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	<title>Mundatwald - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mundatwald&amp;diff=260062&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jergen: /* Weißenburger Mundat */ tipp</title>
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		<updated>2026-04-15T13:31:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weißenburger Mundat: &lt;/span&gt; tipp&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Pfaelzerwaldkarte Mundatwald.png|mini|hochkant=1.5|Oberer (im Gebirge) und Unterer Mundatwald (in der Ebene)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Obere&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Untere Mundatwald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind zwei [[Pfalz (Region)|pfälzisch]]-[[Elsass|elsässische]] Waldgebiete, die an der [[Grenze zwischen Deutschland und Frankreich|deutsch-französischen Grenze]] in der unmittelbaren Umgebung der französischen Kleinstadt [[Wissembourg]] ([[Deutsche Sprache|deutsch]] &amp;#039;&amp;#039;Weißenburg&amp;#039;&amp;#039;) liegen; die größeren Anteile befinden sich in Deutschland. Die beiden Waldgebiete gehören zu verschiedenen [[Naturraum|Naturräumen]]; der Obere Mundatwald ist Teil des [[Pfälzerwald]]s, eines Mittelgebirges, der Untere Mundatwald Teil der [[Oberrheinische Tiefebene|Oberrheinischen Tiefebene]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Mittelalter]] zählten beide Waldgebiete zur &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weißenburger Mundat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (manchmal auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Untere Mundat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt), den mit [[Kirchliche Immunität|kirchlicher Immunität]] ausgestatteten Ländereien des damaligen [[Kloster Weißenburg (Elsass)|Benediktinerklosters Weißenburg]]. Das Wort &amp;#039;&amp;#039;[[Immunitätsbezirk|Mundat]]&amp;#039;&amp;#039; leitet man gewöhnlich von &amp;#039;&amp;#039;Immunität&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;mandatum&amp;#039;&amp;#039; her.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christian Jakob August von Berstett]]: &amp;#039;&amp;#039;Versuch einer Münzgeschichte des Elsasses&amp;#039;&amp;#039;, Freiburg im Breisgau 1840, [https://books.google.de/books?id=-l1LAAAAcAAJ&amp;amp;lpg=PA48&amp;amp;ots=yk4HKgD5wZ&amp;amp;dq=mundat%20immunit%C3%A4t%20mandatum&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA48#v=onepage&amp;amp;q=mundat%20immunit%C3%A4t%20mandatum&amp;amp;f=false S. 48.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weißenburger Mundat im Grenzbereich von [[Département Bas-Rhin|Unterelsass]] und [[Südpfalz]] wird auch als &amp;#039;&amp;#039;Untere Mundat&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet zur Unterscheidung von der etwa 80&amp;amp;nbsp;Kilometer südlich ([[rhein]]aufwärts) gelegenen [[Obere Mundat|Oberen Mundat]] bei [[Rouffach]] im [[Département Haut-Rhin|Oberelsass]]; nur der einst ähnliche rechtliche Status verbindet die beiden Namen. Der Obere Mundatwald befindet sich demnach ebenso wie der Untere Mundatwald in der &amp;#039;&amp;#039;Unteren Mundat&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Guttenberg Bergfried.JPG|mini|hochkant|Burg Guttenberg im Oberen Mundatwald]]&lt;br /&gt;
