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	<title>Mund-Antrum-Verbindung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T13:00:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mund-Antrum-Verbindung&amp;diff=2689762&amp;oldid=prev</id>
		<title>213.187.90.110 am 4. April 2025 um 13:09 Uhr</title>
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		<updated>2025-04-04T13:09:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gray1003.png|mini|hochkant=1.5|Wie im Bild zu sehen grenzen die Wurzelspitzen der oberen Molaren anatomisch sehr nah an die Kieferhöhle]]&lt;br /&gt;
Unter einer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mund-Antrum-Verbindung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (MAV) ([[Latein|lat.]] &amp;#039;&amp;#039;antrum&amp;#039;&amp;#039; Höhle; Syn.: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Antrumperforation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eröffnung der Kieferhöhle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) versteht man eine (physiologisch nicht vorhandene) [[iatrogen]] entstandene Verbindung zwischen der [[Mundhöhle]] (lat. &amp;#039;&amp;#039;Cavum oris&amp;#039;&amp;#039;) und der [[Kieferhöhle]] (lat. &amp;#039;&amp;#039;Sinus maxillaris&amp;#039;&amp;#039;) beispielsweise im Rahmen eines [[zahnmedizin]]ischen [[Operation (Medizin)|Eingriffes]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lambrecht&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZNR&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZGO&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Medeco&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;BAO&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen ==&lt;br /&gt;
Eine [[iatrogen]]e Eröffnung der Kieferhöhle kann unbeabsichtigt entstehen, wenn die im Bereich der [[Zahnfach|Zahnfächer]] (lat. &amp;#039;&amp;#039;Alveole&amp;#039;&amp;#039;) relativ dünne Knochenschicht zwischen den Wurzelspitzen der [[Molar (Zahn)|Molaren]] (hinteren Backenzähne) und der Kieferhöhle  durchbrochen wird, was bei der [[Extraktion (Zahnmedizin)|Entfernung eines Zahnes]] (&amp;#039;&amp;#039;Extraktion&amp;#039;&amp;#039;), bei einer [[Wurzelspitzenresektion]], beim Setzen eines [[Zahnimplantat]]es oder bei anderen kieferchirurgischen und zahnärztlichen Eingriffen, beispielsweise der Entfernung einer [[Odontogene Zyste|odontogenen Zyste]] geschehen kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lambrecht&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZNR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine solche Eröffnung ist auch bei vorherigem Erkennen der Gefahr einer MAV mittels Röntgenbild nicht auszuschließen. Sie ist nicht als [[Behandlungsfehler]] einzustufen. Am häufigsten betroffen sind die Molaren, insbesondere die [[Zahnschema#FDI-Zahnschema|Zähne 16, 17, 26 und 27]], deren [[Zahnwurzel|Wurzelspitzen]] häufig bis in die unmittelbare Nähe der Kieferhöhle oder sogar in diese hinein reichen sowie verlagerte [[Weisheitszahn|Weisheitszähne]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZNR&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lambrecht&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnose ==&lt;br /&gt;
Nach jeder Extraktion eines Zahnes, aber auch anderen Eingriffen, bei denen die Möglichkeit der Eröffnung der Kieferhöhle besteht, ist eine solche unmittelbar nach dem Eingriff auszuschließen. Dies geschieht mittels Abtasten der Alveole mit einer [[Knopfsonde]] oder durch den [[Nasenblasversuch]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZNR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen ==&lt;br /&gt;
Durch die MAV können [[Krankheitserreger]] aus der Mundhöhle oder aus der möglicherweise entzündeten Zahnwurzel in die meist physiologisch sterile Kieferhöhle eindringen und dort eine [[Sinusitis]] maxillaris (Kieferhöhlenentzündung) oder Folgeerkrankungen in weiteren [[Nasennebenhöhle]]n verursachen.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Lambrecht, I. Böhlck, P. Dierck: [http://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-7091-8833-0_4 &amp;#039;&amp;#039;Ist die Kieferhöhle physiologischerweise steril?&amp;#039;&amp;#039;] In: G. Watzek, M. Matejka: &amp;#039;&amp;#039;Erkrankungen der Kieferhöhle.&amp;#039;&amp;#039; Springer Verlag, Wien 1986, ISBN 3-7091-8834-2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine bestehende Entzündung im Wurzelbereich des verursachenden Zahnes &amp;#039;&amp;#039;([[Apikale Parodontitis]])&amp;#039;&amp;#039; vergrößert das Risiko einer solchen Komplikation. Die orale [[Bakterienflora]] ist anders zusammengesetzt, als bei rhinogenen Sinusitiden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Drüke2003&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bernhard Drüke |Titel=Kompromisse und Grenzen in der zahnärztlichen Chirurgie |Verlag=Spitta Verlag |Datum=2003 |ISBN=3-934211-65-8 |Seiten=46 ff. |Online={{Google Buch |BuchID=S_TcxCEWHnsC |Seite=46}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch können Bruchstücke des Zahnes in die Kieferhöhle eindringen und hier ebenfalls Entzündungen und andere Komplikationen verursachen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZNR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
