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	<title>Morbus Pompe - Versionsgeschichte</title>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Morbus_Pompe&amp;diff=272069&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;APPERbot: Bot: ARD Audiothek =&gt; ARD Sounds, siehe WP:BOT/A, http nach https umgestellt</title>
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		<updated>2026-03-13T14:33:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: ARD Audiothek =&amp;gt; ARD Sounds, siehe &lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:BOT/A&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:BOT/A (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;WP:BOT/A&lt;/a&gt;, http nach https umgestellt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| 01-CODE = E74.0&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Glykogenspeicherkrankheit&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Morbus Pompe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pompe’sche Krankheit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, gehört als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Lysosomale α-Glucosidase|Saure-Maltase]]-Mangel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; zur Gruppe der [[Glykogenspeicherkrankheit]]en und wird als Typ II dieser Gruppe klassifiziert (siehe auch [[lysosomale Speicherkrankheit]]). Die seltene (Prävalenz: 1:18.698 Geburten&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |author1=Colburn R |author2=Lapidus D |title=An analysis of Pompe newborn screening data: a new prevalence at birth, insight and discussion |journal=Frontiers in Pediatrics |date=2024 |volume=11 |doi=10.3389/fped.2023.1221140 |doi-access=free |pmid=38274468 |pmc=10810242 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;), erblich bedingte [[Stoffwechsel]]krankheit macht sich überwiegend durch eine [[Muskelschwäche]] bemerkbar und wird daher auch zu den [[Myopathie]]n gezählt. In Deutschland sind gegenwärtig mindestens 300 Menschen diagnostiziert; weltweit geht man von 5.000–10.000 Betroffenen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Krankheit ist nach dem [[Niederlande|niederländischen]] Pathologen [[Joannes Cassianus Pompe]] (1901–1945) benannt, der 1932 erstmals die Symptome beschrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;J. C. Pompe: &amp;#039;&amp;#039;Over idiopathische hypertrophie van het hart.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ned Tijdschr Geneeskd&amp;#039;&amp;#039;, 1932, 76, S. 304–311.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Krankheit wurde 1954 von G.T. Cori als Glykogenspeicherkrankheit Typ II klassifiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;G. T. Cori: &amp;#039;&amp;#039;Enzyme und Glykogenstruktur bei der Glykogenspeicherkrankheit.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Österreichische Zeitschrift für Kinderheilkunde und Kinderfürsorge&amp;#039;&amp;#039;, Band 10, Nummer 1–2, 1954, S.&amp;amp;nbsp;38–42; PMID 13236242.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1963 entdeckte H.G. Hers das Fehlen der [[Lysosomale α-Glucosidase|lysosomalen α-Glucosidase]] als Ursache der Krankheit.&amp;lt;ref&amp;gt;H G. Hers: &amp;#039;&amp;#039;alpha-Glucosidase deficiency in generalized glycogenstorage disease (Pompe&amp;#039;s disease).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Biochemical Journal]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 86, Januar 1963, S.&amp;amp;nbsp;11–16; PMID 13954110. {{PMC|1201703}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erwachsenenform wurde erstmals 1969 von A.G. Engel beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;A. G. Engel: &amp;#039;&amp;#039;Acid maltase deficiency of adult life.