<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Morbus_G%C3%BCnther</id>
	<title>Morbus Günther - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Morbus_G%C3%BCnther"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Morbus_G%C3%BCnther&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-27T11:48:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Morbus_G%C3%BCnther&amp;diff=546216&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;WikiHelper232: Infobox ergänzt.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Morbus_G%C3%BCnther&amp;diff=546216&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-09-06T13:57:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Infobox ergänzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| 01-CODE = E80.0&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Hereditäre erythropoetische Porphyrie&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Infobox International Classification of Diseases 11&lt;br /&gt;
| Code-01 = 5C58.12&lt;br /&gt;
| Data-01 = Erythropoetische Porphyrien&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Morbus Günther&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Günthersche Krankheit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch [[Vererbung (Biologie)|kongenitale]] [[Erythropoese|erythropoetische]] [[Porphyrie]], Abk. CEP, und &amp;#039;&amp;#039;Porphyria congenita&amp;#039;&amp;#039;) ist eine sehr seltene [[Autosom|autosomal]]-[[rezessiv]] vererbte Krankheit (&amp;lt; 1:1.000.000), die sich bereits im Kindesalter manifestiert. Das von [[Mutation]] betroffene [[Gen]] [[Genetischer Code|codiert]] für die [[Uroporphyrinogen-III-Synthase]], ein [[Enzym]] des [[Porphyrin]]-[[Stoffwechsel]]s. Die Krankheit ist nach dem deutschen Arzt [[Hans Günther (Mediziner)|Hans Günther]] (1884–1956) benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der fachlich nicht korrekten Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Morbus Günther&amp;#039;&amp;#039; wird mancherorts auch eine Reihe von Erkrankungen verstanden, die in einem Zusammenhang mit der Anwendung von [[Uranmunition|uranhaltiger Munition]] stehen. Das Krankheitsbild wurde Anfang der 1990er Jahre von dem deutschen Arzt [[Siegwart-Horst Günther]] beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathogenese ==&lt;br /&gt;
CEP ist eine [[Vererbung (Biologie)|hereditäre]] Störung der [[Biosynthese]] von [[Häme (Stoffgruppe)|Häm]], dem eisenhaltigen [[Farbstoff]] der [[Erythrozyt|roten Blutkörperchen]]. Häm bildet zusammen mit den [[Globine]]n das Hämoglobin, welches sich auf den roten Blutkörperchen befindet und für den Sauerstofftransport notwendig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Krankheit entsteht durch eine verminderte Aktivität der [[Uroporphyrinogen-III-Synthase]], einem der 8 [[Enzym]]e, die für die Synthese von Häm benötigt werden. Es folgt eine Anhäufung von [[Hydroxymethylbilan]], welches das betroffene Enzym „weiterverarbeiten“ sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
Die ersten Symptome manifestieren sich bei den meisten Betroffenen bei der Geburt oder im frühen Kindesalter. CEP zeichnet sich durch Photosensitivität lichtausgesetzter Hautarealen aus; dies kann eine größere Fragilität, die Entwicklung von Blasen oder gar zur Photomutilation führen (stark entstellende [[Photodermatose]]). Letzteres ist durch eine Anhäufung des Häm-Vorläuferstoffs Uroporphyrinogen I in der Haut, Knochen und anderem Gewebe verschuldet. [[Hypertrichose]], fokale Hyper/Hypopigmentation und Hautverdickung können auftreten. Die Ausprägung der Symptome eines Betroffenen kann variieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Manifestation von CEP besteht oft aus einem pinken bis roten, fluoreszierenden Urin. [[Hämolytische Anämie]] und [[Splenomegalie]] (Milzvergrößerung) sind üblich. [[Pathognomonisch]] für CEP ist eine rote Verfärbung der Zähne (Erythrodontie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als bei der Erythropoietischen Protoporphyrie treten bei oder nach der Aussetzung an Licht keine Schwellung, Schmerzen oder Juckreiz auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://annals.edu.sg/pdf200405/V33N3p359.pdf annals.edu.sg] (PDF) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnose ==&lt;br /&gt;
