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	<title>Mordfall von Witten - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T10:19:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mordfall_von_Witten&amp;diff=1394072&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Martin67: /* Gerichtsverhandlung und Urteil */ dna gebräuchlicher als dns</title>
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		<updated>2025-08-31T21:55:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Gerichtsverhandlung und Urteil: &lt;/span&gt; dna gebräuchlicher als dns&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Witten Haus Breite Strasse 55.jpg|mini|Ort des Geschehens]]&lt;br /&gt;
Bei dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mordfall von Witten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; handelt es sich um die Ermordung des 33-jährigen Frank H. durch das Ehepaar Daniel (* 1975) und Manuela Ruda (* 1978)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Susanne Schild |url=https://www.waz.de/staedte/witten/gerichtsreporter-erinnert-an-satanistenmord-in-witten-id233672735.html |titel=Gerichtsreporter erinnert an Satanistenmord in Witten |werk=waz.de |datum=2021-10-25 |abruf=2023-07-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; aus [[Witten]] im [[Ennepe-Ruhr-Kreis]] am 6. Juli 2001. Die &amp;#039;&amp;#039;[[Bild (Zeitung)|Bild]]&amp;#039;&amp;#039;-Zeitung prägte den Begriff &amp;#039;&amp;#039;Satansmord von Witten&amp;#039;&amp;#039;. Die nachfolgenden Medienberichte führten dazu, dass Teile der [[Schwarze Szene|Schwarzen Szene]] des [[Satanismus]] verdächtigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ablauf ==&lt;br /&gt;
Unter dem Vorwand, eine Abschiedsfeier zu veranstalten, wurde Frank H., ein Arbeitskollege Daniel Rudas, in die Wohnung des frisch verheirateten Paares gelockt. Dort wurde er mit zahlreichen Messerstichen, Hammerschlägen und einer [[Machete]] ermordet und zerstückelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;welt1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Daniel Müller |url=https://www.welt.de/vermischtes/article1994538/Der-Satansmord-mit-66-Messerstichen-aus-Witten.html |titel=Spektakuläre Kriminalfälle. Der Satansmord mit 66 Messerstichen aus Witten |werk=Welt Online |datum=2008-09-29 |abruf=2011-11-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Infoportal Rituelle Gewalt |url=https://www.infoportal-rg.de/?faelle=witten-ruda |titel=Der sogenannte “Satansmord” von Witten – Daniel und Manuela Ruda |abruf=2023-10-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Tag später wurde die Leiche in der Wohnung entdeckt, in der sich auch [[Petruskreuz|auf den Kopf gestellte Kreuze]], Totenköpfe, ein Sarg und [[Siegrune]]n fanden. Die Rudas waren geflohen, konnten aber nach einer Woche von der Polizei in der Nähe von [[Jena]] gestellt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;welt1&amp;quot; /&amp;gt; Der Wagen des Paares war mit [[Okkultismus|okkulten]] Ornamenten und Schriftzügen dekoriert;&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,144592,00.html |titel=Satanisten-Paar auf der Flucht |werk=Spiegel online |datum=2001-07-11 |abruf=2011-11-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die Flüchtenden hatten sich zur Tarnung die Köpfe kahlrasiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;welt1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gerichtsverhandlung und Urteil ==&lt;br /&gt;
