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	<title>Muldenhütten - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T01:40:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Muldenh%C3%BCtten&amp;diff=214780&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Eriosw: archivlinks geprüft</title>
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		<updated>2026-04-13T11:38:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;archivlinks geprüft&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Muldenhuetten2.jpg|mini|Blick von Süden auf Muldenhütten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Album der Sächsischen Industrie Band 1 0119.jpg|mini|Die muldener Schmelzhütte bei Freiberg 1856]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fotothek df n-11 0000891.jpg|mini|Blick auf die Bleihütte (1980)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Muldenhütten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Industriegebiet, das seit dem 1. Januar 2012 zu [[Freiberg]] gehört. Es liegt unmittelbar auf dem rechten Ufer der [[Freiberger Mulde]]. Der Ort verfügt über einen Bahnhof an der [[Bahnstrecke Dresden–Werdau|Hauptbahn Dresden–Werdau]] und ist fast 700 Jahre von der [[Metallurgie]] geprägt. Muldenhütten gehört zum Freiberger Stadtteil &amp;#039;&amp;#039;Freiberg-Ost&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:19891022520NR Muldenhütten (Hilbersdorf) Muldenhütte.jpg|mini|Die Muldenhütte 1989]]&lt;br /&gt;
Bereits 1318, 1353, 1367 und 1370 ist in verschiedenen Urkunden und Dokumenten von „Schmelzhütten“ die Rede. Begünstigt durch die Lage an der Mulde, auf der das zur [[Verhüttung]] benötigte [[Brennholz]] heran [[Flößerei|geflößt]] wurde, entwickelten sich die so genannte &amp;#039;&amp;#039;Obere Muldener Hütte&amp;#039;&amp;#039; oder auch &amp;#039;&amp;#039;Krumme Hütte&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;Untere Muldener Hütte&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Neue Hütte&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Stückofenhütte&amp;#039;&amp;#039; genannt. Diese Hütten waren, wie der gesamte [[Silberbergbau]], anteilmäßig im Besitz der [[Wettiner]] beziehungsweise des sächsischen Staates.&lt;br /&gt;
[[Datei:20110723430DR Muldenhütten bei Freiberg.jpg|mini|Die Muldenhütte 2011]]&lt;br /&gt;
Anfänglich schmolz man ausschließlich [[Silber]]erz aus dem in unmittelbarer Nachbarschaft liegenden [[Freiberger Bergbaurevier]] aus. Dabei anfallendes [[Kupfer]] und [[Nickel]] wurde zur Weiterverarbeitung nach [[Halsbrücke]], [[Aue (Sachsen)|Aue]] oder [[Oberschlema]] verbracht. 1825 wurden die &amp;#039;&amp;#039;Untere&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;Obere Muldener Hütte&amp;#039;&amp;#039; zur &amp;#039;&amp;#039;Hütte Muldenhütten&amp;#039;&amp;#039; vereinigt. Seit 1847 wurde in Muldenhütten privatwirtschaftlich [[Arsenik]] gewonnen. 1857 nahm eine [[Zink]]hütte ihren Betrieb auf, und 1863 kam eine [[Tonwaren]]fabrik hinzu. 1878 stellte man erstmals fabrikmäßig [[Schwefelsäure]] her. 1862 erhielt Muldenhütten Anschluss an die Eisenbahn nach [[Freiberg]] und [[Dresden]]. Zu dieser Zeit wurde auch der 150 m lange und 42 m hohe [[Viadukt Muldenhütten|Muldenhüttener Eisenbahnviadukt]] errichtet. Zunehmend wurden ausländische Erze, die 1909 einen Anteil von 82 % hatten, in Muldenhütten verhüttet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1863 wurde an die [[Münzstätte Dresden|Dresdener Münze]] Silber geliefert. Von 1887 bis 1953 war die Sächsische Staatsmünze ([[Münzzeichen]] E) die von Dresden verlegte &amp;#039;&amp;#039;Münzstätte Muldner Hütte&amp;#039;&amp;#039;, die später [[Münzstätte Muldenhütten]] genannt wurde. Hier wurden etwa 7,5 % der Münzen des [[Deutsches Reich|Deutschen Reichs]] geprägt. 