<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Moses_Calvary</id>
	<title>Moses Calvary - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Moses_Calvary"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Moses_Calvary&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-31T18:55:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Moses_Calvary&amp;diff=2134659&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Khatschaturjan: /* Schriften (Auswahl) */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Moses_Calvary&amp;diff=2134659&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-09-05T15:17:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Schriften (Auswahl)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Moses Calvary 1910.jpg|mini|Moses Calvary 1910 am Realprogymnasium in Crossen/Oder.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Moses Calvary&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren [[2. Februar]] [[1876]] in [[Messingwerk Finow|Messingwerk]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ancestry.de/imageviewer/collections/61655/images/48338_14%5E01%5Ea%5E0202-00019?treeid=&amp;amp;personid=&amp;amp;rc=&amp;amp;queryId=f2c63989-9aef-45bd-8391-c63b6ed96999&amp;amp;usePUB=true&amp;amp;_phsrc=iIb282&amp;amp;_phstart=successSource&amp;amp;pId=10595 |titel=Ancestry.de - Landkreis Barnim, Deutschland, Geburtsregister 1874-1906 |werk=ancestry.de |abruf=2024-02-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ancestry.de/imageviewer/collections/2957/images/44116_prep570_000156-00074?treeid=&amp;amp;personid=&amp;amp;rc=&amp;amp;queryId=f2c63989-9aef-45bd-8391-c63b6ed96999&amp;amp;usePUB=true&amp;amp;_phsrc=iIb282&amp;amp;_phstart=successSource&amp;amp;pId=189161343 |titel=Ancestry.de - Berlin, Deutschland, Heiratsregister, 1874-1936 |werk=ancestry.de |abruf=2024-02-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bei [[Eberswalde]]; gestorben [[22. Januar]] [[1944]] in [[Haifa]]) war ein deutscher [[Reformpädagogik|Reformpädagoge]].&amp;lt;ref&amp;gt;Dass Calvary zumindest in seinen Crossener Jahren ein beliebter Lehrer war, lässt sich anhand von Quellen (siehe Hartmut Deckert: &amp;#039;&amp;#039;Moses Calvary&amp;#039;&amp;#039;) durchaus nachvollziehen, worauf sich aber die Zuschreibung &amp;#039;&amp;#039;Reformpädagoge&amp;#039;&amp;#039; gründen soll, erschließt sich aus der Sekundärliteratur nicht und müsste erst noch aufgrund der Werke von Calvary belegt werden. Gleiches gilt für die Behauptung, er habe sich den Ruf als „jüdischer Pestalozzi“ bzw. „Palästina-Pestalozzi“ erworben, die sich bei Schlickewitz (Robert Schlickewitz: &amp;#039;&amp;#039;Moses Calvary&amp;#039;&amp;#039;) ebenso unbelegt findet wie in vielen anderen Quellen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Calvary war – wie seine Brüder Leo und Aron und zwei Schwestern&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Rosenblüth: &amp;#039;&amp;#039;Go forth and serve&amp;#039;&amp;#039;, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt; – Enkel von [[Esriel Hildesheimer]] und wuchs im Umfeld der [[Messingwerk Finow|Hirsch Kupfer und Messingwerke]] (HKM) auf.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Calvary, Esther&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Gudrun Wedel]]: &amp;#039;&amp;#039;Autobiographien von Frauen : ein Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. Köln : Böhlau, 2010, S. 142 (Mutter)&amp;lt;/ref&amp;gt; Er besuchte die Schule in Messingwerk, das Gymnasium in Eberswalde&amp;lt;ref&amp;gt;Nach Martin Rosenblüth beendete er das Gymnasium in [[Prenzlau]].