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Transactions of the American Neurological Association&amp;#039;&amp;#039;, Band 94, 1969, S.&amp;amp;nbsp;250–252; PMID 4244774.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 1973 wurde ein Therapieversuch mit alpha-Glucosidase durchgeführt, die damals aus der [[Plazenta]] gewonnen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;T. de Barsy, P. Jacquemin, F. Van Hoof, H. G. Hers: &amp;#039;&amp;#039;Enzyme replacement in Pompe disease: an attempt with purified human acid alpha-glucosidase.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Birth defects original article series.&amp;#039;&amp;#039; Band 9, Nummer 2, März 1973, S.&amp;amp;nbsp;184–190; PMID 4611528.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klinik und Verlauf ==&lt;br /&gt;
Die Erkrankung kann in allen Lebensaltern auftreten und wird je nach Schwere und Zeitpunkt des Auftretens der ersten Symptomen in die frühe (IOPD: infantile onset Pompe Disease) und die späte (LOPD: late onset Pompe Disease) Verlaufsform unterteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=P.S. Kishnani u.&amp;amp;nbsp;a. |Hrsg=Genet Med |Titel=Pompe disease diagnosis and management guideline |Auflage=8. |Datum=2006 |Seiten=267–288}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Säuglingen (infantiler Morbus Pompe) endet sie in der Regel im ersten Lebensjahr tödlich durch Herzversagen im Rahmen einer hypertrophen [[Kardiomegalie]]. Erste Symptome treten bei der infantilen Form mit etwa zwei Monaten auf, unter anderem mit [[Facies myopathica]], die Diagnose wird durchschnittlich mit fünf Monaten gestellt und der Tod tritt mit etwa neun Monaten ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Manifestation bereits im frühen Säuglingsalter,&lt;br /&gt;
* keine oder nur geringe (unter 1 %) Restaktivität der Glucosidase,&lt;br /&gt;
* Herz-, Skelett- und Atemmuskulatur stark betroffen und&lt;br /&gt;
* unbehandelt rasche Progression: Lebenserwartung meist unter einem Jahr (Todesursache meist Herzversagen im Rahmen einer hypertrophen Kardiomegalie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht-klassisch infantile Verlaufsform (Säuglinge)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* tritt ebenfalls im Säuglingsalter auf, allerdings ist eine GAA-Restaktivität vorhanden (bis zu 30 %),&lt;br /&gt;
* keine Herzbeteiligung und&lt;br /&gt;
* Symptome ähnlich der späten juvenil/adulten Verlaufsform.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Späte juvenil/adulte Verlaufsform (Kinder, Jugendliche und Erwachsene)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* manifestiert sich im Kindes-, Jugend- oder Erwachsenenalter,&lt;br /&gt;
* GAA-Restaktivität von bis zu 30 % vorhanden&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Van der Ploeg Ans &amp;amp; Reuser A. |Titel=Pompe’s Disease |Band=372 |Verlag=Lancet |Datum=2008 |Seiten=1342–1353}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und&lt;br /&gt;
* ebenfalls progredient fortschreitend, aber langsamer als die infantile Verlaufsform.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verlauf bei jugendlichen und erwachsenen Patienten ist uneinheitlich und nicht vorhersehbar. Beobachtete [[Symptom]]e sind fortschreitende Muskelschwäche besonders der Atemmuskulatur ([[Zwerchfell]]schwäche) und rumpfnaher [[Skelettmuskel|Skelettmuskulatur]] (Oberarm, Becken/Oberschenkel). Hierbei können sowohl milde als auch schwere Verläufe mit der Notwendigkeit von Beatmung und Verlust der selbständigen Fortbewegung vorkommen. Es gibt ein kontinuierliches Krankheitsspektrum; definierte Krankheitsstadien gibt es nicht. Im Durchschnitt treten erste Beschwerden bei der adulten Form um das 28. bis 36. Lebensjahr auf und äußern sich in Schwierigkeiten beim Sport und beim Laufen. Oft sind Hüft- und Gesäßmuskeln zuerst betroffen, dann tritt ein charakteristischer schaukelnder Gang (das sogenannte Trendelenburgsche Gangbild) auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Prof. Dr. Benedikt Schoser, Klinikum der Universität München -&lt;br /&gt;