1892 wurde eine etwas abseits liegende [[Dynamit]]fabrik eröffnet. Mindestens bis in die 1920er/1930er Jahre gab es an der Freiberger Mulde am heutigen Pulvermühlenweg eine [[Pulvermühle]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Arno Köhler |url=https://www.deutschefotothek.de/documents/obj/70016978/df_hauptkatalog_0103725 |titel=Muldenhütten, Pulvermühle |datum=1920 |abruf=2025-02-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Komplex gab es Anlagen für die Bleigewinnung, die 1961 als Betriebsteil in den [[Bergbau- und Hüttenkombinat „Albert Funk“ Freiberg|Bergbau- und Hüttenkombinat „Albert Funk“]] aufgingen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bärbel Bicher: {{Webarchiv|url=http://www.gupf.tu-freiberg.de/bergbau/historie.html |wayback=20100116141417 |text=&amp;#039;&amp;#039;Die Entwicklung des Bergbaus im Freiberger Revier&amp;#039;&amp;#039; }}. auf www.gupf.tu-freiberg.de&amp;lt;/ref&amp;gt; In den 1960er Jahren wurden [[VEB Spurenmetalle Freiberg|Spurenmetalle]] gewonnen und später [[Silizium]]-Kristalle gezüchtet. Die Produktion wurde ab den 1970er Jahren mehr und mehr auf [[Recycling]] von [[Metalle]]n und [[Spurenmetalle]]n umgestellt. Im Jahr 1990 erfolgte die Privatisierung des Kombinates. Seitdem wird hier aus [[Batterie (Elektrotechnik)|Batterien]]- und [[Akkumulator]]enschrott nur noch so genanntes Sekundär-[[Blei]] gewonnen. Der Komplex ging in der &amp;#039;&amp;#039;SAXONIA AG Metallhütten- und Verarbeitungswerke Freiberg&amp;#039;&amp;#039; auf. Diese wurde kurze Zeit später in die &amp;#039;&amp;#039;Saxonia [[Standortentwicklung]]s- und Verwertungs GmbH&amp;#039;&amp;#039; transformiert. 1993 kaufte die &amp;#039;&amp;#039;Rheinische Zinkgesellschaft mbH&amp;#039;&amp;#039; die Hütte Muldenhütten und bildete daraus die &amp;#039;&amp;#039;Muldenhütten Recycling und Umwelt GmbH&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der jahrhundertelangen Nutzung als Hüttenstandort waren erhebliche Belastungen der Umwelt verbunden. Die durch die Produktionsprozesse des Kombinates „Albert Funk“ in der Region Freiberg freigesetzten [[Schwermetalle]]missionen und die gesundheitlichen Risiken durch die Belastung mit signifikanten Blei- und [[Arsen]]werten wurden bereits in den 1980er Jahren in der DDR thematisiert.&amp;lt;ref&amp;gt; [[Peter Wensierski]]: &amp;#039;&amp;#039;Wir haben Angst um unsere Kinder. SPIEGEL-Report über die Umweltverschmutzung in der DDR (I)&amp;#039;&amp;#039;. [http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13514308.html In: Spiegel 28/1985] abgerufen am 5. April 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1990 wurden umfangreiche Projekte zur Boden- und Altlastensanierung durchgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt; [[SAXONIA Standortentwicklungs- und -verwaltungsgesellschaft mbH]]: &amp;#039;&amp;#039;Vortrag Revitalisierung kontaminierter Standorte und Haldenflächen in Freiberg&amp;#039;&amp;#039;. [http://www.fire-ev.de/Dokumente/Altlastenprojekt%20SAXONIA%202014-02-26_Vortrag%20FIRE_1.pdf] abgerufen am 5. April 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Anlagen der Hütte wurden zwischen 1993 und 1994 von der heute dort tätigen &amp;#039;&amp;#039;Muldenhütten Recycling und Umwelttechnik GmbH (MRU)&amp;#039;&amp;#039; aufwändig modernisiert. Die heutigen Anlagen erfüllen die Anforderungen an die Vorsorge für Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter und den Umweltschutz. Sie werden regelmäßig von unabhängigen Prüfstellen und Überwachungsbehörden überprüft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://ecobatgroup.com/ecobatgroup-de/facilities/de/mru/index.php |titel=Sekundärbleihütte mit integrierter Verbrennungsanlage für gefährliche Abfälle. |abruf=2018-04-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muldenhütten