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	<title>Mumps - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mumps&amp;diff=196359&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;McBayne: /* Vorkommen */ ersetze graph chart durch chartdirekt</title>
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		<updated>2026-01-16T12:06:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Vorkommen: &lt;/span&gt; ersetze graph chart durch chartdirekt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| BREITE = &lt;br /&gt;
| 01-CODE = B26.0&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Mumps-Orchitis&lt;br /&gt;
| 02-CODE = B26.1&lt;br /&gt;
| 02-BEZEICHNUNG = Mumps-Meningitis&lt;br /&gt;
| 03-CODE = B26.2&lt;br /&gt;
| 03-BEZEICHNUNG = Mumps-Enzephalitis&lt;br /&gt;
| 04-CODE = B26.3&lt;br /&gt;
| 04-BEZEICHNUNG = Mumps-Pankreatitis&lt;br /&gt;
| 05-CODE = B26.8&lt;br /&gt;
| 05-BEZEICHNUNG = Mumps mit sonstigen Komplikationen&lt;br /&gt;
| 06-CODE = B26.9&lt;br /&gt;
| 06-BEZEICHNUNG = Mumps ohne Komplikation&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Infobox International Classification of Diseases 11&lt;br /&gt;
| Code-01 = 1D80&lt;br /&gt;
| Data-01 = Mumps&lt;br /&gt;
| Code-02 = 1D80.0&lt;br /&gt;
| Data-02 = Mumps ohne Komplikation&lt;br /&gt;
| Code-03 = 1D80.1&lt;br /&gt;
| Data-03 = Mumpsorchitis&lt;br /&gt;
| Code-04 = 1D80.2&lt;br /&gt;
| Data-04 = Mumpsmeningitis&lt;br /&gt;
| Code-05 = 1D80.3&lt;br /&gt;
| Data-05 = Mumpsenzephalitis&lt;br /&gt;
| Code-06 = 1D80.4&lt;br /&gt;
| Data-06 = Mumpspankreatitis&lt;br /&gt;
| Code-07 = 1D80.Y&lt;br /&gt;
| Data-07 = Sonstiger näher bezeichneter Mumps&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der oder die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mumps&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Parotitis epidemica&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Rubula infans&amp;#039;&amp;#039;, in der Schweiz auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mumpf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/Mumpf &amp;#039;&amp;#039;Mumpf&amp;#039;&amp;#039;.] Auf: &amp;#039;&amp;#039;duden.de&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; umgangssprachlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ziegenpeter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bauernwetzel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wochentölpel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tölpel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Feifel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, in der Schweiz auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ohrenmüggeli&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;Albrecht N. Rauch: &amp;#039;&amp;#039;Krankheitsnamen im Deutschen. Eine dialektologische und etymologische Untersuchung der Bezeichnungen für Diphtherie, Febris scarlatina, Morbilli, Parotitis epidemica und Varicellae.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik.&amp;#039;&amp;#039; Beiheft Nr. 84, Stuttgart 1995.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Feifel&amp;#039;&amp;#039; mit der Synonymangabe Mumps und Verweis dorthin. In: &amp;#039;&amp;#039;Der Neue Herder von A bis Z&amp;#039;&amp;#039;. Erster Halbband, Freiburg im Breisgau 1949, Spalte 1075.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.familienhandbuch.de/gesundheit/krankheiten/DerZiegenpeteristnichtsolustigwieerklingt.php familienhandbuch.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; ist eine ansteckende, mit Fieber verbundene Infektionskrankheit durch [[Virusinfektion]]. Sie befällt vor allem die [[Ohrspeicheldrüse]]n und andere Organe. Häufige Komplikationen sind Hirnhautentzündung ([[Meningitis]]) sowie bei Jungen eine Hodenentzündung ([[Orchitis]]), die zur [[Unfruchtbarkeit]] führen kann. Eine Infektion hinterlässt in der Regel eine lebenslange Immunität. Die Behandlung besteht in der Linderung der Symptome.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr erkranken hauptsächlich Kinder an Mumps. Die Krankheit gehört damit zu den klassischen [[Kinderkrankheit]]en. Der Erkrankung (und somit auch den Komplikationen) kann mit hoher Sicherheit durch eine Impfung vorgebeugt werden.&lt;br /&gt;
Mumps ist nach deutschem Recht [[Meldepflichtige Krankheit|meldepflichtig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erreger ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mumps virus, negative stained TEM 8758 lores.jpg|mini|Mumps-Virus]]&lt;br /&gt;
