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	<title>Mont Lassois - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mont_Lassois&amp;diff=2401936&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kiwi4all: Welterbe Kategorie ergänzt</title>
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		<updated>2026-03-31T07:54:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Welterbe Kategorie ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Mont Lassois02.JPG|mini|Mont Lassois]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mont Lassois&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Zeugenberg]] am Oberlauf der [[Seine]], überragt deren Tal um etwa 100&amp;amp;nbsp;m und wird von einer denkmalgeschützten Kirche aus dem 12. Jahrhundert gekrönt. Der Berg ist seit den 1930er Jahren Gegenstand von Ausgrabungen von archäologischen Funden insbesondere der [[Hallstattzeit]].&amp;lt;ref&amp;gt;Rainer Komp: &amp;#039;&amp;#039;Fürstensitz von Vix , Frankreich&amp;#039;&amp;#039;. Deutsches Archäologisches Institut, [https://publications.dainst.org/journals/efb/1572/4481 e-Forschungsberichte 2/2016].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografische Lage ==&lt;br /&gt;
Der Mont Lassois liegt sechs Kilometer nordwestlich von [[Châtillon-sur-Seine]] am Oberlauf der [[Seine]] im [[Département Côte-d’Or]] in [[Frankreich]]. Es handelt sich geologisch um einen [[Zeugenberg]] (auch &amp;#039;&amp;#039;Ausliegerberg&amp;#039;&amp;#039;), einen Einzelberg in einer [[Schichtstufe]]nlandschaft, der durch [[Erosion (Geologie)|Erosionsvorgänge]] vom Schichtstufenplateau, dem er ursprünglich angehörte, isoliert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mont Lassois besteht eigentlich aus zwei Hügeln, dem Mont Rousillon und dem nordöstlich davon liegenden, etwa zwanzig Meter höheren Mont Saint-Marcel. Östlich befindet sich der Ort [[Vix (Côte-d’Or)|Vix]]. Hier ist die Seine zumindest mit Flößen oder Flachkähnen bereits schiffbar, was maßgeblich zu der Bedeutung dieser Gegend als Umschlagplatz im europäischen Handelsnetz der [[Hallstattzeit]] um 500&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. beitrug. Der wichtige Transportweg zu Wasser traf hier zudem auf eine Route vom Mittelmeer nach Norden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der mindestens seit der [[Hallstattzeit|Hallstatt-Kultur]] besiedelte Mont Lassois war Sitz eines [[Oppidum (Kelten)|Oppidums]] der [[Kelten]]. Der Ort erlebte in der [[Latènezeit]] einen Rückgang der Besiedlung zugunsten des 20&amp;amp;nbsp;km entfernten [[Vertault|Vertillum]]. Im ersten vorchristlichen Jahrhundert scheinen die unteren Teile des ehemaligen Oppidums und der Seine-Schleife wieder besiedelt zu sein. Während Vertillums Bedeutung weiter zurückging, entstand auf dem Mont Lassois eine Stadt, die zu einer [[Civitas]] der [[Lingonen]] gehörte, wie die Entdeckung eines [[Hypokaustum]]s und von Haushaltsgegenständen aus der Zeit um das erste Jahrhundert vor Christus zeigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://sahc21.org/site-de-vix/ |titel=Le site de Vix : Société archéologique et historique du Châtillonnais |werk=Archéologie et histoire à Chatillon sur Seine |sprache=fr |abruf=2024-12-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort, der zu dieser Zeit als &amp;#039;&amp;#039;Latiscum&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wurde, wurde im 4. Jahrhundert durch einen Einfall der [[Vandalen]] zerstört, scheint aber eine gewisse Sicherheit gewährleistet zu haben: um 451 verlegte [[Lupus von Troyes]] seinen Bischofssitz dorthin. Der Heilige Valentin von Griselles, der spätere Gründer der Abtei in [[Griselles (Côte-d’Or)|Griselles]], wurde