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	<title>Muße - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mu%C3%9Fe&amp;diff=111191&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: doppelten Link entfernt, Kleinkram</title>
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		<updated>2026-01-28T18:32:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;doppelten Link entfernt, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt einen Lebensstil. Zur Masseneinheit siehe [[Musse]].}}&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Muße&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man die [[Zeit]], die eine Person nach eigenem Wunsch nutzen kann. Nicht alle [[Freizeit]] ist zugleich Muße, da viele Freizeitaktivitäten indirekt von Fremdinteressen bestimmt werden. Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes (althochdeutsch „muoza“, mittelhochdeutsch „muoze“) war &amp;#039;&amp;#039;Gelegenheit, Möglichkeit&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Elmar Seebold, Friedrich Kluge [Begr.]: &amp;#039;&amp;#039;Kluge – etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 25. Auflage. De Gruyter, Berlin; Boston, Mass. 2011, ISBN 978-3-11-022364-4, {{Google Buch |BuchID=Jm8oAwEACAAJ}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Antike ==&lt;br /&gt;
Im Sinne von schöpferischer Muße tritt sie bereits – im Gegensatz zur [[Anstrengung|mühevollen]] [[Arbeit (Philosophie)#Von der Antike bis zum Beginn der Frühen Neuzeit|Arbeit]] der &amp;#039;&amp;#039;einfachen Menschen&amp;#039;&amp;#039; – in der Antike auf ({{grcS|σχολή}} – vgl. &amp;#039;&amp;#039;Schule&amp;#039;&amp;#039; – gegenüber άσχολΐα oder πόνος, [[Latein|lat]]. &amp;#039;&amp;#039;otium&amp;#039;&amp;#039; gegenüber &amp;#039;&amp;#039;negotium&amp;#039;&amp;#039;). Das Bedeutungsspektrum von σχολή reicht hierbei von &amp;#039;&amp;#039;Muße&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Ruhe&amp;#039;&amp;#039; über &amp;#039;&amp;#039;Studium&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Schule&amp;#039;&amp;#039; bis hin zu &amp;#039;&amp;#039;Verzögerung&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Langsamkeit&amp;#039;&amp;#039;, deren Beraubung in der ά-σχολΐα (vgl. [[Alpha privativum]]) etwa der Sklavenarbeit zum Ausdruck kommt. [[Aristoteles]] schreibt: „ἀσχολούμεθα γὰρ ἵνα σχολάζωμεν&amp;amp;nbsp;…“ (Wir arbeiten, um Muße zu haben&amp;amp;nbsp;…).&amp;lt;ref&amp;gt;Aristoteles, [[Nikomachische Ethik|EN]] X, 7, 1177 b 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; So prägte beispielsweise [[Marcus Tullius Cicero|Cicero]] den Begriff &amp;#039;&amp;#039;otium cum dignitate&amp;#039;&amp;#039; (mit wissenschaftlicher und philosophischer Betätigung verbrachte „würdevolle Muße“ in Zurückgezogenheit (&amp;#039;&amp;#039;De Oratore&amp;#039;&amp;#039; I,1f.)).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mittelalter bis heute ==&lt;br /&gt;
Während die [[Philosoph|Denker]] der Antike die Muße mit ihren charakterbildenden und kreativen Möglichkeiten für wertvoll hielten – der [[Lebenskunst|Lebenskünstler]] als Gegenbegriff zum Sklaven –, war [[acedia]] (zumeist mit „[[Faulheit|Trägheit]]“ übersetzt) eines der sieben Haupt[[laster]] im europäischen [[Mönchtum]]. Der [[Protestantismus]] hat Beruf und Arbeit hochgehalten und sich gegen jeden [[Müßiggang]] gewandt („Müßiggang ist aller Laster Anfang“). Die [[Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus|protestantische Ethik]] ist so nach [[Max