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	<title>Morgenröthe-Rautenkranz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Morgenr%C3%B6the-Rautenkranz&amp;diff=77324&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2026-02-27T10:31:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Morgenröthe|Siehe auch: [[Morgenröte (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Morgenröthe-Rautenkranz&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Gemeinde&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Muldenhammer&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = Morgenroethe Rautenkranz Wappen.svg&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung = Ortswappen&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 50/27/35/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 12/29/37/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = Sachsen&lt;br /&gt;
| Höhe                   = &lt;br /&gt;
| Höhe-von               = 610&lt;br /&gt;
| Höhe-bis               = 974&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 30.03&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 807&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2008-12-31&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 2009-10-1&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 08262&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 037465&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = Morgenröthe-Rautenkranz in V.svg&lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = Lage der ehemaligen Gemeinde im Vogtlandkreis&lt;br /&gt;
| Poskarte               = Deutschland Sachsen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Morgenröthe-Rautenkranz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil der [[Sachsen|sächsischen]] Gemeinde [[Muldenhammer]] im [[Vogtlandkreis]] und staatlich anerkannter Erholungsort im [[Naturpark Erzgebirge-Vogtland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
Morgenröthe-Rautenkranz liegt nordöstlich von [[Klingenthal]], südlich von [[Zwickau]] und südwestlich von [[Aue (Sachsen)|Aue]] in der Kammregion des [[Vogtland|vogtländischen]] [[Erzgebirge]]s. Zum Ortsteil gehören die Siedlungen Morgenröthe, Rautenkranz, [[Sachsengrund]] im Tal der [[Große Pyra|Großen Pyra]] und Muldenhammer an der Mündung der Großen Pyra in die [[Zwickauer Mulde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde gehört nach der [[Liste der naturräumlichen Einheiten in Sachsen|Naturraumkarte von Sachsen]] zur [[Geochore|Mesogeochore]] „Eibenstocker Bergrücken“, die Siedlung Morgenröthe zur Mikrogeochore „Morgenröther Talgebiet der Großen Pyra“ und die Siedlung Rautenkranz zum Teil zur Mikrogeochore „Rautenkranz-Schönheider Mulde-Tal“ und zum Teil zum „Tannenbergsthaler Rückengebiet“.&amp;lt;ref&amp;gt;Recherchekarte des Landschaftsforschungszentrum Dresden (LfZ) [http://www.naturraeume.lfz-dresden.de/ Link zur Recherchekarte]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- beispielsweise Landschaften, Berge, Flüsse etc --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Geologie === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wetterstationen ===&lt;br /&gt;
Die [[Wetterstation]] einer Wetterprognosefirma im Ortsteil Morgenröthe liegt auf einer Höhe von {{Höhe|620|DE-NN}}.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wetterstationen.meteomedia.de/?map=Sachsen&amp;amp;station=105730 Daten der Wetterstation Morgenröthe], abgerufen am 31. Dezember 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie liefert häufig extreme [[Messwert|Beobachtungswerte]] (beispielsweise Rekordminustemperaturen in der Nacht und dann relativ hohe Tagestemperaturen), weil sie in einer Talsenke liegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Thomas Leinkauf, Peter Riesbeck |Titel=Alle reden über das Wetter. Er auch. |Sammelwerk=Berliner Zeitung |Ort=Berlin |Datum=2002-03-30 |Online=[https://www.berliner-zeitung.de/16296138 Online] |Abruf=2019-01-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; So wurde Anfang Januar 2009 mit minus 31 Grad