&amp;lt;/ref&amp;gt; und danach ein Seminar in [[Halberstadt]] – „es war eine Art Jeschivah“&amp;lt;ref&amp;gt;Moses Calvary: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen&amp;#039;&amp;#039;, S. 27 (pdf-S. 17)&amp;lt;/ref&amp;gt; –, wo er auch Kontakt zu [[Nehemia Anton Nobel]] und [[Alexander Marx]] hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Moses Calvary: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen&amp;#039;&amp;#039;, S. 28–29 (pdf-S. 17–18)&amp;lt;/ref&amp;gt; Den anschließenden Eintritt in das Berliner Rabbinerseminar bezeichnete er als „versuchsweisen“ Eintritt, der vor dem Hintergrund stärker werdender pantheistischer Überzeugungen mit der Erkenntnis endete, „dass ich nicht Rabbiner werden konnte“. Deshalb hatte er auch schon parallel zum Eintritt in das Rabbinerseminar ein Studium an der Universität aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Moses Calvary: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen&amp;#039;&amp;#039;, S. 31–32 (pdf-S. 19)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Calvary hatte sich entschieden, Lehrer zu werden, und studierte klassische Philologie, mit den Schwerpunkten in Latein und Griechisch sowie Philosophie.&amp;lt;ref&amp;gt;Moses Calvary: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen&amp;#039;&amp;#039;, S. 43–44 (pdf-S. 25)&amp;lt;/ref&amp;gt; Er besuchte aber auch weiterhin noch Veranstaltungen am Rabbinerseminar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Martin Michael Rosenblüth|Martin Rosenblüth]] beschreibt in seinen Erinnerungen, dass er während seines Studiums viele Wochenende und seine Ferien weiterhin in Messingwerk verbrachte und dort häufig auch Studienfreunde hinzukamen, so [[Kurt Blumenfeld]] und [[Richard Lichtheim]]. Sie, zu denen auch Moses Calvary gehörte, nannten sich „Die von Messingwerk“&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Rosenblüth: &amp;#039;&amp;#039;Go forth and serve&amp;#039;&amp;#039;, S. 139 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Moses Calvary war zweifellos das bemerkenswerteste geistige und spirituelle Produkt des Messingwerks. Sowohl in seiner Heimat Deutschland als auch später in Palästina wirkte er als Erzieher und Mentor heranwachsender Jungen und Mädchen und wurde von der großen Zahl junger Leute, mit denen er befreundet war, als &amp;quot;Der Meister&amp;quot; gefeiert.&lt;br /&gt;
 |Autor=Martin Rosenblüth&lt;br /&gt;
 |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Go forth and serve&amp;#039;&amp;#039;, S. 110&amp;lt;ref&amp;gt;„Moses Calvary was undoubtedly the most noteworthy intellectual and spiritual product of Messingwerk. Both in his native Germany and later in Palestinc, he functioned as educator and mentor of adolcsccnt boys and girls, and was hailed as Der Meister by the large number of young folk whom he befriended.“&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Messingwerker&amp;#039;&amp;#039; bildeten „eine wichtige Keimzelle der zionistischen Jugendbewegung in Deutschland“.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich von Borries, Jens-Uwe Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Heimatcontainer&amp;#039;&amp;#039;, S. 52&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=»Die vom Messingwerk«, wie sie sich selbst nennen, träumen von einer »[[Jüdische Renaissance|jüdischen Renaissance]]«, dem Entstehen eines offensiven Selbstwertgefühls der Juden als Volk und sehen ein »neues« Judentum kommen. […] Aus dem Messingwerk-Kreis wächst eine junge politische Funktionärselite heraus, die ab dem zweiten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts die Führung der [[Zionistische Vereinigung für Deutschland|Zionostischen Vereinigung für Deutschland]] übernimmt, die sie bis zum Ersten Weltkrieg zu einer modernen politischen Massenbewegung ausbauen.&lt;br /&gt;
 |Autor=Friedrich von Borries, Jens-Uwe Fischer&lt;br /&gt;
