<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Montanindustrie</id>
	<title>Montanindustrie - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Montanindustrie"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Montanindustrie&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-26T17:47:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Montanindustrie&amp;diff=205362&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wikijunkie: /* Eisen- und Stahlindustrie */ Klammer-WL korrigiert mit AWB</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Montanindustrie&amp;diff=205362&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-16T09:35:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Eisen- und Stahlindustrie: &lt;/span&gt; Klammer-WL korrigiert mit &lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:AWB&quot; class=&quot;mw-redirect&quot; title=&quot;Wikipedia:AWB&quot;&gt;AWB&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Montanindustrie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|montanus}} ,Berge, Gebirge betreffend‘) ist ein Sammelbegriff für die [[Wirtschaftszweig]]e, die sich mit der [[Gewinnung (Bergbau)|Gewinnung]], Aufbereitung und direkten [[Weiterverarbeitung (Produktion)|Weiterverarbeitung]] von Bodenschätzen befassen, also den [[Bergbau]] (insbesondere den [[Steinkohlenbergbau|Kohlebergbau]]) und die rohstoffverarbeitende [[Schwerindustrie]] (insbesondere die [[Eisenwerk|Eisen-]] und [[Stahlindustrie]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Definition: Montanindustrie |Sammelwerk=Gabler Wirtschaftslexikon Online |Online=https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/montanindustrie-40976 |Abruf=2018-07-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Definiert wurde der Begriff durch die [[Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl]] (EGKS bzw. „[[Montanunion]]“) als Vorläuferorganisation der [[Europäische Gemeinschaft|Europäischen Gemeinschaft]] im Rahmen der auf diese Industriebereiche begrenzten [[Montanmitbestimmung]] und des [[Montan-Mitbestimmungsgesetz]]es.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bundeszentrale für politische Bildung |url=https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/pocket-europa/16871/montanunion |titel=Montanunion {{!}} bpb |zugriff=2018-07-25 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eisen- und Stahlindustrie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kokerei Zollverein 2.jpg|mini|hochkant=1.5|[[Kokerei Zollverein]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Industrialisierung]] und der Erfindung des modernen [[Hochofen]]s für die Roh[[eisen]]&amp;amp;shy;herstellung und der verschiedenen Konverterverfahren für die [[Stahlerzeugung|Stahlherstellung]] wurden handwerkliche [[Schmiede (Werkstatt)|Schmieden]] und vorindustrielle [[Eisenhütte]]n durch [[Stahlwerk]]e und [[Fabrik]]en abgelöst, die die [[Erzeugnis (Technik)|Erzeugnisse]] in gleichmäßig hoher Qualität und preisgünstiger [[Massenproduktion]] auf den Markt bringen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff der Montanindustrie entstand für die regional zusammenhängende Förderung von [[Kohle]] und Verarbeitung von [[Erz]]en. Durch neue Technologien wurden auch Erzeugnisse möglich, die aufgrund ihrer Größe manuell nur schwer herstellbar gewesen wären, beispielsweise [[Schiene (Bahn)|Eisenbahnschienen]] und [[Lokomotive|-Loks]], die die Industrialisierung weiter vorantrieben, oder [[Baustahl]], ohne den die [[Stahlbeton]]bauweise moderner Großbauten nicht möglich wäre. Ohne eine produktive Montanindustrie gäbe es keinen modernen [[Fahrzeugbau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:VH Eingang pano.jpg|mini|hochkant=1.3|Weltkulturerbe [[Völklinger Hütte]]]]&lt;br /&gt;
