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	<title>Moritat - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Moritat&amp;diff=54586&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Stephan Vogt: Interpunktion</title>
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		<updated>2026-02-12T10:41:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Interpunktion&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zur EP von Relatives Menschsein siehe [[Moritat (EP)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hess Moritatensänger.jpg|mini|Moritatensänger, 1.&amp;amp;nbsp;Hälfte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin, Museum Europäischer Kulturen, GLAM on Tour im Museum Europäischer Kulturen (2018) NIK 6005.jpg|mini|Beispiel: &amp;#039;&amp;#039; Eine Hochzeit in dem Todtengewölbe oder Traurige Schicksale der Liebe&amp;#039;&amp;#039; aus dem [[Museum Europäischer Kulturen]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://recherche.smb.museum/detail/501381 Eine Hochzeit in dem Todtengewölbe oder Traurige Schicksale der Liebe!]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Moritat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Etymologie]] unsicher, vermutlich auf &amp;#039;&amp;#039;[[Mord]]tat&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Moralität&amp;#039;&amp;#039; zurückgehend&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Kluge]]: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache.&amp;#039;&amp;#039; Bearbeitet von [[Walther Mitzka]]. 19. Auflage. de Gruyter, Berlin 1963, S. 488.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit Nähe zum [[Latein]]ischen &amp;#039;&amp;#039;mores&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;„Sitten, Brauchtum“&amp;#039;&amp;#039;) ist eine schaurige [[Ballade (Gedicht)|Ballade]] und das Erzähllied des [[Bänkelsang|Bänkelsängers]]. Sie steht in starkem Zusammenhang mit dem Bänkelsang, einer Art der [[Nachrichten]]übermittlung, die sich im Rahmen einer szenischen Aufführung der [[Medium (Kommunikation)|Medien]] [[Ton (Musik)|Ton]], [[Text]] und [[Abbild|Bild]] bedient. In dieser Art des Bänkelsangs wurde (im Sinnes des [[Axiom]]s „bad news is good news“, um mit einer [[Sensationsmeldung]] die Neugier der Zuhörer zu nutzen und Aufmerksamkeit zu erregen&amp;lt;ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Untermieter im christlichen Haus.&amp;#039;&amp;#039; Otto Harrassowitz Verlag, 2001, ISBN 3-447-04506-X, S.&amp;amp;nbsp;325 ({{Google Buch |BuchID=jWgTuKY2UkgC|Seite=325}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;) damit das Publikum direkt angesprochen. Meist gehen – um die Missetaten nicht gutzuheißen und weitere zu verhindern – moralische Forderungen mit der Darbietung einher. Bänkelsang wurde seit dem 17. bis ins frühe 20. Jahrhundert dargeboten. Worin die Beziehung der Moritat zum Bänkelsang genau besteht, ist in der gängigen Sachliteratur umstritten. Es wird ein medialer Unterschied geltend gemacht, wonach der Bänkelsang den „[[Szene (Theater)|szenischen]] und [[Audiovision|audiovisuellen]]“, die Moritat hingegen den „textuellen“ Aspekt desselben Phänomens bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Braungart, Wolfgang: &amp;#039;&amp;#039;Bänkelsang&amp;#039;&amp;#039;. In: Klaus Weimar (Hrsg.) u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Reallexikon der deutschen Literaturgeschichte&amp;#039;&amp;#039;.  Band 1, 3. neubearb. Auflage. de Gruyter, Berlin 1997, S. 190.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weiter wird ein Unterschied in Bezug auf den Inhalt der kolportierten Nachricht vorgeschlagen: Handelt der Bänkelsang von einer Mord- oder [[Gräuel]]tat, spricht man demnach von einer Moritat.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Bänkelsang&amp;#039;&amp;#039;. In: Otto Knörrich: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon lyrischer Formen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 479). 2., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-47902-8, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Diese Schauer[[Ballade (Gedicht)|balladen]], die sich auch an wahren Begebenheiten orientierten, wurden häufig durch eine [[Drehorgel]], [[Violine]], [[Gitarre]] oder [[Harfe]] begleitet, auf Straßen, Plätzen und [[Jahrmarkt|Jahrmärkten]] von Moritatensängern und [[Bänkelsänger]]n vorgetragen. Dabei wurde die [[Drama]]tik oft durch einen erhöhten Stand und entsprechende [[Leinwand]]bilder oder Moritatentafeln gesteigert, auf die mit einem langen Stock gedeutet wurde. Dazu verkauften die Sänger Texthefte oder sammelten vom Publikum Geld; so konnten sie ihren Lebensunterhalt verdienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zum verwandten Drehorgelmann, der gelegentlich noch anzutreffen ist, verschwand der Moritatensänger in den 1930er Jahren allmählich aus dem öffentlichen Leben. In den letzten Jahren wurde allerdings der Moritatengesang durch Einzelne oder Gruppen wiederentdeckt. Er wird heute etwa in Deutschland durch die [[Baden-Baden]]er Liederweiber, die Gruppe Leierkastenheiterkeit mit Doris van Rhee, Axel Stüber und [[Ullrich Wimmer]], die Hofheimer Moritatensänger um Gerd Gröhl oder durch die [[Oberschwaben|oberschwäbische]] Moritatengruppe um Werner Schnell vertreten. Ebenso wird in [[Simbach (bei Landau)|Simbach b. Landau]] seit den 1870er Jahren im Fasching und bei sonstigen Feiern und Festen der Moritatengesang gepflegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.pnp.de/lokales/landkreis-dingolfing-landau/seit-30-jahren-wird-gesungen-18095711 |titel=Seit 30 Jahren wird gesungen. Simbacher Moritatensänger im Dienste des Faschings – Vor dem Rosenmontagszug |werk=pnp.de |datum=2025-02-27 |sprache= |abruf=2025-08-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Österreich]] hat Eberhard Kummer Anfang der 1990er Jahre eine Reihe populärer Moritaten und Balladen aus [[Wien]] aufgeführt eingespielt. So finden sich auf einer 1993 gemeinsam mit Kammerschauspielerin [[Elisabeth Orth]] gestalteten CD Titel wie „Ludwig Sands letzte Stunde“, „Rinaldo Rinaldini“ oder „Des Raubmörders Geliebte im [[Kerker]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Bertolt Brecht]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Die Dreigroschenoper|Dreigroschenoper]]&amp;#039;&amp;#039; wird die Form der Moritat noch einmal in der &amp;#039;&amp;#039;[[Die Moritat von Mackie Messer|Moritat von Mackie Messer]]&amp;#039;&amp;#039; aufgegriffen, von [[Kurt Weill]] konsequent mit Begleitung „in der Art eines Leierkastens“ umgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutige Formen des Genres &amp;#039;&amp;#039;Mordballade&amp;#039;&amp;#039; findet man zum Beispiel bei der Kanadierin [[Suzie Ungerleider]] und bei [[Nick Cave]], dessen 1996er Album &amp;#039;&amp;#039;Murder Ballads&amp;#039;&amp;#039; enthält und auch so heißt. Auch greifen Interpreten der [[Schwarze Szene|Schwarzen Szene]], wie [[Die Kammer (Musikgruppe)|Die Kammer]] (Beispiel &amp;#039;&amp;#039;Sinister Sister&amp;#039;&amp;#039;) oder die [[Dark Metal|Dark-Metal]]-Band [[Eden Weint Im Grab]] (Beispiel &amp;#039;&amp;#039;Moritat des Leierkastenmanns&amp;#039;&amp;#039;) die Moritat auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufnahmen/Tonträger ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sentimentale Volkslieder vom Tod, von Räubern und Mördern.&amp;#039;&amp;#039; [[Eberhard Kummer]] gemeinsam mit Elisabeth Orth. CD. Preiser-Records, Wien 1993.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Moritaten oder Das Morden höret nimmer auf.&amp;#039;&amp;#039; [[Helmut Qualtinger]] und [[Kurt Sowinetz]]. CD. Preiser-Records, Wien 1964.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Moritat von Mackie Messer&amp;#039;&amp;#039; aus der [[Dreigroschenoper]] von [[Bertolt Brecht]], Uraufführung am 31. August 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Küchenlied]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{OeML|Moritat|Moritat|Ernst Weber, Klaus Petermayr}}&lt;br /&gt;
* {{OeML|Liederweiber|Liederweiber|EWe}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4170555-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feste und Brauchtum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrische Form]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Liedgattung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mündliche Überlieferung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Stephan Vogt</name></author>
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