Der Verursacher dieser Erkrankung ist das [[Mumpsvirus]] (früher &amp;#039;&amp;#039;Paramyxovirus parotitidis&amp;#039;&amp;#039; genannt), ein behülltes Einzel(−)-Strang-[[Ribonukleinsäure|RNA]]-Virus [ss(−)RNA] aus der Familie der &amp;#039;&amp;#039;[[Paramyxoviridae]]&amp;#039;&amp;#039;, Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Rubulavirus]]&amp;#039;&amp;#039;. Der Mensch ist das einzige Erregerreservoir. Das Virion erscheint rundlich von unregelmäßiger Kontur und misst etwa 150&amp;amp;nbsp;nm. Das knäuelartig angeordnete [[Kapsid]] ist von einer lipidhaltigen [[Virushülle]] umgeben. Weltweit existiert nur ein [[Serotyp]] mit verschiedenen Subtypen, die sich jedoch weder im Krankheitsbild noch in der [[Serologie|serologischen]] Reaktion unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Mumpsviren ist nur ein humanpathogener Serotyp bekannt. Nach einer [[WHO|WHO-unterstützten]] Nomenklatur von 2012 werden Mumpsviren in die [[Genotyp]]en A bis N eingeteilt, wobei die einzelnen Genotypen geografisch unterschiedlich verbreitet sind: Die Genotypen A, C, D, G und H werden im Wesentlichen in der westlichen Hemisphäre beobachtet, die Genotypen B, F, I, J/K und L vor allem im asiatischen und pazifischen Raum. In Deutschland sind Mumps-Erkrankungen in den letzten Jahren vor allem durch den Genotyp G verursacht worden, dessen Auftreten weltweit zunimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Epidemiologisches Bulletin]].&amp;#039;&amp;#039; Band 13/2013: [https://edoc.rki.de/bitstream/handle/176904/4678/23tSRgedajk.pdf?sequence=1&amp;amp;isAllowed=y &amp;#039;&amp;#039;Mumps (Parotitis epidemica) Aktualisierte Fassung vom April 2013; Erstveröffentlichung im Epidemiologischen Bulletin 37/2001.&amp;#039;&amp;#039;] S. 106.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von diesen Erregern verursachte Erkrankung nimmt nur extrem selten einen tödlichen Verlauf. Dies zeigt, dass dieses Virus sehr stark an den Menschen als seinen [[Wirt (Biologie)|Reservoirwirt]] angepasst ist, also als „wirtsspezifisch und teiladaptiert“ bezeichnet werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Mumps kommt weltweit [[Endemie|endemisch]] vor und befällt hauptsächlich Kinder, kann aber auch bei Erwachsenen auftreten (siehe [[Kinderkrankheit]]). Vor Einführung der allgemein empfohlenen [[Impfung]] erkrankten die meisten Kinder zwischen dem 2.&amp;amp;nbsp;und&amp;amp;nbsp;15.&amp;amp;nbsp;Lebensjahr. Jungen erkranken häufiger als Mädchen. Die Erkrankung verläuft umso schwerer und komplikationsreicher, je älter die Betroffenen sind. Seit Einführung der Impfung (in Österreich seit 1974) ging die Häufigkeit drastisch zurück, die zunehmende Impfmüdigkeit hat jedoch international wieder zu einem Anstieg der Erkrankungsfälle geführt. In Großbritannien traten nach langer Zeit seit 1998 wieder Mumpserkrankungen auf. Die Zahl der gemeldeten Erkrankten betrug 2003 schon rund&amp;amp;nbsp;4.000, 2005 (in der Folge eines Ausbruchs in England und Wales) bereits&amp;amp;nbsp;56.390.&amp;lt;ref&amp;gt;CDC: &amp;#039;&amp;#039;Mumps epidemic--United kingdom, 2004-2005.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Morbidity and Mortality Weekly Report.&amp;#039;&amp;#039; 24, Februar 2006, Band 55, Nr. 7: S. 173–175, PMID 16498380.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Österreich kam es im Frühjahr 2006 zu einem Ausbruch mit 227&amp;amp;nbsp;erfassten Fällen. Von den Fällen mit bekanntem Impfstatus waren 48 % nicht und 40 % nur einmal geimpft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.virologie.meduniwien.ac.at/home/virus-epidemiologie/virusepidemiologische-information/2007/lang_1-content.html |text=Virusepidemiologische Information 06/07 |wayback=20070928042611}} (Institut für Virologie der Medizinischen Universität Wien).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bundesweite Meldepflicht in Deutschland besteht seit 2013. Die Anzahl der in Deutschland jährlich (2014–2016) gemeldeten Fälle liegt im oberen dreistelligen Bereich, was eine [[Inzidenz (Epidemiologie)|Inzidenz]] von etwa 1 auf 100.000 Einwohner ergibt. Bei den Jungen im ersten Lebensjahr liegt die Inzidenz ebenfalls um 1, bei den Mädchen deutlich darunter. Bei den ein- bis fünfjährigen Jungen liegt die Inzidenz um 4, bei den gleich alten Mädchen bei etwa 2 bis 3. Bei den sechs- bis achtjährigen Mädchen und Jungen liegt die Inzidenz bei etwa 2 bis 3, bei den Neun- bis Fünfzehnjährigen durchschnittlich zwischen 1 und 2. Insgesamt liegt die Inzidenz in der männlichen Bevölkerung Deutschlands geringfügig über der der weiblichen Bevölkerung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Robert Koch-Institut |url=https://survstat.rki.de/ |titel=SurvStat@RKI 2.0 |sprache=de |abruf=2017-05-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beim [[Robert Koch-Institut]] für Deutschland gemeldeten Fallzahlen haben sich seit dem Jahr 2013 folgendermaßen entwickelt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ChartDirekt|Breite=750px|Ausrichtung=rechts|y1Title= gemeldete Fallzahlen&lt;br /&gt;
