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	<title>Moritzbastei - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T14:46:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Moritzbastei&amp;diff=206103&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie, Kleinigkeiten.</title>
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		<updated>2025-10-16T09:27:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie, Kleinigkeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Moritzbastei Leipzig 1784.jpg|mini|hochkant=1.5|Die Moritzbastei auf einem kolorierten Kupferstich von 1784]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Moritzbastei&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der einzige erhaltene Teil der ehemaligen Stadtbefestigung der Stadt [[Leipzig]]. Sie liegt am Kurt-Masur-Platz im Südosten der Leipziger Innenstadt. Von 1979 bis 1993 wurde sie von der Universität Leipzig als deren [[Studentenclub]] betrieben. Seit 1993 wird sie im Auftrag der &amp;#039;&amp;#039;Stiftung Moritzbastei Leipzig&amp;#039;&amp;#039; durch eine [[Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Deutschland)|GmbH]] als Kulturzentrum bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte des Bauwerkes ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Moritzbastei Leipzig 1785.jpg|mini|Die Moritzbastei von innen um 1785]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Leipzig, Bürgerschule.jpg|mini|Die Bürgerschule auf der Moritzbastei, 1804 (im Bau)]]&lt;br /&gt;
Die Moritzbastei wurde als [[Bastion]] unter der Leitung von [[Hieronymus Lotter]] in den Jahren 1551–1554 nach Zerstörung des Vorgängerbaus im [[Schmalkaldischer Krieg|Schmalkaldischen Krieg]] errichtet und nach dem [[Moritz (Sachsen)|Kurfürsten Moritz von Sachsen]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie bereits im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] erstmals erstürmt wurde, verlor die Moritzbastei im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] ihre militärische Funktion. Sie diente fortan als Lager für Handelswaren und als Arbeitsstätte für Glockengießer, Schwefelzieher und Buchdrucker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1796 bis 1834 wurde auf den Mauern der zerstörten Moritzbastei die Bürgerschule durch die Architekten [[Johann Carl Friedrich Dauthe]] und [[August Wilhelm Kanne]] in zwei Bauabschnitten errichtet. Während der [[Völkerschlacht bei Leipzig]] (1813) wurden im ersten fertiggestellten Bauabschnitt der Schule verwundete russische Soldaten untergebracht. 1848 wurde vom [[Leipziger Kunstverein]] in einem Teil des Gebäudes das erste [[Museum der bildenden Künste#Museumsgründung und erster Museumsbau|Kunstmuseum]] der Stadt eröffnet. 1875 wurde die Bürgerschule in eine „Höhere Schule für Frauenberufe“ umgewandelt. Sie trug den Namen „St. Annen-Schule“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde die Schule durch einen Bombenangriff zerstört. Schutt und Reste des zerstörten Baus wurden in die Gewölbe der Bastei gefüllt. An der Stelle der ehemaligen Moritzbastei entstand ein mit Sträuchern und jungen Bäumen überwachsener Hügel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Moritzbastei als Studentenclub ==&lt;br /&gt;
1973/1974 entdeckten Studenten auf der Suche nach geeigneten Räumen für einen [[Studentenclub]] die Reste der Moritzbastei. Sie überzeugten die Universität und die Stadt vom Wiederaufbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1974 wurde die Moritzbastei an die Studenten der [[Universität Leipzig|Karl-Marx-Universität Leipzig]] übergeben. In 150.000 unbezahlten Arbeitsstunden wurden rund 40.000&amp;amp;nbsp;[[Kubikmeter]] Schutt entfernt. 30.000&amp;amp;nbsp;Studenten arbeiteten während der Bauphase an der Moritzbastei, darunter auch die spätere Bundeskanzlerin [[Angela Merkel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Dezember 1979 wurde der „Erste Bauabschnitt“, der heutige Oberkeller, in Betrieb genommen. Am 5. Februar 1982 erfolgte die Übergabe des gesamten Gebäudes als „Europas größter Studentenclub“ an die Karl-Marx-Universität Leipzig. Zur [[Wende (DDR)|Wendezeit]] war die Moritzbastei ein von der [[Freie Deutsche Jugend|FDJ]] betriebenes Objekt und wurde ein Raum für Begegnungen. Studenten organisierten Foren, [[Runder Tisch|Runde Tische]] und kulturelle Veranstaltungen. 