Die Leiche wurde durch eine [[DNA-Analyse]] identifiziert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel1&amp;quot; /&amp;gt; In der Gerichtsverhandlung vor dem [[Landgericht Bochum]] sprachen Daniel Ruda und seine Partnerin vom Teufel, der sie zu dem Mord getrieben habe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://archiv.rhein-zeitung.de/on/02/01/16/topnews/mord2.html |titel=Wittener Ritualmord: Angeklagte glaubt an &amp;quot;Befehl des Teufels&amp;quot; |werk=[[RZ-Online]] |datum=2002-01-16 |offline=1 |archiv-url=http://web.archive.org/web/20200921065318/http://archiv.rhein-zeitung.de/on/02/01/16/topnews/mord2.html |archiv-datum=2020-09-21 |abruf=2011-11-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Beide wurden im Januar 2002 zu [[Freiheitsstrafe]]n verurteilt; Daniel Ruda zu fünfzehn Jahren und Manuela Ruda zu dreizehn Jahren, und zudem in den [[Maßregelvollzug]] eingewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/panorama/urteil-geschlossene-psychiatrie-fuer-satanisten-paar-a-180030.html |titel=Urteil: Geschlossene Psychiatrie für Satanisten-Paar |werk=[[Spiegel Online]] |datum=2002-01-31 |abruf=2023-07-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Staatsanwaltschaft hatte jeweils ein Jahr weniger gefordert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,180078,00.html |titel=Urteil im Satanisten-Prozess. Grinsen im Gesicht |werk=[[Der Spiegel (online)|Spiegel Online]] |datum=2002-01-31 |abruf=2011-11-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegen einer [[Narzisstische Persönlichkeitsstörung|narzisstischen Persönlichkeitsstörung]], die dem Gutachter [[Norbert Leygraf]] zufolge bei beiden Tätern vorlag, gingen die Richter von [[Verminderte Schuldfähigkeit|verminderter Schuldfähigkeit]] aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;welt1&amp;quot; /&amp;gt; Das angeklagte Paar ließ sich kurz nach dem Prozess [[Scheidung|scheiden]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;BZ1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Frank Nordhausen]] |url=http://www.berliner-zeitung.de/daniel-ruda-wurde-als-satansmoerder-von-witten-bekannt--jetzt-hat-er-ein-buch-geschrieben--in-dem-er-seine-tat-bestreitet--doch-selbst-sein-anwalt-glaubt-ihm-nicht--ruhe-sanft--freund--15804560 |titel=&amp;quot;Ruhe sanft, Freund&amp;quot; |hrsg=[[Berliner Zeitung]] |datum=2004-07-28 |abruf=2016-12-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang Juli 2011 stellte der Verteidiger von Daniel Ruda, Hans Reinhardt, den Antrag, seinen Mandanten nach zwei Dritteln der Strafdauer zu entlassen und die Reststrafe zur Bewährung auszusetzen. Die zuständige Strafkammer entschied sich aber nach der Anhörung gegen eine vorzeitige Freilassung und begründete dies vor allem mit der fehlenden Bereitschaft zu einer Therapie. Daniel Ruda verblieb bis zum Jahr 2004 in der [[Psychiatrie]]. Danach verbüßte er aufgrund seiner Therapieverweigerung seine Strafe in der [[Justizvollzugsanstalt Bochum]]. Manuela Ruda war hingegen einer Therapie in der [[LWL-Klinik Lippstadt|Psychiatrie Eickelborn]] gegenüber aufgeschlossen und erreichte bewachten Ausgang.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jürgen Augstein |url=https://www.waz.de/staedte/witten/Satanisten-Moerder-Daniel-Ruda-bleibt-im-Gefaengnis-id4844207.html |titel=Satanisten-Mörder Daniel Ruda bleibt im Gefängnis |hrsg=[[Westdeutsche Allgemeine Zeitung|WAZ]] |datum=2011-07-06 |abruf=2016-12-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 2006 wurde sie aus der Haft entlassen. 2016 wurde gegen Daniel Ruda erneut Anklage erhoben, da er 2010 aus der Haft heraus die Ermordung seiner Ex-Frau geplant haben soll.