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	<title>Montoneros - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Montoneros&amp;diff=111333&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Upand: Peronisten</title>
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		<updated>2026-03-22T11:08:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Peronisten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Movimiento Peronista Montonero&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, die &amp;#039;&amp;#039;Peronistische Bewegung Montonero&amp;#039;&amp;#039;, war eine [[Argentinien|argentinische]] [[Stadtguerilla]]. Sie entstand um 1970 innerhalb des [[Sozialrevolutionär|links-revolutionären]] Flügels der [[Peronistische Partei|peronistischen Bewegung]] und entwickelte sich zu einer der bekanntesten Stadtguerilla-Organisationen [[Lateinamerika]]s. Ihre [[Attentat]]e, Überfälle und Lösegelderpressungen führten vor und während der [[Militärdiktatur]] von General [[Jorge Rafael Videla]] zu [[Bürgerkrieg|bürgerkriegsähnlichen]] Zuständen. Die [[Argentinische Militärdiktatur (1976–1983)#Der „Schmutzige_Krieg“ gegen die Guerilla (1976–1978)|äußerst gewaltsame Reaktion der Diktatur]] darauf führte 1977 zur Zerschlagung und dem faktischen Ende der Montoneros sowie dem Tod der meisten ihrer Mitglieder. Sie beriefen sich [[Politische Ideologie|ideologisch]] auf den [[Peronismus]] sowie auf ihre [[Nationalismus|nationalistische]] Gesinnung, strategisch auf die [[Fokustheorie]] des [[Ernesto Che Guevara]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu ihren wichtigsten Führern zählten [[Mario Firmenich]], Fernando Vaca Narvaja und Roberto Cirilo Perdía. Zwei der entscheidenden Gründungsmitglieder, Gustavo Ramus und Fernando Abal Medina, wird häufig eine Herkunft aus der rechtsnationalistischen und [[Geschichte des Antisemitismus seit 1945|antisemitischen]] Tacuara-Bewegung (&amp;#039;&amp;#039;Movimiento Nacionalista Tacuara&amp;#039;&amp;#039;) nachgesagt. Dies ist nicht gesichert, es ist aber wahrscheinlich, dass sie als Vierzehnjährige dieser Organisation angehörten, doch sagt das nichts über ihre spätere Gesinnung aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Historisch betrachtet waren Montoneros ursprünglich Anhänger einer „Montonera“. „Montoneras“ waren bewaffnete [[Paramilitär|Privatarmeen]] mächtiger [[Großgrundbesitzer]], die in den [[Bürgerkrieg|bürgerkriegsähnlichen]] Episoden der [[Geschichte Argentiniens#Bildung eines Nationalstaates (1810–1880)|argentinischen Nationalstaats-Bildungsphase]] im 19. Jahrhundert gegründet wurden. Sie kämpften mit [[Guerilla]]-Taktiken auf der Seite der oft schlecht ausgerüsteten Regierungstruppen oder, bei Interessengegensatz, gegen diese. Der bekannteste Anführer einer „Montonera“ war [[Juan Facundo Quiroga]].&amp;lt;ref&amp;gt;Berthold Zilly in den Anmerkungen zu [[Domingo Faustino Sarmiento]], &amp;#039;&amp;#039;[[Barbarei und Zivilisation]]. Das Leben des Facundo Quiroga&amp;#039;&amp;#039;, übertragen u. kommentiert von Berthold Zilly, Eichborn: Frankfurt am Main 2007, S. 390.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1970 formierte sich die hier behandelte Bewegung „Montoneros“ aus verschiedenen Bestandteilen der Tendencia Revolucionaria (TR) des Peronismus. Die TR als entschieden linke Strömung des Peronismus hatte einen fundierten Rückhalt in der Jugendbewegung. Besonders stark war die TR in der Juventud Peronista (JP), der Schüler- und Studentenorganisation UES (Unión de Estudiantes Socialistas), der peronistischen Bewegung in den [[Villa Miseria|Elendsvierteln]] MVP (Movimiento Villera Peronista), und der JTP, der Peronistischen Arbeiterjugend. Aber auch in den [[Gewerkschaft]]en sowie in Kreisen des linken Katholizismus verfügten sie über beachtlichen Einfluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur Rückkehr von [[Juan Domingo Perón]] im Juni 1973 bemühte sich die TR bzw. die Montoneros, den Peronismus nach links, zu seinen vermeintlichen nationalen und sozialen Wurzeln der 1940er Jahre, zu bringen. Gleichzeitig arbeiteten die Montoneros mit [[Terrorismus|terroristischen]] Mitteln gegen die Militärregierungen