|type=line|x=2013, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020, 2021, 2022, 2023, 2024, 2025&lt;br /&gt;
|y1=568,835,703,741,653,536,593,338,114,259,330,393,328}}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr !! gemeldete Fallzahlen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://survstat.rki.de/Content/Query/Create.aspx Online-Datenbank SurvStat@RKI 2.0] Auf: &amp;#039;&amp;#039;survstat.rki.de&amp;#039;&amp;#039;  Datenstand: 14. Februar 2024; Abgerufen am 15. Februar 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2013 || 568 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2014 || 835&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2015 || 703&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2016 || 741&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2017 || 653&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2018 || 536&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2019 || 593&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2020 || 338&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2021 || 114&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2022 || 259&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2023 || 330&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2024 || 393&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2025 || 328&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird vermutet, dass in Folge der [[COVID-19-Pandemie in Deutschland]] und der damit einhergehenden Hygienemaßnahmen die Zahl der in den Kalenderwochen 10 bis 32 registrierten Fälle im Jahr 2020 im Mittel ein Drittel unter den Werten der Vorjahre lagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Gründe für diesen Rückgang sind vielschichtig, erregerspezifisch und können durch die Analyse der Meldedaten nicht kausal geklärt werden. Neben einem tatsächlichen Rückgang von Infektionskrankheiten in der Bevölkerung könnten andere Faktoren zu Veränderungen in der Anzahl übermittelter Fälle geführt haben: Das Verhalten der Bevölkerung in Bezug auf die Inanspruchnahme von medizinischen Versorgungsleistungen sowie die Häufigkeit von Tests spielen eine wichtige Rolle bei der Erkennung bzw. Surveillance von Infektionskrankheiten. Epidemiologische Faktoren wie Saisonalität (z.&amp;amp;nbsp;B. bei [[Masern]] und [[Frühsommer-Meningoenzephalitis|FSME]]) oder zirkulierende Virusstämme (z.&amp;amp;nbsp;B. bei [[Influenza]]) können ebenfalls Einfluss auf die Häufigkeit und Übertragung von Infektionskrankheiten haben“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2021/Ausgaben/07_21.pdf?__blob=publicationFile |titel=Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und assoziierter Public-Health-Maßnahmen auf andere meldepflichtige Infektionskrankheiten in Deutschland (MW 1/2016 – 32/2020) |werk=rki.de |hrsg=Robert Koch-Institut |datum=2021-02-18 |format=PDF |offline= |archiv-url= |archiv-datum= |abruf=2021-02-13 |kommentar=Online-Vorab-Veröffentlichung aus dem [[Epidemiologisches Bulletin|Epidemiologischen Bulletin]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übertragung ==&lt;br /&gt;
Die [[Infektion|Übertragung]] erfolgt durch [[Tröpfcheninfektion]], direkten [[Körperkontakt|Kontakt]] oder seltener durch mit Speichel kontaminierte Gegenstände. Die mögliche Virusausscheidung im [[Urin]] und in der [[Muttermilch]] hat keine praktische Bedeutung für die Übertragung. Patienten sind drei bis fünf, maximal sieben Tage vor Ausbruch der Erkrankung bis in die frühe [[Rekonvaleszenz]], aber maximal bis zum neunten Tag nach Ausbruch der Erkrankung ansteckend. Die [[Inkubationszeit]] beträgt 12 bis 25, im Mittel 16 bis 18&amp;amp;nbsp;Tage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rki&amp;quot;&amp;gt;[https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Mumps.html Mumps, RKI-Ratgeber.] [[Robert Koch-Institut]]; Stand: 23. Juli 2021, abgerufen am 13. Juli 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Infektiosität ist wie bei allen klassischen Kinderkrankheiten hoch, über 80 % nicht immuner Haushaltsmitglieder werden angesteckt. Die Erkrankung hinterlässt in der Regel eine lebenslange [[Immunität (Medizin)|Immunität]]. Zweiterkrankungen sind möglich, aber selten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CDC&amp;quot;&amp;gt;[https://www.cdc.gov/vaccines/pubs/pinkbook/downloads/mumps.pdf &amp;#039;&amp;#039;Mumps&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 137&amp;amp;nbsp;kB) in: &amp;#039;&amp;#039;The Pink Book: Epidemiology and Prevention of Vaccine-Preventable Diseases.