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	<title>Mordechai Wetzlar - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-09-26T09:33:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mordechai Wetzlar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Marcus Gerson Wetzlar&amp;#039;&amp;#039;; geboren [[1801]] in [[Fulda]]; gestorben am [[28. Dezember]] [[1878]] in [[Frankfurt am Main]]) war Kreis[[rabbiner]] der [[Kurfürstentum Hessen|kurhessischen]], ab 1866 preußischen Landkreise [[Kreis Fritzlar|Fritzlar]] und [[Landkreis Melsungen|Melsungen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Wetzlar wurde 1801 als Spross einer [[Orthodoxes Judentum|orthodoxen]] Familie in Fulda geboren. Er war der einzige Sohn sehr armer Eltern. Sein Vater war Gerson Wetzlar, seine Mutter Bess, geborene Marcus. Er erhielt Privatunterricht. 1815 ging er als [[Talmud]]schüler zur [[Jeschiwa]] des berühmten Rabbi Moscheh Tobiah Sontheim in [[Hanau]]. Er war Mitschüler von [[Jakob Löwenstein]]. Wetzlar wurde als der Tüchtigste der Hanauer Bachurim angesehen und erhielt schon 1820 das [[Semicha|Rabbiner-Diplom]]. 1819 begleitete er Rabbi Sontheim zur Kultuskonferenz in [[Kassel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wetzlar studierte ab 1824 Theologie und Philosophie in [[Julius-Maximilians-Universität Würzburg|Würzburg]] bei [[Johann Jakob Wagner (Philosoph)|Johann Jakob Wagner]]. Im Dezember 1827 immatrikulierte er sich in [[Philipps-Universität Marburg|Marburg]]. Im Mai 1829 legte er dort das rabbinische Staatsexamen ab. Darauf folgte ein neunmonatiges Praktikum bei Sontheim in Hanau. Danach übernahm er eine Lehrerstelle in der damals kurhessischen Kleinstadt [[Gudensberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Gudensberg wurde er im April 1830 zum [[Rabbiner|Kreisrabbiner]] des seit 1823 bestehenden Kreisrabbinats für die beiden Kreise Fritzlar und Melsungen berufen. 1832 bewarb er sich um die Nachfolge Sontheims in Hanau. Die [[Jüdische Gemeinde Fritzlar|jüdische Gemeinde]] in der Stadt [[Fritzlar]] war dem sehr orthodoxen Wetzlar zu liberal geprägt, und daher zog er es vor, in Gudensberg zu bleiben. Er war, zusammen mit den vier Provinzialrabbinern und einigen anderen gelehrten Juden, Mitglied des kurhessischen Landrabbinats. In den orthodox gesinnten jüdischen Kreisen galt er als „Oberlandesrabbiner“ in Hessen und genoss höchste Anerkennung. Dennoch war Wetzlar nicht allen Reformen gegenüber unzugänglich und beförderte diese sogar, wenn es ihm richtig erschien. So wies er im Jahre 1839 sämtliche Gemeinden seines Rabbinats an, wichtige Teile der beim Gottesdienst vorgelesenen Texte nach der hebräischen Lesung auch auf Deutsch vorlesen zu lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;„Folgende Anordnung werden Sie in dasiger Gemeinde für Tischebeaf (Tischa beAw, 9. Aw) treffen: … 3. Der … Lehrer hat beim Morgengottesdienst die Haftora, nachdem dieselbe vom Vorsänger hebräisch vorgetragen ist, in deutscher Sprache vorzutragen. 4. Nachdem die Tora eingehoben ist, hat der Lehrer ganz Echa in deutscher Sprache vorzutragen … Gudensberg, am Vorabend des Monats Ab 5599. Der Kreisrabbiner gez. Wetzlar.“ [http://www.alemannia-judaica.de/gudensberg_synagoge.htm#Aus%20der%20Geschichte%20des%20Rabbinates]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seine Gudensberger Amtszeit fällt die Einrichtung einer jüdischen [[Volksschule]], einer der ältesten ihrer Art in Kurhessen, und der dortigen [[Synagoge Gudensberg|Synagoge]], die von 1840 bis 1843 von [[Albrecht Rosengarten]] gebaut wurde und seit 1995, nach einer Renovierung, als städtische Kultur- und Begegnungsstätte dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wetzlar war mit drei Töchtern des Frankfurter [[Klaus (Schule)|Klausrabbiners]] Jakob Posen verheiratet; 1830 heiratete er Hindele-Henriette (geboren 1804), 1845 Lipet-Elisabet (geboren 1812) und 1860 Jette (geboren 1813). Aus diesen Ehen hatte er acht Töchter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raubmord an einem betagten jüdischen Kaufmannsehepaar in Gudensberg im Dezember 1875 erregte Wetzlar so sehr, dass er Gudensberg nach 46 Jahren verließ und zu seinen Kindern nach Frankfurt am Main zog. Dort starb er am 28.&amp;amp;nbsp;Dezember 1878 und wurde unter großer Anteilnahme bestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Nachruf heißt es über ihn: „Alle Versuche, welche gemacht wurden, die Synagogenordnung in Kurhessen im Sinne der Reform abzu ändern, scheiterten daher auch an seinem zähen Widerstande und seinem wohlverdienten Einflusse bei den Behörden.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Jüdische Presse. Konservative Wochenschrift. Centralorgan des Misrachi.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1879, S. 13–15, zitiert nach: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der Rabbiner. Teil 1.&amp;#039;&amp;#039; S. 899.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* Beitrag zu den Rabbinischen Gutachten gegen den Frankfurter Reformverein. 1844.&lt;br /&gt;