Weber]] zu einer wesentlichen Grundlage des [[Frühkapitalismus]] geworden. Ihr Einfluss veränderte sich mit der [[Kommerzialisierung]] der Freizeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird vorwiegend betont, sich Muße zur [[Gesundheitsförderung]] zu gönnen, etwa im Sinne von [[Erholung]] (neudeutsch „[[Chillen]]“), mittels [[Meditation]], mit zusätzlicher [[Quality time]], im Rahmen der [[Wellness]]-Bewegung oder durch Praktizieren eines [[Einfaches Leben|einfacheren Lebensstils]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Muße als Forschungsgegenstand ==&lt;br /&gt;
Die Muße ist seit einigen Jahrzehnten Gegenstand der Forschung. Die Literaturwissenschaftlerin [[Gisela Dischner]] beschäftigt sich seit mehr als 30 Jahren mit der „Theorie des Müßiggangs“ („freie bewusste Tätigkeit“); mehrere von ihr verfasste Bücher (u.&amp;amp;nbsp;a. &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch des Müßiggängers&amp;#039;&amp;#039; (2009), &amp;#039;&amp;#039;Liebe und Müßiggang&amp;#039;&amp;#039; (2011)) sind erschienen. Die Journalistin, Initiatorin des Projekts „Muße-Kunst“, Gerlinde Knaus, untersuchte 2002 in ihrer Diplomarbeit „Muße – ein männliches Vorrecht? Die Theorie des Müßiggangs: Der Traum vom Subversiven in der Pädagogik“ (Erziehungs- und Bildungswissenschaften an der [[Karl-Franzens-Universität Graz]]) auf Basis der „Theorie der Müßiggangs“ von Gisela Dischner den „weiblichen Müßiggang“. Knaus entwickelte auf diesen theoretischen Grundlagen ein Seminar mit dem Titel „Muße-Kunst“, das sich speziell an Frauen richtet und im Bildungshaus St. Virgil in Salzburg mehrmals an mehrtägigen Seminaren praktisch und experimentell umgesetzt wurde (2005–2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2013 wurde an der Universität Freiburg im Breisgau ein [[Deutsche Forschungsgemeinschaft|DFG]]-geförderter [[Sonderforschungsbereich]] zu dem Thema Muße eingerichtet, welcher versucht, das Phänomen der Muße aus verschiedenen Perspektiven aufzuarbeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.frias.uni-freiburg.de/institute/pressemitteilungen/sfb2 |wayback=20131004222905 |text=Freiräume für die Muße: Neuer geisteswissenschaftlicher SFB für Freiburg}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Schwerpunkt der ersten vier Jahre des SFB (2013–2016; Förderphase 1) bestand darin, Muße als Konzept aus philologisch-philosophischen Blickwinkeln zu fassen, bspw. anhand der Bedeutung der Muße für die [[Autobiografie|autobiographische]] Reflexion und für das literarische Erzählen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Vgl. Sennefelder, Anna Karina |Titel=Rückzugsorte des Erzählens. Muße als Modus autobiographischer Selbstreflexion. |Verlag=Mohr Siebeck |Ort=Tübingen |Datum=2018 |ISBN=978-3-16-155666-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In den zweiten vier Jahren (2017–2020; Förderphase 2) wurde das Untersuchungsfeld geöffnet und beinhaltet nun auch Forschungsprojekte aus [[Forstwissenschaft]], [[Geografie]] oder [[Psychologie]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sfb1015.uni-freiburg.de/de/teilprojekte/teilprojekte_p2 |titel=Zweite Förderphase — SFB 1015 Muße. Gesellschaftliche Ressource {{!}} Kritisches Potenzial |abruf=2022-04-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Thorstein Veblen#Schriften (Auswahl)|Thorstein Veblen]]: &amp;#039;&amp;#039;The Theory Of The Leisure Class.&amp;#039;&amp;#039; 1899.&lt;br /&gt;