von [[Juan Carlos Onganía|Onganía]], [[Roberto Marcelo Levingston|Levingston]] und [[Alejandro Agustín Lanusse|Lanusse]]. Die Montoneros waren überzeugt davon, Perón würde Argentinien – mit Unterstützung der peronistischen Linken – zu einem [[Sozialismus|sozialistischen]] Land machen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Masacre de Ezeiza - persona subiendo al palco.jpg|miniatur|Das [[Massaker von Ezeiza]] am Tag der Rückkehr des ehemaligen Präsidenten Perón aus dem Exil nach Argentinien 1973. Es markierte den endgültigen Bruch der peronistischen Bewegung und den Beginn einer neuen Stufe der politischen Gewalt.]]&lt;br /&gt;
Mit der Entführung und Ermordung des ehemaligen argentinischen Präsidenten (1955–1958), des Generals [[Pedro Eugenio Aramburu]], im Mai 1970 leiteten die Montoneros eine ganze Serie gewaltsamer Aktionen ein. Die Finanzierung erfolgte durch die Entführung und [[Lösegeld]]-Erpressung von führenden Personen aus der Wirtschaft. Allein die Entführung eines [[ExxonMobil|Exxon]]-Managers brachte den Montoneros 1974 ein Lösegeld von 14,2 Mio. [[US-Dollar]]. Auch durch [[Bankraub]] gelangten sie zu Geld. Zudem stahlen sie militärische Ausrüstung der [[Streitkräfte Argentiniens|regulären argentinischen Armee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Willkommenskundgebung zur Rückkehr Peróns, zu der sich über drei Millionen Menschen am internationalen [[Flughafen Buenos Aires-Ezeiza|Flughafen Ezeiza]] versammelten, kam es zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen den Montoneros und Rechtsperonisten, reformistischen Gewerkschaftern und der [[Unión Cívica Radical|Radikalen Partei]] Ricardo Balbíns. Das Ergebnis waren dreizehn Tote und über dreihundert Verletzte. Das [[Massaker von Ezeiza]], angezettelt von den rechten Peronisten, besiegelte die Trennung von Links- und Rechtsperonismus. Perón unterstützte die Gegner der Montoneros und schloss die Montoneros im Mai 1974 aus der [[Peronistische Partei|Justizialistischen Partei]], der größten peronistischen Organisation, aus. Nach dem Tod Peróns am 1. Juli 1974 wurde dessen Witwe [[Isabel Martínez de Perón]] Präsidentin; starker Mann im Hintergrund war José Ignacion Rucci, ehemaliger nachgeordneter Polizeioffizier und Sozialminister in der Regierung Perón und zusammen mit [[José López Rega]] Mitbegründer der regierungsnahen [[Todesschwadron]] &amp;#039;&amp;#039;[[Alianza Anticomunista Argentina]]&amp;#039;&amp;#039; (Triple A oder AAA).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 15. Juli schlugen die Montoneros zurück und töteten den früheren Außenminister [[Arturo Mor Roig]]. Im September 1974 wurde die [[Partido Auténtico]] als ihr „politischer Arm“ gegründet, der jedoch kaum Einfluss gewinnen konnte und bereits 1975 mit dem Dekret 4060/75 für illegal erklärt wurde. Das Dekret 2452/75 verbot die Montoneros.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch eine weitere linke bewaffnete Organisation, die PRT-ERP, der militärische Arm (&amp;#039;&amp;#039;[[Ejército Revolucionario del Pueblo]]&amp;#039;&amp;#039;) der &amp;#039;&amp;#039;Partido Revolucionario de los Trabajadores&amp;#039;&amp;#039;, war zu einer wirklichen Bedrohung der Regierung geworden. Unter der Führung von [[Mario Roberto Santucho]] kontrollierten etwa dreihundert ERP-Kämpfer mit ihren Sympathisanten ein Drittel der nordwestlichen Provinz [[Tucumán (Provinz)|Tucumán]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren von 1974 bis 1977 führten die Montoneros ihre größten und bekanntesten Aktionen durch. Aus der Entführung zweier Mitglieder der Unternehmerfamilie [[Bunge y Born]], Jorge und Juan Born, erhielten die Montoneros 60 Millionen US-Dollar in bar und die Lieferung von Kleidung und Lebensmitteln in Höhe von 1,2 Millionen US-Dollar, die sie in den Armenvierteln verteilen ließen. Eine in Bau befindliche [[Fregatte]] der argentinischen Kriegsmarine wurde am 22. August 1975 auf der [[Werft]] schwer beschädigt. Am 30. Dezember 1975 wurde das Hauptquartier der [[Streitkräfte Argentiniens|Argentinischen Armee]] in Buenos Aires erfolgreich angegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973/74 starben 83 Armeeangehörige