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	<title>Mulchen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mulchen&amp;diff=118289&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-12-12T23:22:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt den Prozess des Mulchens; zu dem entsprechenden Arbeitsgerät siehe [[Mulcher]]. Zu der chilenischen Stadt bitte unter [[Mulchén]] schauen.}}&lt;br /&gt;
{{Weiterleitungshinweis|Mulch|Zum deutschen Linguist siehe [[Rudolf Mulch]] und zum deutschen Politiker siehe [[Lothar Mulch]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Mulchen.jpg|mini|Zwei Reihen gemulchte Himbeeren, dritte Reihe rechts ungemulcht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mulchen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{gmhS|mul}} ‚zerfallende Erde‘, ‚Staub‘; siehe [[Mull (Humusform)|Mull]]) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schlegeln&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird in [[Gartenbau]] und [[Landwirtschaft]] das klein- oder großflächige Bedecken des [[Boden (Bodenkunde)|Bodens]] mit [[Verwesung|unverrotteten]] organischen Materialien (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mulch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet. Als Mulchen in der Landwirtschaft oder in der Landschaftspflege sowie dem Gartenbau auf größeren Flächen bezeichnet man auch das Abmähen mit gleichzeitigem Zerkleinern des Mulchgutes durch Sichel- oder Schlegel[[mulcher]]. Mulchen ist ein wichtiger Beitrag zur langfristigen [[Bodenfruchtbarkeit]] und [[Bodengare]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mulch verringert die Verdunstung des [[Bodenwasser]]s, reguliert die Bodentemperatur&lt;br /&gt;
und erhöht mit der organischen Bodensubstanz die pflanzenverfügbare Nährstoffmenge.&amp;lt;ref&amp;gt;Benjamin Ruch, Margita Hefner, Christian Bruns: Marktgärten und Mikrofarming | Nährstoffversorgung, [https://www.uni-kassel.de/fb11agrar/index.php?eID=dumpFile&amp;amp;t=f&amp;amp;f=4948&amp;amp;token=4e7ee9e52265994e62114e618eac1b755cd129bc &amp;#039;&amp;#039;Vorsicht mit Kompost als Mulch&amp;#039;&amp;#039;] - &amp;#039;&amp;#039;Zum ökologischen Gemüsebau gehört die Verwendung von Kompost ganz selbstverständlich dazu. Werden in Marktgärten große Mengen davon als Mulch ausgebracht, kann dies jedoch zu Problemen führen.&amp;#039;&amp;#039; Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Ökologie &amp;amp; Landbau&amp;#039;&amp;#039;, 04 | 2023. In: uni-kassel.de &lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unverrottete organische Materialien, die in Gewässern [[Sedimentation|sedimentieren]], werden als [[Mulm]] bezeichnet, die Ablagerungen dann als [[Mudde]](n).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Bedeutung des Wortes Mulchen ==&lt;br /&gt;
Das heutzutage gebrauchte Wort „Mulch“ ist eine zeitgenössische Entlehnung (spätes 20. Jahrhundert) aus dem Englischen (&amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|mulch}}&amp;#039;&amp;#039; ‚unverrottetes organisches Material‘).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt jedoch auch ein seit dem 16. Jahrhundert belegtes Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;mulsch&amp;#039;&amp;#039;, das in einigen [[oberdeutsch]]en Dialekten ‚angefault‘, ‚weich‘ bedeutet (auch in der Gestalt &amp;#039;&amp;#039;mölsch, molsch, melsch&amp;#039;&amp;#039;). Der Wortstamm ist auf die gleiche Wurzel wie „mahlen“ und „mild“ zurückzuführen (vgl. {{frS|mou/molle}}, {{elS|μαλακός|malakos}} ‚weich‘ und [[Hethitische Sprache|heth.]] &amp;#039;&amp;#039;malisku-&amp;#039;&amp;#039; ‚schwach, leicht‚ unbedeutend‘).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fachsprachliche Definition von Mulch ist „Bodenbedeckung zur Förderung der Gare“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== C/N-Verhältnis ==&lt;br /&gt;
