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	<title>Moses Wilhelm Shapira - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Moses_Wilhelm_Shapira&amp;diff=1362687&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tomkater: /* Leben */</title>
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		<updated>2026-03-11T02:59:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:MosesShapira.jpg|mini|140px|rechts|Moses Wilhelm Shapira]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Moses Wilhelm Schapira&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (anglisiert auch: Shapira; geboren im Jahr [[1830]] in [[Kamjanez-Podilskyj]], [[Russisches Kaiserreich]]; gestorben am [[9. März]] [[1884]] in [[Rotterdam]], [[Niederlande]]) war Antiquitätenhändler in [[Jerusalem]]. Er war in Fälschungsskandale um [[Moab (Staat)|moabitische]] Kunstgegenstände verwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Moses Wilhelm Schapira wurde 1830 als Sohn polnischer Juden geboren. 1856 wanderte er ins [[Osmanisches Reich|Osmanische Reich]] aus und ließ sich in Jerusalem nieder. Er konvertierte zum Protestantismus und heiratete die hessische [[Diakonisse]] Anna Magdalena Rosette Jöckel. Gemeinsam hatten sie zwei Töchter, von denen eine die französische Schriftstellerin unter Pseudonym publisierende [[Myriam Harry]] (1869–1958) war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eisler und Schwarz-Scheuls 2016&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;7.&amp;quot;&amp;gt;Ejal Jakob Eisler ({{he|אֱיָל יַעֲקֹב אַיְזְלֶר&amp;amp;lrm;}}) und Annette Schwarz-Scheuls (Nachfahrin der Familie Jöckel), &amp;#039;&amp;#039;Andenken aus dem Heiligen Land: Pilgersouvenirs aus protestantischer Produktion&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart: Verein für württembergische Kirchengeschichte und Autoren, 2016, (=Kleine Schriften des Vereins für württembergische Kirchengeschichte; Nr.&amp;amp;nbsp;19), ISBN 978-3-944051-08-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schapira eröffnete einen Antiquitätenhandel, den vor allem Palästinareisende frequentierten. Seine Waren bezog er von arabischen Einheimischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gefolge der Entdeckung der [[Mescha-Stele]] tauchten auf dem Antiquitätenmarkt Jerusalems zahlreiche weitere vermeintlich moabitische Artefakte auf, sogenannte [[Moabitica]]. Auch Schapira scheint an diesen Fälschungen beteiligt gewesen zu sein. Da zur damaligen Zeit allerdings Vergleichsobjekte fehlten, blieben die Fälschungen in der Regel unentdeckt. Gerade deutsche Archäologen kauften Moabitica, um den Verlust der Mescha-Stele an Frankreich und Großbritannien zu kompensieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Erster bezweifelte [[Charles Clermont-Ganneau]] (1846–1923), der [[Gezer]] ausgegraben hatte, die Echtheit der moabitischen Fundstücke. Diese Meinung teilte [[Emil Kautzsch]]. Schapira verteidigte seine Artefakte gegen den Widerstand der Forscher als echt. Er setzte seinen Handel fort, verlegte sich jedoch nun auf den Verkauf hebräischer Handschriften aus dem [[Jemen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1883 bot Schapira dem [[British Museum]] in [[London]] 15 Schriftrollen mit Textstücken aus dem biblischen Buch [[Deuteronomium]], inklusive der [[Zehn Gebote]], zum Preis von einer Million Pfund Sterling an. Die Fragmente wurden nach eingehender Begutachtung durch [[Christian David Ginsburg]] als Fälschungen verworfen, nachdem zwei der Schriftrollen in einer großen Ausstellung präsentiert worden waren. Nach diesem Eklat verließ Schapira England und erschoss sich am 9. März 1884 im Hotel Bloemendaal in [[Rotterdam]]. Rosette Schapira und die Töchter fanden Aufnahme in ersterer Geburtsort in [[Stockhausen (Herbstein)|Stockhausen am Vogelsberg]], wo die Witwe 1904 verstarb.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eisler und Schwarz-Scheuls 2016&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;12, auch Fußnote 18 ebenda.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schriftrollen Schapiras wurden in einer Auktion bei [[Sotheby’s]] für nur 10 [[Guinee]]n versteigert. Mutmaßlich bei einem Brand im Jahr 1899 wurden sie zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuerdings tritt [[Idan Dershowitz]], Lehrstuhlinhaber der Professur für Hebräische Bibel und Exegese an der School of Jewish Theology der [[Universität Potsdam]], für eine Neubewertung der Fragmente ein. Die von Dershowitz erstmals in einem Artikel in der [[Zeitschrift für die alttestamentliche Wissenschaft]] vertretene These&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Idan Dershowitz: &amp;#039;&amp;#039;The Valediction of Moses: New Evidence on the Shapira Deuteronomy Fragments.