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Britta Bingmann |url=https://www.waz.de/staedte/witten/neue-anklage-gegen-satanistenmoerder-daniel-r-id208934771.html |titel=Neue Anklage gegen Satanistenmörder Daniel R. |werk=WAZ.de |datum=2016-12-09 |abruf=2016-12-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von diesem Vorwurf wurde er allerdings freigesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bernd Kiesewetter |url=https://www.waz.de/staedte/bochum/freispruch-fuer-wittener-ex-satanisten-daniel-ruda-id210765437.html |titel=Freispruch für Wittener Ex-Satanisten Daniel Ruda |hrsg=WAZ |datum=2017-06-01 |abruf=2017-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 2017 wurde auch Daniel Ruda aus der Haft entlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Daniel Sobolewski |url=https://www.derwesten.de/staedte/bochum/blitzentlassung-satans-moerder-daniel-ruda-nach-16-jahren-haft-wieder-frei-id211933083.html |titel=Plötzliche Entlassung! Satans-Mörder Daniel Ruda nach 16 Jahren Haft wieder frei |werk=[[Der Westen]] |datum=2017-09-15 |sprache=de |abruf=2020-04-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
Manuela Ruda wandte sich mit 13 Jahren der [[Gothic (Kultur)|Gothic]]-Szene zu&amp;lt;ref&amp;gt;[https://werturteilsfrei.wordpress.com/2011/03/24/nur-scheisse-drauf/ Jugend 1996, Jugendszene Deutschland, Teil 7, „Unsere Nächte sind bunter als eure Tage“] Reportage im Stern 32/1996, S. 74 und S. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt; und bezeichnete sich später als Anhängerin des [[Satanismus]]. Den Aussagen Bekannter nach verstand sie sich zudem als [[Domina (BDSM)|Domina]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Sebastian Hamelehl |url=http://www.welt.de/print-wams/article614624/Satans_wirre_Brut.html |titel=Satans wirre Brut |werk=[[Welt am Sonntag]] |datum=2001-07-29 |offline=1 |abruf=2017-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und arbeitete als [[BDSM]]-Model.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Hans-Werner Loose |url=https://www.welt.de/print-wams/article617632/Getrieben-vom-Hass-auf-die-Menschen.html |titel=Getrieben vom Hass auf die Menschen |werk=[[Welt am Sonntag]] |datum=2001-12-02 |abruf=2012-10-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie dachte laut Hans-Werner Loose, sie würde zum [[Vampir]], und trank das Blut ihres Partners, der auch ihr Blut trank.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Werner Loose: [https://www.welt.de/print-wams/article599777/Sie-dachte-sie-werde-zum-Vampir.html &amp;#039;&amp;#039;Sie dachte, sie werde zum Vampir&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Welt am Sonntag.&amp;#039;&amp;#039; 13. Januar 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf ein Fenster der Wohnung war der Schriftzug &amp;#039;&amp;#039;When Satan lives&amp;#039;&amp;#039; geschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://rp-online.de/panorama/grausiger-ritualmord-in-witten_aid-8390131 &amp;#039;&amp;#039;„Wenn Satan lebt“. Grausiger Ritualmord in Witten&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Rheinische Post]]&amp;#039;&amp;#039;, 10. Juli 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ferner fand die Polizei in der Wohnung eine Namensliste mit Personen, die daraufhin unter [[Personenschutz|Polizeischutz]] gestellt wurden. Die Rudas besuchten auf ihrer Flucht den Friedhof, auf dem sich [[Mordfall von Sondershausen|Sandro Beyers]] Grab befindet, nach Angaben der &amp;#039;&amp;#039;Berliner Zeitung&amp;#039;&amp;#039; mit der Absicht, das Grab Beyers zu schänden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.berliner-zeitung.de/archiv/weil-der-teufelskult-die-christlichen-werte-umkehrt--erscheint-er-jugendlichen-als-eine-extrem-wirksame-form-der-rebellion-der-mordfall-von-witten,10810590,9968934.html Der Mordfall von Witten]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Paar hatte daneben Kontakt in die [[Neonazismus|Neonazi]]-Szene. So war einer von Daniel Rudas engsten Freunden, den er auch oft besucht hatte, ein aktiver Neonazi aus [[Moers]]. Ruda, der zuvor noch in [[Herten]] im [[Kreis Recklinghausen]] wohnhaft war, wurde 1998 vom Vorsitzenden des [[Nationaldemokratische