Friedrich-Baur-Institut |url=https://www.orpha.net/pdfs/data/patho/Pub/de/ACHSE_PAtid14_Morbus-Pompe_gw.pdf |titel=Patientenorientierte Krankheitsbeschreibung aus dem ACHSE Netzwerk |hrsg=Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke e. V. |datum=2013-09 |format=PDF |abruf=2024-04-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diagnose wird durchschnittlich mit 36 Jahren gestellt; die Notwendigkeit eines Rollstuhls erfolgt mit etwa 46 Jahren, eine Atemunterstützung ist durchschnittlich mit 49 Jahren erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Zusammenhang zwischen respiratorischer und motorischer Funktion besteht nicht;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=DGM · Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke e.&amp;amp;nbsp;V. |url=https://www.dgm.org/sites/default/files/2022-11/Morbus%20Pompe_08_2018.pdf |titel=Morbus Pompe (Glykogenspeichererkrankung Typ II) |format=PDF |abruf=2024-04-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ein Drittel der Patienten benötigt vorübergehend oder dauerhaft eine Beatmung. Die Stärke der Symptome ist von der Krankheitsdauer, nicht vom Alter abhängig. Ein früher Krankheitsbeginn deutet auf einen schlechteren Verlauf hin. Häufig wird Erschöpfung berichtet, zu Schmerzen gibt es widersprüchliche Daten. Die geistige Leistungsfähigkeit ist nicht beeinträchtigt. Der Tod tritt meist durch Atemversagen oder andere Lungenprobleme wie [[Pneumonie]] ein. Tod durch Ruptur eines zerebralen [[Aneurysma]]s wird gehäuft beschrieben; andere Krankheitskomplikationen werden beschrieben, beispielsweise zerebrale Aneurysmen; Ursache könnte eine Gefäßwandschwäche durch Glykogenablagerungen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursache ==&lt;br /&gt;
Ursache ist ein genetischer Defekt des [[Enzym]]s α-1,4-Glucosidase (Saure Maltase, Glucosidase alpha acid, kurz: GAA), der entweder in einem völligen Fehlen oder einer verminderten Aktivität resultiert. In der Muskulatur unterbleibt dadurch der Abbau des [[Glykogen]], einer Speicherform des Zuckers, zu [[Glucose]]. Das Glykogen lagert sich vor allem in den [[Lysosom]]en der Muskelzellen ab und zerstört damit die Muskelzelle. Die Restaktivität des Enzyms ist umgekehrt mit der Erkrankungsschwere [[Korrelation|korreliert]]. Beim infantilen Typ findet sich meist nur eine [[Katalysatoraktivität|Enzymaktivität]] von &amp;lt;1 %, beim late-onset M. Pompe, der sich im Kindes-, Jugendlichen und Erwachsenenalter manifestieren kann, liegt sie bei bis zu 30 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stoffwechselerkrankung wird [[autosom]]al-[[rezessiv]] vererbt, beide Geschlechter sind gleich häufig betroffen. Das Gen liegt auf [[Chromosom]] 17, Region q25.2-q25.3 und hat eine Länge von 28 kbp. Die Genetik der Erkrankung ist heterogen; bisher sind über 300 verschiedene [[Mutation]]en beschrieben worden,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://cluster15.erasmusmc.nl/klgn/pompe/mutations.html Liste genetischer Mutationen des Pompe Center]&amp;lt;/ref&amp;gt; Betroffene sind [[Heterozygotie|compound-heterozygot]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wokke 1995&amp;quot;&amp;gt;J. H. Wokke u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Genotype-phenotype correlation in adult-onset acid maltase deficiency.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Annals of neurology.&amp;#039;&amp;#039; Band 38, Nummer 3, September 1995, S.&amp;amp;nbsp;450–454, [[doi:10.1002/ana.410380316]]. PMID 7668832.