die niedrigste Temperatur in Deutschland gemessen,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.sz-online.de/nachrichten/deutschlands-kaeltester-ort-morgenroethe-rautenkranz-1970645.html |wayback=20171231212111 |text=Online-Ausgabe der Sächsischen Zeitung vom 9. Januar 2009 |archiv-bot=2019-09-23 08:29:40 InternetArchiveBot}}, abgerufen am 31. Dezember 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Ende Januar 2010 minus 24,6 Grad&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.focus.de/panorama/welt/kaeltester-ort-der-nacht-zwei-orte-kaempfen-um-titel_aid_474593.html Focus Online], abgerufen am 31. Dezember 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; und Anfang Januar 2017 minus 24,2 Grad.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.mdr.de/sachsen/eisige-temperaturen-100.html |wayback=20171231211909 |text=Meldung auf Mdr.de |archiv-bot=2019-04-23 08:00:01 InternetArchiveBot}}, abgerufen am 31. Dezember 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich gibt es eine private Wetterstation mit Webcam, deren auf einer Höhe von {{Höhe|680|DE-NN}} gewonnene Daten ständig im Internet abrufbar sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Webseite der Wetterstation von Thomas Roth: morgenroethe.no-ip.org/wetter/wetter.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
[[Siegfried Sieber]] gibt in seinem 1967 erschienenen Band „Die Bergbaulandschaft von Schneeberg und Eibenstock“ für die Höhenlage&lt;br /&gt;
{{Höhe|625|DE-NN}} den zwischen 1901 und 1950 gemessenen Niederschlag mit einer durchschnittlichen Jahresmenge von 1072 Millimetern an (Leipzig 545 Millimeter). Die Monatsspitze liegt im Juli mit 139 Millimetern (Leipzig 78 Millimeter).&amp;lt;ref&amp;gt;{{WdH|11|182|}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Vorhandensein dieser Werte ist zu schließen, dass es schon lange an diesem Standort eine Wettermessstation gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
{{Wappenbeschreibung&lt;br /&gt;
 |Wappenbild = Morgenroethe Rautenkranz Wappen.svg&lt;br /&gt;
 |Blasonierung = In einem silbernen ellipsenförmigen [[Wappenschild]] mit grünen Rautenblättern umgeben eine aufgehende [[Sonne (Heraldik)|Sonne]] im [[Schildfuß]], über der gekreuzt in schwarz das Bergmannszeichen [[Schlägel und Eisen]] schwebt. Senkrecht liegt noch eine schwarze [[Gezähe|Frischgabel]] mit den Zinken zum [[Schildhaupt]] gerichtet.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die beiden Ortsteile Morgenröthe und Rautenkranz gingen aus [[Eisenhammer|Hammerwerken]] hervor, wobei in Morgenröthe ein gleichnamiges älteres Zinnbergwerk bestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende Dezember 1990 gab der Geschäftsführer der Geophysik GmbH Leipzig, Ulrich Stötzner, der Tageszeitung [[Die Welt]] die bislang geheimgehaltene Information, dass Morgenröthe-Rautenkranz bis in den Ortskern [[Radioaktivität|radioaktiv]] verseucht sei.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Radioaktivität in Sachsen seit Jahren bekannt. Morgenröthe-Rautenkranz bis in den Ortskern verseucht.&amp;#039;&amp;#039; In: Freie Presse vom 28. Dezember 1990.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Oktober 2009 schlossen sich Morgenröthe-Rautenkranz sowie die Nachbarorte [[Hammerbrücke]] und [[Tannenbergsthal]] zur neuen Einheitsgemeinde [[Muldenhammer]] zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://muldenhammer.com/gemeinde/geschichte/tannenbergsthal |titel=Tannenbergsthal mit seinen Ortsteilen Jägersgrün, Gottesberg und Schneckenstein |hrsg=Gemeinde Muldenhammer |abruf=2019-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgenröthe-Rautenkranz ist spätestens seit 2006 [[Liste der Kur- und Erholungsorte in Sachsen |staatlich anerkannter Erholungsort]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+letzte Bürgermeisterwahlen&lt;br /&gt;
!Wahl&lt;br /&gt;
!Bürgermeister&lt;br /&gt;
!Vorschlag&lt;br /&gt;