Partei Deutschlands|NPD]]-Kreisverbandes Recklinghausen, Wolfgang Kevering, dort als Wahlhelfer für die anstehende Bundestagswahl nominiert. Kevering hatte bereits 1973 auf dem Hertener Wilhelmsplatz eine 23-jährige Frau ermordet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/vermischtes/article1994538/Der-Satansmord-mit-66-Messerstichen-aus-Witten.html |titel=Spektakuläre Kriminalfälle: Der Satansmord mit 66 Messerstichen aus Witten - WELT |sprache=de |abruf=2024-10-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur bundesweit zentralen Wahlkampf-Demonstration der Partei, die am 19. September 1998 in [[Rostock]] stattfand, war Daniel Ruda ebenso anwesend.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ruhr-uni-bochum.de/bsz/526.html &amp;#039;&amp;#039;Kontakt zur NPD in Recklinghausen: Satansmörder war NPD-Wahlhelfer&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 526, 18. Juli 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Wahlkampf zog er sich von der Neonazi-Szene zurück und wandte sich der [[Gothic Metal|Gothic-Metal]]-Szene zu.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.theguardian.com/politics/2002/nov/16/thefarright.uk &amp;#039;&amp;#039;Flirting with Hitler&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[The Guardian]]&amp;#039;&amp;#039;, 16. November 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Buchveröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
Drei Jahre nach der Verurteilung erschien Daniel Rudas Buch &amp;#039;&amp;#039;Fehlercode 211, der „Satansmord“ von Witten – was wirklich geschah&amp;#039;&amp;#039;. Der Titel bezieht sich auf den Mordparagraphen, § 211 des deutschen [[Strafgesetzbuch (Deutschland)|Strafgesetzbuches]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;BZ1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Buch gab Ruda an, dass er die Geschichte von der Stimme des Teufels vor Gericht erfunden habe, um seine Frau zu schützen, der er die Schuld an dem Mord zuwies. Er selbst habe mit dem Mord nichts zu tun gehabt und sei kein Satanist gewesen. Sein früherer psychiatrischer Gutachter Norbert Leygraf bezeichnete diese Aussagen als „lächerlich“ und das Buch als Beweis für die [[narzisstische Persönlichkeitsstörung]], an der Ruda leide.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BZ1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manuela Ruda veröffentlichte ein Gastkapitel in [[Rainer Fromm]]s Buch &amp;#039;&amp;#039;Schwarze Geister, Neue Nazis&amp;#039;&amp;#039;, in dem sie ihre Schuld eingesteht und angibt, zum Tatzeitpunkt „den Blick für die reale Welt und für den Respekt [ihren] Mitmenschen gegenüber schon längst verloren“ zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Manuela Ruda |Hrsg=[[Rainer Fromm]] |Titel=Dead End – Die Leidenschaft der Dunkelheit |Sammelwerk=Schwarze Geister, Neue Nazis: Jugendliche im Visier totalitärer Bewegungen |Verlag=Olzog Verlag |Ort=München |Datum=2008 |ISBN=978-3-7892-8207-2 |Seiten=322}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie distanzierte sich von Anhängern der [[Schwarze Szene|Schwarzen Szene]], die ihre Tat als Vorbild nahmen, sowie den beiden ihr bekannten Nachahmungstaten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Manuela Ruda |Titel=Dead End – Die Leidenschaft der Dunkelheit |Datum=2008 |Seiten=324}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;flb&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.flensburg-online.de/blog/2006-04/satanistin-manuela-ruda-distanziert-sich-vom-satanismus.html |titel=Satanistin Manuela Ruda distanziert sich vom Satanismus (Artikel über ihr Interview mit dem ZDF-Magazin aspekte) |hrsg=flensburg-online.de |datum=2006-04-07 |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20170830193600/http://www.flensburg-online.de/blog/2006-04/satanistin-manuela-ruda-distanziert-sich-vom-satanismus.html |archiv-datum=2017-08-30 |abruf=2019-04-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einfluss auf die Schwarze Szene ==&lt;br /&gt;
