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	<title>Moritz Hilf - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T11:44:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Xqt: Bot-unterstützte Weiterleitungsauflösung: Zollhaus - Link(s) ersetzt durch Zollhaus (Gebäude); kosmetische Änderungen</title>
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		<updated>2025-03-26T13:59:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot-unterstützte Weiterleitungsauflösung: Zollhaus - Link(s) ersetzt durch &lt;a href=&quot;/index.php/Zollhaus_(Geb%C3%A4ude)&quot; title=&quot;Zollhaus (Gebäude)&quot;&gt;Zollhaus (Gebäude)&lt;/a&gt;; kosmetische Änderungen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Moritz Hilf 2.jpg|mini|Moritz Hilf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Moritz Hilf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. Dezember]] [[1819]] in [[Limburg an der Lahn]]; † [[16. Oktober]] [[1894]] in [[Wiesbaden]]) war ein deutscher Eisenbahn-[[Bauingenieur]] und Eisenbahnpionier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Moritz Hilf war der Sohn des Bäckermeisters Peter Wilhelm Hilf und dessen Ehefrau Maria Josepha Albrecht, einer Tochter des Malers [[Theodor Albrecht (Maler)|Theodor Albrecht]]. Er widersetzte sich der elterlichen Absicht, das Bäckerhandwerk zu erlernen, und konnte mit der Hilfe seines Onkels [[Philipp Jakob Albrecht]], Maler am Hof des Herzogs [[Wilhelm I. (Nassau)|Wilhelm I.]] von [[Herzogtum Nassau|Nassau]] in Wiesbaden, seine Schulausbildung abschließen. Nach ersten beruflichen Erfahrungen studierte er von 1842 bis 1844 am [[Karlsruher Institut für Technologie|Polytechnikum]] in [[Karlsruhe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Moritz Hilf war Bürger von [[Usingen]]. Am 22. September 1850 heiratete er in [[Massenheim (Hochheim am Main)|Massenheim]] Bertha Eleonore Winter (* 26. Mai 1825, in [[Frankfurt-Höchst|Höchst]]; † 10. Dezember 1902, Wiesbaden), die Tochter von Georg und Ludovike Winter. Georg Winter war [[Landesoberschultheiß]] im damals nassauischen [[Frankfurt-Höchst|Höchst]], heute: Frankfurt-Höchst. Aus dieser Ehe gingen hervor:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Moritz Peter Joseph (* 16. November 1850, [[Mainz]]), Arzt und [[Entomologe]] in [[Bosnien]]&lt;br /&gt;
* Adolf (* 26. Januar 1854, Edesheim; † 9. August 1862)&lt;br /&gt;
* Philipp Wilhelm Theodor (* 1. September 1855, Edesheim; † 15. Oktober 1921, [[München]]), Kaufmann und Bergwerksunternehmer&lt;br /&gt;
* Georg Friedrich Wilhelm (* 21. März 1864; † 25. August 1926, Wiesbaden), Jurist, Amtsrichter in [[Rüdesheim am Rhein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eisenbahningenieur ==&lt;br /&gt;
=== Berufsanfang und Pfalzbahnen ===&lt;br /&gt;
Zu Beginn seiner Berufstätigkeit arbeitete Hilf als [[Geodät]] und [[Techniker]] beim Bau der 1840 eröffneten [[Taunus-Eisenbahn]] von [[Frankfurt am Main]] nach Wiesbaden, der von [[Paul Camille von Denis]] geleitet wurde. Denis übernahm 1844 Planung und Bau der [[Pfälzische Ludwigsbahn|Pfälzischen Ludwigsbahn]] von der [[Ludwigshafen am Rhein|Rheinschanze]] nach [[Bexbach]], dem damaligen [[Königreich Bayern|bayerisch]] / [[Königreich Preußen|preußischen]] [[Grenzbahnhof]]. Er nahm Moritz Hilf für das Projekt unter Vertrag. Hilf zog nach [[Neustadt an der Weinstraße]], von wo aus er als Ingenieur einen Bauabschnitt leitete. Im Anschluss plante und baute er an der [[Bahnstrecke Neustadt an der Weinstraße–Wissembourg|Pfälzischen Maximiliansbahn]] von Neustadt an der Weinstraße nach [[Wissembourg|Weißenburg]] mit, wozu er nach [[Edesheim]] umzog. Für weitere Arbeiten an der Pfälzischen Ludwigsbahn erfolgte wieder ein Umzug nach [[Zweibrücken]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nassau ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lahntalbahn Weilburger Tunnel.jpg|mini|Weilburger Tunnel der [[Lahntalbahn]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach erheblichen Schwierigkeiten, die der leitende Ingenieur beim Bau der [[Rechte Rheinstrecke|rechten Rheinstrecke]] der [[Nassauische Rheinbahn|Nassauischen Rheinbahn]], insbesondere beim [[Loreley]]-Tunnel hatte, wurde Moritz Hilf zum 1. April 1857 als Chefingenieur berufen, zunächst nur provisorisch, ab Oktober 1858 im nassauischen Staatsdienst als &amp;#039;&amp;#039;Baurat&amp;#039;&amp;#039;. Er siedelte dazu mit seiner Familie zunächst nach Rüdesheim am Rhein um und noch vor 1860 nach Wiesbaden. Die Arbeiten an der rechten Rheinstrecke machten unter seiner Leitung schnelle Fortschritte. Ab 1860 war er auch für die Planung und den Bau der [[Lahntalbahn]] verantwortlich, die er von Limburg aus vornahm. Insbesondere begradigte er die dem gewundenen Lauf der [[Lahn]] folgende Trassenführung, die seine Vorgänger vorgeschlagen hatten, um einen wirtschaftlicheren Betrieb der Bahn sicherzustellen und nahm dafür eine höhere Zahl von [[Ingenieurbauwerk|Kunstbauten]] in Kauf. Die erforderlichen neun [[Gitterbrücke]]n über den Fluss entwarf er zum Teil selbst. Auch die Wahl von Limburg als Standort für das zentrale [[Ausbesserungswerk Limburg|Ausbesserungswerk]] an der Strecke geht auf ihn zurück. Als 1862 der Betrieb der Bahn bis Limburg aufgenommen werden konnte, wurde Moritz Hilf zum [[Ehrenbürger]] seiner Geburtsstadt ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Gründung der [[Nassauische Staatsbahn|Nassauischen Staatsbahn]] 1861, die die Eisenbahnstrecken im Herzogtum Nassau übernahm, wurde Moritz Hilf zu deren erstem technischen Direktor ernannt. Außerdem war er Mitglied der Prüfungskommission für Straßen-, Brücken- und Wasserbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Preußen ===&lt;br /&gt;
Im [[Deutscher Krieg|Deutschen Krieg]], den Nassau an der Seite [[Kaisertum Österreich|Österreichs]] 1866 gegen [[Preußen]] und seine Verbündeten verlor und der zu dessen [[Annexion]] durch Preußen führte, verhinderte Moritz Hilf durch eine Intervention bei Herzog [[Adolph (Luxemburg)|Adolph von Nassau]], dass die Tunnel der Lahnbahn vor den anrückenden Preußen gesprengt wurden. Preußen übernahm die Nassauische Staatsbahn als eigene [[Eisenbahndirektion]], Moritz Hilf blieb in seiner Funktion und die neue Direktion erhielt zusätzlich noch die Taunus-Eisenbahn und die in Höchst abzweigende Nebenstrecke der [[Sodener Bahn]] unterstellt. Ab 1868 war er mit der Planung und dem Bau der ersten Abschnitte der [[Aartalbahn]] ([[Diez]]–[[Zollhaus (Gebäude)|Zollhaus]]) und der Strecke [[Bahnstrecke Limburg–Altenkirchen|Limburg–Altenkirchen]] (Oberwesterwaldbahn) bis [[Hadamar]] beauftragt. Auch die Planungen der [[Main-Lahn-Bahn]] (Frankfurt–Limburg), ein Projekt der privaten [[Hessische Ludwigsbahn|Hessischen Ludwigsbahn]] (HLB), beruhen auf Planungen von Moritz Hilf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die [[Königliche Eisenbahndirektion Wiesbaden]] 1880 aufgelöst wurde, entschied er sich gegen eine weitere Karriere in der [[Königliche Eisenbahndirektion Frankfurt|Königlichen Eisenbahndirektion Frankfurt]], begnügte sich vielmehr mit der Leitung des [[Eisenbahnbetriebsamt]]es Wiesbaden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. April 1892 wurde Moritz Hilf mit mehr als 72 Jahren als &amp;#039;&amp;#039;Geheimer Regierungsrat&amp;#039;&amp;#039; pensioniert. Er erkrankte bald, so dass er an der Eröffnung der letzten auf seiner Planung beruhenden Strecke, des Lückenschlusses der Aartalbahn zwischen [[Zollhaus (Gebäude)|Zollhaus]] und [[Bad Schwalbach|Langenschwalbach]], am 1. Mai 1894 nicht mehr teilnehmen konnte. Am 16. Oktober 1894 verstarb er in Wiesbaden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeiten ==&lt;br /&gt;
=== Eisenbahnstrecken ===&lt;br /&gt;
Eisenbahnstrecken, die Moritz Hilf geplant und/oder an denen er mitgebaut hat:&lt;br /&gt;
* Taunus-Eisenbahn (Frankfurt am Main–Wiesbaden), 1840 eröffnet&lt;br /&gt;
* Pfälzische Ludwigsbahn (Ludwigshafen–Bexbach [[Saarbrücken]]), eröffnet 1849&lt;br /&gt;
* Pfälzische Maximiliansbahn (Neustadt an der Weinstraße–Wissembourg/Weißenburg), 1855 Eröffnung des ersten Bauabschnitts: Neustadt – [[Landau in der Pfalz|Landau]]&lt;br /&gt;
* Nassauische Rheinbahn (Wiesbaden–[[Oberlahnstein]]), 1857–1863&lt;br /&gt;
* Lahntalbahn (Oberlahnstein–[[Bad Ems]]–Limburg–Wetzlar), eröffnet 1863&lt;br /&gt;