* Als G. W.: &amp;#039;&amp;#039;Die richtige Stellung der Rabbinen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der treue Zions-Wächter. Organ zur Wahrung der Interessen des orthodoxen Judenthums.&amp;#039;&amp;#039; Herausgeber Samuel Enoch, Altona 1846, S. 257f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Leopold Löwenstein]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Rabbinat in Hanau nebst Beiträgen zur Geschichte der dortigen Juden.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft in Frankfurt am Main.&amp;#039;&amp;#039; XIV, Frankfurt am Main 1921, S. 29, 73–74 ([http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/periodical/pageview/3491976 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* M. J. Japhet: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen an Rabbi Mordechai Wetzlar.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft in Frankfurt am Main.&amp;#039;&amp;#039; XX, Frankfurt am Main 1931/32, S. 245–282 8 ([http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/periodical/pageview/3494833 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Felix Lazarus: &amp;#039;&amp;#039;Kassel nach der Fremdherrschaft. Vom Tode Berlins (1814) bis zum Tode Romanns (1842).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums|Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judenthums]].&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 78, Heft 6, Dresden, Breslau, Berlin 1934, S. 596, 598 ([http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/periodical/pageview/2839297 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Paul Arnsberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Anfang, Untergang, Neubeginn.&amp;#039;&amp;#039; Band I, Societäts-Verlag, Frankfurt am Main 1971, ISBN 3-7973-0213-4, S. 225–301.&lt;br /&gt;
* [[Monika Richarz]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Eintritt der Juden in die akademischen Berufe. Jüdische Studenten und Akademiker in Deutschland 1678-1848.&amp;#039;&amp;#039; Mohr, Tübingen 1974, ISBN 3-16-835162-8, S. 126.&lt;br /&gt;
* [[Carsten L. Wilke|Carsten Wilke]]: &amp;#039;&amp;#039;Den Talmud und den Kant: Rabbinerausbildung an der Schwelle zur Moderne.&amp;#039;&amp;#039; Olms, Hildesheim, Zürich, New York 2003, ISBN 978-3-487-11950-2, S. 113, 145, 172, 434, 528, 627.&lt;br /&gt;
* Eintrag &amp;#039;&amp;#039;WETZLAR, Marcus Gerson.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Michael Brocke]] und [[Julius Carlebach (Soziologe)|Julius Carlebach]] (Herausgeber), bearbeitet von Carsten Wilke: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der Rabbiner.&amp;#039;&amp;#039; Teil 1: &amp;#039;&amp;#039;Die Rabbiner der Emanzipationszeit in den deutschen, böhmischen und großpolnischen Ländern 1781–1871.&amp;#039;&amp;#039; K·G·Saur, München 2004, ISBN 3-598-24871-7, S. 899f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://jinh.lima-city.de/gesch-gud.htm Hans-Peter Klein: „Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde und der Synagoge von Gudensberg“, 1995.]&lt;br /&gt;
* [http://jinh.lima-city.de/Geschichte_Synagoqe_Gudensberg.htm Geschichte der ehemaligen Synagoge Gudensberg.]&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/gudensberg_synagoge.htm#Aus%20der%20Geschichte%20des%20Rabbinates Geschichte des Rabbinats Gudensberg.]&lt;br /&gt;
* [http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/e-g/798-gudensberg-hessen Nachruf in &amp;#039;&amp;#039;Der Israelit.&amp;#039;&amp;#039; 2. Januar 1879.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1314612913|VIAF=246170405885744380002}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wetzlar, Mordechai}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rabbiner (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Hessen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Gudensberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Fulda)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1801]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1878]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wetzlar, Mordechai&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Wetzlar, Marcus Gerson&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Rabbiner&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1801&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Fulda]], [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Dezember 1878&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Frankfurt am Main]], Deutschland&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Slartibartfass</name></author>
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