ist der älteste, noch in Betrieb befindliche Hüttenstandort in Deutschland. Die Schmelzhütten sind heute Hauptschmelzhütte der &amp;#039;&amp;#039;Muldenhütten Recycling und Umwelttechnik GmbH (MRU)&amp;#039;&amp;#039;. MRU ist heute ein Tochterunternehmen der [[Berzelius Metall]], die wiederum zum Konzern [[Eco-Bat Technologies Ltd.]] gehört. Die Hütte, die als Sekundärbleihütte mit angeschlossener Sondermüllverbrennungsanlage betrieben wird, ist die drittgrößte Bleihütte in Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://ecobatgroup.com/ecobatgroup-de/facilities/de/mru/index.php |titel=Sekundärbleihütte mit integrierter Verbrennungsanlage für gefährliche Abfälle. |abruf=2018-04-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:20110723400DR Hilbersdorf-Muldenhütten Muldeviadukt.jpg|mini|Viadukt Muldenhütten]]&lt;br /&gt;
Besonderes Kennzeichen von Muldenhütten sind die markanten [[Schornstein]]e, die erstmals Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet wurden. 1859 entstand ein erster höherer, auf einer Anhöhe oberhalb des Bahnhofes gelegener Schornstein mit einer Höhe von 58 m. Dieser wurde 1934/35 durch einen 84 m hohen Schornstein ersetzt. 1979 und 1982 schließlich entstanden die beiden, heute noch als so genannte [[Landmarke]] das Landschaftsbild bestimmenden 200-Meter-Schornsteine.&lt;br /&gt;
[[Datei:Muldenhuetten.jpg|mini|zentriert|500px|Panorama des Industriegebietes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere historisch bedeutende Objekte sind das [[Schachtofen]]gebäude aus den Jahren 1886/1887, die Pattinsonhütte, das Huthaus I aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts und das Gebläsehaus mit originalem Zylindergebläse.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.montanregion-erzgebirge.de/elemente/huettenkomplex-muldenhuetten.html |wayback=20180406040522 |text=Hüttenkomplex Muldenhütten}}, Website [[Montanregion Erzgebirge]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hüttenstandort Muldenhütten ist ein ausgewählter Bestandteil des [[UNESCO-Welterbe]]s [[Montanregion Erzgebirge]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Franz-Peter Kolmschlag: &amp;#039;&amp;#039;Sieben Jahrhunderte Hüttenstandort Muldenhütten.&amp;#039;&amp;#039; Muldenhütten Recycling und Umwelttechnik GmbH, 2010.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die muldener Schmelzhütte bei Freiberg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Album der Sächsischen Industrie.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, 1856–1863, S. 58–61. [https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/505/118/ (Digitalisat)]&lt;br /&gt;
* Franz-Peter Kolmschlag: &amp;#039;&amp;#039;Sieben Jahrhunderte Hüttenstandort Muldenhütten&amp;#039;&amp;#039;. 2. Überarbeitete Auflage, Muldenhütten Recycling und Umwelttechnik GmbH, 2018&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{HOV}}&lt;br /&gt;
* [http://www.sachsenschiene.net/bahn_alt/kun/pag_kun414.htm Muldenhüttener Eisenbahnviadukt]&lt;br /&gt;
* [https://www.archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=09.02&amp;amp;bestandid=40132 Bestand 40132 Hütte Muldenhütten] im [[Bergarchiv Freiberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Gemeindeteile der Stadt Freiberg&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=50/54/11/N |EW=13/23/05/E |type=city |region=DE-SN}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Muldenhutten}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Mittelsachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtgliederung (Freiberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Freiberger Mulde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Eriosw</name></author>
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