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	<title>Moritz Weinberg - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T08:13:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Moritz_Weinberg&amp;diff=2243776&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Atirador: /* Verfolgung und Ermordung */ typo</title>
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		<updated>2026-03-05T05:59:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Verfolgung und Ermordung: &lt;/span&gt; typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Moritz Weinberg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geb. [[29. September]] [[1888]] in [[Werther (Westf.)|Werther]], [[Westfalen]]; gest. nach dem 18. Oktober [[1944]] in [[KZ Auschwitz|Auschwitz]]) war ein deutscher Jurist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Moritz Weinberg stammte aus einer [[Judentum|jüdischen]] Familie, aus der Aron Bendix Levi im Jahr 1808 in der westfälischen Kleinstadt Werther den festen [[Jüdischer Name|Nachnamen]] &amp;#039;&amp;#039;Weinberg&amp;#039;&amp;#039; annahm.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Volker Beckmann |Hrsg=Karl Hengst und Ursula Olschewski |Titel= Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe. Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Detmold, hier: Stadt Werther, Kreis Gütersloh |Sammelwerk=Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen (E-Book) |Band=10 (Neue Reihe) |Datum=2021 |Ort=Münster |Seiten=782 |Online=https://www.lwl.org/hiko-download/OA_DT/Werther_(Beckmann)_779-787.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Moritz’ Vater Bendix Weinberg (1857–1933) betrieb in Werther ein dort bereits 1798 bestehendes Geschäft für Manufaktur- und Modewaren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://archive.org/details/ausdergeschichtef001/page/n2/mode/1up |autor=Alfred Weinberg (Bruder von Moritz Weinberg) |titel=Aus der Geschichte unserer Familie |datum=1938-05-20 |abruf=2026-02-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Mutter war Julchen (Julia) Simons (1859–1940) aus [[Olfen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Archivquelle |sammlung=Zivilstandsregister Olfen |bestand=Heiratsbuch, Jg. 1887 |signatur=P 9/9 Nr. 1740 |datum=22. November 1887 |dokument=Urkundennummer 17 |institution=Landesarchiv NRW, Abteilung Ostwestfalen-Lippe in Detmold}}[https://dfg-viewer.de/show?id=9&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FP9%2FP9-09%2F%7E017%2FP9-09_01740%2Fmets.xml&amp;amp;tx_dlf%5Bpage%5D=36 Online]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moritz hatte drei Geschwister, die alle in der [[Holocaust|Shoa]] ermordet wurden:&lt;br /&gt;
* Meta Weinberg (geb. 7. November 1889 in Werther), verehelichte Schöneberg, kam 1942 nach Köln, wohnte zuletzt in der Utrechterstraße 6, wurde am 29. Januar 1943 von Köln über Berlin ins KZ Auschwitz [[Deportation von Juden aus Deutschland|deportiert]] und dort am 9. Februar 1943 ermordet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gedenkbuch&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/ |titel=Gedenkbuch. Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945 |hrsg=Bundesarchiv in Koblenz|abruf=2026-02-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://assets.yadvashem.org/image/upload/t_f_image/f_auto/v1/remote_media/arch1_yadvashem/09031440_196_3527/35.jpg?_a=DAKMO2FAZAA0 |titel=Gedenkblatt für Meta Schöneberg |abruf=2026-02-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Walter Seger |Titel= Wiederaufnahme. Lübbecke 1933–1945 |Datum=2017 |Ort=Norderstedt |Seiten=331 |ISBN=978-3-7431-7743-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Johanna (Hanna) Weinberg (geb. 30. Juni 1891 in Werther), verehelichte Lehmann, wurde am 31. März 1942 ins [[Warschauer Ghetto]] deportiert und dort vermutlich noch im selben Jahr ermordet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gedenkbuch&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://assets.yadvashem.org/image/upload/t_f_image/f_auto/v1/remote_media/arch1_yadvashem/28021055_368_1979/210.jpg?