!Wahlergebnis (in %)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; |Auflösung (siehe Muldenhammer)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bürgermeisterwahlen in Sachsen 2008#Vogtlandkreis|2008]]&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Konrad Stahl&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |CDU&lt;br /&gt;
|99,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bürgermeisterwahlen in Sachsen 2001#Vogtlandkreis|2001]]&lt;br /&gt;
|97,6&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Morgenröthe ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Hammerwerk Morgenröthe.jpg|mini|links|Eisenhüttenwerk Morgenröthe um 1840]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hochofen Morgenröthe.jpg|mini|Historischer Hochofen von Morgenröthe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Freilichtmuseum Morgenröthe- Rautenkranz 05.jpg|mini|Hochofen im Freilichtmuseum]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Große Pyra und Morgenröthe Sächsische Meilenblätter Freiberger Exemplar Blatt 211 Morgenröthe Grundaufnahme 1791 Nachträge bis 1876.jpg|mini|Morgenröthe in der Karte von 1791]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ortsteil Morgenröthe (ca. 660&amp;amp;nbsp;m ü.&amp;amp;nbsp;NN) ist der ältere Teil der früheren Doppelgemeinde am Lauf der [[Große Pyra|Großen Pyra]]. Die Siedlung geht auf ein an der Großen Pyra gelegenes Zinnbergwerk, „die Morgenröthe genandt“ zurück, das der aus Auerbach stammende kursächsische Kammer- und Bergrat sowie Berghauptmann [[Georg Pflugk]] d. Ä. (1569–1621), Herr auf [[Burg Posterstein|Posterstein]], um 1615 käuflich erworben hatte. Als Georg Pflugk beabsichtigte, dieses Bergwerk auf eigene Kosten beträchtlich zu erweitern und u. a. ein neues Zechenhaus, ein Pochwerk und eine Pochmühle anzulegen, erhielt er dazu am 8. April 1618 von Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen ein entsprechendes Privileg und ein abgegrenztes Revier zugewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Urkunde vom 8. April 1618 im Sächsischen Staatsarchiv&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies stellte die Gründungssituation des Dorfes dar. Der neuentstandene Ort gehörte zum [[Amt Voigtsberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://hov.isgv.de/orte/Historisches Ortsverzeichnis Sachsen]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Pflugk’sche Zinnbergwerk Morgenröthe erwarb die Ehefrau von Hans Rüdiger von Feilitzsch auf [[Treuen]] und von dieser erwarb es [[Hans Hutschenreuther]] aus [[Blauenthal]]. Dieser erlangte am 15. Juli 1652 beim Kurfürsten [[Johann Georg I. (Sachsen)|Johann Georg&amp;amp;nbsp;I. von Sachsen]] das Privileg für die Errichtung eines Hammerwerkes. Im Jahre 1658 ging das Werk an [[Caspar Wittich]] aus [[Wittigsthal]], der sich das Privileg von 1652 durch Herzog Moritz von Sachsen-Zeitz am 1. Dezember 1661 erneuern ließ. Insgesamt wechselte das Hammerwerk bis 1798 zehnmal den Besitzer. In diesem Jahr ging es an Gottlob Emanuel Lattermann, einen Handelsmann aus [[Leipzig]], der seinen 22-jährigen Sohn, [[Heinrich Ludwig Lattermann]], mit der Führung des Morgenröther Hammerwerkes betraute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch 1791 wurde in den Sächsischen Meilenblättern der Bereich unterhalb der Mündung des Steinbächels als „die Zinn Wiese“ bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MeiBl_211&amp;quot;&amp;gt;Blatt 211 der Sächsischen Meilenblätter – Freiberger Exemplar –, Grundaufnahme im Jahr 1791, Nachträge bis zum Jahr 1876 [http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/90011757/dd_hstad-mf_0001627 Link zum Kartenblatt in der Staats- und Universitätsbibliothek Dresden]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende des 18. Jahrhunderts wurden Morgenröthes Ortsteile als Unter- und Ober-Morgenröthe bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MeiBl_211&amp;quot; /&amp;gt; Diese Unterscheidung bestand bereits 1768.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Alphabetisches Verzeichnis aller in dem Churfürstenthum Sachßen [...]&amp;#039;&amp;#039;, 1768.