<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Moritz_von_Hutten</id>
	<title>Moritz von Hutten - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Moritz_von_Hutten"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Moritz_von_Hutten&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-12T21:21:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Moritz_von_Hutten&amp;diff=494113&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;APPERbot: Bot: Orte in Vorlage:Personendaten verlinkt, Vorlage Commonscat an Inhalte in Commons angepasst, http nach https umgestellt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Moritz_von_Hutten&amp;diff=494113&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-10T03:20:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Orte in Vorlage:Personendaten verlinkt, Vorlage Commonscat an Inhalte in Commons angepasst, http nach https umgestellt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Moritz von Hutten 10.05.2025 04.jpg|mini|Darstellung des Bischofs auf seinem Epitaph im [[Würzburger Dom]]]]&lt;br /&gt;
[[DateI:Moritz von Hutten 10.05.2025 01.jpg|mini|Das Epitaph Moritz von Hutten im Würzburger Dom]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen des Fürstbischofs Moritz von Hutten auf dem Hohenrechberg-Epotaph im Eichstätter Dom.jpg|mini|Wappen des Fürstbischofs Moritz von Hutten auf dem Hohenrechberg-Epitaph von 1552]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Huttenstadel Eichstätt nördliche Giebelseite.jpg|mini|Der nach ihm benannte „Huttenstadel“ in Eichstätt]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Moritz von Hutten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. November]] [[1503]] in [[Arnstein (Unterfranken)|Arnstein]]; † [[6. Dezember]] [[1552]] in [[Eichstätt]]) war in der [[Reformation]]szeit Bischof des [[Bistum Eichstätt|Bistums Eichstätt]] und [[Fürstbischof]] des [[Hochstift Eichstätt|Hochstifts Eichstätt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Moritz stammte aus dem Adelsgeschlecht der von [[Hutten (Adelsgeschlecht)|Hutten]]. Er war der älteste Sohn des Amtmanns zu [[Bad Königshofen im Grabfeld|Königshofen]], Bernhard von Hutten und dessen Gemahlin Gertraud [[Ebersberg genannt von Weyhers|von Ebersberg]]. Ein Bruder war [[Philipp von Hutten]], der letzte Statthalter der [[Welser]] in [[Venezuela]]. Moritz erhielt seinen Taufnamen nach dem Märtyrer [[Mauritius (Heiliger)|Mauritius]], dem [[Coburg]]er Wappenheiligen und Kirchenpatron. Seit frühester Jugend für den geistlichen Stand bestimmt, wurde ihm bereits mit acht Jahren 1512 ein [[Kanonikat]] verliehen. 1516 wurde er [[Kanoniker]] des [[Hochstift Würzburg|Würzburger]] [[Domkapitel]]s, wenn auch ohne Sitz und Stimme. 1518–30 studierte er Theologie und Kirchenrecht in [[Universität Leipzig|Leipzig]], [[Universität Ingolstadt|Ingolstadt]], [[Universität Padua|Padua]], [[Universität Basel|Basel]] und [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Freiburg im Breisgau]]. 1530 wurde er Kanoniker in [[Augsburg]], verzichtete aber ein Jahr später auf dieses Amt und seine Einkünfte zugunsten eines Verwandten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1532 [[Liste der Eichstätter Domherren|Domherr zu Eichstätt]], war Moritz am 1. Dezember 1535 Zeuge des Todeskampfes des Eichstätter Fürstbischofs [[Gabriel von Eyb]] (1455/1496–1535). Dessen Nachfolger wurde [[Christoph von Pappenheim]] (1492/1535–1539), aber nur für dreieinhalb Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Nachfolge des 1536 in Rom an der Pest verstorbenen Markgrafen [[Friedrich II. (Brandenburg-Ansbach-Kulmbach)|Friedrich von Brandenburg-Kulmbach]] (1460–1536) wurde Moritz im gleichen Jahr als [[Dompropst]] in das Würzburger Domkapitel aufgenommen und zum Diakon geweiht. Das Amt blieb allerdings über vier Jahre hinweg umstritten und brachte Moritz sogar die kurzfristige Exkommunikation ein, bis es ihm durch die Römischen Kurie 1540 endgültig zuerkannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz zuvor, am 27. Juni 1539, wurde er zum Fürstbischof von Eichstätt gewählt. Die päpstliche Konfirmation erfolgte am 7. Mai 1540. Am 2. März 1541 