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	<title>Moxos-Ebene - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T11:03:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Moxos-Ebene&amp;diff=1314202&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2024-04-06T20:44:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Fix Weblinks neues-deutschland.de =&amp;gt; nd-aktuell.de, http nach https umgestellt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Llanos de Moxos.png|500px|rechts|Lage der Moxos-Ebene in Bolivien]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Beni Department aérea 25.jpg|mini|Die Moxos-Ebene im Departamento Beni]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Moxos-Ebene&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (spanisch: &amp;#039;&amp;#039;Llanos de Moxos&amp;#039;&amp;#039;, manchmal auch &amp;quot;Mojos&amp;quot; geschrieben) ist eine etwa 110.000 km² große Überschwemmungssavanne im nördlichen Tiefland von [[Bolivien]]. Sie liegt hauptsächlich im [[Departamento Beni]]; kleinere Teile liegen in den Departamentos [[Departamento Cochabamba|Cochabamba]], [[Departamento La Paz (Bolivien)|La Paz]], [[Departamento Pando|Pando]] und [[Departamento Santa Cruz|Santa Cruz]]. Ihr Name geht auf die indigene Gruppe der [[Moxo]] zurück, die dort im 17. Jahrhundert gesiedelt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt im Südwesten des [[Amazonasbecken]]s. Zahlreiche, von der Ostabdachung der Anden kommende Flüsse durchqueren die Ebene. Die geringen Höhenunterschiede der Savannen, verbunden mit Regenfällen in der Regenzeit und der Schneeschmelze aus den Anden, führen dazu, dass bis zur Hälfte des Landes regelmäßig überflutet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ebene ist kein ideales Siedlungsgebiet, da die Böden arm an Nährstoffen sind und weite Flächen der Moxos-Ebene während der Regenzeit monatelang unter Wasser stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klima ==&lt;br /&gt;
Das Klima der Moxos-Ebene ist tropisch mit ausgeprägten Regen- und Trockenzeiten. Die Regenzeit dauert normalerweise von Dezember bis Mai und die jährlichen Regenmengen liegen zwischen 1300&amp;amp;nbsp;mm im Osten und 2000&amp;amp;nbsp;mm im Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flora ==&lt;br /&gt;
Die Ökoregion setzt sich zusammen aus Savannen und Feuchtgebieten mit Waldinseln und Galeriewäldern entlang von Flüssen. Hochwasser und Wald- und Flurbrände sind wichtige ökologische Faktoren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fauna ==&lt;br /&gt;
Die Ökoregion ist die Heimat des [[Blaulatzara]]s (&amp;#039;&amp;#039;Ara glaucogularis&amp;#039;&amp;#039;), dessen letzte freilebende Population etwa 250 bis 300 Individuen umfasst und stark vom Aussterben bedroht ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgrabungen ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Moxos-Ebene (Archäologie)}}&lt;br /&gt;
Die [[Archäologie|archäologischen]] Ausgrabungen in Beni wurden 1908 durch den Schweden [[Erland Nordenskiöld]] an drei Hügeln südöstlich der Regionshauptstadt [[Trinidad (Bolivien)|Trinidad]] begonnen, er fand v.&amp;amp;nbsp;a. Keramik. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass es in der Moxos-Ebene bereits im [[präkolumbisch]]en Zeitraum zwischen 500 und 1400 n. Chr. eine rege Siedlungstätigkeit gegeben hat, sie endete also schon vor Ankunft der Spanier.&amp;lt;br&amp;gt; In den 1960er Jahren überflog [[William Denevan]]&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.sas.upenn.edu/~cerickso/baures/Mann2.html Beschreibung]&amp;lt;/ref&amp;gt; von der [[University of Wisconsin]] das Gebiet und staunte über angelegte Kanäle, Hügel und aufgeschüttete Erdwälle, was das wissenschaftliche Verständnis revolutionierte. Wegen politischer Instabilität und Drogenanbaus, der zu Misstrauen gegenüber Weißen führt, führte das aber nur zu einer geringen Steigerung der Ausgrabungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der amerikanische Geologe Kenneth Lee versuchte ab den 1970er Jahren zu ermitteln, ob und wie eine Kultur auf den nährstoffarmen Böden intensive Landwirtschaft betreiben konnte. Er vermutete, dass die &amp;quot;Hügelbeetanlagen&amp;quot; am Rio Iruyañez bei [[Santa Ana del Yacuma]] zur Zucht von [[Dickstielige