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	<title>Moritz Wiggers - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T13:21:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Moritz_Wiggers&amp;diff=789763&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Saehrimnir: /* Leben */ BKL Fix</title>
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		<updated>2025-08-20T15:43:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; BKL Fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Moritz Wiggers (1816-1894).jpg|mini|hochkant|Moritz Wiggers]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Moritz Carl Georg Wiggers&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[17. Oktober]] [[1816]] in [[Rostock]]; † [[30. Juli]] [[1894]] ebenda) war ein deutscher [[Jurist]] und [[Politiker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Moritz Wiggers war der jüngere von zwei Söhnen des Theologen, Hochschullehrers und Rektors der [[Universität Rostock]], [[Gustav Friedrich Wiggers]] und dessen Ehefrau Wilhelmine Henriette, geb. Wolff (* 13. September 1789; † 30. September 1860).&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Geschlechterbuch|Genealogisches Handbuch bürgerlicher Familien. Ein Deutsches Geschlechterbuch.]]&amp;#039;&amp;#039; Band 15 (1909), S. 481 f. ([https://archive.org/details/deutschesgeschle15koer/page/n1051/mode/2up Digitalisat] auf archive.org).&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein älterer Bruder war der Theologe, Politiker und Schriftsteller [[Julius Wiggers]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moritz Wiggers studierte an der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]] und der [[Georg-August-Universität Göttingen]] [[Rechtswissenschaft]] und [[Politikwissenschaft]]. Ab Oktober 1835 studierte er [[Philosophie]] an der [[Universität Rostock]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://purl.uni-rostock.de/matrikel/200000967 Immatrikulation von Wiggers im Rostocker Matrikelportal].&amp;lt;/ref&amp;gt; Er schloss sich den Corps [[Corps Vandalia Rostock|Vandalia Rostock]] (1836), Hanseatia Rostock (1837) und dem [[Corps Guestphalia Heidelberg|Guestphalia Heidelberg]] (1837) an.&amp;lt;ref&amp;gt;Kösener Korpslisten 1910, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;185&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 439; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;182&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 2; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;112&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 420.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach erfolgreichem Abschluss ließ er sich 1843 als [[Rechtsanwalt]] und [[Notar]] in seiner Heimatstadt nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit seinem Studium politisch interessiert und engagiert, wurde er bald eines der führenden Mitglieder des &amp;#039;&amp;#039;Demokratischen Preßvereins&amp;#039;&amp;#039; Rostocks. Die [[Deutsche Revolution 1848/1849]] brachte es mit sich, dass Wiggers am 3. November 1848 zum Präsidenten der konstituierenden  [[Mecklenburgische Abgeordnetenversammlung|Mecklenburgischen Abgeordnetenversammlung]] gewählt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Jedoch nicht am 31. Oktober, wie es in der Literatur verschiedentlich irrtümlich heißt: Die Präsidentenwahl erfolgte erst auf der vierten Sitzung des Landtags am 3. November 1848. Wiggers setzte sich mit 57 gegen 42 Stimmen gegen [[Carl Trotsche]] durch. – Vgl. &amp;#039;&amp;#039;Bericht über die Verhandlungen des constituirenden mecklenburgischen Landtags.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Blätter für freies Volksthum&amp;#039;&amp;#039;, Jahrgang 1848, Nr. 20 (vom 12. November 1848), S. 161 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie war das erste demokratisch gewählte Parlament in der [[Geschichte Mecklenburgs]], mit dem der Landesteil [[Mecklenburg-Schwerin]] für zwei Jahre ein moderner Verfassungsstaat wurde. Wiggers vertrat den Wahlkreis Mecklenburg-Schwerin 10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Revolutionär [[Carl Schurz]] in der Nacht zum 7. November 1850 in einer Aufsehen erregenden Aktion den Theologen [[Gottfried Kinkel (Schriftsteller)|Gottfried Kinkel]] aus dem Gefängnis in [[Berlin-Spandau|Spandau]] bei [[Berlin]] befreite und beide mit Unterstützung der mecklenburgischen Demokraten über [[Warnemünde]] nach [[Großbritannien (Insel)|Großbritannien]] flohen, gehörte Wiggers zu den maßgeblichen Fluchthelfern. Er wurde deswegen später als Mittäter angeklagt, aber von allen Vorwürfen freigesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiggers, der damit endgültig auf der schwarzen Liste der [[Reaktion (Politik)|Reaktion]] stand, wurde 1853 mit seinem Bruder Julius in den &amp;#039;&amp;#039;Rostocker Hochverratsprozess&amp;#039;&amp;#039; verwickelt. Wegen dieser Vorwürfe saß Wiggers zwischen 1. Mai 1853 und 9. Januar 1857 im [[Justizvollzugsanstalt Bützow|Gefängnis Bützow]] in [[Untersuchungshaft]]. Der Prozess endete mit einer Verurteilung zu drei Jahren Haft, die er in der [[JVA Bützow|Landesstrafanstalt Dreibergen]] verbüßte. Großherzog [[Friedrich Franz II. (Mecklenburg)|Friedrich Franz II.]] begnadigte ihn mit Wirkung vom 24. Oktober 1857; in seinen Beruf zurückzukehren, wurde ihm aber auf Lebenszeit verwehrt. Wiggers ließ sich deshalb wie sein Bruder Julius Wiggers in Rostock als [[Schriftsteller]] nieder. In dieser Zeit war er auch an der Gründung des &amp;#039;&amp;#039;Zentralvereins für Hebung der deutschen Fluß- und Kanalschiffahrt&amp;#039;&amp;#039; beteiligt. Der [[Deutscher