&amp;#039;&amp;#039; CDC 12th Edition; Mai 2012-&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ansteckungsfähigkeit ist 2 Tage vor bis 4 Tage nach Erkrankungsbeginn am größten. Insgesamt kann ein Infizierter 7 Tage vor bis 9 Tage nach Auftreten der Parotisschwellung ansteckend sein. Auch klinisch inapparente Infektionen sind ansteckend.&amp;lt;ref&amp;gt;Epidemiologisches Bulleting 13/2013 - [https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/epid_bull_form.html rki.de] (aufgerufen am 2. April 2013)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klinische Erscheinungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:mumps.jpg|mini|hochkant|Fünfjähriger Mumps-Patient mit typischer Schwellung der Ohrspeicheldrüse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mumps zeigt eine große Variabilität im Erscheinungsbild. Bis zu 40 % der Infektionen verlaufen symptomlos &amp;#039;&amp;#039;([[stille Feiung]])&amp;#039;&amp;#039; oder nur mit unspezifischen Krankheitszeichen. Mediziner nennen einen solchen Verlauf &amp;#039;&amp;#039;klinisch inapparent&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dgpi&amp;quot;&amp;gt;[[Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie]] e.&amp;amp;nbsp;V. (DGPI) (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Infektionen bei Kindern und Jugendlichen.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Futuramed, München 2003, ISBN 3-923599-90-0.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeine Krankheitserscheinungen ===&lt;br /&gt;
Als häufigste Symptome treten Fieber und eine ein- oder noch häufiger doppelseitige entzündliche Schwellung der [[Ohrspeicheldrüse]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Parotitis]]&amp;#039;&amp;#039;, 80 %) mit Schmerzen insbesondere beim Kauen und typisch abstehendem Ohrläppchen auf. Die Mündung des Ausführungsgangs der Ohrspeicheldrüse gegenüber dem zweiten oberen Backenzahn ist gerötet. Nicht selten sind auch andere Speicheldrüsen einschließlich der [[Bauchspeicheldrüse]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Pankreatitis]]&amp;#039;&amp;#039;, 2&amp;amp;nbsp;bis&amp;amp;nbsp;5 %) betroffen. Letztere äußert sich mit Erbrechen, Oberbauchschmerzen und [[Steatorrhoe|fetthaltigen Durchfällen]]. Zusätzlich kommen bei 40&amp;amp;nbsp;bis&amp;amp;nbsp;50 % der Fälle [[Atmung|respiratorische]] Symptome zum Tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Komplikationen ===&lt;br /&gt;
==== Hirnhaut- und Hirnentzündung ====&lt;br /&gt;
Die häufigste Komplikation bei Kindern ist die Hirnhautentzündung (aseptische [[Meningitis]]). Das zentrale Nervensystem ist in 3&amp;amp;nbsp;bis 15 % der Erkrankungen in Form einer serösen (nicht eitrigen) Meningitis mit bedeutsamen Krankheitszeichen betroffen, jedoch hat etwa die Hälfte der insgesamt Erkrankten entzündliche Veränderungen im Liquor. Mumps-Meningitiden äußern sich in Kopf- oder Nackenschmerzen, Lichtscheu sowie schmerzhafter Nackensteifigkeit ([[Meningismus]]) und können bereits eine Woche vor und bis zu drei Wochen nach Beginn der Ohrspeicheldrüsenentzündung oder auch isoliert auftreten. Deutlich seltener ist die Hirnentzündung ([[Enzephalitis]]), hier sind Benommenheit, Erbrechen, Schwindel und neurologische Ausfälle (z.&amp;amp;nbsp;B. Lähmungen) die Symptome. Selten bleiben solche Ausfälle in Form einer Halbseitenlähmung oder eines [[Hydrocephalus]] dauerhaft bestehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dgpi&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ertaubung ====&lt;br /&gt;
In etwa einer von 10.000 Infektionen kann eine [[Schwerhörigkeit#Schallempfindungsschwerhörigkeit|Innenohrschwerhörigkeit]] auftreten, meist in Form einer ein- oder aber auch beidseitigen [[Taubheit (Ohr)|Ertaubung]]. Mumps gilt als häufigste Ursache einer einseitigen Ertaubung bei Kindern, die bei Kleinkindern von den Eltern meist nicht bemerkt wird. Daher ist im Krankheitsverlauf eine dahingehende Untersuchung empfehlenswert. Eine [[Gehörlosigkeit|beidseitige Ertaubung]] stellt eine Behinderung mit gravierenden Folgen für das weitere Leben dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sonstige Komplikationen ====&lt;br /&gt;