_a=DAKMO2FAZAA0 |titel=Gedenkblatt für Johanna Lehmann |abruf=2026-02-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Alfred Weinberg (geb. 28. Mai 1894 in Werther) war Kaufmann in Werther, wurde am 31. März 1942 ins Warschauer Ghetto deportiert und dort vermutlich noch im selben Jahr ermordet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gedenkbuch&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://assets.yadvashem.org/image/upload/t_f_image/f_auto/v1/remote_media/arch1_yadvashem/23020859_360_1269/180.jpg?_a=DAKMO2FAZAA0 |titel=Gedenkblatt für Alfred Weinberg |abruf=2026-02-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. März 1924 heiratete Moritz Weinberg in der [[Synagoge Köln|Kölner Synagoge]] in der Roonstraße Mathilde (Hilde) Eschelbacher aus [[Neuwied]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel= Familiennachrichten |Sammelwerk=Kölnische Zeitung, Abend-Ausgabe |Nummer=174 |Datum=1924-03-08 |Ort=Köln |Seiten=3 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; deren ebenfalls jüdische Familie ursprünglich aus dem fränkischen [[Hardheim]] stammte. Ihr Vater Max Eschelbacher (geb. 30. November 1875 in Hardheim) betrieb in Neuwied eine Kolonialwaren-Großhandlung mit [[Kaffeerösterei]] in der Mittelstraße 39. Ihre Mutter war Selma Cahn (1877–1923).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel= Familiennachrichten |Sammelwerk=Kölnische Zeitung, Abend-Ausgabe |Nummer=595 |Datum=1923-08-27 |Ort=Köln |Seiten=4 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hilde hatte eine Schwester, die in der Shoa ermordet wurde:&lt;br /&gt;
* Alice Eschelbacher (geb. 30. Januar 1904 in Neuwied), verehelichte May, lebte mit ihrer Familie in Berlin, von wo aus sie am 12. März 1943 ins KZ Auschwitz deportiert und dort ermordet wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gedenkbuch&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hildes Vater, Max Eschelbacher, wurde mit dem Transport &amp;#039;&amp;#039;III/1&amp;#039;&amp;#039; von Köln aus am 15. Juni 1942 ins [[Ghetto Theresienstadt]] deportiert,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://collections-server.arolsen-archives.org/G/SIMS/01014202/0016/131050427/001.jpg |titel=Transportkarteikarte Ghetto Theresienstadt für Max Eschelbacher |hrsg=Arolsen Archiv |abruf=2026-02-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; überlebte dort und konnte am 5. Februar 1945 zu Verwandten in die Schweiz ausreisen,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Archivquelle |sammlung=Inhaftierungsdokumente, hier: Ghetto Theresienstadt |bestand=Listen entlassener Juden von Theresienstadt, angekommen in Schweden und St. Gallen/Schweiz |signatur=01014201 |datum=1945 |institution=Arolsen Archiv}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wo er 1951 verstarb und auf dem jüdischen Friedhof in [[La Tour-de-Peilz]] beerdigt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://images.findagrave.com/photos/2015/315/154901664_1447327254.jpg |titel=Grabstein für Max Eschelbacher (1875–1951) |datum=2015 |hrsg=Ancestry Ireland |abruf=2026-02-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ehepaar Weinberg-Eschelbacher hatte zwei Kinder: Rolf Weinberg (geb. 25. Mai 1926 Köln) und Marie Luise Weinberg (geb. 13. September 1929 in Köln).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stolperstein&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stolpersteine-neuwied.de/index.php?id=257 |titel=Dr. jur. Moritz Weinberg&lt;br /&gt;