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im Jahr 1810 ging das Rautenkranzer Hammerwerk und einige Jahre später, 1835, das [[Tannenbergsthal]]er Hammerwerk in den Besitz der Lattermanns über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1799 wurde ein neuer Hochofen in Morgenröthe gebaut, der im Juni 1799 angeblasen wurde und der bis 1820 seinen Dienst versah. Am 30. April 1819 erhielten die Besitzer die Konzession „zum Bau eines Hochofens und zur Anlegung eines Blechwalzwerkes und zur Errichtung anderer Eisenhüttenanlagen“. Dieser 1820 gebaute und bis 1874 in Betrieb befindliche Ofen ist noch in Morgenröthe zu besichtigen und zählte damals zu den größten seiner Art in Sachsen. Er gehört zu den wenigen erhaltenen historischen Hochöfen im Gebiet der [[Neue Bundesländer|neuen Bundesländer]]. Vergleichbare Anlagen sind nur noch in [[Schmalzgrube (Jöhstadt)|Schmalzgrube]] (erhaltener Hochofen von 1659), [[Hammerhütte und Hochofen Brausenstein|Brausenstein]] (erhaltener Hochofen von 1693), [[Peitz]] (erhaltener Hochofen von 1809) und [[Neue Hütte (Schmalkalden)|Schmalkalden (Neue Hütte)]] (erhaltener Hochofen von 1835) vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bekanntesten heute noch erhaltenen Produkten des Eisenwerkes zählt das 1831 gefertigte [[Lehr- und Forschungsbergwerk „Reiche Zeche“ und „Alte Elisabeth“#Schwarzenberg-Gebläse|Schwarzenberg-Gebläse]], ein in neugotischer Industrieform gestaltetes wasserradgetriebenes [[Hochofen]]gebläse für die [[Antonshütte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24. Juli 1879 wurde ein Großteil des Eisenwerks bei einem Feuer zerstört, danach wiedererrichtet. Ab dieser Zeit arbeitete man jedoch mit einem [[Kupolofen]], in dem Grau- bzw. Glockenguss gegossen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgenröthe wurde bekannt wegen seiner Pressenfabrikation (Spindel- und Exzenterpressen, auch Stanzautomaten) und wegen der [[Kirchenglocke]]n der Marke „Schilling &amp;amp; Lattermann“, die von 1918 bis 1966 in diesem stillen Seitental der Zwickauer Mulde gegossen wurden. Die [[Schilling (Glockengießerfamilie)#Hartgussglocken „Schilling &amp;amp; Lattermann“|Glockengießerei Schilling in Apolda lieferte dazu die Berechnungen]], und der Guss wurde vom Unternehmen Lattermann in einer besonderen Legierung ([[Kirchenglocke#Eisenhartgussglocken|Klanghartguss – Klanghalbstahl]]) in der alten Gießhalle ausgeführt. Die größten in Morgenröthe hergestellten Glocken befinden sich im [[Dom zu Riga]] und in der Allerheiligenkirche. Sie wurden 1926/1927 gefertigt, wiegen jeweils 8,5 Tonnen, haben einen Durchmesser von 2,50 m und eine Höhe von 3,00 m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lattermanns wurden 1946 enteignet. Bis zur Zerstörung des Betriebes durch ein Feuer am 30. November 1968 wurde weiterproduziert, danach das Werk jedoch nicht wiedererrichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit der [[DDR]] gab es in Morgenröthe ein Ferienheim der [[Deutsche Reichsbahn (1945–1993)|Deutschen Reichsbahn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rautenkranz ===&lt;br /&gt;
[[Datei:KircheRautenkranz.jpg|mini|Kirche in Rautenkranz (2007)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rautenkranz.png|mini|Rautenkranz]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Winter in Rautenkranz 2.png|mini|Winterimpressionen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rautenkranz Große Pyra Zwickauer Mulde Ausschnitt aus Blatt 184 Sächsische Meilenblätter Freiberger Exemplar Grundaufnahme 1791 Nachträge bis 1876.jpg|mini|Rautenkranz mit Hammerwerk und Walzwerk an der Großen Pyra bei der Einmündung in die Zwickauer Mulde (Karte von 1791)]]&lt;br /&gt;