 |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Heimatcontainer&amp;#039;&amp;#039;, S. 53–54&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Begriff der &amp;#039;&amp;#039;Jüdischen Renaissance&amp;#039;&amp;#039; siehe: [https://www.deutschlandfunk.de/martin-buber-mystiker-und-religioeser-sozialist.886.de.html?dram:article_id=320317 Karl-Josef Kuschel im Gespräch mit Andreas Main: &amp;#039;&amp;#039;Martin Buber – Mystiker und religiöser Sozialist&amp;#039;&amp;#039;], [[Deutschlandfunk]], 20. Mai 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Das Seminarjahr legte Calvary am Königlichen Friedrichsgymnasium zu [[Frankfurt (Oder)]] ab und sein Probejahr am [[Dorotheenstädtische Realschule|Dorotheenstädtischen Realgymnasium]] in Berlin. Danach war er Hilfslehrer in [[Brandenburg an der Havel]] und vom Schuljahr 1907/08 an Lehramtsassessor am Realprogymnasium in [[Krosno Odrzańskie|Crossen an der Oder]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Franz Kössler |Titel=Personenlexikon von Lehrern des 19. Jahrhunderts |Verlag=Universitätsbibliothek Gießen : Giessener Elektronische Bibliothek |Ort=Gießen |Datum=2008 |Seiten=792 |Online=https://jlupub.ub.uni-giessen.de/bitstream/handle/jlupub/17865/Koessler-Gesamt.pdf?sequence=1&amp;amp;isAllowed=y |Format=PDF |KBytes=43300}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Deckert&amp;quot;&amp;gt;Hartmut Deckert: &amp;#039;&amp;#039;Moses Calvary&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; 1912 gehörte er zusammen mit [[Felix Rosenblüth]] und anderen zu den Gründern des [[Blau-Weiß (jüdischer Wanderbund)|jüdischen Wanderbundes Blau-Weiß]] – nach Borries und Fischer eine Folge der vom Messingwerk-Kreis ausgegangenen Initiativen, aus der „die bedeutendste zionistische Jugendbewegung Deutschlands“&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich von Borries, Jens-Uwe Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Heimatcontainer&amp;#039;&amp;#039;, S. 54&amp;lt;/ref&amp;gt; entstand. Im Sommer 1914 ließ er sich dann in Crossen beurlauben, um nach Palästina zu reisen, von wo er noch vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs zurückgekehrt sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmut Deckert: &amp;#039;&amp;#039;Moses Calvary&amp;#039;&amp;#039;. Schlickewitz schreibt allerdings, dass Calvary von 1910 bis 1914 als Lehrer in Palästina gearbeitet habe (Robert Schlickewitz: &amp;#039;&amp;#039;Moses Calvary&amp;#039;&amp;#039;), was in ähnlicher Weise auch von Ivonne Meybohm behauptet wird, die schreibt, Calvary habe von 1910 bis 1914 eine „Lehrtätigkeit am Lehrerseminar in Palästina“ ausgeübt. (Ivonne Meybohm: &amp;#039;&amp;#039;Erziehung zum Zionismus. Der Jüdische Wanderbund Blau-Weiß als Versuch einer praktischen Umsetzung des Programms der Jüdischen Renaissance&amp;#039;&amp;#039;, Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-631-58481-1, S. 56, Anmerkung 231) Sicher ist dagegen, dass Calvarys spätere Ehefrau, Esther Perlmann, 1910 nach Palästina emigrierte und 1914 wieder zurückkam.  (Avner Falk: &amp;#039;&amp;#039;Agnon&amp;#039;s story&amp;#039;&amp;#039;, S. 162) Möglicherweise liegt hier eine Verwechselung vor, aufgrund derer Esther Perlmanns Aufenthaltsdauer Moses Calvary zugeschrieben wurde. Schlickewitz und Meybohm nennen jedenfalls beide keine Quelle für ihre Behauptung über Calvarys Aufenthalt in Palästina Deckert zitiert zudem eine Quelle, nach der Calvary eine durchgängige zwölfjährige Tätigkeit in Crossen attestiert wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei dieser Palästinareise lernte Calvary 1914 auch [[Siegfried Lehmann (Pädagoge)|Siegfried Lehmann]] kennen, mit dem er später noch zusammenarbeiten sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Beate