|datum=2023 |hrsg=Deutsch-Israelischer Freundeskreis Neuwied e. V. |abruf=2026-02-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Moritz Weinberg erhielt bis zu seinem 11. Lebensjahr Privatunterricht in Werther und besuchte anschließend bis zum Abitur das [[Realgymnasium]] in Bielefeld. Am 20. April 1907 schrieb er sich zum Studium der Rechtswissenschaften an der Universität in Bonn ein. Nach zwei Semestern wechselte er an die Universität in München, danach an die Universität in Münster und legte die [[Juristenausbildung in Deutschland#Erste Juristische Prüfung|erste juristische Prüfung]] am Oberlandesgericht in Hamm ab. Seinen weiteren juristischen Vorbereitungsdienst absolvierte er vor allem in Bielefeld. Unterbrochen durch den Ersten Weltkrieg legte er sein [[Assessor]]-Examen daher erst am 8. August 1919 ab und war anschließend als Hilfsrichter an den Gerichten in Dortmund, Essen und Bielefeld sowie als stellvertretender Staatsanwalt in Bochum und Essen tätig. 1920 wurde er von der Universität in Greifswald mit der 41-seitigen Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Der gerichtliche Schutz von Mitgliedern nicht rechtsfähiger Vereine gegen ungerechtfertigte Ausschließung&amp;#039;&amp;#039; [[promoviert]] und am 28. August 1920 in Essen zum [[Amtsbezeichnung#Richter|Landgerichtsrat]] ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Moritz Weinberg |Titel= Der gerichtliche Schutz von Mitgliedern nicht rechtsfähiger Vereine gegen ungerechtfertigte Ausschließung | TitelErg=(Lebenslauf im Anhang) |Datum=1921 |Ort=Greifswald}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bonn war er der jüdischen [[Jüdische Studentenverbindung|Studentenverbindung]] &amp;#039;&amp;#039;Rheno-Silesia&amp;#039;&amp;#039; sowie in München der &amp;#039;&amp;#039;Licaria&amp;#039;&amp;#039; beigetreten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KC-1924&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Personalnachrichten |Sammelwerk=K.C.-Mitteilungen. Mitteilungsblatt der im Kartell-Convent der Verbindungen deutscher Studenten jüdischen Glaubens vereinigten Korporationen |Nummer=9 |Datum=1924-11-01 |Ort=Berlin |Seiten=8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moritz Weinberg absolvierte seinen Wehrdienst als [[Einjährig-Freiwilliger]] von 1912 bis 1913 im bayerischen [[Königlich Bayerisches 3. Feldartillerie-Regiment „Prinz Leopold“|Feldartillerie-Regiment Nr. 3]] mit Garnison in München. Am 30. September 1913 wurde er dort als Offiziersanwärter der [[Reserve (Militärwesen)|Reserve]] entlassen und für eine spätere Verwendung an den [[Train (Militär)|Train]] (Nachschub) überstellt. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs erhielt er seine Einberufung zur bayerischen 1. Train-Abteilung und am 19. September 1914 seine Beförderung zum Leutnant der Reserve. Am 15. August 1917 zum Führer der bayerischen Leichten Munitionskolonne Nr. 50 ernannt, wurde er am 17. März 1918 zum Oberleutnant der Reserve befördert und schließlich am 21. Dezember 1918 aus der Armee entlassen. Am 21. August 1914 hatte er das [[Eisernes Kreuz|Eiserne Kreuz]], 2. Klasse, und am 29. Oktober 1915 den bayerischen [[Militärverdienstorden (Bayern)|Militärverdienstorden]], 4. Klasse mit Schwertern, verliehen bekommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Archivquelle |sammlung=Kriegsstammrollen, 1914–1918 |bestand=9. Feldart.Regt Ersatz-Abteilung |signatur=14157 |dokument=Eintragsnummer 93 für Moritz Weinberg, geb. 29. September 1888 |institution=Bayerisches Hauptstaatsarchiv. Abteilung IV Kriegsarchiv, in München}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel= Kriegsauszeichnungen für Soldaten jüdischen Glaubens |Sammelwerk=KC-Blätter. Monatsschrift der im Kartell-Convent vereinigten Korporationen |Nummer=2 |Datum=1914 |Ort=Berlin |Seiten=2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Kriegsauszeichnungen für Soldaten jüdischen Glaubens |Sammelwerk=Israelitisches Familienblatt |Nummer=47 |Datum=1915-11-25 |Ort=Hamburg |Seiten=3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg engagierte er sich im [[Reichsbund jüdischer Frontsoldaten]] und übernahm dort den Vorsitz des Landesverbandes Rheinland.