Rautenkranz ging aus einem Hammerwerk hervor, dessen Erbauung 1679 durch den Schichtmeister [[Elias Steiniger (Hammerherr)|Elias Steiniger]] beantragt wurde. Jedoch können wie bei Morgenröthe schon Jahrzehnte zuvor Ansiedlungen durch den Bergbau bestanden haben. Den Namen hat der Gründer des Ortes, Elias Steiniger, dem Rautenkranz im [[Geschichte Sachsens#Nach dem Dreißigjährigen Krieg bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches (1648 bis 1806)|kursächsischen Wappen]] entliehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Eichler (Linguist)|Ernst Eichler]], [[Hans Walther (Onomastiker)|Hans Walther]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Historisches Ortsnamenbuch von Sachsen,&amp;#039;&amp;#039; Band II. Berlin 2001, ISBN 3-05-003728-8, S.&amp;amp;nbsp;262.&amp;lt;/ref&amp;gt; Fälschlicherweise wird der Name mit der rings um den Ort hin und wieder zu findenden [[Akelei]]wiesenraute in Beziehung gebracht. Der Ort gehörte wie Morgenröthe zum [[Amt Voigtsberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://hov.isgv.de/orte/ Historisches Ortsverzeichnis Sachsen]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinen Erinnerungen an Kindheit und Jugend in Rautenkranz beschreibt der in diesem Ort geborene [[Alwin Gerisch]], der nach 1890 Vorsitzender der SPD in Deutschland wurde, das Leben der kleinen Leute im Gebirge in der Zeit von etwa 1865 an.&amp;lt;ref&amp;gt;Alwin Gerisch: &amp;#039;&amp;#039;Erzgebirgisches Volk. Erinnerungen&amp;#039;&amp;#039;, erstmals erschienen 1918, Neudruck herausgegeben vom SPD-Ortsverein Waldgebiet-Vogtland im Jahr 2008, ISBN 978-3-00-024279-3.&amp;lt;/ref&amp;gt; An Alwin Gerisch erinnert die Alwin-Gerisch-Straße im Ortsteil Rautenkranz.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.openstreetmap.org/way/94446995#map=14/50.4605/12.4972 Alwin-Gerisch-Straße in Rautenkranz bei openstreetmap.org]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eingemeindungen ===&lt;br /&gt;
Morgenröthe und Rautenkranz wurden 1852 zu einer Gemeinde vereinigt. 1939 wurden [[Hohehaus (Muldenhammer)|Hohehaus]], [[Sackhaus (Muldenhammer)|Sackhaus]], [[Muldenhammer (Muldenhammer)|Muldenhammer]] und [[Sachsengrund]] eingemeindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== SAPD-Hochburg in der Weimarer Republik ===&lt;br /&gt;
Morgenröthe-Rautenkranz war der einzige Ort in Deutschland, in welchem die 1931 gegründete linkssozialistische [[Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands (1931)|Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands]] (SAPD) eine absolute Mehrheit erreichen konnte; bei den Kommunalwahlen am 13. November 1932 erhielt sie 8 von 13 Mandaten.&amp;lt;ref&amp;gt;Hanno Drechsler: &amp;#039;&amp;#039;Die Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands (SAPD). Ein Beitrag zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung am Ende der Weimarer Republik&amp;#039;&amp;#039;. Meisenheim am Glan 1965, S. 286.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
Entwicklung der Einwohnerzahl &amp;#039;&amp;#039;(ab 1971 31. Dezember)&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;1&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;2&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; width=&amp;quot;25%&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* 1834: 1015&lt;br /&gt;
* 1871: 1299&lt;br /&gt;
* 1890: 1510&lt;br /&gt;
* 1910: 1453&lt;br /&gt;
* 1925: 1435&lt;br /&gt;
* 1939: 1365&lt;br /&gt;
* 1946: 1484&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; width=&amp;quot;25%&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* 1964: 1420&lt;br /&gt;
* 1971: 1349&lt;br /&gt;
* 1998: 966&lt;br /&gt;
* 1999: 951&lt;br /&gt;
* 2000: 936&lt;br /&gt;
* 2001: 914&lt;br /&gt;
* 2002: 895&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; width=&amp;quot;25%&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* 2003: 894&lt;br /&gt;
* 2004: 881&lt;br /&gt;
* 2005: 871&lt;br /&gt;
* 2006: 855&lt;br /&gt;
* 2007: 826&lt;br /&gt;
* 2008: 807&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
:&amp;lt;small&amp;gt; Datenquelle ab 1998: Statistisches Landesamt Sachsen&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