Mulch wird früher oder später biologisch abgebaut, er wird zersetzt und dient so als Dünger. Bei der Auswahl der Materialien ist dabei wichtig, ein ausgeglichenes Verhältnis von Kohlenstoff und Stickstoff ([[C/N-Verhältnis]]) sicherzustellen. Bei einem C/N-Verhältnis über 25&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;1 tritt eine Hemmung der Zersetzungstätigkeit durch [[Mikroorganismus|Mikroorganismen]] ein, weil nicht genügend Stickstoff zur [[Proteine|Eiweiß]]&amp;amp;shy;bildung zur Verfügung steht.&amp;lt;ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Ökologie.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;608 ({{Google Buch|BuchID=ivAFC6nYiyIC|Seite=608}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Rindenmulch, der ein C/N-Verhältnis größer 60&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;1 aufweist&amp;lt;ref&amp;gt;Philipp Schönfeld: &amp;#039;&amp;#039;Organisch mulchen - Schritt für Schritt&amp;#039;&amp;#039;; Zeitschrift Flächenmanager 1/2014 ([https://www.zuechtungskunde.de/artikel.dll/fm-2014-01-064_NDMwMTEzMw.PDF PDF-Datei])&amp;lt;/ref&amp;gt;, ist es wichtig, vor dem Ausbringen eine [[Stickstoffdünger|Stickstoffausgleichsdüngung]] vorzunehmen. Diese Notwendigkeit beruht auf folgenden Vorgängen: Stickstoff ist einer der [[Hauptnährstoffe]] für Pflanzen. Rindenmulch ist kohlenstoffreich und stickstoffarm und er ist schwer zersetzbar. Deswegen verbrauchen die Bodenorganismen in der Anfangsphase selbst viel von dem wenigen verfügbaren Stickstoff (aus der [[Stickstofffixierung]] aus der Luft), um den Mulch abzubauen. Sie bauen ihn in ihre Körpermasse ein, um zu wachsen ([[Baustoffwechsel]]). So ist wenig für die Pflanzen verfügbar. Diese Festlegung von anorganischem Stickstoff an organische Stickstoffverbindungen heißt &amp;#039;&amp;#039;Stickstoff-Immobilisierung&amp;#039;&amp;#039;. Sie wirkt der Stickstoff-Mineralisierung (Stickstofffixierung, &amp;#039;&amp;#039;Stickstoffnutzbarmachung&amp;#039;&amp;#039;) entgegen.&amp;lt;ref&amp;gt;Eva Höhne: {{Toter Link|url=http://www.ufz.de/export/data/1/20806_Diplomarbeit_Hoehne.pdf|text=&amp;#039;&amp;#039;Entwicklung eines mechanistischen Modells zur Simulation der frostbedingten N2O Emission aus Böden&amp;#039;&amp;#039;}}, S. 8, Martin-Luther-Universität Halle, 1981, abgerufen 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stickstoff-Immobilisierung und damit der Stickstoffmangel der Kulturpflanzen ist vorübergehend: Ist der Abbauprozess einmal in Gang gekommen, wird langsam Stickstoff abgebaut und der Stickstoffhaushalt gleicht sich wieder aus. Wenn am Ende die Mikroorganismen absterben, werden sie selbst zur Stickstoffquelle. Der gebundene Stickstoff wird mit dem Abbau der organischen Stoffe langfristig wieder freigesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Björn König: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zur stofflichen Verwendung von extrahierter Fichtenrinde.&amp;#039;&amp;#039; Cuvillier Verlag, Göttingen, 2008, ISBN 978-3-86727-615-3, S. 41 ([https://books.google.at/books?id=lpRZQ7ijatYC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA41 books.google.at], abgerufen 2014).