vermutlich hier um 519 in einer Familie römischer Honoratioren geboren, bevor er in Reims am Hof von [[Theudebert I.]], dem Enkel von Chlodwig, erzogen wurde. Dies wird durch eine [[merowingerzeit]]liche Nekropole und Keramikfunde in der Nähe des Gipfels sowie durch Münzen, die im Namen der Stadt geprägt wurden, gestützt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Claude Courtépée |Titel=Description générale et particulière du duché de Bourgogne, précédée de l’abrégé historique de cette province |Verlag=Chez L.N. Frantin |Datum=1775 |ISBN=978-1-02-230121-4 |Online=https://books.google.fr/books?id=o18usDFQOF0C&amp;amp;pg=PA319&amp;amp;lpg=PA319&amp;amp;dq=Latiscum&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=N7q3_NXBcl&amp;amp;sig=ACfU3U3izuGgXIfxwTixW-RaiF0J36Uw6g&amp;amp;hl=fr&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwim5MeWroXnAhXa6eAKHUc-BKwQ6AEwGHoECAYQAQ#v=onepage&amp;amp;q=Latiscum&amp;amp;f=false |Abruf=2024-12-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 9. Jahrhundert errichtete Graf [[Gerhard II. von Paris]] eine Burg und eine Kapelle auf dem als &amp;#039;&amp;#039;Roussillon&amp;#039;&amp;#039; bezeichneten Teil des Mont Lassois. So werden 887 eine Abteikirche Saint-Marcel und ein &amp;#039;&amp;#039;castrum&amp;#039;&amp;#039; auf dem Berg erwähnt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://sahc21.org/le-mont-lassois-de-lantiquite-tardive-au-moyen-age/ |titel=Le Mont Lassois, de l’Antiquité tardive au Moyen Age |hrsg=Société archéologique et historique du Châtillonnais – Archéologie et histoire à Chatillon sur Seine |sprache=fr |abruf=2024-12-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diese Stadt soll später Opfer einer Seinefahrt von [[Wikinger]]n geworden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1111 oder 1112 nach der Schenkung der Kirche Saint-Marcel durch Beatrix, Ehefrau von Guy III. de [[Vignory]], an die [[Abtei Molesme]] errichtet letztere ein Priorat auf dem Mont Roussillon. Dieses Priorat von Lassois überlebte das Mittelalter nicht: Zwar ist ein Prior noch 1227 bezeugt, doch scheint jede Besiedlung des Hügels im Laufe des 14. Jahrhunderts eingestellt zu werden.[[Datei:Mont Lassois09.JPG|mini|Plan des Oppidums]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archäologische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Bereits in den 1930er Jahren wurden die Reste einer hallstattzeitlichen Siedlung auf dem Plateau des Mont Saint-Marcel entdeckt. Sie zeichnet sich durch ihre komplexen Siedlungsstrukturen und Wallanlagen als wichtiger Siedlungsplatz, als [[Oppidum]], aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ivo Dobler, Amanda Gabriel, Nathalie Sax, Lukas Schärer |url=https://www.archaeologie.uzh.ch/static/onlineart/MontLassoisNaturraeume.htm#fuerst |titel=Neue Spuren auf ausgetretenen Pfaden. Das Potenzial von Naturraumanalysen am Mont Lassois |werk=[[Universität Zürich|archaeologie.uzh.ch]] |datum= |abruf=2024-12-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Gipfel und den Hängen des Mont Lassois wurden Spuren einer Befestigung und mehrerer Gebäude entdeckt. Besiedlungsbefunde auf dem Plateau waren [[Grubenhaus|Grubenhäuser]], [[Pfostenhaus|Pfostenbauten]], Feuerstellen und eine [[Pfostenschlitzmauer]] mit [[Murus Gallicus|Murus-Gallicus-Nägeln]]. Aufwändige Graben-Mauer-Konstruktionen deuten auf die Bedeutung des Fürstensitzes hin. Burg und Unterstadt waren vorhanden, seltene und teure Importwaren wurden gefunden und mehrere Grabhügel mit reichen Grabbeigaben lagen in der Nähe. Ob es sich dabei wirklich um „Fürsten“ – also weltliche oder geistliche Herren – oder um eine wirtschaftliche Oberschicht handelte, ist Gegenstand der wissenschaftlichen Diskussion.