1910 war Morgenröthe-Rautenkranz unter den 69 Kommunen der Amtshauptmannschaft Auerbach auf Rang 21 der Einwohnerstatistik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Morgenröthe-Rautenkranz ist über die [[TaktBus]]-Linie 22 des [[Verkehrsverbund Vogtland|Verkehrsverbunds Vogtland]] im [[Taktfahrplan|Zweistundentakt]] mit Schöneck, Muldenberg und Tannenbergsthal verbunden. In Jägersgrün kann zur [[PlusBus]]-Linie 20 nach [[Klingenthal]] sowie zur TaktBus-Linie 23 nach Falkenstein umgestiegen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Rautenkranz führt die [[Bundesstraße 283]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durch Rautenkranz führende [[Bahnstrecke Chemnitz–Adorf]] (CA-Linie) wurde 1875 eröffnet. Mit dem Bau der [[Talsperre Eibenstock]] wurde diese Strecke unterbrochen und der durchgehende Verkehr am 27. September 1975 eingestellt. Im verbliebenen Abschnitt Muldenberg–Schönheide Süd (Wilzschhaus)–Schönheide Ost der CA-Linie wurde der Personenverkehr in Abschnitten zwischen 1979 und 1982 und der Güterverkehr 1996 eingestellt. Nach dem Ausbau einer Weichenverbindung in Muldenberg Ende der 1990er Jahre hat die Strecke keine Verbindung mehr zum übrigen Netz der DB und ist gleichsam eine Inselstrecke. Seit 2008 betreibt ein Förderverein einen Touristik- und Ausflugsverkehr mit einer Motordraisine zwischen [[Bahnhof Schönheide Süd|Schönheide Süd]] und Hammerbrücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort liegt auf dem [[Euregio Egrensis (Radweg)|Radfernweg Euregio Egrensis]] und dem [[Internationaler Bergwanderweg der Freundschaft Eisenach–Budapest|Fernwanderweg Eisenach–Budapest]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Deutsche Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz.jpg|mini|Gebäude der Deutschen Raumfahrtausstellung]]&lt;br /&gt;
* [[Datei:Morgenröthe-Rautenkranz - Deutsche Raumfahrtausstellung MIG 21.JPG|mini|MiG-21, mit der Sigmund Jähn flog.]][[Deutsche Raumfahrtausstellung]] mit einer originalen [[Mikojan-Gurewitsch MiG-21|MiG-21]]&lt;br /&gt;
* 4,5&amp;amp;nbsp;m hohe [[Stele]] zur Erinnerung an den ersten Raumflug eines deutschen [[Raumfahrer|Kosmonauten]] im Jahr 1978, den in Rautenkranz geborenen [[Sigmund Jähn]]&lt;br /&gt;
* Heimatstube&lt;br /&gt;
* klassizistische Pfarrkirche, 1838–1842 errichtet&lt;br /&gt;
* Hochofen der ehemaligen Eisengießerei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* Morgenröthe&lt;br /&gt;
** [[Heinrich Ludwig Lattermann]] (1776–1839), Hammerherr und Politiker&lt;br /&gt;
** [[Hermann Lattermann]] (1809–1867), Hammerherr und Politiker&lt;br /&gt;
** [[Carl Friedrich Zimmermann]] (1817–1898), Erfinder der deutschen [[Konzertina]]&lt;br /&gt;
** [[Gottfried Lattermann]] (1879–1950), Hammerherr und Mundartdichter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rautenkranz&lt;br /&gt;
** [[Alwin Gerisch]] (1857–1922), Vorsitzender der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] und Weggefährte von [[August Bebel]].&lt;br /&gt;
** [[Sigmund Jähn]] (1937–2019), Raumfahrer / Kosmonaut, erster Deutscher im Weltraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Margarete Schattner, Karlheinz Paul, Konrad Stahl: &amp;#039;&amp;#039;Festschrift zum 350-jährigen Ortsjubiläum der Gemeinde Morgenröthe-Rautenkranz.&amp;#039;&amp;#039; Gemeindeverwaltung, Morgenröthe-Rautenkranz 2002. {{DNB|1017236178}}&lt;br /&gt;
* {{Staatslexikon Sachsen|6|557|bis=558|Morgenröthe}}&lt;br /&gt;
* {{WdH|11|153–155|Lemma=Morgenröthe}}&lt;br /&gt;
* {{WdH|59|190–193|Lemma=Rautenkranz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons}}&lt;br /&gt;
* {{HOV}}&lt;br /&gt;
* {{HOV|Morgenröthe_(Ober-,_Unter-)|Morgenröthe}}&lt;br /&gt;
* {{HOV|Rautenkranz|Rautenkranz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Muldenhammer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=7533792-7|VIAF=239227824}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Morgenrotherautenkranz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Muldenhammer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Vogtlandkreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 2009]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatlich anerkannter Erholungsort in Sachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Vogtlandkreis]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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