und Polizisten, 1975 gab es 137 tote Soldaten und Polizisten. In der Woche vor dem Militärputsch töteten die Montoneros 13 Polizisten als Teil ihrer Dritten nationalen Militärkampagne. Auch nach dem Militärputsch waren die Montoneros im Jahr 1976 noch militärisch erfolgreich. Insgesamt starben 156 Soldaten und Polizisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1976 [[Geschichte Argentiniens#Militärdiktatur und Staatsterror|putschte]] das Militär unter dem General [[Jorge Rafael Videla]]. Schon Mitte 1976 wurde die ERP in zwei Einsätzen vernichtend geschlagen, danach fielen bald ihre wichtigen Anführer. Der von der Militärdiktatur geführte [[Schmutziger Krieg|schmutzige Krieg]] löschte die ERP bis Ende 1977 aus, etwa 5000 ihrer Aktivisten wurden getötet, sie fielen oder [[Desaparecidos|„verschwanden“]]. Der Brigadegeneral und Militärgouverneur der Provinz Buenos Aires, [[Ibérico Saint Jean]], umschrieb das Vorgehen der Militärdiktatur 1977 folgendermaßen:&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Erst werden wir alle [[Subversiv]]en töten, dann ihre [[Kollaborateur]]e, danach ihre Sympathisanten, danach die Unentschlossenen und schließlich die Zaghaften.“&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Michael Riekenberg]], &amp;#039;&amp;#039;Kleine Geschichte Argentiniens&amp;#039;&amp;#039;, C. H. Beck: München 2009, S. 174.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Insgesamt starben mindestens 12.261, nach Schätzungen bis zu 30.000 Gegner der Militärdiktatur während deren Herrschaft von 1976 bis 1983. ERP und Montoneros töteten etwa 1.500 Menschen, darunter 600 Zivilisten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Michael Riekenberg, &amp;#039;&amp;#039;Kleine Geschichte Argentiniens&amp;#039;&amp;#039;, C. H. Beck: München 2009, S. 174.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Militärdiktatur hatte sich auch der rechtsextremistischen Todesschwadron Triple A (&amp;#039;&amp;#039;Alianza Anticomunista Argentina&amp;#039;&amp;#039;) bedient, die in verschiedene Einsatzgruppen der Streitkräfte integriert wurden. Die Gegner der Diktatur wurden [[Folter|gefoltert]] und ermordet, in der Haft in [[Geheimgefängnis]]sen unter unmenschlichen Bedingungen geborene Kinder wurden teils an [[Argentinische Militärdiktatur (1976–1983)#Kindsraub und Zwangsadoptionen|„zuverlässige“ Familien von Offizieren oder Unternehmern übergeben]]. Etwa drei- bis vierhundert so von Militärs [[Zwangsadoption|zwangsadoptierte]] junge Menschen, die heute (2019) etwa Mitte bis Ende 30 sind, wurden trotz intensiver Suche bis heute nicht gefunden. Bis heute (Stand 2019) gedenken die [[Madres de Plaza de Mayo|Madres]] und [[Abuelas de Plaza de Mayo]], Mütter und Großmütter der Plaza de Mayo, jeden Donnerstag um 15:30 der Verschwundenen und derer Kinder, indem sie auf diesem Platz vor dem [[Casa Rosada|Präsidentschaftspalast]] schweigend ihre Runden drehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://madres.org/index.php/las-madres-realizaron-su-marcha-no-2133-en-plaza-de-mayo/ |titel=LAS MADRES REALIZARON SU MARCHA Nº 2133 EN PLAZA DE MAYO – Asociación Madres de Plaza de Mayo |zugriff=2019-03-11 |sprache=es}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 1970er Jahre waren die Montoneros als Stadtguerilla unter schwersten Verlusten (etwa 5.000 Tote) zerschlagen. 1977 ging die Führung der Organisation ins [[Exil]]. In den 1980er Jahren kam es im Exil zu einer Aufsplitterung der Reste der Organisation, wie 1980 der Gruppe Montoneros 17 de Octubre (Miguel Bonasso, Jaime Dri, Pablo Ramos u. a.) und 1985 Peronismo Revolucionario (Mario Firmenich, Fernando Vaca Narvaja, Roberto Cirilio Perdía, Pablo Unamuno u. a.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Organisation (Argentinien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Guerilla (Organisation)|Argentinien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Linke bewaffnete Untergrundorganisation|Argentinien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Argentinische Militärgeschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Upand</name></author>
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