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	<title>Mullion - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T01:17:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mullion&amp;diff=2012625&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ruebezahll: /* Literatur */</title>
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		<updated>2025-12-29T12:35:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Dedenborn_Mullions.jpg|mini|Mullion-Felsen an der L 106 am südwestlichen Ortsausgang von Dedenborn. Blick auf die Unterseite einer in Mullions zerlegten Grauwackenbank.]]&lt;br /&gt;
Mit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mullion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mullion-Struktur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird in der [[Geologie]] eine regelmäßig zerteilte, harte Gesteinsbank bezeichnet, die an ihrer Ober- und Unterseite konvexe Ausbuchtungen aufweist. Dadurch erhält sie das Aussehen eines [[gotik|gotischen]] Pfeilerbündels, woher sich auch der Name ableitet. Mullions treten in Sedimentgesteins-Abfolgen mit einem ausgeprägten Kontrast zwischen harten und weichen Schichten auf. Der Begriff wurde 1891 von dem britischen Geologen Joseph Nolan eingeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Murawski: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Tektonik.&amp;#039;&amp;#039; 8. Aufl., S. 150, Enke, Stuttgart 1983.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Morphologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mullion_Rouette.jpg|mini|Mullions in einem ehemaligen Steinbruch bei Rouette in den [[Ardennen]].]]&lt;br /&gt;
Ein einzelner Mullionkörper weist einen ungefähr rechteckigen Querschnitt auf, die Ober- und Unterseite (bezogen auf die [[Schichtung]]) zeigt die Form eines Kreissegments. Das Höhen/Breiten-Verhältnis eines Mullion-Querschnitts ist immer größer 1, am häufigsten wurden Werte zwischen 1,5 und 2,5 gemessen. Die Seiten sind meist schwach konkav ausgebildet. Zwischen den einzelnen Mullionkörpern liegen dünne Spindeln, die aus hellem [[Quarz]] bestehen. Gesteinsbänke, die in Mullions zerlegt wurden, sind immer in weichere [[Tonschiefer]] eingebettet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seltenen Fällen wurden bei [[Gradierte Schichtung|gradierter Schichtung]] Halbmullions beobachtet, die nur an der Schichtunterseite konvex gewölbt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
In Deutschland sind Mullions in der [[Eifel]] zwischen [[Einruhr]] und [[Monschau]] verbreitet, am bekanntesten ist das Naturdenkmal am südwestlichen Ortsausgang von [[Dedenborn]]. Die Mullion-Vorkommen setzen sich auf belgischem Gebiet bis nach [[Bastogne]] fort. Mullion-Vorkommen außerhalb des [[Rheinisches Schiefergebirge|Rheinischen Schiefergebirges]] wurden aus der [[Neoproterozoikum|neoproterozoischen]] Moine-Supergruppe in [[Schottland]] beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Wilson: &amp;#039;&amp;#039;Mullion and rodding structures in the Moine Series of Scotland.&amp;#039;&amp;#039; Proceedings Geol. Assoc., Band 64, S. 118–151. London 1953.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Die gut untersuchten Vorkommen im Rheinischen Schiefergebirge entstanden in [[Sandstein]]e und [[Grauwacke]]n, die sich im unteren Teil einer 8 bis 10 Kilometer mächtigen Abfolge von Sedimenten des [[Devon (Geologie)|Devons]] befinden. Nach der Verfestigung der Gesteine kam es am Ende des Oberdevons, entweder durch Dehnung der [[Erdkruste]] oder durch Überdruck der in den Sandsteinen eingeschlossenen [[Fluid]]e, zur Zerlegung der Bänke und der Ausscheidung der vertikalen Quarzgänge aus den zirkulierenden Porenwässern. Bei der Stauchung der Schichten während [[Variszische Orogenese|variszischen Orogenese]] im [[Oberkarbon]] wirkten die vertikalen Quarzgänge zunächst als mechanische Widerlager, wodurch die charakteristischen konvexen Auswölbungen der Sandstein- und Grauwackenbänke entstanden. Erst im späteren Verlauf der Gebirgsbildung wurden die Sedimentschichten gefaltet. Zwischen der Bildung der Mullions und der Anlage der [[Falte (Geologie)|Falten]] kam es zu einem geringfügigen Wechsel der [[Hauptspannungsrichtung]], dadurch stehen die Längsachsen der Mullions immer in einem Winkel von etwa 10° bis maximal 40° zur Richtung der [[Faltenachse]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Andreas Pilger (Geologe)|Andreas Pilger]], Wolfgang Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Die „Mullion-Strukturen“ in der Nord-Eifel&amp;#039;&amp;#039;. Abhandlungen des Hessischen Landesamtes für Bodenforschung, Heft 20, Wiesbaden 1957.&lt;br /&gt;
* [[Hans-Ulrich Schmincke]]: &amp;#039;&amp;#039;Beitrag zum Kapitel „Mullion-Struktur“&amp;#039;&amp;#039;. N. Jb. Geol. Paläontol., Mh. 5, S. 225–235, 1961.&lt;br /&gt;
* [http://www.ged.rwth-aachen.de/files/publications/publication_426.pdf Janos Urai, Gerhard Spaeth, Wouter van der Zee &amp;amp; Christoph Hilgers: Evolution of mullion (formerly boudin) structures in the Variscan of the Ardennes and Eifel.] Journal of the Virtual Explorer Bd. 3, S. 1–15, 2001.&lt;br /&gt;
* [http://popups.ulg.ac.be/Geol/docannexe.php?id=1390 Manuel Sintubin &amp;amp; Janos Urai: About boudins, veins and mullions.] Geologica Belgica, Band 10, Nr. 1–2, S. 79–91, 2007&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.steinmann.uni-bonn.de/arbeitsgruppen/strukturgeologie/lehre/aufschluesse-im-rheinland/dedenborn Homepage des Geologischen Instituts Bonn mit Fotos und Skizzen zu Mullions], abgerufen am 30. Juni 2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tektonik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ruebezahll</name></author>
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