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	<title>Moorbutter - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Bullenwächter am 18. Februar 2026 um 13:17 Uhr</title>
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		<updated>2026-02-18T13:17:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die fetthaltige, wachsartige Substanz. Zu ähnlichen Begriffen siehe [[Mohrbutter]] und [[Mohrbotter]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Bog butter in wooden vessel.JPG|mini|Ein hölzerner Behälter mit Moorbutter aus der Nähe von [[Portadown]], [[County Fermanagh]] aus dem 15./16. Jahrhundert im Ulster Museum]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bog butter - Ulster Museum.JPG|mini|Moorbutter aus Enniskillen, [[County Fermanagh]] aus dem 15./16. Jahrhundert im Ulster Museum]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bog butter.JPG|mini|[[Experimentelle Archäologie|Experimentalarchäologisch]] hergestellte Moorbutter]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Moorbutter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die Bezeichnung für wachsartige Substanzen, die in [[Moor|Torfmooren]] gefunden wurden. Die Mehrheit der Funde hat ihren Ursprung in [[Milchfett]], bei den anderen handelt es sich um [[Schlachtfett]] wie [[Schmalz]] oder [[Talg]]. Die häufigsten und von der Masse größten Funde wurden in [[Irland (Insel)|Irland]] und [[Schottland]] gemacht. Eine geringere Zahl, ausschließlich Kleinmengen, stammt aus [[Norwegen]], den [[Niederlande]]n, [[Schleswig-Holstein]], [[Ostfriesland]] und [[Pommern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Britische Inseln ==&lt;br /&gt;
Funde von Moorbutter sind aus Irland und Schottland seit dem 17. Jahrhundert dokumentiert. Bisher wurde mehr als 270 solcher Funde registriert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Titel=Bog butter test |Sammelwerk=New Scientist |Datum=2004-03-20 |Online=http://www.newscientist.com/article/mg18124392.400-bog-butter-test.html |Abruf=2026-02-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie wurden besonders im 19. Jahrhundert in [[Torfstich]]en gemacht, als der [[Torf]] in verstärktem Umfang abgebaut wurde. Die Torfstecher hatten durch den Verkauf der Moorbutter, die als Wagenschmiere oder Heilmittel zur äußeren Anwendung benutzt wurde, einen Nebenverdienst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher sind nahezu 500 Funde von Moorbutter dokumentiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Downey&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Liam Downey, Chris Synnott, Eamonn P. Kelly, Catherine Stanton |Titel=Bog Butter: Dating Profile and location |Sammelwerk=Archaeology Ireland |Nummer=20 |Datum=2006 |ISSN=0790-892X |Seiten=32–34 |Kommentar=Heft 1 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Größen der Einzelfunde beginnen bei Kleinmengen von 100 bis 150 g, erreichen aber häufig mehr als 20 kg, in einem Fall sogar 50 kg.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://irisharchaeology.ie/2011/04/bog-butter/ |titel=Bog Butter find from Co. Offaly |werk=Irish Archaeology |datum=2011-04-28 |zugriff=2011-12-08 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mehr als die Hälfte aller Moorbutterfunde war in hölzernen Gefäßen wie Fässern, Eimern oder Bechern verpackt. Weitere Funde waren in Pflanzenblättern, Tierhäuten oder Tüchern eingewickelt oder in [[Harnblase|Schweinsblasen]] oder Weidenkörben verpackt. Rund ein Drittel der Funde wurde ohne erkennbare Verpackung gefunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Downey&amp;quot; /&amp;gt; Der älteste bisher untersuchte irische Fund stammt aus Knockdrin (irisch: &amp;#039;&amp;#039;Cnoc Droinne&amp;#039;&amp;#039;) im irischen [[County Offaly]], der mittels [[Radiokohlenstoffdatierung]] in die Zeit zwischen 1745 und 1635 v. Chr. datiert werden konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Smyth&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor=Jessica Smyth, Robert Berstan, Emmanuelle Casanova, Finbar McCormick, Isabella Mulhall, Maeve Sikora, Chris Synnott &amp;amp; Richard P. Evershed | Titel = Four millennia of dairy surplus and deposition revealed through compound-specific stable