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Joachim Fiedler: [https://books.google.at/books?id=grwn4CvMS70C&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA286 &amp;#039;&amp;#039;Böden und Bodenfunktionen in Ökosystemen, Landschaften und Ballungsgebieten&amp;#039;&amp;#039;], expert verlag, Renningen 2001, ISBN 3-8169-1875-1, S. 286, abgerufen 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit die Pflanzen infolgedessen keinen Nährstoffmangel erleiden, muss der Stickstoff von außen zugeführt werden. Bewährt haben sich in Staudenpflanzungen Mengen von 50 bis 80&amp;amp;nbsp;g [[Hornspäne]]n je Quadratmeter. Erst nach Verteilen dieses langsam und nachhaltig wirkenden organischen Düngers wird die Rindenmulchdecke in einer Stärke von 5 bis 8&amp;amp;nbsp;cm aufgebracht. Es ist auch günstig, schwer zersetzbare Streu vorher zu kompostieren. Je reifer der Kompost, desto kleiner das Risiko einer Stickstoffimmobilisierung.&amp;lt;ref&amp;gt;J. G. Fuchs, J. Mayer und A. Berner: [https://orgprints.org/15160/1/band-01-gesamt-exemplar-oe.pdf &amp;#039;&amp;#039;Einfluss von Kompost und Gärgut auf Pflanzenwachstum und -gesundheit: Potential und Grenzen&amp;#039;&amp;#039;] in &amp;#039;&amp;#039;Werte – Wege – Wirkungen: Biolandbau im Spannungsfeld zwischen Ernährungssicherung, Markt und Klimawandel&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Dr. Köster, Berlin 2009, ISBN 978-3-03736-033-0, S. 26ff abgerufen 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gibt es hingegen einen Stickstoff-Überschuss, ist das C/N-Verhältnis zu eng und es kann zu einer Bildung von [[Ammoniak]] kommen, wodurch sich auch der pH-Wert für den Abbau ungünstig verschiebt. Ist dies der Fall, können z.&amp;amp;nbsp;B. Stroh oder Sägespäne beigemischt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mulchen im Gartenbau ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rindenmulch016.JPG|mini|Rindenmulch (10 bis 40&amp;amp;nbsp;mm; Kiefer)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:AutmunLeaves2.JPG|mini|Laub]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Old cutted grass.jpg|mini|Grasschnitt, Monate nach dem Auftragen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Symphytum officinale 001.jpg|mini|[[Echter Beinwell|Beinwell]], enthält auch Kalzium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mulchen ist eine wichtige Technik im Rahmen der [[Reihenmischkultur]] sowie der [[Permakultur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Gartenbau]] bezeichnet Mulchen eine spezielle Methode, die im Garten, in Parks und beim Obst- und Gemüsebau angewendet wird. Der offene Boden zwischen Gemüsepflanzen, Blumen, Sträuchern und Bäumen wird hierbei mit [[Rasen]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;schnitt, [[Laub (Botanik)|Laub]], Blattwerk und ähnlichem bedeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Funktion ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Schutz&lt;br /&gt;
: Mulch hält bei Hitze den Boden länger kühl, und er erhält am Abend länger die Tageswärme. Dadurch wird die [[Vegetationsperiode]] verlängert. Auch der Feuchtigkeitsverlust des Bodens wird vermindert. Bei starkem Regen wird durch die Mulchschicht die [[Verschlämmung]] und das Auswaschen des Bodens, bei Wind [[Winderosion]] verhindert.&lt;br /&gt;
; Nährstoffeintrag&lt;br /&gt;
: Neben ihrer Schutzfunktion wird die Mulchschicht nach und nach [[kompost]]iert, und der entstehende [[Humus]] wirkt als organischer [[Dünger]]. [[Regenwürmer]] und andere Kleinlebewesen bringen das Mulchmaterial in tiefere Bodenschichten ein und wandeln es in wertvolle Pflanzennahrung um. Wichtig ist dafür, wie bei jeder Kompostierung, ein ausgeglichenes C/N-Verhältnis, siehe oben.&lt;br /&gt;
