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	<title>Motorschirm - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T03:01:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Motorschirm&amp;diff=226920&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Harald Gallinnis: Baustein Belege nach Einbau mehrerer Quellen entfernt</title>
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		<updated>2025-12-06T09:37:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Baustein Belege nach Einbau mehrerer Quellen entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:motorschirm.jpg|miniatur|Motorschirm im Flug]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Motorschirm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist im weitesten Sinne ein mit [[Motor]] ausgerüstetes [[Gleitsegel]]. Heute wird darunter allerdings gemeinhin speziell ein mit Rucksackmotor oder [[Ultraleichtflugzeug|Trike]] („Rucksackmotor mit Rädern“) ausgerüsteter [[Gleitschirm]] verstanden. Motorschirme sind [[Luftsportgerät]]e und in einigen Ländern mit [[luftrecht]]lichen Problemen konfrontiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Erste Motorschirmflüge erfolgten bereits 1964, allerdings nicht mit Gleitschirmen, sondern mit [[Flächenfallschirm]]: Am 1. Oktober 1964 meldete [[Domina Jalbert]] sein kasten- bzw. matratzenförmiges mehrzelliges Fallschirmkonzept („Jalbert Parafoil“ oder kurz „Parafoil“ genannt) an; dessen Prinzip liegt praktisch allen heutigen Sportfallschirmen und Gleitschirmen zugrunde. 1979 wurde durch Mike Burne der erste Paramotor eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.footflyer.com/history-of-powered-paragliding-timeline/ |titel=History of Powered Paragliding |abruf=2025-12-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionsweise ==&lt;br /&gt;
[[Datei:MotorschirmCalaConta04.08.jpg|miniatur|Motorschirm über der CalaConta, Ibiza]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gleitschirm-048.JPG|mini|Motorschirmpilot im Flug, Fußstart]]&lt;br /&gt;
Durch den Motor wird das Gleitsegel auch in ebenem Gelände startfähig – zu Fuß oder per Rollstart – und kann auch ohne dynamische Aufwinde oder [[Thermik]] längere Zeit in der Luft bleiben. Die Motorleistung wird beim Flug im Wesentlichen in Steigen umgesetzt, während für die Geschwindigkeit grundsätzlich weiter der konstruktionsbedingte Geschwindigkeitsbereich des verwendeten Gleitsegels verantwortlich bleibt. „Gasgeben“ macht den Schirm also nicht schneller, sondern führt zu [[Steigflug|Steigen]]. In einem kleinen Bereich kann die Geschwindigkeit über die Schirmtrimmung verändert werden. Hierzu werden [[Trimmer (Gleitschirm)|Trimmer]] (hintere Leinenebene) und/oder ein Beschleuniger (vordere Leinenebene) verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.flieg-mit.eu/ausbildung/warum-mit-motorschirm/ |titel=Warum mit Motorschirm |abruf=2025-12-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vergleich zum motorlosen [[Gleitschirmfliegen]] wird mit einer höheren [[Flächenbelastung (Flügel)|Flächenbelastung]] geflogen. Hierdurch erhöht sich die Trimmgeschwindigkeit. Die [[Fluggeschwindigkeit]] ist allerdings bei stationärer Höhe nur etwa gleich groß wie bei einem nicht motorisierten Gleitschirm, da der Motor den [[Anstellwinkel]] vergrößert und somit die Horizontalgeschwindigkeit verringert (Vertikalkomponente). Neue Schirmentwicklungen mit Reflexprofil (siehe [[S-Schlag-Profil]]) erlauben aktuell Geschwindigkeiten bis zu 70&amp;amp;nbsp;km/h. Durch das S-Schlag-Profil wird die Aerodynamik verändert, die Gleitzahl verschlechtert sich. Die Motoren haben inzwischen ausreichend Leistung, das höhere Sinken kann kompensiert werden. Bei Vollreflexkappen kann man das Gleitsegel über die Tragegurte nicht kontrolliert einklappen lassen („50-%-Klapper“, „75-%-Klapper“ usw.), ein Testen des Verhaltens bei Kappenstörungen nach dem LTF-Testprotokoll ist daher nicht möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtliches ==&lt;br /&gt;
Motorschirme unterliegen geräte- und länderabhängig unterschiedlichen rechtlichen Bestimmungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
In Deutschland gelten sie aufgrund des Motors als [[Ultraleichtflugzeug]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2013 kam es zu einer Gesetzesänderung bei der [[Verordnung zur Prüfung von Luftfahrtgerät|LuftGerPV]]:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gesetze-im-internet.de/luftgerpv_2013/LuftGerPV.pdf |titel=Verordnung zur Prüfung von Luftfahrtgerät (LuftGerPV) |abruf=2025-12-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;§&amp;amp;nbsp;11 (4) Muster- oder Gerätezulassungen eines Mitgliedstaates der Europäischen Union oder eines Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum sind unmittelbar gültig und ersetzen die Prüfungen nach den Absätzen 1 und 2.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Demnach dürfen Reflexprofile, die in einem EU-Staat musterzugelassen sind, nach Auskunft vom [[Bundesministerium für Verkehr (Deutschland)|BMV]] legal in Deutschland geflogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Theoretisch reagieren diese Schirme in Extremsituationen aufgrund der höheren Geschwindigkeiten dynamischer als „Normal“-Schirme. Ein dadurch erhöhtes Gefahrenpotential ist in den Unfallstatistiken aus Ländern, wo Reflexkappen zugelassen sind (z.&amp;amp;nbsp;B. Frankreich), allerdings nicht erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
