohen Totempfahl schnitzte. Er wurde 1956 aufgerichtet und stand bis zum Jahr 2000.&amp;lt;ref&amp;gt;Silver Donald: &amp;#039;&amp;#039;Seasons in the Rain&amp;#039;&amp;#039; McClelland and Stewart, 1978, S. 152.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Thunderbird Park]] vor dem Museum schuf er &amp;#039;&amp;#039;Wawadit&amp;#039;la&amp;#039;&amp;#039;, ein Großes Haus der Kwakwaka&amp;#039;wakw, dazu eine Kopie des 1883 geraubten Kitwancool-Totempfahls. Dabei verband ihn eine Freundschaft mit [[Bill Holm]], einem Anthropologen. Hinzu kam Martins Familie, die gleichfalls in der Nähe des Museums wohnte, nämlich in James Bay. Diese waren sein Sohn David und seine Familie sowie die Verwandten Henry und Helen Hunt – letztere war die Enkelin von Martins Frau. Henry Hunt und sein Sohn [[Tony Hunt (Künstler)|Tony]], der zu dieser Zeit zwölf Jahre alt war, lernten bei Martin. Doch sein Sohn David starb bereits 1959. Henrys Söhne Stanley und Richard Hunt wurden hingegen professionelle Schnitzmeister, ebenso wie Martins Nichte Ellen Neel, die erste Frau unter den Schnitzmeistern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 errichtete Martin einen 100 Fuß hohen Totempfahl als Geschenk der Provinz British Columbia an die Königin von England im nahe [[London]] gelegenen [[Windsor Great Park]] nahe [[Windsor Castle]].&amp;lt;ref&amp;gt;Jonathan Meuli: &amp;#039;&amp;#039;Shadow House. Interpretations of Northwest Coast Art&amp;#039;&amp;#039;, Amsterdam 2001, S. VII.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der [[Haida (Volk)|Haida]] [[Bill Reid (Künstler)|Bill Reid]], der zehn Tage lang mit Mungo Martin zusammenarbeitete&amp;lt;ref&amp;gt;Karen Duffek, Charlotte Townsend-Gault: &amp;#039;&amp;#039;Bill Reid and Beyond. Expanding on Modern Native Art&amp;#039;&amp;#039;, Vancouver 2004, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt;, wurde von ihm beeinflusst, ebenso wie [[Doug Cranmer]], der ebenfalls ein Enkel Abaya&amp;#039;as war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der künstlerischen Wiederbelebung und der Weitergabe der Fertigkeiten, des Wissens und der rituellen Einbindung der Nordwestküstenkunst brachte Martin sein kulturelles Wissen auch in die ethnologische und anthropologische Forschung ein. So nahm Gunther 1953 Lieder von ihm auf, ebenso wurde er von Holm interviewt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mungo Martin starb 1962 im Alter von 83 Jahren in Victoria. Sein Leichnam wurde von einem kanadischen Kriegsschiff nach [[Alert Bay]] gebracht; Abaya folgte ihm 1963.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Bill Holm]]: &amp;#039;&amp;#039;Northwest Coast Indian Art, An Analysis of Form&amp;#039;&amp;#039;, University of Washington Press, Seattle 1965. (Holm galt als bester Kenner der Kunst der Nordwestküste seit [[Franz Boas]].)&lt;br /&gt;
* Peter L. Macnair, Alan L. Hoover, Kevin Neary: &amp;#039;&amp;#039;The Legacy: Tradition and Innovation in Northwest Coast Indian Art&amp;#039;&amp;#039;, Vancouver: Douglas &amp;amp; McIntyre 1984, 2007.&lt;br /&gt;
* Phil Nuytten: &amp;#039;&amp;#039;The Totem Carvers. Charlie James, Ellen Neel and Mungo Martin&amp;#039;&amp;#039;, Vancouver: Panorama Press 1982.&lt;br /&gt;
* Barry M. Gough: &amp;#039;&amp;#039;Historical Dictionary of Canada&amp;#039;&amp;#039;, 2. Aufl., Scarecrow Press 2011, S. 264.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.royalbcmuseum.bc.ca/exhibits/tbird-park/index.html Thunderbird Park – A Place of Cultural Sharing], Royal British Columbia Museum.&lt;br /&gt;
* [http://www.nativeonline.com/mungo.html About Martin]&lt;br /&gt;
* [http://askart.com/Biography.asp Ask Art Biography]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|LCCN=n82147062|VIAF=96620030|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2025-06-25}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Martin, Mungo}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildhauer (Kanada)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indianer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte British Columbias]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kanadier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1879]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1962]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Martin, Mungo&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Nakapenkem; Datsa&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=kanadischer Künstler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1879&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Tsax̲is (Fort Rupert), [[British Columbia]], [[Kanada]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. August 1962&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Victoria (British Columbia)|Victoria]], [[British Columbia]], [[Kanada]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fan-vom-Wiki</name></author>
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