; Unkrauthemmung&lt;br /&gt;
: Durch den geringen Lichteinfall auf den Boden ist Unkrautwuchs auf der abgedeckten Fläche gebremst, aber erst ab einer Auftragsstärke von 10 bis 15 cm wirksam unterdrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Material ===&lt;br /&gt;
Ausgehend von der Bodenbeschaffenheit, der Bepflanzung, der Verfügbarkeit und der gewünschten Mulchfunktion wählt man das passende Material aus. Wird der Mulch bei der Gurkenaussaat wieder entfernt, ist beispielsweise das Kohlenstoff/Stickstoff Verhältnis egal. Mulch auf einem Spielplatz soll weich sein, aber sich nicht so schnell auflösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grünschnitt: stickstoffhaltig, feuchtes Material kann faulen, gut mit kohlenstoffhaltigem Material wie Stroh, Laub kombinierbar. Unkraut und Pflanzenreste können unerwünschte Samen oder Pilze enthalten.&lt;br /&gt;
* Mist, Kompost: stickstoffhaltig, zum Mischen. Reifer [[Kompost]] ist eigentlich kein Mulch mehr, er ist fertiger Humus.&lt;br /&gt;
* Stroh, Laub: kohlenstoffhaltig, pur für Gehölze und Bäume. Stroh kann Pestizide u.&amp;amp;nbsp;ä. enthalten, Laub von der Straße kann Schwermetalle enthalten.&lt;br /&gt;
* Rindenmulch: kohlenstoffhaltig. In Staudenbeeten und unter Sträuchern setzt man auch [[Rindenmulch]] aus zerkleinerter Rinde von Nadelbäumen, meist [[Fichten]] ein. Das Material sollte ausreichend lange, d.&amp;amp;nbsp;h. mindestens drei Monate abgelagert sein, um sicherzustellen, dass die [[Phytotoxizität|phytotoxisch]] wirksamen Inhaltsstoffe der [[Rinde]] und des Baumharzes wie [[Gerbstoffe]] und [[Tannine]] bereits abgebaut wurden.&lt;br /&gt;
* Sägespäne: sehr kohlenstoffhaltig, schwer zersetzbar&lt;br /&gt;
* natürliches anorganisches Material: [[Kies]] oder [[Schotter]] eignet sich v.&amp;amp;nbsp;a. für Wege. [[Gesteinsmehl]] und Kalk dient nur der Düngung.&lt;br /&gt;
* künstliches Material: In Gemüsekulturen und unter Topf- und Containerpflanzen verwendet man – im übertragenen Sinne der Abdeckung – [[biologisch abbaubarer Kunststoff|biologisch abbaubaren Kunststoff]] und verschiedene Typen von konventionellen Kunststofffolien zum Mulchen. Der Feuchtigkeitsverlust ist sehr klein, der Boden wird aber auch kaum belüftet. Schwarze [[Mulchfolie]]n ermöglichen die Erwärmung durch die Sonne. Vliese bieten mehr Luftzirkulation, sind aber lichtdurchlässiger.&amp;lt;ref&amp;gt;Dettmer Grünefeld: &amp;#039;&amp;#039;Das Mulchbuch: Praxis der Bodenbedeckung im Garten.&amp;#039;&amp;#039; 2010, ISBN 978-3-89566-218-8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* in der traditionellen Landwirtschaft in Trockengebieten werden oft Kies oder Steine als Mulch verwendet. Eine Analogie im Gartenbau stellt der [[Kiesgarten]] dar.&lt;br /&gt;
* Derzeit wird an aufspritzbaren Mulchschichten geforscht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=David Eppenberger |url=https://www.schweizerbauer.ch/pflanzen/ackerbau/mulch-spritzen-statt-verlegen/ |titel=Mulch spritzen statt verlegen |hrsg=[[Schweizer Bauer]] |datum=2022-05-25 |abruf=2022-05-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachteile ===&lt;br /&gt;
* Ein Mulchbeet kann schlecht [[Hacke (Werkzeug)#Feldhacke in der Landwirtschaft|gehackt]] werden, ohne die Mulchschicht abzutragen.&lt;br /&gt;
* Besonders auf schweren, lehmigen Böden behindert er die Erwärmung durch die Sonne.&lt;br /&gt;