=== Oberer Mundatwald ===&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Obere Mundatwald&amp;#039;&amp;#039; misst etwa 40&amp;amp;nbsp;km² und ist geographisch Teil des [[Wasgau]]s. Das Gebiet erstreckt sich am Flüsschen [[Lauter (Rhein, Neuburg)|Lauter (am Oberlauf &amp;#039;&amp;#039;Wieslauter&amp;#039;&amp;#039;)]] nördlich und westlich von Wissembourg, also am Fluss oberhalb. Seine höchste Erhebung ist mit {{Höhe|561}} die zentral beim Weiler [[Reisdorf (Böllenborn)|Reisdorf]] gelegene [[Hohe Derst]], benachbart ist der [[Schloßberg (Oberotterbach)|Schloßberg]] mit der Ruine der [[Burg Guttenberg (Pfalz)|Burg Guttenberg]]. Der Obere Mundatwald gehört zum grenzüberschreitenden [[Biosphärenreservat Pfälzerwald-Vosges du Nord]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterer Mundatwald ===&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Untere Mundatwald&amp;#039;&amp;#039; besitzt eine Fläche von knapp 20&amp;amp;nbsp;km² und ist geographisch Teil des [[Bienwald]]s. Der Wald liegt ebenfalls an der Lauter, aber östlich von Wissembourg und damit am Fluss unterhalb, in der [[Südpfalz|südpfälzischen]] Rheinebene. Seine höchste Erhebung ist ein {{Höhe|141}} hoher Hügel im Südwesten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Weißenburger Mundat ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Topographia Alsatiae (Merian) p 026.JPG|mini|links|Weißenburg auf einem Stich aus dem 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Weissenburg-St-Pierre-et-St-Paul.jpg|mini|hochkant|Klösterliche [[St. Peter und Paul (Wissembourg)|Stiftskirche St.&amp;amp;nbsp;Peter und Paul]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 146-1990-103-12, Westwall, getarntes Blockhaus.jpg|mini|links|Westwall: Getarntes Blockhaus im Unteren Mundatwald (1940, Bundesarchiv)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Obere und Untere Mundatwald sind die letzten größeren Waldgebiete der &amp;#039;&amp;#039;Weißenburger Mundat&amp;#039;&amp;#039;, wie der Grundbesitz des vom 7.&amp;amp;nbsp;bis 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert bestehenden Klosters Weißenburg früher genannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ort des heutigen Wissembourg befand sich zunächst nur das um die Mitte des 7.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts gegründete Kloster Weißenburg, das ab dem 8.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert ein [[Benediktinerkloster]] war. Im Jahr 760 gewährte [[Pippin der Jüngere|Pippin]], der Vater [[Karl der Große|Karls des Großen]], dem Kloster und seinen Ländereien [[kirchliche Immunität]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;patrimoine&amp;quot;&amp;gt;{{Base Mérimée |IA67008035 |Abbaye de bénédictins Saint-Pierre et Saint-Paul}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Ländereien, die Mundat, maßen etwa 20&amp;amp;nbsp;km&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;16&amp;amp;nbsp;km und schlossen die Dörfer [[Altenstadt (Wissembourg)|Altenstadt]] (heute ein Ortsteil von Wissembourg), [[Schleithal]], [[Seebach (Bas-Rhin)|Oberseebach]], [[Steinseltz]], [[Oberhoffen-lès-Wissembourg|Oberhoffen]], [[Cleebourg]], [[Rott (Bas-Rhin)|Rott]], Weiler (heute ein Ortsteil von Wissembourg), [[Sankt Germanshof]], [[Bobenthal]], [[Niederschlettenbach|Schlettenbach]], [[Finsternheim]], [[Bärenbach (Bruchweiler-Bärenbach)|Bärenbach]], [[Schweigen (Schweigen-Rechtenbach)|Schweigen]] und [[Rechtenbach (Schweigen-Rechtenbach)|Rechtenbach]], [[Schweighofen]], [[Kapsweyer]] sowie [[Steinfeld (Pfalz)|Steinfeld]] mit ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;baquol&amp;quot;&amp;gt;Jacques Baquol, P. Ristelhuber: [http://books.google.com/books?id=h-kUAAAAQAAJ&amp;amp;as_brr=3&amp;amp;pg=PA1 &amp;#039;&amp;#039;L’Alsace ancienne et moderne ou dictionnaire du Haut et du Bas-Rhin&amp;#039;&amp;#039;]. 3. Auflage. Straßburg 1865.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Mundatwald war in karolingischer Zeit als die &amp;#039;&amp;#039;Sylva immunita&amp;#039;&amp;#039; bekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;huffel&amp;quot;&amp;gt;G. Huffel: &amp;#039;&amp;#039;Économie forestière&amp;#039;&amp;#039;. [http://www.archive.org/details/economieforesti01huffgoog Volume I.], Paris 1904, S. 332.