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der infantilen Form liegen meist zwei schwere Mutationen und somit ein kompletter Enzymdefekt vor. Hier wurde in Geschwisteruntersuchungen eine hohe Übereinstimmung zwischen Genotyp und Erkrankungsverlauf gesehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Smith 2007&amp;quot;&amp;gt;W. E. Smith u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Sibling phenotype concordance in classical infantile Pompe disease.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;American journal of medical genetics. Part A.&amp;#039;&amp;#039; Band 143A, Nummer 21, November 2007, S.&amp;amp;nbsp;2493–2501. [[doi:10.1002/ajmg.a.31936]]. PMID 17853454.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dagegen besteht bei der Erwachsenenform kein Zusammenhang zwischen dem [[Genotyp]] und dem [[Phänotyp]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik ==&lt;br /&gt;
Die sichere Diagnose M. Pompe erfolgt über die Enzymbestimmung (GAA-Enzymaktivität) mit anschließender genetischer Bestätigung. Die Diagnose ist z.&amp;amp;nbsp;B. mittels eines einfachen Trockenbluttests möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für diesen Trockenbluttest werden einige Tropfen Blut auf eine Trockenblutkarte aufgetropft. Nachdem sie getrocknet sind, wird die Karte per Post an ein spezialisiertes Labor geschickt. Dort wird das Blut wieder aus der Filterkarte herausgelöst und für die folgenden Tests aufbereitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Bestimmung der Enzymaktivität wird zu einer definierten Menge Blut eine definierte Menge Substrat dazugegeben. Nach einer bestimmten Zeit wird z.&amp;amp;nbsp;B. per Massenspektrometrie analysiert, wie viel Produkt durch die Enzymreaktion entstanden ist. Hieraus lässt sich schließen, wie aktiv das Enzym ist. Um die Verlässlichkeit der Messwerte zu gewährleisten, ist es wichtig, dass ein zertifizierter Assay verwendet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die genetische Analyse wird das Gen der sauren alpha-[[Maltase-Glucoamylase|Glukosidase]] sequenziert. Beide Tests – die Messung der Enzymaktivität und die genetische Analyse – kann – je nach Labor – aus dem Material einer Trockenblutkarte erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da beim Morbus Pompe nicht alle Muskeln gleichermaßen betroffen sind, kann eine Muskelbiopsie auch normale oder unspezifische Befunde liefern und ist daher keine zuverlässige Methode zur Diagnosesicherung. Histologisch können in der [[PAS-Färbung]] eine massive Glykogeneinlagerung in den Muskelfasern nachweisbar sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Blut ist häufig (über 90 %) die Creatin-Kinase ([[Creatin-Kinase|CK]]), Lactat-Dehydrogenase ([[Lactatdehydrogenase|LDH]]), Aspartat-Aminotransferase (AST, [[Aspartat-Aminotransferase|GOT]]) und Alanin-Aminotransferase (ALT, [[Alanin-Aminotransferase|GPT]]) erhöht, im Urin das Glc4.&amp;lt;ref&amp;gt;N. A. van der Beek, J. M. de Vries, M. L. Hagemans, W. C. Hop, M. A. Kroos, J. H. Wokke, M. de Visser, B. G. van Engelen, J. B. Kuks, A. J. van der Kooi, N. C. Notermans, K. G. Faber, J. J. Verschuuren, A. J. Reuser, A. T. van der Ploeg. P. A. van Doorn: &amp;#039;&amp;#039;Clinical features and predictors for disease natural progression in adults with Pompe disease: a nationwide prospective observational study.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Orphanet J Rare Dis.&amp;#039;&amp;#039;, 12. November 2012, 7, S. 88. [[doi:10.1186/1750-1172-7-88]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An die Bestimmung der GAA-Enzymaktivität mittels Trockenblut-Testung sollte bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit erhöhter Creatin-Kinase (CK) und muskulären Beschwerden sowie Befunden, die auf eine Muskelerkrankung vom Glieder-Gürteltyp hinweisen, gedacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morbus Pompe ist eine seltene Muskelerkrankung, dessen Symptomatik ähnlich ist zu zahlreichen anderen Muskelerkrankungen die als [[Differentialdiagnose]]n in Betracht kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandlung ==&lt;br /&gt;