Die Berichterstattung der Massenmedien beeinflussten das Fremdbild der Schwarzen Szene, die nun verstärkt mit dem Satanismus-Vorwurf konfrontiert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Peter Matzke, Tobias Seeliger |Titel=Satanismus |Sammelwerk=Das Gothic- und Dark Wave-Lexikon. Die Schwarze Szene von A-Z. Erweiterte Neuausgabe |Verlag=Schwarzkopf &amp;amp; Schwarzkopf |Ort=Berlin |Datum=2003 |ISBN=3-89602-522-8 |Seiten=481}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als nach dem Mord Journalisten die Schwarze Szene untersuchten und in einigen Berichten der Satanismus als Einflussfaktor der Bewegung hervorgehoben wurde, gab es kaum Stellungnahmen der Magazine zur Tat. Eine Ausnahme stellte das &amp;#039;&amp;#039;[[Zillo]]&amp;#039;&amp;#039; dar, das versuchte, die Geschehnisse aufzuarbeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Tania Krings, Kirsten Borchardt |Titel=Wir sind keine Mörder! |Sammelwerk=[[Zillo]] |Nummer=9 |Datum=2001 |Seiten=10–12 |Online={{Webarchiv |url=http://an-l-ichris-l-.beepworld.de/keine_moerder.htm |text=an-l-ichris-l-.beepworld.de |wayback=20160306133822}} |Abruf=2017-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Fichtner und Sterneck wurden die beiden Täter in Teilen der Schwarzen Szene zeitweise zu Stars im Stile von [[Charles Manson]] stilisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=San Fichtner, Wolfgang Sterneck |url=http://www.ikonenmagazin.de/artikel/Medienkiller.htm |titel=Medienkiller. Kodes eines medialen Mordes |hrsg=Ikonen |abruf=2011-11-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Fluchtauto der Rudas befand sich auch ein Aufkleber des Musikprojektes [[SOKO Friedhof]], welches von [[David A. Line]] gegründet wurde, auf dem das Wort „Grabschönheit“ stand, benannt nach dem Debüt-Album &amp;#039;&amp;#039;Grabschönheiten&amp;#039;&amp;#039;. In den Medien wurde die Band aufgrund dessen kritisiert und teilweise in einen Kontext mit dem Mordmotiv gestellt, da sie in Liedern wie &amp;#039;&amp;#039;Und aß sein Herz&amp;#039;&amp;#039; Sprachsamples verwendet, die aus [[Horrorfilm]]en stammten, in denen es um [[klischee]]hafte Darstellungen von satanistischen [[Ritual]]en und [[Opfer (Religion)|Opferriten]] ging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Fahrer- und Beifahrertür befanden sich Aufkleber mit der Aufschrift &amp;#039;&amp;#039;Kadaververwertungsanstalt – Bunkertor 7,  Dachau&amp;#039;&amp;#039;, einem Bezug zu einem Liedtitel des deutschen Musikprojekts [[Wumpscut]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/panorama/hammer-mord-satanisten-paar-auf-der-flucht-a-144592.html |titel=Hammer-Mord: Satanisten-Paar auf der Flucht |hrsg=Spiegel |datum=2001-07-11 |abruf=2020-08-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Gründer dieses Musikprojekts, Rudy Ratzinger, wurde ebenfalls als Motivgeber für den Mord kritisiert und mehrfach in der Presse zu dem Thema befragt. Mit Liedern wie &amp;#039;&amp;#039;War&amp;#039;&amp;#039; rufe er zu Gewalt und Mord auf. Entsprechende Vorwürfe wurden auch nach dem [[Amoklauf von Kauhajoki]] im Jahre 2008 gegen ihn erhoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Malte Arnsperger: [http://www.stern.de/kultur/musik/gothic-band-wumpscut-amoklauf-zu-bayerischer-musik-640749.html &amp;#039;&amp;#039;Gothic-Band &amp;quot;Wumpscut&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Amoklauf zu bayerischer Musik&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Stern (Zeitschrift)|Stern]].