In Österreich sind motorisierte Hänge- und Paragleiter eine eigene Geräteklasse (Luftfahrtgesetz §&amp;amp;nbsp;12.3)&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.jusline.at/gesetz/lfg&amp;lt;/ref&amp;gt;. Je nach Bundesland gelten unterschiedliche Regeln und Zulassungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweiz ===&lt;br /&gt;
In der Schweiz waren Motorschirme seit den 80er-Jahren generell verboten. Seit Juni 2016 sind Motorschirme mit Elektroantrieb zugelassen, allerdings mit der Einschränkung, dass auf einem Flugplatz gestartet und gelandet werden muss.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://efs-ves.ch/elektro-flug-der-schweiz/ Elektroflug in der Schweiz]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die rechtlichen Grundlagen sind in der &amp;#039;&amp;#039;Verordnung des [[Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation|UVEK]] über Luftfahrzeuge besonderer Kategorien (VLK)&amp;#039;&amp;#039; definiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19940351/index.html SR 748.941: Verordnung des UVEK vom 24. November 1994 über Luftfahrzeuge besonderer Kategorien (VLK)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== USA ===&lt;br /&gt;
Im englischen Sprachraum werden Motorschirme entweder als &amp;#039;&amp;#039;„Powered paraglider“&amp;#039;&amp;#039; (PPG) oder &amp;#039;&amp;#039;„Powered parachute“&amp;#039;&amp;#039; (PPC) bezeichnet. Diese begriffliche Unterscheidung erfolgt zwar primär nach der Art des verwendeten Gleitsegels, kennzeichnet über deren bevorzugte Verwendung in den USA damit häufig aber auch, ob es sich um einen Fußstart-Motorschirm oder einen rollstartfähigen Motorschirm handelt: Ein Motorschirm mit Rucksackmotor wird demnach in der Regel PPG, Motorschirmtrikes hingegen PPC genannt. Letzteren dienen in den USA meist tatsächlich auch Flächenfallschirme als [[Tragfläche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Türkei ===&lt;br /&gt;
In der Türkei ist das Fliegen mit Motorschirmen generell verboten, seit Terroristen diese als Angriffswaffen eingesetzt haben. Es darf nur an wenigen ausgewählten Stellen ([[Alanya]], [[Kemer]], [[Ölüdeniz]]) geflogen werden, wobei vorher eine Registrierung bei lokalen Stellen erforderlich ist. Die Polizeibehörden überwachen die Einhaltung sehr strikt. Es empfiehlt sich dringend, vor dem Flug bei lokalen Paramotorpiloten die notwendigen Informationen einzuholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rucksackmotor ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Motorschirmpilot mit Rucksackmotor.jpg|miniatur|hochkant|Motorschirmpilot mit Rucksackmotor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauteile eines &amp;#039;&amp;#039;Rucksackmotors&amp;#039;&amp;#039; sind ein Motor mit Tank und Propeller sowie ein oft mit einem Netz bespannter 1- oder 2-Ring-Schutzkäfig. Die Verbindung zum Piloten erfolgt in der Regel mittels Trägergurten, wie bei einem Rucksack, wobei das Gewicht des Motors im Fluge vom Schirm getragen wird und den in einem bequemen Gurtzeug sitzenden Piloten kaum belastet. Zurzeit werden fast nur [[Zweitaktmotor]]en als Antrieb verwendet. Bei einem Verbrauch zwischen drei und vier Litern pro Stunde sind mit den üblichen Tanks Flugzeiten von zwei bis zu vier Stunden möglich. Die Reichweite beträgt dann (windabhängig) etwa 100&amp;amp;nbsp;km.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Elektrischer Rucksackmotor ==&lt;br /&gt;
Die Bauteile eines „elektrischen Rucksackmotors“ sind in der Regel:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.wildblumenburri.ch/ul_flugzeuge/aufstiegshilfe.html |titel=Aufsteigen mit Energie aus der Steckdose |abruf=2025-12-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ein direkt angetriebener bürstenloser Drehstromsynchron-Elektromotor mit einer Startleistung von 12,5 bzw. 16 kW und einer Dauerleistung von 10 bzw. 13,5 kW.&lt;br /&gt;
* die Leistungselektronik zur Erzeugung des elektrischen Drehfeldes.&lt;br /&gt;
* ein Lithium-Ionen- bzw. Lithium-Polymer-Akku mit einer Kapazität ab 1,2 kWh bis üblicherweise 3,0 kWh und einer Nennspannung von 48 Volt.&lt;br /&gt;
* der durch einen Mikroprozessor gesteuerte Motorcontroller zur Überwachung und Steuerung des Leistungsteils und der Bedieneinheit mit Display zur Ausgabe der Motorparameter und Restreichweite.&lt;br /&gt;
* der Gasgriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Deutscher Motorschirm-Verband]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Powered paragliding|Motorschirm}}&lt;br /&gt;
* [http://www.ultraflightradio.com/byname/farrand-lowell.html Zur Motorschirm-Geschichte]&lt;br /&gt;
* [https://www.dulv.de/index.php/Motorschirm Motorschirme – Deutscher Ultraleichtflugverband e.&amp;amp;nbsp;V.]&lt;br /&gt;
* [https://www.dhv.de/piloteninfos/ausbildung/e-aufstieg-gleitschirm-und-drachen/ Gleitschirm E-Aufstieg – Deutscher Hängegleiterverband e.&amp;amp;nbsp;V.]&lt;br /&gt;
* [https://www.shv-fsvl.ch/ausbildung/flugsparten/elektroantrieb/ Elektro-Antrieb – Schweizerischer Hängegleiter-Verband]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Motorflug]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ultraleichtflugzeug| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gleitschirmfliegen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Harald Gallinnis</name></author>
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