Das Mumpsvirus befällt in etwa 30 % der Fälle bei Jungen und Männern auch die [[Hoden]] und führt zu einer Mumps[[orchitis]]. Diese beginnt am Ende der ersten Krankheitswoche mit erneutem Fieberanstieg, Schwellung und Schmerzhaftigkeit meist nur eines Hodens. Bei 13 % der Betroffenen kommt es zu einer Störung der Fruchtbarkeit. Selten kann [[Unfruchtbarkeit]] als Spätschaden erhalten bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seltenere Komplikationen sind Entzündungen der Bauchspeicheldrüse ([[Pankreatitis]]), der Eierstöcke ([[Adnexitis]]), der Schilddrüse ([[Thyreoiditis]]), der [[Iris (Auge)|Regenbogenhaut]] am Auge ([[Iritis]]), des Herzmuskels ([[Myokarditis]]), großer Gelenke ([[Arthritis]]) oder der Nieren ([[Nephritis]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Todesfälle kommen heutzutage praktisch nicht mehr vor, jedoch werden chronische Erkrankungen des [[Zentralnervensystem]]s vereinzelt beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach heutiger Auffassung besteht kein direkter [[Kausalität|kausaler]] Zusammenhang zwischen Mumps und [[Diabetes mellitus]] Typ&amp;amp;nbsp;I.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aktuelle Datenlage zeigt, dass eine Mumpsinfektion nicht mit einer erhöhten Rate von [[Fehlgeburt]]en einhergeht. Frühere Erkenntnisse, welche auf eine erhöhte Rate hingewiesen haben, gelten als überholt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Mumps.html RKI-Ratgeber:Mumps], Stand vom 20. Februar 2023; zuletzt abgerufen am 20. Januar 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Untersuchungsmethoden ==&lt;br /&gt;
Bei typischer Symptomatik im Rahmen einer [[Epidemie]] kann die Diagnose klinisch gestellt werden. Im Einzelfall kann sie durch Bestimmung der spezifischen [[Antikörper]] im [[Blutserum|Serum]] bestätigt werden (zum Beispiel mittels [[Enzyme-linked Immunosorbent Assay|ELISA]]). Weiterhin ist auch die Virusanzucht oder der Nachweis mumpsspezifischer RNA durch [[Reverse Transkriptase-Polymerase-Kettenreaktion|RT-PCR]] aus Rachenabstrich  und Urin möglich. Angesichts der Seltenheit der Erkrankung wird in Deutschland die Sicherung der Diagnose mittels RT-PCR empfohlen. Die Proben sollten nicht später als sieben Tage nach dem Erkrankungsbeginn gewonnen werden.  Die Immunität einer Person kann leicht durch Bestimmung mumpsspezifischer IgG-Antikörper festgestellt werden. Bei Geimpften weist ein Titeranstieg dieser Antikörper um das Vierfache auf eine Mumpsinfektion hin.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Mumps.html RKI-Ratgeber:Mumps], Stand vom 20. Februar 2023; zuletzt abgerufen am 19. Januar 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandlung ==&lt;br /&gt;
Es gibt keine spezifische antivirale Behandlung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Impfkomp&amp;quot; &amp;gt;{{Literatur |Autor=Ulrich Heininger, Wolfgang Jilg |Hrsg=Heinz Spiess, Ulrich Heininger, Wolfgang Jilg |Titel=Mumps |Sammelwerk=Impfkompendium |Auflage=8 |Verlag=Thieme |Datum=2015 |ISBN=978-3-13-498908-3 |Seiten=227ff. |DOI=10.1055/b-0035-127591}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine symptomatische Behandlung beschränkt sich meist auf schmerzlindernde und gegebenenfalls fiebersenkende Maßnahmen mit Wärme- oder Kälteanwendung an den geschwollenen Halspartien oder medikamentös mit [[Paracetamol]] oder [[Ibuprofen]]. Wegen der Beschwerden beim Kauen sollte auf weiche Speisen geachtet werden. Säurehaltige Speisen und Getränke fördern den Speichelfluss und verstärken die Schmerzen. Daher ist den Patienten zu raten, beispielsweise Fruchtsäfte zu meiden. Bei schweren Verläufen sind unter Umständen [[Corticosteroide]] indiziert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dgpi&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorbeugung ==&lt;br /&gt;
=== Passive Immunisierung und Expositionsprophylaxe ===&lt;br /&gt;