&amp;#039;&amp;#039; 4. Oktober 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ratzinger veröffentlichte eine Collage aus verschiedenen Presseberichten namens &amp;#039;&amp;#039;Ruda&amp;#039;&amp;#039; im Internet, die laut Eigenaussage als „Reaktion auf das Geschehene“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.the-gothicworld.de/cdreviews/01-2002/wumpscut-nachtrag.htm |titel=:WUMPSCUT: – „… zu den aktuellen Ereignissen in deutschen Gerichtsälen!“ |hrsg=the-gothicworld.de |datum=2002-02 |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20100620001554/http://www.the-gothicworld.de/cdreviews/01-2002/wumpscut-nachtrag.htm |archiv-datum=2010-06-20 |abruf=2011-11-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zu werten sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.betondisco.de/meldung.86.html |titel=:wumpscut: Mord in Witten |hrsg=Offizielle Website von Wumpscut |datum=2001-07-17 |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20141129020601/http://www.betondisco.de/meldung.86.html |archiv-datum=2014-11-29 |abruf=2011-11-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Wolfgang Berke]], [[Jan Zweyer]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Just Call Me Lucifer. Der „Satansmord“ von Witten&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Echt kriminell. Die spektakulären Fälle aus dem Ruhrgebiet&lt;br /&gt;
   |Verlag=[[Klartext Verlag]]&lt;br /&gt;
   |Ort=Essen&lt;br /&gt;
   |Datum=2012&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-8375-0705-8&lt;br /&gt;
   |Seiten=84–89}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Daniel Ruda&lt;br /&gt;
   |Titel=Fehlercode 211. Der „Satansmord“ von Witten – was wirklich geschah&lt;br /&gt;
   |Verlag=Haag und Herchen&lt;br /&gt;
   |Ort=Frankfurt am Main&lt;br /&gt;
   |Datum=2004&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-89846-265-X}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Manuela Ruda&lt;br /&gt;
   |Hrsg=[[Rainer Fromm]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Dead End – Die Leidenschaft der Dunkelheit&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Schwarze Geister, Neue Nazis. Jugendliche im Visier totalitärer Bewegungen&lt;br /&gt;
   |Verlag=Olzog Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=München&lt;br /&gt;
   |Datum=2008&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-7892-8207-2&lt;br /&gt;
   |Seiten=322}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Daniel Müller |url=http://www.welt.de/vermischtes/article1994538/Der-Satansmord-mit-66-Messerstichen-aus-Witten.html |titel=Spektakuläre Kriminalfälle: Der Satansmord mit 66 Messerstichen aus Witten |werk=[[Die Welt#Online-Ausgabe|welt.de]] |datum=2008-09-29 |abruf=2023-07-30}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der &amp;quot;Satansmord von Witten&amp;quot; – Mord im Pott&amp;#039;&amp;#039;, [https://www.youtube.com/watch?v=4YharB-9wMs YouTube], [https://www.radio912.de/artikel/mord-im-pott-satansmord-von-witten-851873.html Online] [[Radio 91.2]], 1. Februar 2021&lt;br /&gt;
* WDR-Lokalzeit MordOrte: [https://www.youtube.com/watch?v=hrod6WBbF2w/ Der Satansmord von Witten | Lokalzeit MordOrte], 14. März 2022&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|type=landmark|region=DE-NW|NS=51.441488|EW=7.330431}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalfall 2001]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mordfall|Witten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Satanismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalfall in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Witten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schwarze Szene]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Martin67</name></author>
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