Wasserhyazinthe|dickstieligen Wasserhyazinthen]] dienten, einem hartnäckigen und schnellwachsenden Unkraut, das man aber als Dünger nutzen konnte. Diese Theorie gilt seit den 1990er Jahren jedoch als widerlegt. Ab den 1990er Jahren werden unter Clark Erickson von der [[University of Pennsylvania]] und William Balée langfristig ausgerichtete Grabungen durchgeführt, die Ergebnisse sind weitgehend noch nicht publiziert. Die brasilianische Archäologin Denise Schaan von der Universität von Pala in Belem hat mit ihrem finnischen Kollegen Martti Pärssinen mit [[Google Earth]] bislang über 200 runde, vier- und dreieckige Grabenstrukturen entdeckt. Inwieweit man dabei von &amp;quot;Hochkultur&amp;quot; wie bei den Andenvölkern sprechen kann, ist noch sehr umstritten, aber im Tiefland lebten sicher nicht nur Jäger und Sammler wie lange angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heiko Prümers]] vom [[Deutsches Archäologisches Institut|Deutschen Archäologischen Institut]] (DAI) ist insbesondere an zwei Ausgrabungshügeln („Loma“s) im Südosten des Departamentos Beni nahe dem Dorf [[Casarabe]] tätig:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Loma Mendoza: 50 Kilometer östlich von Trinidad&lt;br /&gt;
* Loma Salvatierra: Prümers entdeckte hier ein „Fürsten“grab, den &amp;#039;&amp;#039;Sub-Kaziken von [[Casarabe]]&amp;#039;&amp;#039;, und viele Knochenartefakte mit weitem Funktionsspektrum (Werkzeuge und Gerätschaften, Schmuck, Musikinstrumente)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anbau von [[Maniok]] und [[Kürbisse]]n wurde bereits vor über 10.000 Jahren praktiziert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DOI10.1038/s41586-020-2162-7&amp;quot;&amp;gt;Umberto Lombardo, José Iriarte, Lautaro Hilbert, Javier Ruiz-Pérez, José M. Capriles, Heinz Veit: &amp;#039;&amp;#039;Early Holocene crop cultivation and landscape modification in Amazonia.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nature.&amp;#039;&amp;#039; 2020, {{DOI|10.1038/s41586-020-2162-7}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.unibe.ch/aktuell/medien/media_relations/medienmitteilungen/2020/medienmitteilungen_2020/landwirtschaft_begann_im_amazonas_vor_10000_jahren/index_ger.html |titel=Landwirtschaft begann im Amazonas vor 10’000 Jahren |hrsg=[[Universität Bern]] |datum=2020-04-08 |abruf=2020-04-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.dainst.org/index_7193_de.html Archäologisches Projekt Moxos, Bolivien] Deutsches Archäologisches Institut, etwa 2010&lt;br /&gt;
*[http://www.dainst.org/sites/default/files/medien/de/Bolivien_Pr_2004%20%28FAVA%2010%29_RED_Sicher.pdf?ft=all Heiko Prümers: Hügel umgeben von &amp;quot;schönen Monstern&amp;quot;. Ausgrabungen in der Loma Mendoza] Expeditionen in Vergessene Welten. 25 Jahre archäologische Forschungen in Amerika, Afrika und Asien. 2004 (PDF; 2,29 MB)&lt;br /&gt;
*[https://www.wissenschaft.de/geschichte-archaeologie/die-tiefland-barbaren/ Die Tiefland-Barbaren] Bild der Wissenschaft, 1. November 1999&lt;br /&gt;
*{{Literatur| Titel=Jenseits von El Dorado| Datum=2010-04-08| Sammelwerk=[[Tagesspiegel]]| Online=https://web.archive.org/web/20210622121309/http://www.tagesspiegel.de/archaeologie-jenseits-von-el-dorado/1784390.html}}&lt;br /&gt;
*[https://www.sas.upenn.edu/~cerickso/baures/Mann2.html Charles C. Mann: Earthmovers of the Amazon] und [https://www.sas.upenn.edu/~cerickso/baures/Mann2.html Charles C. Mann: The Good Earth: Did People Improve The Amazon Basin?] Science, 4. Februar 2000 (&amp;#039;&amp;#039;englisch&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [https://www.nd-aktuell.de/artikel/816831.bolivien-schuetzt-groesstes-feuchtgebiet.html Bolivien schützt größtes Feuchtgebiet] neues deutschland, 25. März 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4207235-9|VIAF=248594727}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Bolivien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaft in Südamerika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Südamerika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaft im Departamento Beni]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Bolivien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Amerika]]&lt;/div&gt;</summary>
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