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	<title>Moritz Stern - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Moritz_Stern&amp;diff=763081&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;John Red: Kategorie</title>
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		<updated>2026-01-19T13:23:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kategorie&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- wenn Blaulink: {{Dieser Artikel|bahandelt den Mathematiker Moritz Stern. Zum Historiker und Bibliothekar siehe [[Moritz Stern (Historiker)]].}} --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Moritz Abraham Stern.jpg|mini|Moritz Abraham Stern]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Moritz Abraham Stern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Moriz Abraham Stern&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. Juni]] [[1807]] in [[Frankfurt am Main]]; † [[30. Januar]] [[1894]] in [[Zürich]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Mathematiker]] und der erste jüdische [[Lehrstuhl|Ordinarius]] an einer deutschen Universität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kindheit und Jugend ==&lt;br /&gt;
Stern war Sohn des Frankfurter Weinhändlers und [[Judenregal|Schutzjuden]] Abraham Süskind Stern (1764–1838) und dessen Frau Vogel Eva Reiß (1775–1859). Sowohl die Familie des Vaters als auch die der Mutter gehörten zu den alteingesessenen jüdischen Familien Frankfurts. Stern erhielt im elterlichen Haus durch Privatlehrer eine umfassende Bildung. Sein Vater unterrichtete ihn im Hebräischen, [[Wolf Heidenheim]] (1757–1832) in orientalischen Sprachen und in [[Talmud]] und [[Thora]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die säkulare Bildung seiner Zeit wurde berücksichtigt: Salomon Feibel (der später [[Abraham Geiger]] unterrichtete) lehrte ihn Latein und Griechisch, ein Herr Crailsheim und vor allem [[Michael Creizenach]] (1789–1842) lehrten ihn Mathematik. Anders als in vielen anderen jüdischen Familien der Zeit war im Hause Stern die Lektüre nichtreligiöser Texte gestattet. Stern las die Romantiker und begeisterte sich vor allem für die Romane von Caroline und [[Friedrich de la Motte Fouqué]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Studium ==&lt;br /&gt;
Stern bezog im Herbst 1826 die [[Universität Heidelberg]], immatrikulierte sich auf Anraten des Gauß-Schülers Michel Reiß (1805–1869) im Sommersemester 1827 in Göttingen und studierte dort Mathematik bei [[Carl Friedrich Gauß]] und [[Bernhard Friedrich Thibaut]]. Er hörte Physik und Chemie und darüber hinaus klassische Sprachen bei Karl Ottfried Müller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13. Januar 1829 bestand er mit höchster Auszeichnung die Doktorprüfung. Sein Examinator war Gauß, der bei Sterns Prüfung, da Thibaut aus gesundheitlichen Gründen verhindert war, eingesprungen war. Seine Dissertation &amp;#039;&amp;#039;Observationum in fractiones continuas specimen&amp;#039;&amp;#039; reichte Stern am 5. März 1829 ein. Nach dem Magisterexamen am 17. August 1829 erhielt er die &amp;#039;&amp;#039;[[Lehrbefähigung|venia docendi]]&amp;#039;&amp;#039; und unterrichtete als [[Privatdozent]] in Göttingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
Obwohl Juden in den deutschen Staaten durch antisemitische Gesetze vom Staatsdienst ausgeschlossen waren und Stern prinzipiell die [[Taufe]], Heines viel zitiertes „Entreebillett zur europäischen Kultur“, ablehnte, vertraute er darauf, dass mit den Fortschritten bei der Emanzipation der Juden die Nichtzulassung zu akademischen Staatsämtern wegfallen müsse. Tatsächlich vergingen bis zu seiner Ernennung zum ordentlichen Professor jedoch ganze 30 Jahre. Er wurde am 14. September 1848 zum [[Extraordinarius]] ernannt, erst am 30. Juli 1859 kam die Ernennung zum Ordinarius an der [[Georg-August-Universität Göttingen]]. Stern wurde zusammen mit [[Bernhard Riemann]] vereidigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stern erhielt 1838 den Preis der Dänischen Gesellschaft der Wissenschaften für den Aufsatz &amp;#039;&amp;#039;Ueber die Auflösung der transcendenten Gleichungen&amp;#039;&amp;#039; (in: Journal für die reine und angewandte Mathematik, Bd. 22, 1841, S. 1–62), 1840 den Preis der Belgischen Akademie der Wissenschaften für den Aufsatz &amp;#039;&amp;#039;Recherches sur la théorie des résidus quadratiques&amp;#039;&amp;#039; (in: Mémoires couronnés par l’Académie des sciences de Belgique, Bd. 15, 1841). 