Lehmann: &amp;#039;&amp;#039;Siegfried Lehmann und das Jüdische Volksheim im Berliner Scheunenviertel&amp;#039;&amp;#039;, in: Sabine Hering, Harald Lordick, Gerd Stecklina (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Jugendbewegung und soziale Praxis&amp;#039;&amp;#039;, Fachhochschulverlag, Frankfurt am Main, 2017, ISBN 978-3-943787-77-1, S. 108&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Rückkehr nach Deutschland war Calvary wieder als Lehrer tätig und veröffentlichte seine Reiseerfahrungen in Palästina und Aufsätze und Werke zu vorwiegend theologischen Themen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schlickewitz&amp;quot;&amp;gt;Robert Schlickewitz: &amp;#039;&amp;#039;Moses Calvary&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Deckert zitiert zudem Quellen, nach denen Calvary von 1914 bis 1919 wieder als Lehrer in Crossen gearbeitet habe und dort am 14. Mai 1918 zum Studienrat ernannt worden sei. Zuvor, am 23. August 1917, hatte er in [[Berlin-Wilmersdorf]] die aus Königsberg stammende Privatsekretärin Esther Perlmann (1891–1945) geheiratet&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;, eine Jugendfreundin von [[Samuel Agnon]]s Frau Esther Marx, die zum engen Freundeskreis um Agnon gehörte.&amp;lt;ref&amp;gt;Avner Falk: &amp;#039;&amp;#039;Agnon&amp;#039;s story&amp;#039;&amp;#039;, S. 162, 187–188&amp;lt;/ref&amp;gt; 1919 wurde der Sohn Gideon geboren, der später in Israel ebenfalls Lehrer wurde und bis zu seinem Tode im Mai 2004 im [[Kibbuz]] Hagoshrim&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe den Artikel [[:en:HaGoshrim]]&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Galiläa|Obergaliläa]] lebte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Deckert&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls 1919 verließ Calvary zusammen mit seiner Familie Crossen und arbeitet als Pädagoge am hebräischen Gymnasium Ponercz&amp;lt;ref&amp;gt;Es handelt sich vermutlich um die Stadt [[Panevėžys]].&amp;lt;/ref&amp;gt; in Litauen. Außerdem sei er schriftstellerisch tätig gewesen. Zu diesem Schritt stellt Lilo Stone eine Verbindung her zu Siegfried Lehmann (siehe oben), der 1921 nach Litauen gegangen war, um in [[Kowno]] das [[Jüdisches Kinderhaus|Jüdische Kinderhaus]] zu gründen.&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Moses Calvary gehörte zu jener kleinen Gruppe von Pädagogen, der wie Lehmann nach dem Ersten Weltkrieg nach Litauen ging, um zu lehren und dem osteuropäischen Judentum näher zu kommen.&lt;br /&gt;
 |Autor=Lilo Stone&lt;br /&gt;
 |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;German Zionists in Palestine before 1933&amp;#039;&amp;#039;, S. 181&amp;lt;ref&amp;gt;„Moses Calvary also belonged to this small group of educators and, like Lehmann, went to Lithuania after the first world war to teach and to get closer to Eastern European Jewry“&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
1922&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ancestry.de/imageviewer/collections/1068/images/K_1844_080603-0566?treeid=&amp;amp;personid=&amp;amp;rc=&amp;amp;queryId=e43358d2-7309-43d4-bf48-00c0339912a1&amp;amp;usePUB=true&amp;amp;_phsrc=iIb288&amp;amp;_phstart=successSource&amp;amp;pId=6057287 |titel=Ancestry.de - Hamburger Passagierlisten, 1850-1934 |werk=ancestry.de |abruf=2024-02-07 |kommentar=Passagierliste der Cairo, [[Deutsche Levante-Linie]], Abfahrt am 5. September 1922 von Hamburg nach Haifa}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (oder 1923) erfolgte dann die Übersiedelung der Familie nach [[Völkerbundsmandat für Palästina|Palästina]]. Nach Stone war ihr erster Aufenthaltsort Jerusalem, wo Calvary an der „Hebrew high school“ unterrichtet habe. 1923 übernahm dann das Ehepaar die Leitung