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 974 erlangte das Kloster Weißenburg den Status einer Reichsabtei, das heißt, das Kloster war [[Reichsunmittelbarkeit|reichsunmittelbar]] und der Abt ein [[Reichsprälat]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;patrimoine&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1524 wurde das schwer verschuldete Kloster von Papst [[Clemens VII. (Papst)|Clemens&amp;amp;nbsp;VII.]] in ein [[Stift (Kirche)|Stift]] umgewandelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;patrimoine&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;baquol&amp;quot; /&amp;gt; Ab 1546 unterstand es dem [[Hochstift Speyer]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;patrimoine&amp;quot; /&amp;gt; Die Waldgebiete blieben bis zur [[Säkularisation]] nach der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] im Kirchenbesitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als nach der Ära [[Napoleon Bonaparte|Napoleons]] 1815 im [[Zweiter Pariser Frieden|Frieden von Paris]] die Grenze zwischen Frankreich und der nun [[Pfalz (Bayern)|bayerischen Pfalz]] festgelegt wurde, fiel das gesamte Gebiet nördlich der Wieslauter an das [[Königreich Bayern]], nur Wissembourg blieb insgesamt französisch. Heute ist die deutsch-französische Grenze in diesem Gebiet unverändert, allerdings war das Elsass zwischenzeitlich zweimal deutsch, nämlich in der Zeit zwischen dem [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieg]] 1870/71 und dem [[Friedensvertrag von Versailles|Ende des Ersten Weltkriegs]] sowie in der Zeit zwischen dem [[Westfeldzug]] 1940 und der [[Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht|Kapitulation]] 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Besonderheit gab es bei den privatrechtlichen Eigentumsverhältnissen. Infolge des Pariser Friedensvertrages war die Stadt Wissembourg Miteigentümerin von 30&amp;amp;nbsp;km² Wald auf der deutschen Seite der Grenze, und zwar zu gleichen Teilen mit dem bayerischen Staat. Ebenso teilte sie sich 20&amp;amp;nbsp;km² Wald auf der französischen Seite mit dem französischen Staat. Diese Situation wurde durch Landtausch in den 1930er Jahren bereinigt, kriegsbedingt allerdings teilweise erst durch einen 1959 unterzeichneten Vertrag, der auf 1938 zurückdatiert wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wissembourg&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.ville-wissembourg.eu/IMG/pdf/Mars_2007.pdf |text=La gazette de Wissembourg, d’Altenstadt et de Weiler |wayback=20081207132749}}, März 2007 (PDF; 5,0&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zwischen 1938 und 1940 in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] gebaute deutsche [[Westwall]] verlief auch –&amp;amp;nbsp;nördlich parallel zur deutsch-französischen Grenze –&amp;amp;nbsp;im Bereich des Oberen und des Unteren Mundatwalds.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1946 übernahm die [[Französische Besatzungszone|französische Besatzungsbehörde]] ein Gebiet von 7&amp;amp;nbsp;km² im deutschen Teil des Oberen Mundatwalds. Es wurde verwaltungstechnisch in das französische Staatsgebiet eingegliedert. Ziel war die Sicherstellung der Wasserversorgung für Wissembourg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit2&amp;quot;&amp;gt;[https://www.zeit.de/1988/48/besatzer-oder-beschuetzer/ &amp;#039;&amp;#039;Besatzer oder Beschützer?&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 48/1988.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;notes&amp;quot; /&amp;gt; Rechtlich abgesichert wurde dies durch Art.&amp;amp;nbsp;1 Nr.&amp;amp;nbsp;4 der &amp;#039;&amp;#039;Verordnung Nr.&amp;amp;nbsp;212 über Grenzberichtigungen vom 23.