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	<title>Mundbogen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T11:38:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mundbogen&amp;diff=1218940&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bertramz: satz für wikilink</title>
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		<updated>2026-03-27T19:49:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;satz für wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:MusicalBow.gif|mini|Afrikanischer Mundbogenspieler im Bundesstaat [[Cross River (Bundesstaat)|Cross River]] in Nigeria um 1910]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mundbogen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein einfaches [[Saiteninstrument]], das aus einer oder selten bis zu drei Saiten besteht, die an einem biegsamen Saitenträger, meist einem gebogenen Holzstab gespannt sind. Ein Mundbogen ist eine besondere Form des [[Musikbogen]]s, bei dem der Spieler seine Mundhöhle wie bei einer [[Maultrommel]] zur Verstärkung und Modulation des Klangs verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur weltweiten Verbreitung des Mundbogens siehe den Artikel [[Musikbogen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauform und Spielweise ==&lt;br /&gt;
Nach der Art ihrer Schallverstärkung werden Musikbögen in zwei Gruppen eingeteilt: solche mit mindestens einem seitlich angebrachten [[Resonanzkörper]], häufig einer [[Kalebasse]], und Mundbögen, bei denen die Saite oder der Saitenträger an einer bestimmten Stelle an oder in den Mund gehalten wird. Der von seiner Konstruktion äußerst einfache Instrumententyp bietet verschiedene Möglichkeiten, die Saite in Schwingungen zu versetzen und kann dadurch ein breites Klangspektrum erzeugen. Die Saite kann mit den Fingern gezupft, mit einem Stab angeschlagen und mit einem Reibestab oder Streichbogen gestrichen werden. Durch Verformung von Mund und Wangen lassen sich aus den über dem [[Grundton]] der Saite liegenden [[Oberton|Obertönen]] einzelne Teiltöne herausfiltern und verstärken, um Tonhöhe und Klang zu verändern. Wird die Saite mit der Hand nachgespannt, ergibt sich ein höherer Grundton, weshalb sich meist an einem Ende der Knoten, mit dem die Saite befestigt ist, leicht lösen lässt. Bei manchen Mundbögen wird die Saite während des Spiels durch seitliches Berühren mit dem Finger verkürzt, um einen höheren Grundton zu erzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ungefähr 15.000 Jahre alte Höhlenzeichnung in der [[Drei-Brüder-Höhle]] in Frankreich zeigt einen Mundbogen spielenden Tänzer. Mundbögen gab es im [[Altes Griechenland|Alten Griechenland]], sie waren die mutmaßlichen Vorläufer der indischen Saiteninstrumente (&amp;#039;&amp;#039;[[vina]]&amp;#039;&amp;#039;) und sie begleiteten in Japan die [[Schamanen]] bei ihren Sitzungen. Bis in die Gegenwart wurden sie in Asien aber fast nur von den [[Indigene Völker Taiwans|indigenen Völkern Taiwans]] gespielt; zu den Ausnahmen gehören vereinzelt von Schamanen in Sibirien verwendete Mundbögen. Einzigartig im äußersten Nordosten Europas ist der &amp;#039;&amp;#039;[[kon-kon]]&amp;#039;&amp;#039; der [[Mari (Volk)|Mari]] in der [[Wolga]]region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hingegen sind oder waren Mundbögen in der Südsee von [[Musik Neuguineas|Neuguinea]] bis [[Hawaii]] verbreitet. Das größte Verbreitungsgebiet von Mundbögen ist [[Subsahara-Afrika|Afrika südlich der Sahara]]. Dort sind sie in der [[Bantusprachen|bantusprachigen]] Bevölkerung bekannt, ihr Schwerpunkt liegt bei den [[Khoisan]]-Sprechern im südlichen Afrika. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mundbögen unterscheiden sich prinzipiell nicht von Jagdbögen. Derselbe Bogen kann prinzipiell in beiden Funktionen eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:COLLECTIE TROPENMUSEUM Een Samo muzikant bespeelt de muziekboog TMnr 20010316.jpg|mini|hochkant|Ein [[Sanan]] aus Burkina Faso. Aufnahme des [[Tropenmuseum]]s Amsterdam, 1970–71]]&lt;br /&gt;