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Günter Erckens |Titel=Juden in Mönchengladbach. Jüdisches Leben in den früheren Gemeinden Mönchengladbach, Rheydt, Odenkirchen, Giesenkirchen-Schelsen, Rheindahlen, Wickrath und Wanlo |Band=1 | Reihe=Beiträge zur Geschichte der Stadt Mönchengladbach |BandReihe=25 |Datum=1988 |Ort=Mönchengladbach |Seiten=535}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits nach acht Monaten gab er seine Anstellung als Landgerichtsrat in Essen auf&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Justizpersonalien |Sammelwerk=Die Glocke. Beckumer Volkszeitung, Warendorfer Tageblatt, Wiedenbrücker Zeitung |Nummer=106 |Datum=1921-05-09 |Seiten=3 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; und ließ sich als Rechtsanwalt kurzzeitig in Essen und danach in Köln nieder, wo er im Oktober 1924 die Zulassung beim Land- und Amtsgericht erhielt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KC-1924&amp;quot;/&amp;gt; Seine Anwaltskanzlei befand sich im Gereonshof 38 und seit 1929 im Kaiser Wilhelm Ring 2. Die Familie selbst wohnte zusammen mit Moritz’ Schwiegervater Max Eschelbacher im eigenen Haus in der Hardefuststraße 8.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wiki.genealogy.net/Kategorie:Adressbuch_f%C3%BCr_K%C3%B6ln |titel=Übersicht der vorhandenen Online-Adressbücher der Stadt Köln |abruf=2026-02-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1923 war Weinberg zudem Mitgeschäftsführer der Firma &amp;#039;&amp;#039;Micaman&amp;#039;&amp;#039; in Bielefeld, die [[Isolator (Elektrotechnik)|Isolationsmaterialien]] herstellte,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel= Handelsregister-Eintragungen |Sammelwerk=Kölnische Zeitung, Abend-Ausgabe |Nummer=610 |Datum=1921-09-01 |Ort=Köln |Seiten=4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und von 1931 bis 1933 Präsident der Moria-Loge des [[B’nai B’rith]] in Köln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Juden in Köln&amp;quot; details=&amp;quot;S. 162–163.&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Zvi Asaria |Titel=Die Juden in Köln. Von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart |Datum=1959 |Ort=Köln}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verfolgung und Ermordung ==&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung|Machtübernahme]] der Nationalsozialisten im Deutschen Reich wurde die Berufstätigkeit der jüdischen Bevölkerung weitgehend eingeschränkt. Bereits im April 1933 waren für die Kölner Gerichte überhaupt nur noch fünf jüdische Anwälte, darunter auch Moritz Weinberg, [[Rechtsanwalt#Zulassung, Einstiegsgehälter und Mitgliederstatistik|zugelassen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel= Die jüdischen Anwälte in Köln |Sammelwerk=General-Anzeiger für Bonn und Umgegend |Nummer=14660 |Datum=1933-04-05 |Ort=Bonn |Seiten=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfang 1939 entschlossen sich Moritz und Hilde Weinberg, ihre Kinder mittels sogenannter [[Kindertransport]]e in Sicherheit zu bringen. Ihr Sohn Rolf reiste nach Großbritannien&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stolperstein&amp;quot;/&amp;gt; und ihre Tochter Marie Luise in die Niederlande aus. Aufgrund des [[Überfall auf die Niederlande, Belgien und Luxemburg|Einmarsches der Deutschen Wehrmacht]] in die Niederlande sollte Marie Luise dort nicht länger ohne ihre Eltern bleiben und kehrte Ende 1940 nach Köln zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stolpersteine-neuwied.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=330&amp;amp;catid=8&amp;amp;Itemid=108 |titel=Marie Luise Weinberg |datum=2023 |hrsg=Deutsch-Israelischer Freundeskreis Neuwied e. V. |abruf=2026-02-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch im Juni 1940 lässt sich die Familie Weinberg in ihrem Haus in der Hardefuststraße 8 nachweisen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Archivquelle |sammlung=Liegenschaftsurkunden |bestand=  495 (Preisbehörde für Grundstücke) |dokument=Dr. jur. Moritz Weinberg, Konsulent, Köln, Hardefuststraße 8, handelnd als Vertreter ohne Vertretungsmacht für Witwe Moritz Löwenstein [...] |signatur=A45 |datum=20. Juni 1940 |institution=Stadtarchiv Köln}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie bemühten sich zwar beim [[Konsulat (Diplomatie)|US-Konsulat]] in Stuttgart um eine Ausreisegenehmigung in die Vereinigten Staaten, aber im April 1940 lagen dort noch so viele Ausreiseanträge vor, dass ein positiver Bescheid von dort für die nächste Zeit nicht zu erwarten war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.jugend1918-1945.de/ND/default.aspx?root=18383&amp;amp;id=34139 |titel=Brief von Moritz Weinberg, Konsulent, Hardefuststr. 