Seit 2006 steht zur spezifischen Behandlung des M. Pompe eine [[Enzymersatztherapie]] zur Verfügung. Das in CHO-Zellen rekombinant hergestellte Enzym (Alglucosidase alfa, Handelsname &amp;#039;&amp;#039;Myozyme&amp;#039;&amp;#039;) wird alle 14 Tage als Infusion verabreicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Regina Kröll |Titel=Europäische Arzneimittelagentur |Sammelwerk=Das europäische Arzneimittelrecht |Verlag=Springer Fachmedien Wiesbaden |Ort=Wiesbaden |Datum=2017 |ISBN=978-3-658-17202-2 |Seiten=68–137 |Online=http://www.emea.europa.eu/humandocs/PDFs/EPAR/myozyme/H-636-de1.pdf |Format=PDF |KBytes= |Abruf=2019-01-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Patienten mit klassisch infantilem Verlauf kann die Enzymersatztherapie das beatmungsfreie und auch das Gesamtüberleben erheblich verlängern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=P. S. Kishnani u. a. |Titel=Early treatment with alglucosidase alfa prolongs long-term survival of infants with Pompe disease |Band=66 |Nummer=3 |Verlag=Pediatric Research |Datum=2009-09 |Seiten=329–335}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit 3,5 Jahren ist mehr als die Hälfte der Patienten noch am Leben, etwa ein Drittel benötigt keine Beatmung. Ein Teil der Kinder lernt sitzen oder laufen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=A. Chakrapani u.&amp;amp;nbsp;a. |Titel=Treatment of infantile Pompe disease with alglucosidase alpha: the UK experience |Band=33 |Verlag=J Inherit Metab Dis |Datum=2010 |Seiten=747–750}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=C.M. van Gelder u.&amp;amp;nbsp;a. |Titel=Enzyme therapy and immune response in relation to CRIM status: the Dutch experience in classic infantile Pompe disease |Band=38 |Verlag=J Inherit Metab Dis |Datum=2015 |Seiten=305–314}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=A. Hahn A u.&amp;amp;nbsp;a. |Hrsg=JIMD Rep |Titel=Outcome of patients with classical infantile pompe disease receiving enzyme replacement therapy in Germany |Datum=2015 |Seiten=65–75}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=A. Broomfield u.&amp;amp;nbsp;a. |Hrsg=Orphanet J Rara Dis |Titel=Response of 33 UK patients with infantile-onset Pompe disease to enzyme replacement therapy |Band=13 |Datum=2018 |Seiten=32}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=R. Parini u. a. |Hrsg=J Neurol |Titel=Survival and long-term outcomes in late-onset Pompe disease following alglucosidase alfa treatment: a systematic review and meta-analysis |Datum=2017 |Seiten=264}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Patienten mit spätem Verlauf kann eine Stabilisierung der Erkrankung erreicht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=A. E. Slonim u. a. |Titel=Modification of the natural history of adult-onset acid maltase deficiency by nutrition and exercise therapy |Band=35 |Nummer=1 |Verlag=Muscle &amp;amp; Nerve |Datum=2007-01 |Seiten=70–77}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Jährlich kostet die Therapie zwischen 50.000 EUR (Säuglinge) und 500.000 EUR (Erwachsene).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empfohlene Begleittherapien reichen von Diätempfehlungen über Atem- und [[Physiotherapie|Krankengymnastik]] und letztendlich auch [[Beatmung]] und künstliche Ernährung. Es gibt Hinweise auf einen Nutzen einer Kombination aus Ausdauertraining und proteinreicher Ernährung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Slonim 2007&amp;quot;&amp;gt;A. E. Slonim u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Modification of the natural history of adult-onset acid maltase deficiency by nutrition and exercise therapy.