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	<title>Moritz Thausing - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-22T09:59:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;DJGrandfather: Wikilink konkretisiert</title>
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		<updated>2025-06-08T09:28:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikilink konkretisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Bild:Moritz Thausing.jpg|mini|160px|right|Moritz Thausing]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Moritz (recte Moriz) Thausing&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. Juni]] [[1838]] auf Schloss [[Čížkovice|Tschischkowitz]] in [[Böhmen]]; † [[11. August]] [[1884]] in [[Litoměřice|Leitmeritz]]) war ein österreichischer [[Kunsthistoriker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn des Amtsdirektors von Schloss Tschischkowitz, Julius Thausing und dessen Ehefrau Eleonora geb. Mayer, begann seine wissenschaftliche Laufbahn als Germanist und Historiker. Er studierte zunächst in Prag und ging 1858 nach Wien an das Österreichische Institut für Geschichtsforschung. Dort kam er mit [[Rudolf Eitelberger]] in Kontakt, der seit 1852 die erste Lehrkanzel für [[Kunstgeschichte]] an der [[Universität Wien]] innehatte. Unter dessen Einfluss wandte sich Thausing der Kunstforschung zu. 1862 erhielt er eine Anstellung als Bibliotheksassistent an der [[Akademie der bildenden Künste Wien]], wo er auch Vorlesungen in allgemeiner Welt- und Kulturgeschichte hielt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864 vermittelte ihn Eitelberger an die Graphische Sammlung [[Albertina (Wien)|Albertina]], die er ab 1868 leitete, ab 1876 formell im Rang des Direktors. Seit 1873 war er, ebenfalls dank Eitelbergers Fürsprache, außerordentlicher Professor für Kunstgeschichte an der Universität und wurde 1879 zum zweiten Ordinarius ernannt. Die [[Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique]] (Classe des Beaux-Arts) nahm ihn 1883 als assoziiertes Mitglied auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://academieroyale.be/fr/who-who-detail/relations/moritz-thausing/| titel=Académicien décédé: Moritz Thausing| hrsg=Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique| zugriff=2024-03-07| sprache=fr}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine progressive psychische Erkrankung überschattete seine letzten Lebensjahre. Als er 1883 die interimistische Leitung des neu gegründeten &amp;#039;&amp;#039;Istituto Austriaco di studi storici&amp;#039;&amp;#039; in Rom übernahm, verschlechterte sich sein Gesundheitszustand drastisch. Nach einer vorübergehenden Einweisung in eine Heilanstalt fand er während eines Genesungsaufenthaltes in seiner Heimat den – wahrscheinlich gesuchten – Tod durch Ertrinken in der Elbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In methodischer Hinsicht spielte Thausing eine entscheidende Rolle für die Entwicklung einer autonomen Kunstwissenschaft. Hatte sein Mentor Eitelberger noch ganz im Geist des [[Historismus]] nach dem Gleichgewicht von historischer Forschung und ästhetischem Kunstgenuss getrachtet, so forderte Thausing die völlige Trennung von Kunstgeschichte und [[Ästhetik]]. Aufgabe des Kunsthistorikers sei allein die Feststellung der aus dem Kunstwerk zu erschließenden Fakten, nicht aber ein wertendes Geschmacksurteil. Beispielgebend schien ihm dafür die sogenannte „Experimentalmethode“ des italienischen Naturwissenschaftlers und Kunstkenners [[Giovanni Morelli]], den er als seinen „fratello in Raffaele“ (Bruder in Raffael) verehrte. Dieser hatte ein akribisches Verfahren entwickelt, um aus physiognomischen Detailformen in einem Gemälde den Künstler zu bestimmen. So unzulänglich dieses Vorgehen war, stellte es doch einen ersten Ansatz zur vergleichenden Stilanalyse dar, die zur Grundlage der modernen Kunstwissenschaft wurde. Endgültig vollzogen wurde dieser Schritt von Thausings Schülern [[Franz Wickhoff (Kunsthistoriker)|Franz Wickhoff]] und [[Alois Riegl]], den wohl bedeutendsten Vertretern der [[Wiener Schule der Kunstgeschichte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://vlp.mpiwg-berlin.mpg.de/references?id=lit38326 Das natürliche Lautsystem der menschlichen Sprache]&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1863&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Anmerkungen zu den Dürerhandschriften des Britischen Museums&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbücher der Kunstwissenschaft&amp;#039;&amp;#039; (A. von Zahn, Hrsg.), Band 1, Leipzig 1868, S. 183–184 ([https://books.google.de/books?id=JEoEAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA183 online]). (Kommentar zu [[Albert von Zahn]]s Aufsatz: &amp;#039;&amp;#039;Die Dürer-Handschriften des Britischen Museums&amp;#039;&amp;#039;, ebenda, S. 1–22, [https://books.google.de/books?id=JEoEAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA1 online]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dürers Briefe, Tagebücher und Reime&amp;#039;&amp;#039;, Wien 1872&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Votivkirche in Wien&amp;#039;&amp;#039;, Wien 1879&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Le livre d&amp;#039;esquisses de J. J. Callot&amp;#039;&amp;#039;, Wien 1881&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dürer. Geschichte seines Lebens und seiner Kunst&amp;#039;&amp;#039;, 2 Bde., Leipzig 1876, ²1884&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wiener Kunstbriefe&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1884&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rudolf von Eitelberger: &amp;#039;&amp;#039;Nekrolog Moriz Thausing&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Wiener Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 26. August 1884, S. 4 ff.&lt;br /&gt;
* Simon Laschitzer: &amp;#039;&amp;#039;Nekrolog Moriz Thausing&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Kunst-Chronik&amp;#039;&amp;#039;. Beiblatt zur Zeitschrift für bildende Kunst, 19. Jg., Nr. 45, 9. Oktober 1884, Sp. 749 ff.&lt;br /&gt;
* {{ADB|37|660|664|Thausing, Moriz|[[Theodor von Frimmel]]|ADB:Thausing, Moritz}}&lt;br /&gt;
* {{BLKÖ|Thausing, Moriz|44|182|}}&lt;br /&gt;
* Julius von Schlosser: Die &amp;#039;&amp;#039;Wiener Schule der Kunstgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des Österreichischen Instituts für Geschichtsforschung&amp;#039;&amp;#039;, Erg.-Bd. 13, Innsbruck 1934&lt;br /&gt;
* Artur Rosenauer: &amp;#039;&amp;#039;Moriz Thausing und die Wiener Schule der Kunstgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Wiener Jahrbuch für Kunstgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, 36, 1983, S. 135 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117300322}}&lt;br /&gt;
* [https://www.arthistoricum.net/themen/portale/gkg/quellen/thausing Moritz Thausing bei arthistoricum.net] – Digitalisierte Werke im Themenportal &amp;quot;Geschichte der Kunstgeschichte&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Kunstgeschichte in Wien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117300322|LCCN=no/2005/40593|VIAF=32770540}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Thausing, Moritz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunsthistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Königlichen Akademie der Wissenschaften und Schönen Künste von Belgien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kaisertum Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1838]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1884]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Thausing, Moritz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Thausing, Moriz&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Kunsthistoriker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. Juni 1838&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Schloss Tschischkowitz, [[Litoměřice|Leitmeritz]], [[Böhmen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. August 1884&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Litoměřice|Leitmeritz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DJGrandfather</name></author>
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