Nationalverein|Deutsche Nationalverein]] fand in Wiggers einen eifrigen Mitarbeiter und Berater. Mit dem „Gesetz betreffend die Gleichberechtigung der Konfessionen in bürgerlicher und staatsbürgerlicher Beziehung“, das im Juli 1869 von [[Otto von Bismarck]] unterzeichnet wurde, erwirkte Wiggers die Gleichstellung der [[Juden in Deutschland|Juden]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[s:Gesetz, betreffend die Gleichberechtigung der Konfessionen in bürgerlicher und staatsbürgerlicher Beziehung|Gesetz, betreffend die Gleichberechtigung der Konfessionen in bürgerlicher und staatsbürgerlicher Beziehung]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der [[Reichstagswahl Februar 1867|Reichstagswahl im Februar 1867]] für den [[Norddeutscher Bund|Norddeutschen Bund]] wurde er für den Wahlkreis [[Luisenstadt|Luisenstadt diesseits des Kanals]], [[Neukölln am Wasser|Neu-Cölln]] ins Parlament gewählt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Reichstag (Norddeutscher Bund)]] und – von der [[Reichstagswahl 1871]] bis zur [[Reichstagswahl 1881]] – im [[Reichstag (Deutsches Kaiserreich)]] vertrat Wiggers die [[Deutsche Fortschrittspartei]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bernd Haunfelder]], [[Klaus Erich Pollmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Reichstag des Norddeutschen Bundes 1867–1870. Historische Photographien und biographisches Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Photodokumente zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien&amp;#039;&amp;#039;, Band 2.) Droste, Düsseldorf 1989, ISBN 3-7700-5151-3, Foto S. 358, Kurzbiografie S. 488.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gewählt wurde er 1867 im Wahlkreis Berlin 3, ab 1871 im [[Reichstagswahlkreis Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin 3]] (Parchim–Ludwigslust).&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Specht, Paul Schwabe: &amp;#039;&amp;#039;Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, [[Carl Heymanns Verlag]], Berlin 1904, S. 269.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Revolution in Mecklenburg (1848)]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Mitglieder der Mecklenburgischen Abgeordnetenversammlung]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Reichstagsabgeordneten des Deutschen Kaiserreichs]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* (mit Julius Wiggers): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der drei Mecklenburgischen Landesklöster Dobbertin, Malchow und Ribnitz.&amp;#039;&amp;#039; Rostock 1848.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10030678-4 Digitalisat] des Exemplars der [[Bayerische Staatsbibliothek|Bayerischen Staatsbibliothek]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die mecklenburgische Steuerreform.&amp;#039;&amp;#039; 1861.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zwei Vorträge über die agrarischen Zustände in Mecklenburg-Schwerin.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1861.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10022117-7 Digitalisat] des Exemplars der [[Bayerische Staatsbibliothek|Bayerischen Staatsbibliothek]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Preußen und der Zollverein.&amp;#039;&amp;#039; 1862.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Vernichtungskampf wider die Bauern in Mecklenburg. Zur Geschichte des Junkerthums in Deutschland und zum Verständnis seiner Politik.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1864.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.com/books?id=DY0AAAAAcAAJ Digitalisat]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Finanzverhältnisse des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin.&amp;#039;&amp;#039; 1866.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|42|465|468|Wiggers, Moritz|[[Heinrich Klenz]]|ADB:Wiggers, Moritz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|23581279X}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|117370886}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hinweis Meyers 1888–1890}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Abgeordnete des Reichstagswahlkreises Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin 3}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117370886|VIAF=30311713}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wiggers, Moritz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Mecklenburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Mecklenburgischen Abgeordnetenversammlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Norddeutscher Bund)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Zollparlaments]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DFP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Mecklenburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Rostock)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1816]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1894]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fluchthelfer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wiggers, Moritz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Wiggers, Moritz Carl Georg (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist und Politiker (DFP), MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. Oktober 1816&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Rostock]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. Juli 1894&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Rostock]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Saehrimnir</name></author>
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