des von [[Israel Belkind]] gegründeten Jugenddorfes &amp;#039;&amp;#039;Kiryat Sefer&amp;#039;&amp;#039; in [[Meir Shfeya]]&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe: [[:en:Meir Shfeya]]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&amp;lt;ref&amp;gt;Lilo Stone: &amp;#039;&amp;#039;German Zionists in Palestine before 1933&amp;#039;&amp;#039;, S. 181. Zur Geschichte von &amp;#039;&amp;#039;Meir Shfeya&amp;#039;&amp;#039; siehe auch: [[Ben Shemen (Siedlung)#Die Schule und die Ausbildungsstätte von Israel Belkind|Die Schule und die Ausbildungsstätte &amp;#039;&amp;#039;Kiryat Sefer&amp;#039;&amp;#039;]] von Israel Belkind in &amp;#039;&amp;#039;Meir Shfeya&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie lange die beiden in Meir Shfeya blieben, ist nicht dokumentiert. 1927 war dies jedoch auch der erste Ort, in den Siegfried Lehmann die Jugendlichen aus dem Kinderhaus in Kowno brachte, und Lehmann und Calvary erkundeten gemeinsam die Gegend um [[Ben Shemen (Siedlung)|Ben Shemen]], wo Lehmann dann das [[Kinder- und Jugenddorf Ben Shemen]] gründete und Calvary Lehrer wurde.&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kinder- und Jugenddorf Ben Shemen#Ankunft|titel1=Der Erstkontakt zu Ben Shemen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer dem Hinweis auf Calvarys Lehrertätigkeit in Ben Shemen gibt es bislang keine weiteren Hinweise auf seine Tätigkeit in Palästina. Ein Zitat von Sohn Gideon Calvary legt nahe, dass sein Vater nach Ben Shemen auch noch in dem 1934 von Berlin nach [[Haifa]] übersiedelten [[Beate Berger (Krankenschwester)#Neuanfang in Palästina|Kinderheim Ahawah]] gearbeitet hat sowie an Gymnasien in Jerusalem, Tel-Aviv und Haifa.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Deckert&amp;quot; /&amp;gt; Seine Schülerin Avital Ben-Chorin aus dem Kinderheim Ahava erinnerte 2007 sich so an ihn:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=In der Ahava hatte ich einen Lehrer, Moses Calvary, der unter anderem in Bubers Zeitschrift „Der Jude“ publizierte. Er war ein umfassend gebildeter Mann: Gymnasiallehrer, bewandert in den klassischen Sprachen und in Kunst- und Literaturgeschichte, außerdem hatte er auch großes jüdisches Wissen. Er hat sich meiner besonders angenommen und wurde so etwas wie mein geistiger Vater.&lt;br /&gt;
 |Autor=Avital Ben-Chorin&lt;br /&gt;
 |Quelle=Brückenbauer-Magazin Nr. 89, 2007, S. IV&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Fragen an Avital Ben-Chorin |Sammelwerk=Brückenbauer-Magazin |Nummer=89 |Datum=2007 |Seiten=IV |Sprache=de |Online=https://dienste-in-israel.de/wp-content/uploads/2019/09/Interview-Avital-Ben-Chronin.pdf |Format=PDF |KBytes=178 |Abruf=2024-02-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1934 muss auch die Ehe gescheitert und die Scheidung von seiner Frau Esther erfolgt sein. Bei Avner Falk heißt es dazu:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Dr. Calvary ging es in Palästina nicht gut; elf Jahre später, nachdem er mehrere Stellen verloren hatte, ließ sich Hadassah Calvary von ihm scheiden und heiratete Felix Rosenblüth.&lt;br /&gt;
 |Autor=Avner Falk&lt;br /&gt;
 |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Agnon&amp;#039;s story&amp;#039;&amp;#039;, S. 187&amp;lt;ref&amp;gt;„Dr. Calvary did not well in Palestine; eleven years later, after he had lost several jobs, Hadassah Calvary divorced him and married Felix Rosenblüth.“&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Diese Ehe wurde 1935 geschlossen. Aus ihr ging eine Tochter hervor, die 1942 im Alter von sieben Jahren starb. Esther-Hassadah Rosenblüth erlag 1945 einem Krebsleiden.