Stahlwerke und stahlverarbeitende Fabriken siedelten bevorzugt an Standorten mit Zugang zu entsprechenden Rohstoffen und der Möglichkeit zum Abtransport und Absatz der hergestellten Produkte und [[Halbzeug]]e. Hierbei wurde im Stahlverbund möglichst lokal vorgefundene [[Steinkohle]] [[Kokerei|verkokt]] und mit [[Eisenerz]] und weiteren [[Zuschlagstoff]]en [[Verhüttung|verhüttet]] und anschließend geschmiedet bzw. gewalzt. Im ersten [[Industriestaat]] der Welt, Großbritannien, blühte die Montanindustrie in den [[Midlands]] und nördlich davon sowie in [[Wales]]. Belgien trat ebenfalls früh mit einer starken Montanindustrie in der [[Wallonie]] bei [[Charleroi]] und [[Lüttich]] auf. Bedeutende Standorte in Deutschland wurden das [[Siegerland]], das [[Ruhrgebiet]], das [[Aachener Revier]], das [[Oberschlesisches Industrierevier|Oberschlesische Industrierevier]] und [[Lothringen]] (bis zu den Weltkriegen) sowie das [[Saarland]] und in geringerem Maß die [[Oberpfalz]], [[Thüringen]] und der Raum [[Chemnitz]]/[[Erzgebirge]]. In den USA entstand die Montanindustrie aus den gleichen Gründen in der [[Rust Belt|Gegend um Pittsburgh]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Online=https://www.diercke.de/content/nordoststaaten-der-usa-wirtschaft-978-3-14-100800-5-216-1-1 |Titel=Diercke Weltatlas |Kapitel=Kartenansicht – Nordoststaaten der USA – Wirtschaft |ISBN=978-3-14-100800-5 |Seiten=216 |Fundstelle=Abb. 1 |Abruf=2018-07-25 |Sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in Spanien im [[Baskenland]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Thomas Urban (Journalist)|Thomas Urban]] |Titel=Das bessere Spanien |Sammelwerk=sueddeutsche.de |Datum=2016-11-28 |ISSN=0174-4917 |Online=https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/wirtschaft-im-baskenland-das-bessere-spanien-1.3270131 |Abruf=2018-07-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Schweden entwickelte sich im Umfeld der Eisenerzvorkommen eine bedeutsame Montanindustrie, ältestes und lange Zeit wichtigstes Montangebiet [[Russisches Kaiserreich|Russlands]] war das [[Donezbecken]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christian Geinitz, Wien |Titel=Donbass: Ukraine braucht Industrie des Separatisten-Gebiets |Sammelwerk=FAZ.net |ISSN=0174-4909 |Online=https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ukrainische-wirtschaft-ist-auf-industrie-im-osten-angewiesen-13252074.html |Abruf=2018-07-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; später der [[Ural]], in Frankreich die Region [[Nord-Pas-de-Calais]]. Klassische Industriereviere sind durch die um die großflächigen Industrieanlagen gelegenen Siedlungen und später entstandenen Ballungszentren weithin geprägt. Die Abhängigkeit von Kohle und Koksherstellung hat durch die Entwicklung von Elektrostahlwerken etwas abgenommen. Spätere Stahlreviere wie bei [[Koninklijke Hoogovens]] im niederländischen [[IJmuiden]] sind so nicht an Rohstoffvorkommen gebunden, sondern durch die Nähe zu Absatzzentren und verschiffbaren Gütern gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1210-10~082 - Pott Duisburg Stahlwerk Hochofenbetrieb Schwelgern.jpg|mini|hochkant=1.3|[[ThyssenKrupp Steel]], Werk [[Bruckhausen]], Duisburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bedeutendste Stahl-Herstellerland ist China, gefolgt von Japan und den USA. In Europa sind die drei wichtigsten Produzenten Russland, Deutschland sowie Italien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://de.statista.com/statistik/daten/studie/311503/umfrage/wichtigste-laender-nach-rohstahlproduktion/ |titel=Rohstahlproduktion nach Ländern weltweit 2017 |werk=Statista |zugriff=2018-07-25 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Stilllegung der Stahlhütte in [[Duisburg-Rheinhausen]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bernd Rexing |Titel=26. November 1987 – Schließung des Hüttenwerks Rheinhausen wird publik |Datum=2012-11-26 |Online=https://www1.wdr.de/stichtag/stichtag7088.html |Abruf=2018-07-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde [[Duisburg#Unternehmen|Duisburg]] von [[Shanghai]] als Ort mit den weltweit produktivsten Hochöfen abgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Montanindustrie im 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