&amp;amp;nbsp;April 1949&amp;#039;&amp;#039;, in der General [[Pierre Kœnig|Kœnig]], Chef des Französischen Oberkommandos in Deutschland, verschiedene vorläufige Änderungen der deutschen Westgrenze anordnete. Frankreich übernahm durch diese Verordnung vorübergehend die Gebietshoheit. Die territoriale Souveränität Deutschlands über das Gebiet des Mundatswalds bestand zwar weiterhin, die Ausübung der deutschen Hoheitsgewalt war dort jedoch ausgeschlossen (sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Verwaltungszession&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;notes&amp;quot; /&amp;gt; Ursprünglich schloss das fragliche Gebiet den Weiler [[Sankt Germanshof]] mit ein,&amp;lt;ref&amp;gt;Daniel-Erasmus Khan: &amp;#039;&amp;#039;Die deutschen Staatsgrenzen&amp;#039;&amp;#039;. München 2003. [http://books.google.com/books?id=V01T5VI4nZ4C&amp;amp;lpg=PA578&amp;amp;ots=PdxUmGAk98&amp;amp;pg=PA578 S. 578.]&amp;lt;/ref&amp;gt; aber eine Korrektur am 9.&amp;amp;nbsp;September 1949 stellte sicher, dass nur unbewohntes Land betroffen war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bundestag-1985&amp;quot;&amp;gt;Deutscher Bundestag: [https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/10/045/1004512.pdf Bericht der Abgeordneten Bernrath, Ströbele, Clemens, Hirsch.] (PDF; 923&amp;amp;nbsp;kB) Drucksache 10/4512, 10. Dezember 1985. S. 32&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine förmliche [[Annexion]], also die dauerhafte Übertragung der territorialen Souveränität an Frankreich, war anfangs anscheinend geplant, sie wurde jedoch nie ausgeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;landgericht&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Verhandlungen über den Status des Gebiets wurde es 1962 in einen Vertrag aufgenommen, der verschiedene Grenzfragen zwischen den beiden Ländern im Paket lösen sollte. Der Vertrag hätte das gesamte Gebiet französisch gemacht, aber da ihn der [[Deutscher Bundestag|Deutsche Bundestag]], anders als die [[Nationalversammlung (Frankreich)|Französische Nationalversammlung]], nicht [[Ratifikation|ratifizierte]], trat er nicht in Kraft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;neiss-2008&amp;quot;&amp;gt;Marcel Neiss: {{Webarchiv |url=http://www.dna.fr/articles/200810/03/chasseurs-francais-en-palatinat,wissembourg,000001626.php |text=&amp;#039;&amp;#039;Chasseurs français en Palatinat&amp;#039;&amp;#039; |archive-is=20120730042704}}. Dernières Nouvelles d’Alsace. 3. Oktober 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;bundesarchiv&amp;quot;&amp;gt;[https://www.bundesarchiv.de/cocoon/barch/0000/k/k1961k/kap1_2/kap2_22/para3_3.html Bundesarchiv.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1984 wurde eine endgültige Übereinkunft erzielt, welche im Wesentlichen darin bestand, die Verwaltungshoheit und den zivilrechtlichen Grundbesitz für ein und dasselbe Territorium miteinander auszutauschen. In einem [[Diplomatische Note|Notenwechsel]] zwischen den beiden Regierungen erklärte sich Frankreich mit einer Aufhebung der Verordnung Nr.&amp;amp;nbsp;212 einverstanden; im Gegenzug verpflichtete sich die Bundesrepublik Deutschland, die Französische Republik als Grundbesitzerin des staatlichen Lands im fraglichen Gebiet (mit Ausnahme der Burgruine Guttenberg) ins [[Grundbuch]] einzutragen. Frankreich erhielt zudem die unbefristeten Holz-, Jagd- und Wasserrechte für das Gebiet und Ausgleichsgrundstücke als Ersatz für Privatbesitz aus der Zeit vor 1949 sowie für das Gelände der Burg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;notes&amp;quot;&amp;gt;[https://untreaty.un.org/unts/60001_120000/24/4/00046161.pdf Notenaustausch vom 10. Mai 1984.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit Zustimmung der drei maßgeblichen Mächte Frankreich, Großbritannien und USA konnte 1986 der Bundestag die Verordnung Nr.&amp;amp;nbsp;212 für aufgehoben erklären.&amp;lt;ref name=&amp;quot;art-14-1&amp;quot;&amp;gt;Artikel 14 des 1.&amp;amp;nbsp;Gesetzes zur Bereinigung des Verwaltungsverfahrensrechts. 18. Februar 1986 (Bundesgesetzblatt I, S. 265 und 268).