* [[Liselotte Welskopf-Henrich#Wissenschaftliche Veröffentlichungen|Liselotte Welskopf]]: &amp;#039;&amp;#039;Probleme der Muße im alten Hellas&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1962.&lt;br /&gt;
* [[Josef Pieper]]: &amp;#039;&amp;#039;Muße und Kult: Mit einer Einführung von Kardinal Karl Lehmann&amp;#039;&amp;#039;. Kösel, München 2007, ISBN 978-3-466-36773-3.&lt;br /&gt;
* Peter Hersche: &amp;#039;&amp;#039;Muße und Verschwendung. Europäische Gesellschaft und Kultur im Barockzeitalter&amp;#039;&amp;#039;. 2 Bände. Herder, Freiburg im Breisgau 2006, ISBN 3-451-28908-3.&lt;br /&gt;
* [[Gisela Dischner]]: Wörterbuch des Müßiggängers. Edition Sirius. Bielefeld/Basel 2009, ISBN 978-3-89528-727-5.&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Schnabel]]: &amp;#039;&amp;#039;Muße. Vom Glück des Nichtstuns&amp;#039;&amp;#039;. Blessing, München 2010, ISBN 978-3-89667-434-0.&lt;br /&gt;
* Gisela Dischner: &amp;#039;&amp;#039;Liebe und Müßiggang&amp;#039;&amp;#039;. Edition Sirius. Bielefeld/Basel 2011, ISBN 978-3-89528-838-8.&lt;br /&gt;
* Nicole Stern: &amp;#039;&amp;#039;Das Muße-Prinzip. Wie wir wirklich im Jetzt ankommen.&amp;#039;&amp;#039; Arkana 2016, ISBN 978-3-442-34205-1&lt;br /&gt;
* Eckhard Leuschner: &amp;#039;&amp;#039;Otium und Virtus. Kontemplation als Tugendübung in der Stanza della Solitudine von Caprarola.&amp;#039;&amp;#039; In: Thomas Weigel, Joachim Poeschke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Leitbild Tugend. Die Virtus-Darstellungen in italienischen Kommunalpalästen und Fürstenresidenzen des 14. bis 16. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Münster 2013, ISBN 978-3-86887-005-3, S. 229–253.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ökonomie des Glücks. Muße, Müßiggang und Faulheit in der Literatur&amp;#039;&amp;#039;, hg. von Mirko Gemmel u. Claudia Löschner. Ripperger &amp;amp; Kremers, Berlin 2014, ISBN 978-3-943999-10-5.&lt;br /&gt;
* Martin W. Ramb, Holger Zaborowski (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Arbeit 5.0 – Warum ohne Muße alles nichts ist.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein, Göttingen 2018, ISBN 978-3-8353-3340-6.&lt;br /&gt;
* Jochen Gimmel, Tobias Keiling: &amp;#039;&amp;#039;Konzepte der Muße.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 2018, ISBN 978-3-16-154648-8.&lt;br /&gt;
* Jochen Gimmel, Thomas Jürgasch, Andreas Kirchner: &amp;#039;&amp;#039;An den Grenzen der Muße. Essays zu einem prekären Begriff&amp;#039;&amp;#039;. Mohr Siebeck, Tübingen 2021, ISBN 978-3-16-160143-9.&lt;br /&gt;
* Birger P. Priddat: &amp;#039;&amp;#039;Arbeit und Muße. Über die europäische Hoffnung der Verwandlung von Arbeit in höhere Tätigkeit.&amp;#039;&amp;#039; Metropolis, Marburg 2019.&lt;br /&gt;
* Bertrand Russell: &amp;#039;&amp;#039;Lob des Müßiggangs.&amp;#039;&amp;#039; München 2002, ISBN 3-423-30851-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://mussemagazin.de/ Muße. Ein Magazin] Onlinejournal zum Thema Muße&lt;br /&gt;
* [https://www.sfb1015.uni-freiburg.de/de Sonderforschungsbereich zum Thema „Muße“]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4170872-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Musse}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freizeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lebensstil]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethische Haltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialphilosophie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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