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	<title>Mukden-Zwischenfall - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T21:43:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mukden-Zwischenfall&amp;diff=295522&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Crazy1880: Vorlagen-fix (Coordinate)</title>
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		<updated>2025-09-27T07:56:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Vorlagen-fix (Coordinate)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:193109 mukden incident railway sabotage.jpg|mini|Japanische Experten inspizieren den Ort des Sprengstoffanschlages auf die Südmandschurische Eisenbahn]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mukden 1931 japan shenyang.jpg|mini|Einmarsch japanischer Truppen in Mukden (heute Shenyang)]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mukden-Zwischenfall&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein Sprengstoffanschlag japanischer Offiziere am 18. September 1931 in der [[Mandschurei]]. Er gilt als Auftakt der [[Mandschurei-Krise]] zwischen [[Japanisches Kaiserreich|Japan]] und [[Republik China (1912–1949)|China]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die japanische Bezeichnung ist „Mandschurei-Zwischenfall“ ({{lang|ja|満州事変}}, dt. &amp;#039;&amp;#039;Manshū-jihen&amp;#039;&amp;#039;) und die chinesische „18.-September-Zwischenfall“ ({{zh|v=九一八事变|t=九一八事變|p=Jiǔyībā Shìbiàn}}). Beide Begriffe beziehen sich aber auch auf die [[Mandschurei-Krise]] insgesamt. Das singuläre Ereignis am 18. September wird nach dem naheliegenden See als „Liutiaohu-Zwischenfall“ ({{zh|v=柳条湖事变|t=柳條湖事變|p=Liǔtiáohu Shìbiàn}}, {{jaS|柳条湖事件}}, &amp;#039;&amp;#039;Ryūjōko-jiken&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;jiken&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet ein Ereignis kleinerer Größenordnung als &amp;#039;&amp;#039;jihen&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
Japan interessierte sich, nachdem es im [[Erster Japanisch-Chinesischer Krieg|Ersten Japanisch-Chinesischen Krieg]] (1894/95) [[Korea]] als Einflussbereich gewonnen hatte, für die an Rohstoffen reiche Mandschurei. Diese wurde jedoch bis zum Jahr 1900 vom [[Russisches Kaiserreich|Russischen Reich]] besetzt. Infolgedessen kam es zu immer größeren Spannungen zwischen Russland und Japan, die, nachdem 1903 der japanische Botschafter einen Rückzug der russischen Truppen aus der Mandschurei und die Anerkennung der japanischen Interessen in Korea gefordert hatte, 1904 in den [[Russisch-Japanischer Krieg|Russisch-Japanischen Krieg]] mündeten. Japan konnte den Krieg 1905 für sich entscheiden und [[Russisches Kaiserreich|Russland]] musste sich aus der Mandschurei zurückziehen, die wieder an China zurückgegeben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Japan sicherte sich jedoch großen Einfluss und baute die [[Südmandschurische Eisenbahn]], mit der es Rohstoffe aus der Mandschurei nach Korea brachte und von dort nach Japan verschiffte. Zum Schutz der Bahnlinie wurde von Japan die [[Kwantung-Armee]] in der Mandschurei stationiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon am 4. Juni 1928 verübten expansionistische japanische Offiziere ein Sprengstoffattentat auf den chinesischen Machthaber in der [[Mandschurei]], Marschall [[Zhang Zuolin]], der dabei getötet wurde. Die Offiziere hatten gehofft, dass in der Mandschurei Chaos ausbräche, was dann ein Eingreifen Japans in der Mandschurei rechtfertigen sollte. Die Lage blieb jedoch ruhig, der Nachfolger Zhang Zuolins, [[Zhang Xueliang]], erhielt japanische Unterstützung, so lange er die faktische [[Autonomie]] der Mandschurei gegen den Einfluss der [[Kuomintang]] verteidigte. Am 29. Dezember 1928 erklärte der Führer der Mandschurei seine Loyalität gegenüber der nationalchinesischen Kuomintang-Regierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Chinesen versuchten, durch offene Konkurrenz den wirtschaftlichen und politischen Einfluss Japans in der Mandschurei zu bekämpfen. So wurden zum Beispiel Eisenbahnlinien gebaut, die parallel zu japanischen verliefen. Im Frühherbst 1931 verschärften sich die Spannungen zwischen Japan und China nach der Ermordung eines japanischen Spions und Zusammenstößen zwischen Chinesen und Koreanern, die nach der [[Annexion]] Koreas durch Japan japanische Staatsbürger waren. Außerdem waren viele Japaner davon überzeugt,  eine weitere Expansion sei ein Ausweg aus der wirtschaftlichen Krise Ende der 1920er-, Anfang der 1930er-Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf ==&lt;br /&gt;