Nachweis des Uroporphyrinogen I im Urin mittels [[Hochleistungsflüssigkeitschromatographie|HPLC]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Hinweise auf eine CEP können beim Neugeborenen pink/dunkelrot gefärbter Urin sein. Dies ist besonders im Zusammenhang mit der bei [[Neugeborenengelbsucht]] verwendeten [[Phototherapie]] wichtig, da sich Säuglinge mit CEP schwerste, entstellende Verbrennungen zuziehen können.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.indianpediatrics.net/oct2008/865.pdf indianpediatrics.net] (PDF; 0,1&amp;amp;nbsp;MB) &amp;lt;/ref&amp;gt; Da CEP rezessiv vererbt wird, sind die Eltern meist nicht betroffen, so dass keine Familiengeschichte vorliegt, die auf eine CEP beim Neugeborenen schließen lassen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
[[Gentherapie]] als ursächliche Therapie wurde im Jahr 2008 erfolgreich an Mäusen durchgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=H. de Verneuil, E. Robert-Richard, C. Ged, F. Mazurier, E. Richard, F. Moreau-Gaudry |Titel=Successful gene therapy of mice with congenital erythropoietic porphyria |Sammelwerk=Med Sci (Paris) |Band=24 |Nummer=6–7 |Datum=2008 |Seiten=615–620 |Sprache=fr |PMID=18601879}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders wichtig ist der Lichtschutz, da durch Sonneneinstrahlung die starken Hautsymptome verursacht werden. Eventuell kann eine [[Allotransplantation|allogene]] [[Stammzelltransplantation]] in Betracht gezogen werden. So werden die defekten Zellen ersetzt, natürlich mit dem Nachteil der lebenslangen [[Immunsuppression]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prognose ==&lt;br /&gt;
Die Prognose ist bei Bedenken der Krankheitsschwere und der vorhandenen Therapieoptionen ungünstig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwechslung ==&lt;br /&gt;
Nicht zu verwechseln ist die CEP mit der durch Hautschädigungen durch UV-Licht hervorgerufenen [[Xeroderma pigmentosum]] („Mondscheinkinder“), der ein Ausfall der Reparaturfähigkeit von DNA-Schäden in der Haut zugrunde liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Die Symptomatik aus Blässe durch die bestehende [[Anämie]], Entstellungen im Gesicht durch die [[Photodermatose]], nächtlicher Lebensweise aufgrund der Lichtempfindlichkeit sowie rötlichen Zähnen lässt Forscher vermuten, dass frühzeitliche Fälle von Morbus Günther möglicherweise zur Entstehung und/oder Formung des [[Vampir]]-Mythos beigetragen haben könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Urs-Nikolaus Riede, Martin Werner, Hans-Eckart Schaefer: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine und spezielle Pathologie.&amp;#039;&amp;#039; Thieme Verlag, Jahr?, ISBN?, S.?&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Fälle vermehrter Körperbehaarung sollen bei M. Günther zu beobachten sein, was ebenfalls der Legende Vorschub leisten würde. Daneben sollen die Erkrankten nicht selten aufgrund des Gehaltes an Cytochrom-P450, welches die bestehende [[Hämolyse]] verstärken kann, unverträglich auf [[Knoblauch]] und verwandte Pflanzen reagieren. Die ohnehin von Autor zu Autor nicht einheitlichen literarischen Vampir-Vorlagen und echte Porphyrie-Symptome weichen oft voneinander ab, bei den meisten Autoren sowie unter den gängigen landläufigen Vampir-Sagen können jedoch regelmäßig zumindest teilweise Übereinstimmungen mit den aufgeführten Symptomen festgestellt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;A. M. Cox: &amp;#039;&amp;#039;Porphyria and vampirism: another myth in the making.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Postgraduate medical journal&amp;#039;&amp;#039;, November 1995, Band 71, Nummer 841, S.&amp;amp;nbsp;643–644; PMID 7494765, {{PMC|2398345}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.porphyriafoundation.com/about_por/types/types02.html |text=Informationen zur CEP. |wayback=20080813095554}} porphyriafoundation.com (englisch).&lt;br /&gt;
* Genaue Dokumentation zur CEP ([https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK154652/ ncbi.nlm.nih.gov]) (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gunther, Morbus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hautkrankheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in Hämatologie und Onkologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbkrankheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffwechselkrankheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Zahnmedizin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;WikiHelper232</name></author>
	</entry>
</feed>