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Muscle &amp;amp; Nerve&amp;#039;&amp;#039;, Band 35, Nummer 1, Januar 2007, S.&amp;amp;nbsp;70–77. [[doi:10.1002/mus.20665]]. PMID 17022069.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Therapieansätze wie [[Gentherapie]] sind erst in frühen, tierexperimentellen Stadien. Bei Mäusen war der [[Horizontaler Gentransfer|Gentransfer]] mit einem [[Adenovirus]]-[[Vektor (Gentechnik)|Vektor]] erfolgreich. Die [[Knochenmarkstransplantation]] war bisher erfolglos. Ein neuer, aber noch nicht praxisreifer Ansatz, ist die Behandlung mit [[Pharmakologisches Chaperon|pharmakologischen Chaperonen]], welche die fehlerhafte [[Proteinfaltung|Faltung]] der mutierten sauren Maltase teilweise korrigieren und so deren Rest-Aktivität verstärken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Parenti 2007&amp;quot;&amp;gt;G. Parenti u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Pharmacological enhancement of mutated alpha-glucosidase activity in fibroblasts from patients with Pompe disease.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Molecular Therapy: the Journal of the American Society of Gene Therapy&amp;#039;&amp;#039;, Band 15, Nummer 3, März 2007, S.&amp;amp;nbsp;508–514; [[doi:10.1038/sj.mt.6300074]]. PMID 17213836.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betroffene Familien sollten sich genetisch beraten lassen. Bei gesunden Eltern, die beide [[Gendefekt|Gendefekt-Träger]] sind, beträgt das Risiko 25 %, dass ein Kind an Morbus Pompe erkrankt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Im [[Vereinigte Staaten|US]]-[[Drama (Filmgenre)|Filmdrama]] &amp;#039;&amp;#039;[[Ausnahmesituation]]&amp;#039;&amp;#039; (2010) mit [[Brendan Fraser]] und [[Harrison Ford]] wird die Geschichte einer Familie erzählt, in der zwei Kinder betroffen sind. Der Vater stellt sich der Bedrohung entgegen, indem er mit einem Forscher – der sich seinerseits mit einer Lösung des Problems theoretisch erfolgreich auseinandergesetzt hat – eine wackelige Allianz eingeht, um ein Medikament gegen Morbus Pompe zur Marktreife zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Deutschland|deutschen]] [[Fernsehserie]] &amp;#039;&amp;#039;[[In aller Freundschaft]]&amp;#039;&amp;#039; wird in der 2012 ausgestrahlten Folge 551 der Fall eines Morbus-Pompe-Kranken geschildert. Den betroffenen Patienten verkörpert [[Bernd Herzsprung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{OMIM|606800}} (Alpha-1,4-Glucosidase)&lt;br /&gt;
* {{OMIM|232300}} (Morbus Pompe)&lt;br /&gt;
* [http://www.acmg.net/resources/policies/Pompe_Disease.pdf Leitlinie zur Diagnose und Therapie.] (PDF; 448&amp;amp;nbsp;kB) acmg.net (englisch).&lt;br /&gt;
* [http://www.glykogenose.de/ Selbsthilfegruppe Glykogenose Deutschland e.&amp;amp;nbsp;V.]&lt;br /&gt;
* [https://www.mpompe.de/ Pompe Deutschland e.&amp;amp;nbsp;V.]&lt;br /&gt;
* [https://www.mpompe.ch/ Selbsthilfegruppe M. Pompe Schweiz]&lt;br /&gt;
* [https://www.morbus-pompe.at/ Selbsthilfeorganisation Morbus Pompe Österreich]&lt;br /&gt;
* [http://www.worldpompe.org/ International Pompe Association] (englisch)&lt;br /&gt;
* Folge [https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:68e96690a11acdf3/ 11.] In: „Abenteuer Diagnose“, [[Norddeutscher Rundfunk|NDR]]-Podcast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lysosomale Speicherkrankheit|Pompe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Kinderheilkunde|Pompe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Muskelerkrankung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seltene Krankheit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;APPERbot</name></author>
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