wurde er auf dem Reichstag zu [[Regensburg]] vom Kaiser mit den [[Regalien|Reichsregalien]] belehnt und erhielt am 26. Mai 1540 das den Eichstätter Bischöfen zustehende Mainzer Kanzleramt verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moritz regierte Eichstätt in der schwierigen Zeit der [[Reformation]]. Sein Episkopat war vor allem vom Bemühen um die Beseitigung von geistlichen Missständen und um Abwehr des Luthertums bestimmt. Er nahm 1540–41 am [[Regensburger Religionsgespräch (1541)|Regensburger Religionsgespräch]] teil. Sein Bistum erlitt während seiner Amtszeit noch einmal schmerzliche Verluste, als sich die Nachbarterritorien [[Pfalz-Neuburg]], die [[Oberpfalz|Obere Pfalz]] und die [[Grafschaft Oettingen]] der neuen Lehre anschlossen. Das Bistum büßte 210 Pfarreien ein und schmolz auf rund ein Drittel seiner ursprünglichen Größe zusammen. Die bischöflichen Rechte konnte er im Wesentlichen nur im Hochstift ausüben. Große Hoffnungen auf eine Rekatholisierung setzte er auf das [[Konzil von Trient]], an dem er zeitweise teilnahm. Auf Weisung von Kaiser [[Karl V. (HRR)|Karl V.]] leitete Moritz von Hutten ab 23. Januar 1546 das zweite [[Regensburger Religionsgespräch (1546)|Regensburger Religionsgespräch]], das aber ohne Ergebnis blieb. Zur innerdiözesanen Reform führte Moritz 1548 eine Bistumssynode durch, bei der es hauptsächlich um eine Reform der Klerikerausbildung ging; zu diesem Zwecke setzte sich der Bischof auch für eine Erneuerung der darniederliegenden [[Universität Ingolstadt]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moritz förderte auch die Künstler an seinem Bischofssitz, um deren Auftragslage es durch die Umbrüche der Reformation schlecht bestellt war. Von ihm und seiner Familie erhielten [[Loy Hering]] (ca. 1484 – nach 1554) und [[Peter Dell der Ältere]] (ca. 1490–1552) Aufträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1540 kaufte er den [[Eisenhammer]] von [[Obereichstätt]], 1541 [[Greding|Kraftsbuch]] und den Rest von [[Greding|Untermässing]], 1544 [[Titting]], wo das bischöfliche Vogtamt Titting-[[Raitenbuch]] errichtet wurde und gleichzeitig die [[Juden]] vertrieben wurden, das halbe Schloss [[Raitenbuch|Bechthal]] und Stiftsgüter in [[Langenaltheim]]. Nach ihm ist der Gutshof „[[Moritzbrunn]]“ bei Eichstätt benannt, den er für das Hochstift aufkaufte und wo er am 23. September 1545 die Kirche neu konsekrierte; Loy Hering durfte hierfür nach einem Holzschnitt von [[Albrecht Dürer]] einen [[Dreifaltigkeit]]s-Altar schaffen. 1546 erwarb er die [[Burg Rumburg|Rumburg]] und [[Enkering]] im [[Anlauter]]tal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1419 hatte sich Stadt und Amt Arnstein im Pfandbesitz der Familie von Hutten befunden. Hier wurde 1546 im Gebäude des ehemaligen huttischen Schlosses durch eine Stiftung von Moritz von Hutten ein Spital gegründet. Dieses Seniorenheim existiert noch heute als „Freiherr Moritz von Huttensches Pfründnerspital“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1545/50 erbaute Moritz von Hutten in Eichstätt hinter dem Domkreuzgang einen Getreidespeicher, den „Huttenstadel“ (heute: [[Altes Stadttheater Eichstätt]]). 1551 ließ der Bischof in der Eichstätter [[Kollegiatstift Unsere Liebe Frau (Eichstätt)|Kollegiatkirche zu „Unserer lieben Frau“]], die er fertigstellen konnte, einen Altar errichten. Loy Hering schuf wiederum eine Darstellung der Dreifaltigkeit nach [[Albrecht Dürer]]; zu Füßen des Heilands kniete der Bischof in vollem Ornat. Neben diesem seinem Altar wurde Moritz von Hutten nach seinem frühen Tod – er wurde nur 49 Jahre alt – auch bestattet. Mit dem Abbruch der „Kollegiata“ nach der [[Säkularisation]] verschwand auch das Grab des Bischofs. Im Willibaldschor des [[Eichstätter Dom]]es jedoch, wo er 1552 für den Fürstbischof [[Albrecht II. von Hohenrechberg]] († 1445) ein Epitaph gestiftet hat, ist er auf demselben kniend als betender Bischof dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Würdigung ==&lt;br /&gt;