1859 wurde er Mitglied der [[Bayerische Akademie der Wissenschaften|Königl. Bayerischen Akademie der Wissenschaften]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{BAdW|3055 |Name=Moritz Stern |Kommentar=mit einem Link zum Nachruf von [[Carl von Voit]] |Datum=19. Januar 2026}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1862 Mitglied der [[Akademie der Wissenschaften zu Göttingen|Königl. Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Holger Krahnke: &amp;#039;&amp;#039;Die Mitglieder der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 1751–2001&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Philologisch-Historische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Folge 3, Bd. 246 = &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Mathematisch-Physikalische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Folge 3, Bd. 50). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-82516-1, S. 233.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 beendigte Stern seine Dienstzeit in Göttingen und zog zu seinem Sohn, dem Historiker [[Alfred Stern (Historiker)|Alfred Stern]], nach Bern und 1887 nach Zürich, wo er im Hause des Sohnes am 30. Januar 1894 verstarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stern war kein überragender Mathematiker und hat keine Schule gegründet. An ihn erinnern heute noch neben der Sternstraße in Göttingen der [[Stern-Brocot-Baum]], der vor dem Computerzeitalter eine wichtige Rolle bei der Berechnung mechanischer Übersetzungen spielte, und die [[Stern-Brocot-Folge]] (Stern-Sequenz).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Frankfurter Reformfreunde ==&lt;br /&gt;
Unter der Leitung von [[Theodor Creizenach]] (1818–1877) versammelten sich 1842 etwa 20 gebildete jüdische Männer, um „den Zwiespalt zwischen den religiösen Satzungen des Judentums und den Ansprüchen des praktischen Lebens“ zu lösen. Sie gründeten den &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Verein der Reformfreunde&amp;#039;&amp;#039;, die erste religiös radikale Gruppierung des deutschen Judentums, der auch Stern angehörte. Die führenden [[Rabbiner]] der deutschen Juden distanzierten sich alle von den Frankfurter Reformfreunden. Die Anzahl der Mitglieder hatte mit nur 45 Personen schnell ihren Höchststand erreicht, und nachdem der Verein im Dezember 1845 mit seiner letzten Verlautbarung gekommen war, erlosch er. In der öffentlichen Diskussion verteidigte Stern als einziges Mitglied den Reformverein in ausführlichen und signierten, bisweilen polemischen Artikeln. Stern fühlte sich verpflichtet, zur Erneuerung des in seinen Augen erstarrten und verknöcherten Judentums beizutragen, und hielt die Reform für den ersten „Fortschritt [...] der seit Mendelssohn im Judenthume geschehen ist“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Himmelskunde&amp;#039;&amp;#039;. Gutsch &amp;amp; Rupp, Karlsruhe 1844. {{ULBDD|urn:nbn:de:hbz:061:1-481080}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Paul Arnsberg: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Frankfurter Juden seit der Französischen Revolution.&amp;#039;&amp;#039; herausgegeben vom Kuratorium für jüdische Geschichte e. V., Frankfurt am Main, bearbeitet und vollendet von [[Hans-Otto Schembs]], Darmstadt 1983.&lt;br /&gt;
** Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Der Gang der Ereignisse.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Struktur und Aktivitäten der Frankfurter Juden.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* S. Baer: &amp;#039;&amp;#039;Heidenheim.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;ADB.&amp;#039;&amp;#039; Bd. XI, Leipzig 1875–1912, S. 300–301.&lt;br /&gt;
* Adolf Brüll: &amp;#039;&amp;#039;Creizenach.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;ADB.&amp;#039;&amp;#039; Bd. XLVII, Leipzig 1875–1912, S. 546–549.&lt;br /&gt;