1988/89 wurden Teile des [[DEFA]]-Kultfilms &amp;#039;&amp;#039;[[Zwei schräge Vögel]]&amp;#039;&amp;#039; in der Moritzbastei gedreht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Philip Zengel |url=https://www.defa-stiftung.de/stiftung/aktuelles/film-des-monats/zwei-schraege-voegel/ |titel=Film des Monats: Zwei schräge Vögel |werk=[[DEFA-Stiftung]] |datum=2023-02 |abruf=2023-02-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Hochschulreform in [[Sachsen]] 1992 wurde die Moritzbastei aus der Universität Leipzig ausgegliedert und gehört seitdem nicht mehr zu den Leipziger Clubs, die von Studenten betrieben oder vom [[Studentenwerk]] unterhalten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Moritzbastei seit 1993 ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Moritzbastei.jpg|miniatur|Moritzbastei 2015]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1993 bewirtschaftet die &amp;#039;&amp;#039;Moritzbastei Betriebs GmbH&amp;#039;&amp;#039; die Moritzbastei als eines der großen Kulturzentren von Sachsen im Auftrag der Stiftung Moritzbastei. Stiftungsauftrag ist es, studentische und akademische Kultur in Leipzig zu pflegen und zu erhalten. Vorstandsvorsitzender der Stiftung Moritzbastei ist als [[geborenes Mitglied]] der jeweilige Rektor der Universität Leipzig, aktuell [[Eva Inés Obergfell]]. Im [[Kuratorium]] der Stiftung haben die Stadt Leipzig als Eigentümerin des Gebäudes, der Freistaat Sachsen sowie Vertreter der Universität Leipzig und der Studentenschaft Kontrollaufgaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Moritzbastei Betriebs GmbH&amp;#039;&amp;#039; arbeitet ohne öffentliche Subventionen. Einzelne Kulturprojekte werden durch das Kulturamt der Stadt Leipzig gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2022 feierte die Moritzbastei 40-jähriges Bestehen seit ihrer Eröffnung als „Studentenclub der [[Universität Leipzig|Karl-Marx-Universität Leipzig]]“ am 5. Februar 1982. Vier Tage lang feierte das Kulturzentrum seinen Geburtstag mit Auftritten, Konzerten und Partys.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aktuelle Vertrag mit der Stadt [[Leipzig]] besteht seit 1994 und legt unter anderem einen Erbbauzins in Höhe von 51 Cent fest. Dieser eher symbolische Wert erleichtert es der Moritzbastei Stiftung, weiterhin ihrem Stiftungsauftrag nachzugehen: die Leipziger Moritzbastei als Ort kultureller, akademischer und internationaler Begegnung zu bewahren. Am 16. Januar 2025 beschloss der Leipziger Stadtrat unter Beibehaltung der bisherigen Konditionen die Verlängerung des [[Erbbaurechtsgesetz|Erbbaurechts]] der Moritzbastei für weitere 30 Jahre, konkret bis zum 31. Dezember 2057.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren gastierten in der Moritzbastei Künstler und Künstlerinnen aus aller Welt, aber auch mit regionalen Projekten arbeitete die Moritzbastei zusammen. Der Anteil an studentischem Publikum ist hoch, über 100 Studenten und Studentinnen jobben in der „MB“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem ist die Moritzbastei Mitglied von [[Trans Europe Halles]], eines der ältesten und dynamischsten Kulturnetzwerke Europas. Seit vielen Jahren findet zudem das Festival „Leipzig zeigt Courage!“ auf dem Dach der Moritzbastei statt, welches nun seit fast 28 Jahren ein Zeichen gegen Rechtsextremismus setzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Moritzbastei (Leipzig)}}&lt;br /&gt;
* [https://www.moritzbastei.de Die Moritzbastei]&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/geschichte/legendaere-clubs-a-949765.html &amp;#039;&amp;#039;Drogenwahn auf der Dauerbaustelle&amp;#039;&amp;#039;] – Artikel in [[einestages]] über den Wiederaufbau&lt;br /&gt;
* [https://static.leipzig.de/fileadmin/mediendatenbank/leipzig-de/Stadt/02.6_Dez6_Stadtentwicklung_Bau/61_Stadtplanungsamt/OEffentlichkeitsbeteiligung_und_Auskuenfte/Publikationen/Leipzig_Innenstadt_Staedtebaulicher_Denkmalschutz_1994_2017.pdf &amp;#039;&amp;#039;Moritzbastei&amp;#039;&amp;#039;, in: Stadt Leipzig, Dezernat Stadtentwicklung und Bau (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Leipzig-Innenstadt. Städtebaulicher Denkmalschutz 1994-2017&amp;#039;&amp;#039;, Beiträge zur Stadtentwicklung (Blaue Reihe), Heft 61, o.&amp;amp;nbsp;J., S. 30–31]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=51/20/14/N |EW=12/22/45/E |type=landmark |dim=200 |region=DE-SN}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universität Leipzig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veranstaltungsstätte in Leipzig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtbefestigung in Sachsen|Leipzig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keller in Deutschland|Leip]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diskothek (Sachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Studentenclub (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freie Deutsche Jugend (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1979]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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