isotope analysis and radiocarbon dating of Irish bog butters | Sammelwerk= Scientific Reports | Nummer = 9:4559 | Datum = 2019 | Sprache = en | DOI = 10.1038/s41598-019-40975-y | Kommentar = Aktuelle Datierungen von Funden}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den bekanntesten Funden gehört der etwa 35 kg schwere, in einem Eichenfass verpackte Fund aus [[Butterfass von Gilltown|Gilltown]], [[County Kildare]], der in das [[1. Jahrtausend v. Chr.]] datiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.epoc.de/artikel/1006428 |titel=3000 Jahre alte Butter |autor=Lisa Leander |werk=[[epoc]] |datum=2009-09-01 |zugriff=2011-12-08 |kommentar=Ein nahezu 3000 Jahre alter Fund aus Irland}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ältesten schottischen Funde stammen laut Radiokohlenstoffdatierung aus dem 3. und 2. Jahrhundert vor Chr. Eine Forschungsgruppe der [[Universität Bristol]] untersuchte in den 1990er-Jahren die Zusammensetzung der [[Fettsäuren]] schottischer Moorbutter. Von neun untersuchten Proben waren sechs auf der Basis von Milchfett, die anderen aus Schlachtfett erzeugt worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Prudames&amp;quot; /&amp;gt; Butterfunde sind unter anderem im [[National Museum of Ireland]] in [[Dublin]] sowie im [[National Museum of Scotland]] in [[Edinburgh]] ausgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Europäisches Festland ==&lt;br /&gt;
In den Mooren Kontinentaleuropas wurden bisher nur geringe Funde von Butter dokumentiert. Diese wurden meist als Opfer- oder [[Grabbeigabe|Grabbeigaben]] gedeutet. Der in Fachkreisen umstrittene Archäologe [[Alfred Dieck]] erwähnte Butter als Beigabe bei einer 1879 im Günzer See bei [[Stralsund]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Alfred Dieck]] |Titel=Die Moorleiche vom Günzer See bei Stralsund vom Sommer 1879 und das Problem der Moorbutter |Sammelwerk=Greifswald-Stralsunder Jahrbuch |Band=1 |Datum=1961 |Seiten=26–39}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie bei einer 1861 auf der Insel [[Fehmarn]] gefundenen [[Moorleiche]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Alfred Dieck]], [[Otto Stöber]] |Titel=Moorbutter – Eine kulturhistorische Studie |Sammelwerk=Schriftenreihe des „Österreichischen Moorforschungs-Institutes“ Bad Neydharting |Band=22 |Verlag=Länderverlag |Ort=Wien / Frankfurt a. M. |Datum=1962 |ISSN=0075-2932 |Seiten=96–106}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese beiden Funde lassen sich jedoch aufgrund der nicht nachprüfbaren Quellen nicht bestätigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sabine Eisenbeiß |Titel=Berichte über Moorleichen aus Niedersachsen im Nachlass von Alfred Dieck |Ort=Hamburg |Datum=1992 |Kommentar=Magisterarbeit, Archäologisches Institut Hamburg}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutung ==&lt;br /&gt;
Warum die Butter im Moor vergraben wurde, ist nicht abschließend geklärt. Als wahrscheinlichste Variante gilt, dass überschüssige Butter im Sommer auf diese Weise unter Luftabschluss konserviert wurde. Möglicherweise handelte es sich dabei auch um eine Art Geschmacksveredelung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.ipcc.ie/infobogbutter.html |titel=Facts About Bog Butter |hrsg=Irish Peatland Conservation Council |archiv-url=https://web.archive.org/web/20110927121616/http://www.ipcc.ie/infobogbutter.html |archiv-datum=2011-09-27 |zugriff=2011-12-08 |sprache=en |offline=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; So erwähnte [[William Petty]] im 17. Jahrhundert, dass die Iren „strong butter“, eine [[Ranzig (Fett)|ranzige]] Butter aßen, die durch Lagerung im Moor reif gemacht worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[William Petty]] |Titel=The political Anatomy of Ireland |Ort=London |Datum=1691 |Seiten=82 ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch sein Zeitgenosse, der Dichter [[Samuel Butler (Dichter)|Samuel Butler]], berichtete, dass in Irland Butter für sieben Jahre im Moor vergraben wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Prudames&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.culture24.org.uk/places+to+go/south+west/bristol/art20488 |titel=Experts Get To The Bottom