8 in Köln, an Prof. Bruno Kisch, 514 West 114 Str., Ap. 21, New York City |datum=1940-04-29 |abruf=2026-02-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andrea Löw |Titel=Deutsches Reich und Protektorat Böhmen und Mähren. September 1939–September 1941 |Reihe=Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945 |BandReihe=3 |Datum=2012 |Ort=München |Seiten=212–213 |ISBN=978-3-48-671666-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem war Moritz Weinberg mittlerweile als letzter [[Konsulent (Zeit des Nationalsozialismus)|Konsulent]] im Kölner Oberlandesgerichtsbezirk alleine für die Verwaltung des dort beschlagnahmten Vermögens der deportierter Juden zuständig und war damit zunächst noch unabkömmlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Löffelsender |Titel=Kölner Rechtsanwälte im Nationalsozialismus |Reihe=Beiträge zur Rechtsgeschichte des 20. Jahrhunderts |BandReihe=88 |Datum=2015 |Ort=Tübingen |Seiten=44 |ISBN=978-3-16-154215-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mittlerweile hatte die Familie Weinberg ihr eigens Haus verloren und war in verschiedene sogenannte [[Judenhaus|Judenhäuser]] in Köln eingewiesen worden. Bereits im Sommer 1942 lebten sie im Horst-Wessel-Platz 14 (heutiger Rathausplatz).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stolpersteine-neuwied.de/images/PDF_Files/hilde-weinberg-briefe/letter7june1942.pdf |titel=Brief von Hilde Weinberg an ihren Sohn Rolf |datum=1942-06-07 |hrsg=Deutsch-Israelischer Freundeskreis Neuwied e. V. |abruf=2026-02-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Reichspostdirektion Köln |Titel=Amtliches Fernsprechbuch für den Bezirk der Reichspostdirektion Köln |Datum=1943 |Ort=Köln |Seiten=184 |Kommentar=Stand vom 5. Januar 1943}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Etwa Anfang 1943 waren die Eltern in die Neue Maastrichter Straße 3 umgezogen,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stolpersteine-neuwied.de/images/PDF_Files/hilde-weinberg-briefe/letter17february1943.pdf |titel=Brief von Hilde Weinberg an ihren Sohn Rolf |datum=1943-02-17 |hrsg=Deutsch-Israelischer Freundeskreis Neuwied e. V. |abruf=2026-02-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; während die Tochter Marie Luise in der Utrechterstraße 6, dem früheren jüdischen Lehrlingsheim, eingewiesen worden war&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dieter Corbach |Titel=6.00 Uhr ab Messe Köln-Deutz - Deportationen 1938–1945 |Datum=1999 |Ort=Köln |Seiten=582 |ISBN=978-3-921232-46-0 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; und sich Weinbergs letztes Büro in einem Kellerraum der Kölner Synagoge befand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Juden in Köln&amp;quot; details=&amp;quot;S. 402.&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich wurde das Ehepaar Weinberg zusammen mit seiner Tochter am 19. Juni 1943 mit dem [[Deportation von Juden aus Deutschland|Transport]] &amp;#039;&amp;#039;III/8&amp;#039;&amp;#039; (Personentransportnummern 29–31) von Köln aus deportiert. Dank Weinbergs geleisteten Kriegswehrdienst und vor allem seinen Auszeichnungen aus dem Ersten Weltkrieg geschah dies zunächst nicht nach Auschwitz oder in ein anderes Vernichtungslager im damals besetzten Polen, sondern sie kamen ins Ghetto Theresienstadt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://collections-server.arolsen-archives.org/G/SIMS/01014202/0168/132777835/001.jpg |titel=Transportkarteikarte