&amp;lt;ref&amp;gt;Avner Falk: &amp;#039;&amp;#039;Agnon&amp;#039;s story&amp;#039;&amp;#039;, S. 188&amp;lt;/ref&amp;gt; Über die im Vergleich zu ihren beiden Ehemännern weniger bekannte Esther-Hassadeh heißt es bei [[Ines Sonder]]:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Sie kam 1910 als Neunzehnjährige ohne berufliche Ausbildung ins Land, um ihre in [[Safed]] lebenden  Großeltern zu pflegen.  Auf  Anregung  des Verbandes  jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina gründete sie 1912 eine Mädchenwerkstatt zur Herstellung von Spitzen. 1917 heiratete sie Moses Calvary, mit dem sie 1923 die Leitung des Jugenddorfes Meir Shefeya für Waisenkinder übernahm. Nach ihrer Scheidung   eröffnete   sie eine Stickereiwerkstatt für jemenitische Frauen und Mädchen in Jerusalem. Gemeinsam mit Helene Cohn gehörte sie damit zu den ersten deutschen Zionistinnen, die einen wichtigen Beitrag zur Integration der Einwanderer aus dem Jemen und zur Professionalisierung von Mädchen und Frauen leisteten.&lt;br /&gt;
 |Autor=Ines Sonder&lt;br /&gt;
 |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;„Das wollten wir. Ein neues Land …“ Deutsche Zionistinnen als Pionierinnen in Palästina, 1897–1933&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.medaon.de/pdf/MEDAON_14_Sonder.pdf |text=Ines Sonder: &amp;#039;&amp;#039;„Das wollten wir. Ein neues Land …“ Deutsche Zionistinnen als Pionierinnen in Palästina, 1897–1933.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20170822094529 |archiv-bot=2019-05-02 10:34:38 InternetArchiveBot}}, in: Medaon. Das Magazin für Jüdisches Leben in Forschung und Bildung, 14; 2014. Der Artikel enthält auch ausführliche Informationen zu der im Zitat erwähnten Helene Cohn.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Blau-Weiß. Anmerkungen zum jüdischen Jugendwandern&amp;#039;&amp;#039;, in: [https://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/periodical/titleinfo/8875883 &amp;#039;&amp;#039;Der Jude. Eine Monatsschrift&amp;#039;&amp;#039;, Heft 7, Oktober 1916], S. 451–457.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Durch Palästina&amp;#039;&amp;#039;. Berlin : Jüdischer Verlag, 1920&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das neue Judentum fünf Aufsätze&amp;#039;&amp;#039;. Berlin : Schocken Verlag, 1936&lt;br /&gt;
* &amp;#039;[https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=IE8254880 &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen 1876–1909&amp;#039;&amp;#039;], Uebersetzung von Esther Bondi und Siegfried Hirsch, Grindelwald 1949 (maschinenschriftliches Manuskript).&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Saat und Ernte&amp;#039;&amp;#039;. Über diese beiden miteinander verbundenen Werke schreiben Bondi und Hirsch im Vorspann zu ihrer Übersetzung: „Eine der letzten Arbeiten des Verfassers wurden durch seinen Tod abgebrochen und reichen nur bis zu seinem dreiundzwanzigsten Lebensjahr. Gemeinsam mit anderen in seinem Nachlass gefundenen Aufsätzen wurden sie auf Berl Katzenelson&amp;#039;s Veranlassung durch Dov Stock herausgegeben, mit einigen deutsch oder hebräisch früher in Zeitungen und Zeitschriften verstreuten Essays zu einem Sammelband vereinigt und nach dem ersten Essay unter dem Gesamttitel &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Saat und Ernte&amp;#039;&amp;#039; vom Verlag [[Am Oved|Am-Oved]], Tel-Aviv 1947 veröffentlicht.“ Esther Bondi und Siegfried Hirsch sind die Kinder von Gustav Hirsch (1822–1898), der 1863 das Gelände der Messingwerksiedlung gekauft und später die sogenannte Hirsch Kupfer- und Messingwerke AG gegründet hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.geocaching.com/geocache/GC569JM_messingwerk-auf-den-spuren-der-familie-hirsch Messingwerk - Auf den Spuren der Familie Hirsch]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Esriel Hildesheimer]], Mordechai Eliav: &amp;#039;&amp;#039;Das Berliner Rabbinerseminar 1873–1938&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 2008, ISBN 978-3-938485-46-0, S. 87.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Calvary, Moses.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon deutsch-jüdischer Autoren]].&amp;#039;&amp;#039; Band 4: &amp;#039;&amp;#039;Brech–Carle.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Archiv Bibliographia Judaica. Saur, München&amp;lt;!-- sic! --&amp;gt; 1996, ISBN 3-598-22684-5, S. 406–409.&lt;br /&gt;