* Cantor: &amp;#039;&amp;#039;Reiß.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;ADB.&amp;#039;&amp;#039; Bd. XXVIII, Leipzig 1875–1912, S. 143–144.&lt;br /&gt;
* Brian Hayes: &amp;#039;&amp;#039;On the Teeth of Wheels.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;American Scientist.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 88, no. 4, 2000.&lt;br /&gt;
* Martha Küssner: &amp;#039;&amp;#039;Carl Wolfgang Benjamin Goldschmidt und Moritz Abraham Stern, zwei Gaußschüler jüdischer Herkunft.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen der Gauß-Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 19, Göttingen 1982, S. 37–62.&lt;br /&gt;
* Michael A. Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Alienated Intellectuals in the Camp of Religious Reform: The Frankfurt Reformfreunde, 1842–1845.&amp;#039;&amp;#039; Association for Jewish Studies, Cambridge, Mass. 1981, {{OCLC|8067777}}. (Sonderdruck aus [[AJS review]]. Band 6, 1981, S. 61–86)&lt;br /&gt;
* [[Ferdinand Rudio]]: [https://www.biodiversitylibrary.org/item/101135#page/143/mode/1up &amp;#039;&amp;#039;Erinnerung an Moriz Abraham Stern.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Vierteljahrsschrift der Naturforschenden Gesellschaft in Zürich.&amp;#039;&amp;#039; 39. Jahrgang, 2. Heft, Zürich 1894, S. 131–143.&lt;br /&gt;
* Norbert Schmitz: &amp;#039;&amp;#039;Moritz Abraham Stern (1807–1894). Der erste jüdische Ordinarius an einer deutschen Universität und sein populärastronomisches Werk.&amp;#039;&amp;#039; Wehrhahn, Laatzen 2006, ISBN 3-86525-031-9.&lt;br /&gt;
* Alfred Stern: &amp;#039;&amp;#039;Zur Familiengeschichte. Klärchen. Zum 22. März 1906 gewidmet.&amp;#039;&amp;#039; (Als Manuskript gedruckt). Zürich 1906.&lt;br /&gt;
* [[Universitätsarchiv Göttingen]], Handschriftenabteilung. Kur 4Vb 103a [Ordentliche Professoren, Personalakte Dr. Stern], Kur 4Vc 48.&lt;br /&gt;
* [[Aufgebauer]], Peter: &amp;#039;&amp;#039;Judentaufen im Umfeld der Göttinger Universität.&amp;#039;&amp;#039; In: Werner Meiners (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Konversionen von Juden zum Christentum in Nordwestdeutschland.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen.&amp;#039;&amp;#039; Band 246). Hannover 2009, S. 201–209.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117276936}}&lt;br /&gt;
* {{MacTutor|id=Stern|title=Moritz Abraham Stern}}&lt;br /&gt;
* {{MathGenealogyProject|id=165758}}&lt;br /&gt;
* [https://zbmath.org/authors/stern.moritz-abraham Moritz Abraham Stern] in der Datenbank [[zbMATH]]&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=117276936|titel=Stern, Moritz Abraham|datum=2025-02-10}}&lt;br /&gt;
* {{Frankfurter Personenlexikon|1336|Stern, Moritz Abraham}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117276936|LCCN=n/84/806565|VIAF=42159588}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stern, Moritz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Frankfurt am Main)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mathematiker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Georg-August-Universität Göttingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenmitglied des Physikalischen Vereins]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1807]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1894]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Georg-August-Universität Göttingen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stern, Moritz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Stern, Moritz Abraham (vollständiger Name); Stern, Moriz Abraham&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Mathematiker und der erste jüdische Ordinarius an einer deutschen Universität&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. Juni 1807&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. Januar 1894&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Zürich]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;John Red</name></author>
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