Bei vielen afrikanischen Mundbögen teilt eine etwas außerhalb der Mitte angebrachte Stimmschlinge die Saite in zwei Teile, sodass zwei Töne spielbar werden, die sich in der Regel in der Höhe um etwa einen Ganzton unterscheiden. Die Saitenteilung spricht für eine ursprüngliche Herkunft des Mundbogens von der [[Erdzither]]. Die unterschiedlichen Spielweisen hängen mit der Mundposition zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der auch als Jagdbogen verwendete Mundbogen &amp;#039;&amp;#039;ohonji&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;onkhonji&amp;#039;&amp;#039;) der {{lang|khi|[[ǃKung]]}} im Süden von [[Angola]] wird an einem Ende in den Mund gesteckt. Der etwa einen Meter lange Stab drückt von innen gegen die rechte Wange und wird mit seinem freien Ende nach links unten gehalten, wobei die linke Hand den Stab etwa in seiner Mitte umfasst. Der Spieler schlägt mit einem Stöckchen in der rechten Hand gegen die Saite. Der Ton ist sehr tief. Durch Veränderung des Mundraums kann noch der fünfte bis sechste Partialton verstärkt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderer, &amp;#039;&amp;#039;sagaya&amp;#039;&amp;#039; genannter Mundbogen dieser Region wird etwa in der Mitte des Bogens mit dem Mund berührt. Die Oberlippe drückt fest gegen den Stab, die Unterlippe bewegt sich beim Spielen, als ob der Musiker sprechen würde. Die {{lang|khi|ǃKung}} ergänzen den Saitenton häufig durch zusätzliche, mit dem Mund hervorgebrachte Geräuschlaute.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard Kubik (Musikethnologe)|Gerhard Kubik]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Khoisan-Erbe im Süden von Angola.&amp;#039;&amp;#039; In: Erich Stockmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Musikkulturen in Afrika.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Neue Musik, Berlin (DDR) 1987, S. 100–110&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem nur von den Frauen der [[Tumbuka (Ethnie)|Tumbuka]] in Malawi gespielten Mundbogen &amp;#039;&amp;#039;[[mtyangala]]&amp;#039;&amp;#039;, der mit einem Plektrum gezupft wird, verläuft die ungeteilte Saite über einen fast geraden Stab aus einem Pflanzenrohr. Dieser Mundbogentyp gehört ursprünglich zur Tradition der [[Nguni]]-Ethnien in Südafrika, wo ein entsprechender Mundbogen &amp;#039;&amp;#039;[[umqangala]]&amp;#039;&amp;#039; genannt wird. Der bei den südafrikanischen [[Pedi]] nur von Männern gespielte &amp;#039;&amp;#039;[[lekope]]&amp;#039;&amp;#039; gehört zu einem besonderen Mundbogentyp, der aus einem dreiteiligen Saitenträger mit einem dickeren Mittelstück besteht und dessen Saite durch eine Stimmschlinge geteilt wird.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frauen der [[Xhosa (Volk)|Xhosa]] in Südafrika spielen den &amp;#039;&amp;#039;[[umrhubhe]]&amp;#039;&amp;#039;, indem sie die Saite mit einem Reibestab streichen. Ein mit dem Mund verstärkter Schrapbogen, bei dem der Spieler mit einem Stab über die geriffelte Seite des Saitenträgers streicht, ist der &amp;#039;&amp;#039;[[xizambi]]&amp;#039;&amp;#039; der [[Tsonga (Ethnie)|Tsonga]]. In Südafrika gab es bis um die Mitte des 20. Jahrhunderts die einsaitigen Zither &amp;#039;&amp;#039;[[tshidzholo]]&amp;#039;&amp;#039;, die ebenfalls mit dem Mund verstärkt wurde. Die [[Khoisan]] in Südafrika blasen die Saite des Mundbogens &amp;#039;&amp;#039;[[Gora (Saiteninstrument)|gora]]&amp;#039;&amp;#039; an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Pluriarc]], ein mehrsaitiger Musikbogen mit mehreren Saitenträgern&lt;br /&gt;
* [[Rahmenzither]], eine mögliche Weiterentwicklung aus dem Mundbogen über den Musikbogen in Westafrika &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans Fischer (Ethnologe)|Hans Fischer]]: &amp;#039;&amp;#039;Schallgeräte in Ozeanien. Bau und Spieltechnik – Verbreitung und Funktion.&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Sammlung musikwissenschaftlicher Abhandlungen&amp;#039;&amp;#039;, Band 36) Verlag Heitz, Baden-Baden 1958, Nachdruck: Valentin Koerner, Baden-Baden 1974&lt;br /&gt;
* [[Curt Sachs]]: &amp;#039;&amp;#039;Geist und Werden der Musikinstrumente.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1928, Nachdruck: Frits A. M. Knuf, Hilversum 1965, S. 66–71&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.noteworthyjohn.com/CaFMouthbow.htm &amp;#039;&amp;#039;Appalachian Mouthbow Care and Feeding.&amp;#039;&amp;#039;] Noteworthy Instruments&lt;br /&gt;
* Res Margot: [http://www.margotmargot.ch/mmmundb.html &amp;#039;&amp;#039;Der Musikbogen&amp;#039;&amp;#039;.] margotmargot.ch, 4. April 2003&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Afrikanisches Musikinstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Musikinstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zupfinstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zitherinstrument]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bertramz</name></author>
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