* [https://www.hagalil.com/autoren-c/#MosesCalvary Robert Schlickewitz: &amp;#039;&amp;#039;Moses Calvary&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Israelische Autoren in deutscher Sprache&amp;#039;&amp;#039; auf hagalil.com]&lt;br /&gt;
* [[Joseph Walk]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kurzbiographien zur Geschichte der Juden 1918–1945.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Leo Baeck Institute, Jerusalem. Saur, München 1988, ISBN 3-598-10477-4, S. 52.&lt;br /&gt;
* [https://babel.hathitrust.org/cgi/pt?id=mdp.39015026626047&amp;amp;view=1up&amp;amp;seq=5 Martin Rosenblüth: &amp;#039;&amp;#039;Go forth and serve. Early years and public life&amp;#039;&amp;#039;, Herzl Press, New York 1961]&lt;br /&gt;
* [https://books.google.de/books?id=HoN1DwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA162&amp;amp;lpg=PA162&amp;amp;dq=%22Moshe+Calvary%22&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=S8DQehSx-X&amp;amp;sig=ACfU3U3NMisyvK-DO48l_IlLFNTpuUngcQ&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwj3g7vtsN7gAhWDaVAKHZPpD1cQ6AEwAnoECAcQAQ#v=onepage&amp;amp;q=Calvary&amp;amp;f=false Avner Falk: &amp;#039;&amp;#039;Agnon&amp;#039;s story: A psychoanalytic biography of S.Y. Agnon&amp;#039;&amp;#039;, Brill-Rodopi], Leiden and Boston 2018, ISBN 978-90-04-36777-7.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich von Borries]], Jens-Uwe Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Heimatcontainer. Deutsche Fertighäuser in Israel&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Edition Suhrkamp&amp;#039;&amp;#039; 2593). Suhrkamp, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-518-12593-9.&lt;br /&gt;
* [https://www.jstor.org/stable/261239 Lilo Stone: &amp;#039;&amp;#039;German Zionists in Palestine before 1933&amp;#039;&amp;#039;], in: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Contemporary History&amp;#039;&amp;#039;, April 1997, Vol. 32, No. 2, pp. 171–186&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://klabund.eu/moses-calvary/ Hartmut Deckert: &amp;#039;&amp;#039;Moses Calvary&amp;#039;&amp;#039;]. Die Seite enthält auch einige Fotos von Moses Calvary aus seiner Zeit als Lehrer in Crossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1182361803|LCCN=nr88012059|VIAF=69949785}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Calvary, Moses}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pädagoge (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reformpädagoge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Zionismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Student des Rabbinerseminars zu Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1876]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Calvary, Moses&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Reformpädagoge&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. Februar 1876&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Messingwerk Finow|Messingwerk]] bei [[Eberswalde]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. Januar 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Haifa]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Khatschaturjan</name></author>
	</entry>
</feed>