Eine [[Präexpositionsprophylaxe|prä-]] oder [[Postexpositionsprophylaxe|postexpositionelle]] Gabe von [[Antikörper|Immunglobulinen]] (passive Immunisierung) hat sich als unwirksam herausgestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Impfkomp&amp;quot; /&amp;gt; Ferner steht kein spezifisches Mumps-Immunglobulin zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da drei Tage vor der Parotitis bereits das Virus ausgeschieden wird, die [[Kontagiosität]] nach Symptombeginn andererseits wieder rasch abfällt und viele Erkrankungen ohnehin klinisch unauffällig verlaufen, wird eine [[Expositionsprophylaxe]] nicht durchgeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Impfkomp&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Impfung ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|MMR-Impfstoff}}&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Mumpsimpfstoff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Vorbeugung gibt es einen [[Mumpsimpfstoff]] aus abgeschwächten Mumpsviren, die Impfung ist die wirksamste präventive Maßnahme gegen Mumps.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RKI_Rat_Mumps&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Mumps.html#doc13018560bodyText14 |titel=Mumps |werk=RKI-Ratgeber |hrsg=[[Robert Koch-Institut]] |datum=2019-09-19 |abruf=2020-06-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mumpsimpfung gehört in Deutschland zu den von der [[Ständige Impfkommission|STIKO]] allgemein empfohlenen Impfungen. Sie soll als Kombinationsimpfung mit der [[Masernimpfstoff|Masern-]] und [[Rötelnimpfstoff|Röteln-Impfung]] ([[MMR-Impfstoff]]) bzw. zusätzlich mit der [[Varizellaimpfstoff|Windpocken-Impfung]] (MMRV-Impfstoff, seit Juli 2006 in Deutschland zugelassen)&amp;lt;ref name=&amp;quot;RKI_Rat_Mumps&amp;quot; /&amp;gt; ab dem elften bis zum 14.&amp;amp;nbsp;Lebensmonat und erneut als Wiederholungsimpfung (zur Schließung von Impflücken) frühestens vier Wochen nach der ersten Impfung verabreicht werden. Auch der österreichische Impfplan sieht eine zweimalige MMR-Impfung im zweiten Lebensjahr vor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.bmgfj.gv.at/cms/site/standard.html?channel=CH0780&amp;amp;doc=CMS1038913010412 |text=Impfplan 2009 |wayback=20091114202308}}. Bundesministerium für Gesundheit, Familien und Jugend Österreichs&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Schweiz zählt die Mumpsimpfung nach derjenigen gegen Röteln und Masern seit 1981 zum Routineimpfplan, seit 1985 als MMR-Kombinationsimpfung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.swiss-paediatrics.org/paediatrica/vol12/n2/mmrec-ge.htm |text=Schweizerische Gesellschaft für Pädiatrie |wayback=20080512074526}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenanzeigen gegen die Impfung sind Schwangerschaft, [[Allergie|allergische Reaktionen]] auf Impfstoffbestandteile und angeborene oder erworbene [[T-Lymphozyt|T-Zell]]-Defekte. Eine gesicherte Hühnereiweißallergie stellt allerdings keine Kontraindikation dar. Auch Personen mit humoralen [[Immundefekt]]en, [[Granulozyt]]enfunktionsstörungen, [[Asplenie]] oder asymptomatischer [[Aids|HIV-Infektion]] dürfen geimpft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Mumpskontakt kann eine Erkrankung durch eine Impfung in der frühen Inkubationszeit nicht sicher verhindert werden. Die Ständige Impfkommission des RKI wies 2012 darauf hin, dass auch nach regelrechtem Abschluss der Grund-Immunisierung (zwei Impfungen) mit dem gegenwärtigen Impfstoff der Schutz nicht zuverlässig ist: Sowohl in den USA als auch in europäischen Staaten einschließlich Deutschlands kam es in den letzten Jahren zu Monate lang anhaltenden regionalen Mumpsausbrüchen, bei denen die Mehrheit der Erkrankten zwei Impfungen erhalten hatten, so in Bayern vom Sommer 2010 bis Sommer 2011, als über 60 % der Erkrankten grundimmunisiert waren. Da die Erkrankten überwiegend aus Gemeinschaftseinrichtungen und Ausbildungseinrichtungen für junge Erwachsene kamen, erweiterte die Impfkommission die Indikation auf diesen Personenkreis. Allerdings steht in Deutschland derzeit Impfstoff gegen Mumps nur in Kombination mit solchem gegen andere Viren zur Verfügung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2012/Ausgaben/31_12.html Epidemiologisches Bulletin 31/2012.] Ständige Impfkommission am RKI.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;float-right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ style=&amp;quot;margin-left:1em;&amp;quot; | Gegenüberstellung der Komplikationen von Erkrankung mit Mumps und nach Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR). &amp;#039;&amp;#039;(Adaptiert nach&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chen1999&amp;quot;&amp;gt;R. T. Chen: &amp;#039;&amp;#039;Vaccine risks: real perceived and unknown.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vaccine.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 17/1999. S. 41–46.&amp;lt;/ref&amp;gt;)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#DDDDDD&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Symptom/Erkrankung&lt;br /&gt;