* Aartalbahn (Wiesbaden–Diez), erster Abschnitt (Diez–Zollhaus): 1886–1889, zweiter Abschnitt (Wiesbaden–Langenschwalbach): 1868–1870, dritter Abschnitt (Zollhaus–Langenschwalbach): 1892–(1894)&lt;br /&gt;
* Oberwesterwaldbahn (Limburg–Hadamar), 1868–1870&lt;br /&gt;
* Main-Lahn-Bahn (Frankfurt–Limburg), Projekt der HLB, ab 1872&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Arbeiten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Moritz Hilf 1.jpg|mini|hochkant|Denkmal für Moritz Hilf vor dem [[Bahnhof Limburg (Lahn)]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1857/1858 wurde nach einem Entwurf von Moritz Hilf in [[Niederselters]] ein achteckiger [[Gusseisen|gusseiserner]] [[Pavillon]] errichtet, um darin das [[Selterswasser|Quellwasser]], das in Krügen verkauft wurde, hygienisch einwandfrei abfüllen zu können.&lt;br /&gt;
* Ab 1864 entwickelte er einen eisernen [[Bahnschwelle|Langschwellen-Oberbau]] „System Hilf“, der statt der üblichen Querschwellen bei der Eisenbahn Längsschwellen vorsah. Die erwarteten geringeren Kosten in der Unterhaltung dieser Art des [[Oberbau (Eisenbahn)|Oberbaus]] traten aber nicht ein und bei steigenden Geschwindigkeiten und Lasten im Eisenbahnverkehr erwies sich das System als nicht ausreichend für die auftretenden Belastungen. Etwa 800 km Bahnstrecke sollen in Deutschland und [[Nationale Gesellschaft der Belgischen Eisenbahnen|Belgien]] vorübergehend mit diesem Oberbau versehen worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachwirkungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Moritz Hilf.jpg|mini|Gedenktafel am Moritz-Hilf-Platz am [[Bahnhof Wiesbaden-Dotzheim]]]]&lt;br /&gt;
Am 26. Oktober 1912 wurde auf dem Vorplatz des [[Bahnhof Limburg (Lahn)|Bahnhofs Limburg]] ein Denkmal für Moritz Hilf aufgestellt. Anlass war das 50-jährige Jubiläum seiner Ernennung zum Ehrenbürger von Limburg. Dort wurde die &amp;#039;&amp;#039;Moritz-Hilf-Straße&amp;#039;&amp;#039; nach ihm benannt und in Wiesbaden erhielt der Bahnhofsvorplatz des [[Bahnhof Wiesbaden-Dotzheim|Bahnhofs Wiesbaden-Dotzheim]] den Namen &amp;#039;&amp;#039;Moritz-Hilf-Platz&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karl Friedrich Walbrach: &amp;#039;&amp;#039;Leben und Wirken des Eisenbahnplaners Moritz Hilf (1819-1894).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Nassauische Annalen]] 112 (2001), S. 363–405.&lt;br /&gt;
* Willi Bode (2011): &amp;#039;&amp;#039;Der Bau der Lahntalbahn – die Armut und die Angst vor den fremden Eisenbahnarbeitern&amp;#039;&amp;#039; – In: Balduinstein, S. 10–120.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Informationen ==&lt;br /&gt;
* Museum im Grafenschloss, Diez: Sonderausstellung „150 Jahre Lahntalbahn“ vom 2. Oktober bis 19. Dezember 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Moritz Hilf}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|1121711766}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=1121711766|titel=Hilf, Moritz|datum=2020-01-21}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1121711766|LCCN=|NDL=|VIAF=2403148209328300460003}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hilf, Moritz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eisenbahningenieur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Limburg an der Lahn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Wiesbaden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1819]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1894]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aartalbahn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Preußische Staatseisenbahnen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hilf, Moritz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Eisenbahn-Bauingenieur und Eisenbahnpionier&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Dezember 1819&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Limburg (Lahn)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. Oktober 1894&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wiesbaden]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Xqt</name></author>
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