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Zeitschrift für die alttestamentliche Wissenschaft]] 133 (2021), S. 1–22 {{DOI|10.1515/zaw-2021-0001}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Fragmente seien echt und repräsentierten eine Vorform des [[Deuteronomium]]s, wurde im März 2021 von der [[New York Times]] einem breiteren Publikum bekannt gemacht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nytimes.com/2021/03/10/arts/bible-deuteronomy-discovery.html &amp;#039;&amp;#039;Is a Long-Dismissed Forgery Actually the Oldest Known Biblical Manuscript?&amp;#039;&amp;#039;], [[New York Times]] vom 10. März 2021, abgerufen am 10. März 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;!-- Details enthält das Buch&lt;br /&gt;
Idan Dershowitz: The Valediction of Moses. A Proto-Biblical Book www.mohrsiebeck.com/en/book/the-valediction-of-moses-9783161606441 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Eigenhändiges Verzeichnis der von Shapira gesammelten hebr. Handschriften&amp;#039;&amp;#039;, [[Staatsbibliothek Berlin]], Ms. or. fol. 1342&lt;br /&gt;
: [https://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht/?PPN=PPN777461838 Digitalisat]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[John Marco Allegro]]: &amp;#039;&amp;#039;The Shapira Affair.&amp;#039;&amp;#039; Doubleday, Garden City NY 1965.&lt;br /&gt;
* Ejal Jakob Eisler ({{he|אֱיָל יַעֲקֹב אַיְזְלֶר&amp;amp;lrm;}}) und Annette Schwarz-Scheuls (Nachfahrin der Familie Jöckel), &amp;#039;&amp;#039;Andenken aus dem Heiligen Land: Pilgersouvenirs aus protestantischer Produktion – [[Haim Goren|Chaim Goren]] zum 70. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart: Verein für württembergische Kirchengeschichte und Autoren, 2016, (=Kleine Schriften des Vereins für württembergische Kirchengeschichte; Nr.&amp;amp;nbsp;19), ISBN 978-3-944051-08-6.&lt;br /&gt;
* [[Myriam Harry]], &amp;#039;&amp;#039;Das kleine Mädchen von Jerusalem – Roman eines Kindes&amp;#039;&amp;#039;, Berlin: Heine-Bund, 1928&lt;br /&gt;
* Myriam Harry: &amp;#039;&amp;#039;La Conquête de Jérusalem&amp;#039;&amp;#039;. Calmann Lévy, Paris, 1903&lt;br /&gt;
* Efrat Karmon (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Truly Fake. Moses Wilhelm Shapira, Master forger.&amp;#039;&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;Ziyyûf amîttî.&amp;#039;&amp;#039; Israel Museum, Jerusalem 2000, ISBN 965-278-242-4 (&amp;#039;&amp;#039;Israel Museum, Jerusalem.&amp;#039;&amp;#039; Catalogue 441).&lt;br /&gt;
* [[Schulamit Lapid]]: &amp;#039;&amp;#039;Er begab sich in die Hand des Herrn.&amp;#039;&amp;#039; Roman. Goldmann, München 1997, ISBN 3-442-72205-5.&lt;br /&gt;
* Andreas Reichert: &amp;#039;&amp;#039;Julius Euting, die Pseudo-Moabitica und ‚La petite fille de Jérusalem‘. Neue Funde zu einer alten Affäre.&amp;#039;&amp;#039; In: Christl Maier (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Exegese vor Ort. Festschrift für Peter Welten zum 65. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2001, S. 335–367.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Thankmar von Münchhausen (Diplomat)]] (1835–1909), der Shapira als deutscher Konsul in Jerusalem behilflich war&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119053306|LCCN=nr/91/15726|VIAF=46616391}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Shapira, Moses Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstfälscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Jerusalem)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russischer Emigrant in Palästina]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russischer Emigrant im Osmanischen Reich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1830]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1884]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Shapira, Moses Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schapira, Moses Wilhelm&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Antiquitätenhändler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1830&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kamjanez-Podilskyj]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. März 1884&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Rotterdam]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tomkater</name></author>
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