&amp;lt;/ref&amp;gt; Seitdem ist der Obere Mundatwald wieder uneingeschränkt deutsches Hoheitsgebiet. Mit Übertragung der Grundstücksrechte an Frankreich nach den deutschen Vorschriften wurde das Verfahren 1990 abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Staaten bestrebt waren, die Situation zu bereinigen, gab es erheblichen Protest von verschiedenen Bundesbürgern, die Lösungen mit einer Anerkennung französischer Ansprüche ablehnten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit&amp;quot;&amp;gt;Hans-Joachim Noack: [https://www.zeit.de/1967/10/tausche-pariser-kirche-gegen-deutschen-wald &amp;#039;&amp;#039;Tausche Pariser Kirche gegen deutschen Wald&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 10/1967.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1988 schlug ein pensionierter Notar dem [[Amtsgericht Landau in der Pfalz]] vor, ihn als [[Pflegschaft|Pfleger]] einzusetzen, der die Interessen des [[Deutsches Reich|Deutschen Reichs]] gegen die Bundesrepublik Deutschland vertreten sollte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;landgericht&amp;quot;&amp;gt;Landgericht Landau: [{{Webarchiv|url=http://www.mpil.de/ww/de/pub/forschung/forschung_im_detail/publikationen/institut/rspr/r86.cfm?fuseaction_rspr=act&amp;amp;act=r8693_204 |wayback=20121010222019 |text=Archivierte Kopie}} Beschluss vom 15. November 1988 (4 T 68/88), AVR 27 (1989), 110 (ZaöRV 50 [1990&amp;amp;#93;, 133).]&amp;lt;/ref&amp;gt; Da das fragliche Gebiet schon unter französischer Verwaltung stand, als 1949 das [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|Grundgesetz]] proklamiert wurde, war dort nach seiner Meinung noch immer die [[Weimarer Verfassung]] in Kraft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;landgericht&amp;quot; /&amp;gt; Das Amtsgericht kam dieser Anregung nach, aber die Entscheidung wurde nach einer Beschwerde der Bundesregierung von der nächsthöheren Instanz korrigiert, da es keinen Grund zum Zweifel daran gebe, dass das fragliche Gebiet Teil des Landes [[Rheinland-Pfalz]] sei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;landgericht&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile bestätigte die Justiz, dass sich auch französische Bürger, welche die Jagd im Oberen Mundatwald vom französischen Staat pachten, an die deutschen Richtlinien für die Wildfütterung halten müssen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;verwg-nw&amp;quot;&amp;gt;[[Verwaltungsgericht Neustadt an der Weinstraße]], Urteil vom 27. August 2007, Aktenzeichen [https://dejure.org/2007,23879|4 K 596/07.NW].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;ovg-rlp&amp;quot;&amp;gt;[[Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz]], Beschluss vom 13. August 2008, Aktenzeichen [https://dejure.org/2008,4403|8 A 11351/07.OVG] ({{Webarchiv |url=http://www3.justiz.rlp.de/rechtspr/DisplayUrteil.asp?rowguid=%7B3B283C8D-11CA-4DB8-BA4A-C5C4923519D7%7D |text=Beschluss vom 13. August 2008, Aktenzeichen 8 A 11351/07.OVG mit Angabe der Beteiligten. |wayback=20150606143953}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Ansbert Baumann&lt;br /&gt;
   |Titel=Ein deutsch-französischer Grenzfall – Der Mundatwald bei Weißenburg&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Mitteilungen des Historischen Vereins der Pfalz&lt;br /&gt;
   |Band=107&lt;br /&gt;
   |Datum=2009&lt;br /&gt;
   |Seiten=433 ff.}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Karl Bertzel&lt;br /&gt;
   |Titel=Das völkerrechtliche Verhältnis zwischen Deutschland und Frankreich: zugleich ein Beitrag zu den Entschädigungsansprüchen elsaß-lothringer früherer Wehrmachtsangehöriger und zu den derzeitigen französischen territorialen Forderungen gegen Deutschland im Mundatwald&lt;br /&gt;
   |Verlag=Kuratorium zur Erhaltung des Mundatwaldes&lt;br /&gt;
   |Ort=Zweibrücken&lt;br /&gt;