* Ein unerwünschter Nebeneffekt beim Mulchen ist auch, dass durch die organischen Gartenabfälle Schneckenbefall begünstigt werden kann, besonders bei dichtem, feuchtem Mulch wie frischem Grasschnitt. Ebenso führt dies mitunter zur Überdüngung und somit zur Artenarmut von insbesondere Grünland.&lt;br /&gt;
* Mulchen soll unterlassen werden bei [[Böschung]]en, Bachufern, Straßenbegleitflächen oder Wiesen. Mulchen reduziert Artenvielfalt. Insekten, Schmetterlingsraupen, Schnecken, Kleinlebewesen wie Frösche, Schlangen, Eidechsen, bodenbrütende Vögel werden vernichtet und die Biodiversität stark verringert. Durch das Liegenlassen des Mulchgutes wird der Boden sukzessive überdüngt, die Vielfalt von Flora und Fauna geht verloren.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Buer: &amp;#039;&amp;#039;Mulchmäher – mit öffentlichem Geld und Technik gegen Artenvielfalt.&amp;#039;&amp;#039; ([https://biologiemitbuer.blogspot.de/2016/10/mulchmaher.html biologiemitbuer.blogspot.de], 16. Oktober 2016).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mulchen in der Landwirtschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schulte rotary cutter 5026 at Ag Progress Days 2009.jpg|mini|Dieser [[Mulcher|Sichelmulcher]] mäht und zerkleinert auch holziges Mähgut mit übereinanderliegenden Rotor&amp;lt;nowiki /&amp;gt;blättern (hier herabhängend)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Herder Mulchraupe NSG Nordhelle.JPG|mini|Mulchraupe mit Schlegelmulcher im [[Naturschutzgebiet Nordhelle]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:AS-Motor AS 901 SM.jpg|mini|Ein handgeführter Schlegelmulcher, der mit Stahlrädern ausgestattet werden kann, sodass er die Traktion behält, wenn es sehr steil ist]]&lt;br /&gt;
In der [[Landwirtschaft]] oder großflächiger Gartenkultur wie auch der [[Landschaftspflege]] bezeichnet Mulchen auch das [[Abmähen]] mit gleichzeitigem Zerkleinern des Mulchgutes. Dazu werden Sichel- oder Schlegelmulchgeräte verwendet, die es in verschiedener Ausführung zum Front-, Zwischenachs- und Heck-Anbau für [[Traktor]]en oder auch [[Einachsschlepper]] gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorteil gegenüber dem Mähen ist, dass auch gröbere und verholzte Pflanzen damit abgeschlegelt und zerkleinert werden können. Das Mulchgut bleibt – möglichst fein zerteilt – auf der Fläche liegen und verrottet dort wesentlich schneller als langstieliges Mähgut. So ist das Mulchen in der Landschaftspflege ein Ersatz dort, wo [[Mähen]] oder Beweidung nicht möglich sind, z.&amp;amp;nbsp;B. weil der Bewuchs zur [[Futtermittel|Futtergewinnung]] unbrauchbar ist, oder die Entsorgung des Mähguts zu teuer wäre. Das Mulchen ist also ein Teil der [[Brachland]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;wirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraussetzung für den Erhalt von landwirtschaftlichen EU-[[Subvention]]en ist seit 2005, dass aus der Nutzung gefallene Acker- und Grünlandflächen vom Subventionsempfänger (landwirtschaftlicher Betrieb) durch Mulchen (bei Grünland auch Mähen mit Abräumen alle zwei Jahre) offen gehalten werden, also vor der [[Verbuschung]] geschützt werden. Das soll dafür sorgen, dass derzeit nicht rentabel bestellbare landwirtschaftliche Nutzflächen nicht nur bewirtschaftbar bleiben, sondern auch in ihrer Bodenqualität verbessert werden. Insbesondere für steile Flächen, die sich mit Traktoren und großen landwirtschaftlichen Maschinen nicht bearbeiten lassen oder deren Fläche überschaubar ist, kommen robuste Aufsitz-Schlegelmäher oder handgeführte Geräte zum Einsatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Offenhaltungsversuchen des Landes Baden-Württemberg werden die Auswirkungen des Mulchens von Grünlandflächen auf verschiedenen Standorten als Landschaftspflegemaßnahme seit 1975 untersucht und mit der Entwicklung bei ungestörter Sukzession verglichen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lel-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Unsere+Themen/Offenhaltungsversuche &amp;#039;&amp;#039;Die Offenhaltungsversuche des Landes Baden-Württemberg.