Am 18. September 1931&amp;amp;nbsp;um 22 Uhr verübten zwei Offiziere der Kwantung-Armee (einer davon war vermutlich der Spion und spätere Kommandeur der [[14. Division (Japanisches Kaiserreich)|14. Division]], [[Doihara Kenji]]) bei der Stadt [[Mukden]] (Shenyang) einen Sprengstoffanschlag auf die [[Südmandschurische Eisenbahn]]. Der Explosion folgte ein Feuergefecht zwischen Japanern und Chinesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Anschlag wurden die Chinesen verantwortlich gemacht, und er diente als Vorwand für die weitere Entsendung [[Kaiserlich Japanische Armee|japanischer Truppen]] in die Mandschurei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Steffen Wurzel]] |url=https://www.deutschlandfunkkultur.de/china-und-der-zweite-weltkrieg-keine-aussoehnung-mit-japan-100.html |titel=China und der Zweite Weltkrieg: Keine Aussöhnung mit Japan |werk=Deutschlandfunk Kultur |datum=2020-08-05 |abruf=2023-09-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ohne den Befehl dazu aus Tokio erhalten zu haben, griffen die japanischen Truppen die chinesische Garnison in Mukden an und eroberten die Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen und Bewertung ==&lt;br /&gt;
Infolge des Mukden-Zwischenfalls wurde die Mandschurei von japanischen Truppen besetzt und im März 1932 der japanische [[Satellitenstaat]] [[Mandschukuo]] gegründet. Im japanischen Parlament wurde das Vorgehen kritisch betrachtet, da aber einige Kritiker ermordet oder ihre Stimmen unterdrückt wurden, kam es zu keinem parlamentarischen Eingreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf eine Anregung Japans hin wurde die [[Lytton-Kommission]] (so benannt nach ihrem Vorsitzenden, [[Victor Bulwer-Lytton, 2. Earl of Lytton]]) vom [[Völkerbund]] eingesetzt, um den Zwischenfall zu untersuchen. Sie sollte in der Mandschurei volle Bewegungsfreiheit besitzen, war jedoch nicht weisungsbefugt gegenüber den japanischen und chinesischen Truppen in dieser Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mukden-Zwischenfall bildete den Auftakt zur militärischen Expansion Japans, die zum Ausbruch des [[Zweiter Japanisch-Chinesischer Krieg|Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges]] und somit des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] in Asien führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Yasukuni-Schrein]] werden auch heute noch die [[Nationalrevolutionäre Armee|chinesischen Truppen]] als Täter angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
[[Hergé]] greift diesen Zwischenfall im [[Tim und Struppi|Tim-und-Struppi]]-Comic &amp;#039;&amp;#039;[[Der Blaue Lotos]]&amp;#039;&amp;#039; auf. In diesem vom 9. August 1934 bis zum 17. Oktober 1935 in der belgischen Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Le Petit Vingtième&amp;#039;&amp;#039; erschienenen Abenteuer sprengen japanische Agenten ein Bahngleis und schieben die Schuld auf „chinesische Banditen“. Japan marschiert daraufhin in der Mandschurei ein, „um das chinesische Volk zu schützen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Blaue Lotos enthält eine deutlich anti-imperialistische Botschaft und stand damit im Gegensatz zur vorherrschenden Meinung im Westen. Er erntete daher bei seinem Erscheinen von verschiedener Seite scharfe Kritik und bewirkte Proteste japanischer Diplomaten beim belgischen Außenministerium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Grund der im Blauen Lotos bezogenen Stellung zugunsten des chinesischen Volkes wurde Hergé 1939 von [[Song Meiling]], der Frau [[Chiang Kai-shek]]s, in die Republik China eingeladen. Die Reise konnte allerdings wegen des bevorstehenden Krieges nicht durchgeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Falsche Flagge]]&lt;br /&gt;
* [[Überfall auf den Sender Gleiwitz]]&lt;br /&gt;
* [[Mainila-Zwischenfall]]&lt;br /&gt;
* [[Tonkin-Zwischenfall]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Thomas Weyrauch]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Chinas unbeachtete Republik. 100 Jahre im Schatten der Weltgeschichte.&lt;br /&gt;
   |Band=Band 1: &amp;#039;&amp;#039;1911–1949&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
   |Ort=Longtai&lt;br /&gt;
   |Datum=2009&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-938946-14-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Japanese invasion of Manchuria|Mukden-Zwischenfall}}&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20200121094259/http://www.regis-net.de/krieg/mandschu.html Der Krieg in der Mandschurei 1931–1933] (Archiv-Link)&lt;br /&gt;
* [http://www.ww2technik.de/jweg_in_2ww.htm Japans Weg nach Pearl Harbor], abgerufen am 22. April 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=41/47/44/N|EW=123/26/53/E|type=landmark|region=CN}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprengstoffanschlag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mandschurei-Krise]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konflikt 1931]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik 1931]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Crazy1880</name></author>
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