Wird eine Antrumperforation diagnostiziert, ist die Eröffnung möglichst umgehend zu verschließen. Bereits nach 24 Stunden ist ein nicht unbeträchtlicher Anteil, nach 3 Tagen bereits 50 % und nach acht Tagen bereits 80 % der eröffneten Kieferhöhlen infiziert. Bei umgehendem Verschluss heilt die Wunde in der [[Schneider-Membran|Schneiderschen Membran]] (Schleimhaut der Kieferhöhle), die sehr regenerationsfähig ist, ebenso problemlos aus wie der Knochendefekt im Kieferknochen. Dieser kann durch Bildung von Knochensubstanz langsam wieder zuwachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Perforation wird durch eine plastische Deckung der Wunde verschlossen. Mittels einer [[Lappenplastik]] aus einem geschaffenen [[Mukoperiostlappen]] und durch eine spezielle [[Nähen (Medizin)|Nahttechnik]] wird die Wunde dicht verschlossen. Der Patient sollte während der ersten acht Tage nach dem plastischen Verschluss ein Schnäuzen mit hohem Druck dringend vermeiden, um zu verhindern, dass die Wunde wieder aufreißt und  möglicherweise [[Nasensekret]] in die Kieferhöhle eindringt. Niesen sollte mit offenem Mund erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls die Perforation nicht erkannt wurde und/oder eine Entzündung der Kieferhöhle bereits eingetreten ist, darf die Perforation nicht verschlossen werden, bis die Entzündung abgeheilt ist, damit gegebenenfalls entstandener [[Eiter]] abfließen kann, was durch eine [[Nasenspülung|Spülung]] unterstützt werden kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BAO&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZNR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapeutische Eröffnung der Kieferhöhle ==&lt;br /&gt;
Eine iatrogene Eröffnung der Kieferhöhle wird absichtlich vorgenommen, um eine Erkrankung in der Kieferhöhle (beispielsweise eine chronisch-eitrige Entzündung, einen [[Tumor]], eine [[Zyste (Medizin)|Zyste]], ein [[Granulom]] oder [[Polyp (Geschwulst)|Polypen]]) zu behandeln. In einem solchen Fall wird im Bereich der [[Fossa canina]] nach Durchtrennung der [[Mundschleimhaut]] ein kleines Knochenfenster geschaffen, durch welches eine [[Punktion]] vorgenommen werden kann, um einen Spülschlauch und/oder ein [[Endoskop]] in die Kieferhöhle einzuführen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BAO&amp;quot; /&amp;gt; Ferner kann durch ein solches Fenster ein [[Sinuslift]] durchgeführt werden, ein  [[Kieferaufbau|Aufbau des Kieferknochens]], um genügend Knochen für die Verankerung eines Zahnimplantats zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=J. Thomas Lambrecht&lt;br /&gt;
   |Hrsg=SSO – Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Eröffnung der Kieferhöhle&lt;br /&gt;
   |TitelErg=Vortrag auf dem SSO-Kongress Davos 1998&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Schweizer Monatsschrift für Zahnmedizin&lt;br /&gt;
   |Band=Vol. 108&lt;br /&gt;
   |Nummer=12/1998&lt;br /&gt;
   |Datum=1998&lt;br /&gt;
   |Online=https://www.sso.ch/fileadmin/upload_sso/2_Zahnaerzte/2_SDJ/SMfZ_1998/SMfZ_12_1998/smfz-98-12-bildung2.pdf&lt;br /&gt;
   |Format=PDF&lt;br /&gt;
   |KBytes=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lambrecht&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lambrecht 1998 (siehe Literatur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZNR&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle |url=http://www.zahnaerzte-nr.de/wissen/zahnchirurgie/eroeffnung_der_kieferhoehle/ |titel=Eröffnung der Kieferhöhle |hrsg=Kassenzahnärztliche Vereinigung Nordrhein |archiv-url=https://web.archive.org/web/20120102093207/http://www.zahnaerzte-nr.de/wissen/zahnchirurgie/eroeffnung_der_kieferhoehle |archiv-datum=2012-01-02 |abruf=2012-07-15 |offline=1 |archiv-bot=2019-05-02 15:04:41 InternetArchiveBot}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZGO&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle |url=http://www.zahngesundheit-online.com/Zahnerkrankungen/Mund-Antrum-Verbindung/ |titel=Mund-Antrum-Verbindung |hrsg=DocMedicus – Gesundheitsportal der Deutschen Gesellschaft für Nährstoffmedizin und Prävention (DGNP) e.&amp;amp;nbsp;V. |abruf=2012-07-15}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Medeco&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle |url=http://www.medeco.de/dentalatlas/mund-kiefer-gesichtschirurgie/kieferhoehlen-erkrankungen/eroeffnung-der-kieferhoehle-bei-der-zahnextraktion/ |titel=Eröffnung der Kieferhöhle bei chronischer Sinusitis |hrsg=Medeco GmbH |abruf=2012-07-15}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;BAO&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle |url=http://www.operieren.de/content/e3224/e10/e1196/e1201/e8828/ |titel=Kieferhöhlen-Operationen |hrsg=BOA – Bundesverband für Ambulantes Operieren |abruf=2012-07-15}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mundantrumverbindung}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Zahnmedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberkiefer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>213.187.90.110</name></author>
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