Die vor allem seit den 1960er Jahren in Wellen auftretenden Kohle- und [[Stahlkrise]]n haben in vielen Industrienationen zu einer massiven Erhöhung der Produktivität, konzentriert auf wenige Standorte und – damit einhergehend – zu Arbeitsplatzverlusten geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sine Maier-Bode |Titel=Stahl: Stahlkrise |Datum=2018-06-26 |Online=https://www.planet-wissen.de/technik/werkstoffe/stahl/pwiediestahlkrise100.html |Abruf=2018-07-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In den betroffenen Gebieten und Städten ging diese Veränderung mit einem tiefgreifenden [[Industrieller Strukturwandel|Wandel der Wirtschaftsstruktur]] einher. Dieser [[Regionaler Strukturwandel|regionale Strukturwandel]] wurde an verschiedenen Standorten bzw. in verschiedenen Ländern unterschiedlich gut bewältigt. In Großbritannien wurde die Montanindustrie, eine Hochburg der britischen Gewerkschaften, unter der Regierung [[Margaret Thatcher|Thatcher]] (1979–1990) infolge des [[Britischer Bergarbeiterstreik 1984/1985|Britischen Bergarbeiterstreiks]] regelrecht zerschlagen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ruth Rach |url=https://www.deutschlandfunkkultur.de/britischer-bergarbeiter-streik-wunden-bis-heute-nicht-102.html |titel=Britischer Bergarbeiter-Streik - Wunden bis heute nicht geheilt |hrsg=Deutschlandfunk Kultur |datum=2015-03-03 |sprache=de-DE |abruf=2022-02-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Montanindustrie in Deutschland ==&lt;br /&gt;
Die Montanindustrie war in Deutschland seit der Gründerzeit bis in die 1960er Jahre hinein nicht nur Motor des deutschen [[Wirtschaftswunder]]s, sondern auch ein wichtiger industrieller Arbeitsplatz vor allem im Ruhrgebiet und dem Saarland. Die Montan-Mitbestimmung bewirkte, dass nicht nur kapitalmarktorientiert in den Unternehmen entschieden wurde, sondern unter Berücksichtigung gesamtgesellschaftlicher Auswirkungen. Sie prägte besonders im Ruhrgebiet die politische und gesellschaftliche Kultur. Der Abbau von Arbeitsplätzen und die Umstrukturierung wurden sozialverträglich unter Beteiligung von Betriebsräten und Gewerkschaften umgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hoesch-Museum Dortmund - Jahresübersicht 2021, Hrsg. Förderverein &amp;#039;&amp;#039;Freunde des Hoesch-Museums&amp;#039;&amp;#039;, Dortmund 2021, S. 20–22.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seitdem ist die ihre Bedeutung als Arbeitgeber stark zurückgegangen. In Deutschland wurde der Strukturwandel mit hohen und jahrzehntelangen [[Steinkohlesubvention]]en und erheblichen staatlichen Unterstützungen für die betroffenen Regionen zunächst deutlich abgefedert und zugleich verlangsamt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bundesregierung.de/ContentArchiv/DE/Archiv17/Artikel/2010/11/2010-11-17-steinkohlesubvention-beenden.html |titel=Bundesregierung {{!}} Aus für Steinkohlesubventionen in 2018 |zugriff=2018-07-25 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kohle- und Erzbergbau mit der angegliederten Stahlerzeugung ist weitgehend zum Erliegen gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Metallurgie]]&lt;br /&gt;
* [[Montanregion Erzgebirge]]&lt;br /&gt;
* [[Mitbestimmungsergänzungsgesetz]] (MontanMitbestGErgG)&lt;br /&gt;
* [[Verwertungsgesellschaft für Montanindustrie GmbH]]&lt;br /&gt;
* [[Schuman-Plan]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4040146-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4040146-7|LCCN=sh85027411|NDL=00570589}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Montanindustrie| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Industriezweig]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wikijunkie</name></author>
	</entry>
</feed>