! &amp;amp;nbsp;Komplikationsrate &amp;amp;nbsp;&amp;lt;br /&amp;gt;bei Mumps-Erkrankung&lt;br /&gt;
! Komplikationsrate&amp;lt;br /&amp;gt;nach MMR-Impfung&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#EEEEEE&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Entzündung der [[Speicheldrüse]]||98 % || 0,5 %&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#EEEEEE&amp;quot;&lt;br /&gt;
| [[Pankreatitis|Bauchspeicheldrüsenentzündung]]||2 bis 5 % || 0,5 %&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#EEEEEE&amp;quot;&lt;br /&gt;
| [[Orchitis|Hodenentzündung]] bei Jugendlichen&amp;lt;br /&amp;gt;und erwachsenen Männern||20 bis 50 % || 1/1.000.000&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#EEEEEE&amp;quot;&lt;br /&gt;
| [[Meningitis]]||~15 % || 1/1.000.000&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#EEEEEE&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Taubheit||1/20.000 || 0&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fieber und lokale [[Impfreaktion]]en wie Rötung, Schmerzen und Schwellungen an der Injektionsstelle können wie bei allen Impfungen vorkommen und sind als harmlose Nebenwirkungen zu betrachten. Da es sich beim Mumps-Impfstoff um einen abgeschwächten Lebendimpfstoff handelt, kann in seltenen Fällen eine abgeschwächte Form der Mumpserkrankung mit ähnlichen Symptomen (→ Tabelle) entstehen. Diese Auswirkungen sind üblicherweise leichter und kurzfristiger Natur. Obschon also bekannte Nebeneffekte existieren, überwiegen die Vorteile gegenüber einer Wildvirus-Infektion bei weitem. Weitere mögliche Nebenwirkungen wurden immer wieder kontrovers diskutiert. Der Artikel [[MMR-Impfstoff]] enthält hierzu detailliertere Informationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Trennung von hospitalisierten und in Gemeinschaftseinrichtungen befindlichen Personen ===&lt;br /&gt;
Stationär untergebrachte Patienten mit Mumps sollen neun Tage von anderen Patienten in Isolierzimmern getrennt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rki&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Abklingen der Symptome können Personen frühestens fünf Tage nach Ausbruch der Erkrankung Gemeinschaftseinrichtungen (gemäß {{§|33|ifsg|juris}} [[IfSG]], u.&amp;amp;nbsp;a. Kindergärten, Schulen, Heime) wieder besuchen, dies ist aber von einem ärztlichen Urteil abhängig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rki&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Meldepflicht ==&lt;br /&gt;
In Deutschland ist Mumps eine [[Meldepflichtige Krankheit#Deutschland|meldepflichtige Krankheit]] nach {{§|6|ifsg|juris}} [[Infektionsschutzgesetz]] (IfSG). Krankheitsverdacht, Erkrankung und Tod sind namentlich zu melden. In der Schweiz und Österreich ist Mumps nicht meldepflichtig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{§§|818.101.126|ch|text=Verordnung des EDI über die Meldung von Beobachtungen übertragbarer Krankheiten des Menschen}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url = https://www.sozialministerium.at/dam/jcr:4e4dee20-8aee-45ed-b36c-49167e7c1490/Anzeigepflichtige_Krankheiten_in_Oesterreich_Juli2023.pdf |titel = Anzeigepflichtige Krankheiten in Österreich |hrsg = Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK) |datum = 2023-06-30 |format = PDF |sprache = de-AT |abruf = 2024-02-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Schon [[Hippokrates von Kos|Hippokrates]] beschrieb die Mumpserkrankung als &amp;#039;&amp;#039;„Schwellung vor den Ohren und Wangen […] bei jungen Leuten […], welche den Kampfplatz und die Turnhalle besuchen […] mit schmerzhaften Entzündungen der Testikel, doch im allgemeinen wieder zurückgehend und ohne kritische Phänomene“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Corpus Hippocraticum]] &amp;#039;&amp;#039;Epidemien&amp;#039;&amp;#039; 1,1,1.