&amp;#039;&amp;#039;], LEL Schwäbisch Gmünd.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Mulchsaat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachteile ===&lt;br /&gt;
Die eingesetzten Maschinen führen zum Tod vieler Insekten und Kleintiere. Das Mähen mit dem Balkenmäher ist schonender. Zudem führt das Mulchen (im Gegensatz zum Mähen mit Abräumen) zur Nährstoffanreicherung, was viele auf [[Magerrasen|Magerstandorte]] angewiesenen Blühpflanzen ([[Grünland#Extensivgrünland|mesophile Pflanzen]]) verdrängt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://mlr.baden-wuerttemberg.de/de/unser-service/publikation/did/bienenweidekatalog-verbesserung-der-bienenweide-und-des-artenschutzes/ &amp;#039;&amp;#039;Bienenweidekatalog – Verbesserung der Bienenweide und des Artenschutzes&amp;#039;&amp;#039;, Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg], abgerufen am 22. Juni 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Ruth Stout |Titel=How to have a Green Thumb without an Aching Back: A New Method of Mulch Gardening |Auflage= |Verlag=Exposition Press |Ort=New York|Datum=1955|ISBN=0-88365-144-0}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Kurt Kretschmann, Rudolf Behm |Titel=Mulch total |Auflage=3. |Verlag=OLV Organischer Landbau Verlag |Ort=Xanten |Datum=2003 |ISBN=3-922201-18-0}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Dettmer Grünefeld |Titel=Das Mulchbuch |Verlag=pala-verlag |Ort=Darmstadt |Datum=2008 |ISBN=978-3-89566-218-8}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Hrsg=Karl-Friedrich Schreiber, [[Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg]] |Titel=Artenreiches Grünland in der Kulturlandschaft |Reihe=Naturschutz-Spectrum. Themen |BandReihe=97 |Verlag=Verlag Regionalkultur |Ort=Heidelberg |Datum=2009 |ISBN=978-3-89735-583-5}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Charles Dowding]], Stephanie Hafferty |Titel=No Dig Organic Home &amp;amp; Garden: Grow, Cook, Use &amp;amp; Store Your Harvest | Verlag=Permanent Publications |Ort=Hampshire|Datum=April 2017 |ISBN=978-1-85623-301-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Mulch}}&lt;br /&gt;
* [http://www.landwirtschaft-bw.info/servlet/PB/menu/1071400/index.html Mulchen in der Landschaftspflege], LEL Schwäbisch Gmünd (Infodienst der baden-württembergischen Landwirtschaftsverwaltung)&lt;br /&gt;
* [http://www.geodz.com/deu/d/N-Immobilisierung N-Immobilisierung], a) und b), Lexikon geodz.com&lt;br /&gt;
* [http://gaertnerblog.de/blog/2006/mulch-das-material/ Mulch – Das Material] (Blog), Henry, 2006, abgerufen 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=7580658-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feldwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methode im Gartenbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Umwelt- und Naturschutz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Permakultur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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