Of Ancient Bog Butter Mystery |autor=David Prudames |werk=Culture24 |datum=2004-03-23 |zugriff=2011-12-08 |sprache=en |archiv-url=https://web.archive.org/web/20120929102631/http://www.culture24.org.uk/places+to+go/south+west/bristol/art20488 |archiv-datum=2012-09-29 |offline=1 |archiv-bot=2022-03-27 20:45:26 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Irland wird mehrheitlich die Meinung vertreten, dass die Gewohnheit eine religiöse Bedeutung hatte. Da Butter in Irland in Behältern aus Holz, Rinde, Haut und Stoff und Korb gefunden worden ist, neigt man zu dieser Theorie&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.movilleinishowen.com/history/moville_heritage/moville_heritage_htm/bog_butter.htm |titel=Bog-Butter |hrsg=MovilleInishowen |archiv-url=https://web.archive.org/web/20111024002358/http://www.movilleinishowen.com/history/moville_heritage/moville_heritage_htm/bog_butter.htm |archiv-datum=2011-10-24 |zugriff=2011-12-08 |sprache=en |offline=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, andererseits gab es historisch neben [[Keramik]] oder den sehr wertvollen Metallen kaum andere Materialien zur Herstellung von Behältern für Butter. Die mit nur sehr wenigen Ausnahmen in Keramikgefäßen verpackten Butterfunde aus der [[Bronzezeit (Mitteleuropa)|Bronzezeit]] wurden als [[Beigabensitte|Speisenbeigabe]] bei Bestattungen deponiert. Die bekannten Moorbutterfunde weisen verglichen mit den ansonsten gut erforschten zeitgleichen Hort- oder Opferfunden metallener Gegenstände nur wenige Gemeinsamkeiten auf, was eher gegen eine Opfertheorie als eher für die Konservierungstheorie sprechen würde. Bei 20 der etwa 46 [[Eisenzeit|eisenzeitlichen]] Moorbutterfunden lagen die Depots in der Nähe historischer politischer oder natürlicher [[Grenze]]n, ein Phänomen, das auch bei irischen Moorleichen beobachtet wurde, und in einem rituellen Zusammenhang gesehen wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Smyth&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Jessica Smyth, Robert Berstan, Emmanuelle Casanova, Finbar McCormick, Isabella Mulhall, Maeve Sikora, Chris Synnott &amp;amp; Richard P. Evershed | Titel = Four millennia of dairy surplus and deposition revealed through compound-specific stable isotope analysis and radiocarbon dating of Irish bog butters | Sammelwerk= Scientific Reports | Nummer = 9:4559 | Datum = 2019 | Sprache = en | DOI = 10.1038/s41598-019-40975-y | Kommentar = Aktuelle Datierungen von Funden}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Liam Downey, Chris Synnott, Eamonn P. Kelly, Catherine Stanton |Titel=Bog Butter: Dating Profile and location |Sammelwerk=Archaeology Ireland |Nummer=20 |Datum=2006 |ISSN=0790-892X |Seiten=32–34 |Kommentar=Heft 1 |Sprache=en}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Hermann Van Aken-Quesar |Titel=Moor und Torf in der Volkskultur des steirischen Ennstales in vergleichenden europäischen Bezügen |Ort=Graz |Datum=1995 |Seiten=227–229 |Kommentar=Dissertationsschrift, Karl-Franzens-Universität Graz |Online=http://www.literature.at/alo?objid=18987}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor= |Titel=Bog butter test |Sammelwerk=New Scientist |Datum=2004-03-20 |Online=[http://www.newscientist.com/article/mg18124392.400-bog-butter-test.html online] |Abruf=2011-12-08}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.epoc.de/artikel/1006428 |titel=3000 Jahre alte Butter |autor=Lisa Leander |werk=[[epoc]] |datum=2009-09-01 |zugriff=2011-12-08}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.doeni.gov.uk/wonderfulni/biodiversity/habitats-2/peatlands/heritage_and_culture/heritage_and_culture-archaeology/heritage_and_culture-occasional_finds.htm |titel=Occasional finds |hrsg=North Ireland Environment Agency |datum=2010-12-31 |zugriff=2011-12-08 |sprache=en}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Moorfund]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologische Fundgattung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Milchfetterzeugnis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Butter als Thema]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bullenwächter</name></author>
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