&amp;lt;/ref&amp;gt; und unterschied diese &amp;#039;&amp;#039;Parotitis epidemica&amp;#039;&amp;#039; deutlich von anderen Schwellungen der [[Ohrspeicheldrüse]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Georg Sticker]]: &amp;#039;&amp;#039;Hippokrates: Der Volkskrankheiten erstes und drittes Buch (um das Jahr 434–430 v. Chr.). Aus dem Griechischen übersetzt, eingeleitet und erläutert&amp;#039;&amp;#039;  (= &amp;#039;&amp;#039;Klassiker der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Band 29). Johann Ambrosius Barth, Leipzig 1923; unveränderter Nachdruck: Zentralantiquariat der Deutschen Demokratischen Republik, Leipzig 1968, S. 37 und 93, Anmerkung 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Aulus Cornelius Celsus|Celsus]] nannte den Mumps schlicht Halsschwellung, später wurde er &amp;#039;&amp;#039;angina maxillaris (Kieferbeklemmung)&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;angina externa (äußere Beklemmung)&amp;#039;&amp;#039; genannt. Erst im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde Mumps als eigenständiges Krankheitsbild abgegrenzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;igdm&amp;quot;&amp;gt;Max Micoud: &amp;#039;&amp;#039;Die ansteckenden Krankheiten. Klinische Beobachtung.&amp;#039;&amp;#039; In: J.-Ch. Sournia, J. Poulet, M. Martiny (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Illustrierte Geschichte der Medizin&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Bibliothek.&amp;#039;&amp;#039; Band 5). 3Directmedia, Berlin 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Isolierung und Anzucht des verursachenden Virus durch [[John Franklin Enders]] (1945)&amp;lt;ref&amp;gt;J. H. Levens, J. F. Enders: &amp;#039;&amp;#039;The hemoagglutinative properties of amniotic fluid from embryonated eggs infected with mumps virus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Science]].&amp;#039;&amp;#039; 1945, Band 102, Nr. 2640, S. 117–120, PMID 17777358.&amp;lt;/ref&amp;gt; machte die Entwicklung zunächst eines Totimpfstoffes (1951), später auch eines abgeschwächten Lebendimpfstoffes (1968) möglich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;igdm&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff Mumps wurde um das Jahr 1800 aus der englischen Sprache übernommen, wo er nicht nur für die Krankheit steht, sondern auch für ‚schlechte Laune‘ (englisch pl. &amp;#039;&amp;#039;mumps&amp;#039;&amp;#039;). Er geht zurück auf das englische Wort für Grimasse (mump) und das gleichnamige Verb &amp;#039;&amp;#039;(to mump)&amp;#039;&amp;#039;, für ‚übellaunig sein‘. Mumps beschrieb anfangs also die verdrießliche Stimmung der Erkrankten und das durch die Krankheit grimassenhaft angeschwollene Gesicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Pfeifer (Etymologe)|Wolfgang Pfeifer]]: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch des Deutschen.&amp;#039;&amp;#039; Akademie-Verlag, Berlin 1989, ISBN 3-05-000626-9, S. 898.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karl Wurm, A. M. Walter: &amp;#039;&amp;#039;Infektionskrankheiten.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ludwig Heilmeyer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Inneren Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin / Göttingen / Heidelberg 1955; 2. Auflage ebenda 1961, S. 9–223, hier: S. 204–206.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Volker Schuster, Hans-Wolfgang Kreth |Titel=Virusinfektionen |Hrsg=[[Christian P. Speer]], Manfred Gahr |Sammelwerk=Pädiatrie |Auflage=4. |Verlag=Springer |Ort=Berlin / Heidelberg |Datum=2013 |Sprache=de |ISBN=978-3-642-34269-1 |DOI=10.1007/978-3-642-34269-1_15 |Seiten=357–358}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Mumps}}&lt;br /&gt;
{{Commons|Mumps}}&lt;br /&gt;
* {{RobKochInst|https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/M/Mumps/Mumps.html}} (Deutschland)&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.sozialministerium.at/Themen/Gesundheit/Uebertragbare-Krankheiten/Infektionskrankheiten-A-Z/Mumps.html |titel=Mumps |abruf=2024-10-20 |hrsg=Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz |datum=2024-07-29 |abruf-verborgen=1 |kommentar=Österreich}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/krankheiten-im-ueberblick/mumps.html |titel=Mumps |abruf=2024-10-20 |hrsg=Bundesamt für Gesundheit BAG |datum=2024-07-23 |abruf-verborgen=1 |kommentar=Schweiz |CH=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert|5. Oktober 2008|51491024}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mumps| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Virale Infektionskrankheit des Menschen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Kinderheilkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meldepflichtige Krankheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ohrspeicheldrüse]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;McBayne</name></author>
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