   |Datum=1979}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Dieter Blumenwitz]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Das Deutsche Reich und die Bundesrepublik Deutschland im Streit um den Mundatwald?&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=[[Archiv des Völkerrechts|AVR]]&lt;br /&gt;
   |Band=27&lt;br /&gt;
   |Datum=1989&lt;br /&gt;
   |Seiten=1 ff.}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Heidi Dünisch&lt;br /&gt;
   |Titel=Der Mundatwald – zur Bereinigung letzter Kriegsfolgenprobleme zwischen Deutschland und Frankreich&lt;br /&gt;
   |Verlag=Lang&lt;br /&gt;
   |Ort=Frankfurt am Main&lt;br /&gt;
   |Datum=1989&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-631-41900-7}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Siegfried Jutzi&lt;br /&gt;
   |Titel=Weht die Fahne des Deutschen Reiches wieder im Mundatwald?&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=[[Neue Juristische Wochenschrift]] (NJW)&lt;br /&gt;
   |Datum=1986&lt;br /&gt;
   |Seiten=2998 ff.}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Siegfried Jutzi&lt;br /&gt;
   |Titel=Mundatwald und Sequesterland. Bereinigung letzter Kriegsfolgen zwischen Deutschland und Frankreich&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=[[Archiv des Völkerrechts|AVR]]&lt;br /&gt;
   |Band=24&lt;br /&gt;
   |Datum=1986&lt;br /&gt;
   |Seiten=277 ff.}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Siegfried Jutzi&lt;br /&gt;
   |Titel=Das Deutsche Reich gegen die Bundesrepublik Deutschland wegen des Eigentums am Mundatwald?&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=[[Archiv des Völkerrechts|AVR]]&lt;br /&gt;
   |Band=27&lt;br /&gt;
   |Datum=1989&lt;br /&gt;
   |Seiten=81 ff.}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Jacques Myard&lt;br /&gt;
   |Titel=L&amp;#039;accord du 10 mai 1984 sur le Mundat&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Annuaire français de droit international&lt;br /&gt;
   |Band=31&lt;br /&gt;
   |Datum=1985&lt;br /&gt;
   |Seiten=884–892&lt;br /&gt;
   |Online=https://www.persee.fr/web/revues/home/prescript/article/afdi_0066-3085_1985_num_31_1_2698}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Volker Pilz&lt;br /&gt;
   |Titel=Der Mundatwald bleibt deutsch! Wie das deutsch-französische Grenzabkommen vom 31. Juli 1962 am Auswärtigen Ausschuss des Bundestages scheiterte&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Zeitschrift für Parlamentsfragen&lt;br /&gt;
   |Band=43. Jg.&lt;br /&gt;
   |Nummer=Heft 4&lt;br /&gt;
   |Datum=2012&lt;br /&gt;
   |Seiten=816–830}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://deposit.d-nb.de/cgi-bin/rqframe.pl?ansicht=3&amp;amp;zeitung=jouroffi&amp;amp;jahrgang=1949&amp;amp;ausgabe=262&amp;amp;seite=22471967 Verordnung Nr. 212 des französischen Oberkommandos über Grenzberichtigungen] (französischer und deutscher Originaltext)&lt;br /&gt;
* [https://untreaty.un.org/unts/60001_120000/24/4/00046161.pdf Notentausch zum Mundatwald] (PDF; 77 kB; englische Übersetzung)&lt;br /&gt;
* [http://www.mpil.de/ww/de/pub/forschung/forschung_im_detail/publikationen/institut/rspr/r86.cfm?fuseaction_rspr=act&amp;amp;act=r8693_204 Landgericht Landau, Beschluss vom 15. November 1988 – 4 T 68/88 (Auszüge)]&lt;br /&gt;
* {{YouTube|Dh5uSWG_bwM|Der obere Mundatwald: Ein französischer Wald in Deutschland|2023-11-01|uploader=[[Arte]]|link=0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Pfalz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaft in Rheinland-Pfalz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Südpfalz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Pfälzerwald)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Vogesen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsch-französische Beziehungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jergen</name></author>
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