Ghetto Theresienstadt für Moritz Weinberg |hrsg=Arolsen Archiv |abruf=2026-02-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://collections-server.arolsen-archives.org/G/SIMS/01014202/0170/132782542/001.jpg |titel=Transportkarteikarte Ghetto Theresienstadt für Hilde Weinberg |hrsg=Arolsen Archiv |abruf=2026-02-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://collections-server.arolsen-archives.org/G/SIMS/01014202/0170/132783685/001.jpg |titel=Transportkarteikarte Ghetto Theresienstadt für Marie Luise Weinberg |hrsg=Arolsen Archiv |abruf=2026-02-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1944 erkrankte Marie Luise und wurde in die Krankenstation verlegt. Etwa Mitte Oktober erhielt die Lagerleitung den Befehl, alle dort noch befindlichen Patienten in das KZ Auschwitz zu überstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stolpersteine-neuwied.de/images/PDF_Files/wingfield_weinberg.pdf |autor=Robert Weinberg |titel=Lebensgeschichte von Ralph Wingfield |datum=2017 |hrsg=Deutsch-Israelischer Freundeskreis Neuwied e. V. |abruf=2026-02-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 19. Oktober 1944 wurde daher Marie Luise begleitet von ihren Eltern (Personentransportnummern 650, 886 und 718) nach Auschwitz verbracht und dort ermordet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://namesfs.yadvashem.org//arch1_yadvashem//25050733_167_6568/149.jpg |titel=Gedenkblatt für Moritz Weinberg |abruf=2026-02-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://namesfs.yadvashem.org//arch1_yadvashem//23020911_366_1270/120.jpg |titel=Gedenkblatt für Hilde Weinberg |abruf=2026-02-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://namesfs.yadvashem.org//arch1_yadvashem//02081108_285_6930/32.jpg |titel=Gedenkblatt für Marie Luise Weinberg |abruf=2026-02-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rolf Weinberg nahm in Großbritannien den Namen Ralph Wingfield an, lebte später in Afrika, in [[Neuguinea]] und schließlich in Australien. Er verstarb am 22. September 2021.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stolpersteine-neuwied.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=256&amp;amp;catid=8&amp;amp;Itemid=108 |titel=Mathilde Weinberg |datum=2023 |hrsg=Deutsch-Israelischer Freundeskreis Neuwied e. V. |abruf=2026-02-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken ==&lt;br /&gt;
2013 wurden in Neuwied [[Stolpersteine]] für Moritz, Hilde und Marie Luise Weinberg verlegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel= Ermordeten Nazi-Opfern gedacht |Sammelwerk=Rhein-Zeitung, Lokalausgabe Neuwied |Datum= 2013-08-23 |Ort=Koblenz |Online=https://www.dif-neuwied.de/images/presse/pdf/2013/stolpersteine-erinnern-naziopfern-gedacht-rz280813.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Familie soll dort in der Engerser Landstraße 61 gewohnt haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stolperstein&amp;quot;/&amp;gt; Wann sie dort gewohnt haben soll, wurde bisher nicht veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|VIAF=313236570|GND=127503455}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Weinberg, Moritz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Rheinland-Pfalz ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im Ghetto Theresienstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im KZ Auschwitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (deutsche Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1888]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Weinberg, Moritz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist und Holocaustopfer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. September 1888&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Werther (Westf.)|Werther]], [[Westfalen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[KZ Auschwitz|Auschwitz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Atirador</name></author>
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