Moritz von Hutten galt den Zeitgenossen als „einer der allerbesten und gelehrtesten Bischöfe seiner Zeit“&amp;lt;ref&amp;gt;{{NDB|10|98||Hutten, Moritz|Heinrich Grimm|119063905}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Er ist sicherlich zu den profilierteren deutschen Bischöfen seiner Zeit zu rechnen und gilt als einer der Wegbereiter der [[Katholische Reform|katholischen Reform]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Felix Mader]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler von Mittelfranken. I. Stadt Eichstätt&amp;#039;&amp;#039;. München 1924. (Nachdruck München/Wien 1981, ISBN 3-486-50504-1). S. 99.&lt;br /&gt;
* Karl Ried: &amp;#039;&amp;#039;Moritz v. Hutten, Fürstbischof von Eichstätt (1539–1557) [Druckfehler für 1552] und die Glaubensspaltung&amp;#039;&amp;#039;. Münster i. W. 1925.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kalendernotizen des Bischofs Moritz von Hutten&amp;#039;&amp;#039; (in UB Eichstätt-Ingolstadt, Handschriftenabteilung). Veröffentlicht in: &amp;#039;&amp;#039;Sammelblatt des Historischen Vereins Eichstätt 50/51&amp;#039;&amp;#039;. 1935/36. S. 86–88.&lt;br /&gt;
* J. B. Goetz: &amp;#039;&amp;#039;Kalendernotizen des Bischofs Moritz von Hutten&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Sammelblatt des Historischen Vereins Eichstätt 51/52&amp;#039;&amp;#039;. 1935/36. S. 86–88. – dazu: Sammelblatt des Historischen Vereins Eichstätt 55 (1940), S. 55&lt;br /&gt;
* Dr. Ried: &amp;#039;&amp;#039;Moritz von Hutten. Zum 400. Gedächtnistag seines Todes (6. Dezember).&amp;#039;&amp;#039; In: Heimgarten. Beilage zur Eichstätter Volkszeitung – Eichstätter Kurier, 23. Jahrgang (1952), R. 49 und 50.&lt;br /&gt;
* {{NDB|10|98||Hutten, Moritz|[[Heinrich Grimm (Historiker)|Heinrich Grimm]]|119063905}}&amp;lt;!--1974--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Georg-Wilhelm Hanna]]: &amp;#039;&amp;#039;Ein Bischof der Reformationszeit. Ein unbekanntes Porträt des Fürstbischofs Moritz von Hutten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Historische Blätter für Stadt und Landkreis Eichstätt 37&amp;#039;&amp;#039; 1988. S. 3f.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629222927/http://www.bautz.de/bbkl/h/hutten_m.shtml |band=2|spalte=1222|autor=[[Friedrich Wilhelm Bautz]]|artikel=Hutten, Moritz von}}&amp;lt;!--1990--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Klaus Kreitmeir: &amp;#039;&amp;#039;Die Bischöfe von Eichstätt&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Kirchenzeitung. Eichstätt 1992.&lt;br /&gt;
* Georg-Wilhelm Hanna: &amp;#039;&amp;#039;Die Ritteradligen von Hutten, ihre soziale Stellung in Kirche und Staat bis zum Ende des Alten Reiches.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, Universität Bamberg 2006 ([https://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/96 Volltext]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste|VORGÄNGER=[[Christoph von Pappenheim|Christoph Marschall von Pappenheim]]|AMT=[[Liste der Bischöfe von Eichstätt|Bischof von Eichstätt]]|ZEIT=1539–1552|NACHFOLGER=[[Eberhard II. von Hirnheim]]}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste der Bischöfe von Eichstätt (1237–1612)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119063905|VIAF=62350141}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hutten, Moritz von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischof (Hochstift Eichstätt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischof von Eichstätt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Domherr (Eichstätt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Domherr (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Hutten|Moritz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1503]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1552]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hutten, Moritz von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Fürstbischof in Eichstätt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. November 1503&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Arnstein (Unterfranken)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. Dezember 1552&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Eichstätt]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;APPERbot</name></author>
	</entry>
</feed>