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wolfgang Kimmig |Titel=Zum Problem späthallstättischer Adelssitze |Sammelwerk=Siedlung, Burg und Stadt |Verlag=De Gruyter |Datum=1969-12-31 |ISBN=978-3-11-265286-2 |DOI=10.1515/9783112652862-005 |Seiten=95–113 |Online=https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/9783112652862-005/html |Abruf=2024-12-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geomagnetische Untersuchungen durch Harald von der Osten im Jahre 2003 zeigen einen planmäßig angelegten Siedlungsverlauf in Nord-Süd-Achse mit komplexer Bebauung in Holzbauweise. Überschneidungen der Grundrisse weisen auf mehrere Bauperioden hin.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.fuerstensitze.de/1163_Projektbeschreibung.html |titel=Mont Lassois – Projektbeschreibung |werk=www.fuerstensitze.de |abruf=2024-12-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südöstlich des Mont Lassois befindet sich eine 42&amp;amp;nbsp;ha große [[Späte Bronzezeit|spätbronze-]], hallstatt- und spät[[latènezeit]]liche Nekropole. Zu ihr zählen das 1953 entdeckte [[Fürstliche Grabstätte von Vix|Fürstinnengrab von Vix]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[René Joffroy]]: &amp;#039;&amp;#039;Le Trésor de Vix (Côte d’Or).&amp;#039;&amp;#039; Presses Universitaires de France, Paris 1954.&amp;lt;/ref&amp;gt; und das nur 200&amp;amp;nbsp;m davon entfernte &amp;#039;&amp;#039;Heiligtum von Les Herbues&amp;#039;&amp;#039;. Das quadratische Grabenwerk von 23&amp;amp;nbsp;m Seitenlänge gilt als das früheste Grabmal dieser Art, das zu einem Ort des Ahnenkults ausgestaltet wurde.&lt;br /&gt;
[[Datei:Vix FR21 eglise IMG5723.jpg|mini|Église Saint-Marcel de Vix]]&lt;br /&gt;
Die denkmalgeschützte Kirche &amp;#039;&amp;#039;Église Saint-Marcel&amp;#039;&amp;#039; stammt aus dem 12. Jahrhundert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://pop.culture.gouv.fr/notice/merimee/PA00112741 |titel=Eglise Saint-Marcel |werk=[[Base Mérimée|Plateforme Ouverte du Patrimoine]] |datum=2022-12-09 |sprache=fr |abruf=2024-12-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist die Pfarrkirche von Vix und [[Étrochey]], das keine eigene Kirche besitzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Welterbe-Bewerbung ==&lt;br /&gt;
Der Mont Lassois ist Teil einer transnationalen Bewerbung um einen Eintrag auf der [[UNESCO-Welterbe|Welterbeliste]] der [[UNESCO]]. Auf [[Deutschland|deutscher]] Seite wurden dazu durch Beschluss der [[Kultusministerkonferenz]] vom Dezember 2023 die [[Heuneburg]] in [[Baden-Württemberg]] und der frühkeltische Fürstensitz auf dem [[Glauberg]] in [[Hessen]] auf die deutsche [[Tentativliste]] gesetzt. Aufgrund des komplexen Verfahrens mit umfassenden Prüfungen, das einem Eintrag in die Liste des Welterbes vorangeht, ist mit einer Entscheidung des [[Welterbekomitee]]s frühestens Anfang der 2030er Jahre{{Zukunft|2034|1}} zu rechnen.&amp;lt;ref&amp;gt;A. G. Posluschny, Jennifer Verhoeven: &amp;#039;&amp;#039;UNESCO-Welterbe. Fürstensitze Glauberg und Heuneburg auf deutscher Vorschlagsliste&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Landesamt für Denkmalpflege Hessen]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Denkmal Hessen&amp;#039;&amp;#039; 2024/1, {{ISSN|2747-4542}}, S. 57.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.denkmalpflege-bw.de/publikationen-und-service/service/presseoeffentlichkeitsarbeit/pressemitteilungen-datails/unesco-welterbe-fruehkeltische-fuerstensitze-heuneburg-und-glauberg-werden-in-deutsche-vorschlagsliste-aufgenommen |titel=UNESCO-Welterbe: Frühkeltische Fürstensitze Heuneburg und Glauberg werden in deutsche Vorschlagsliste aufgenommen |werk=denkmalpflege-bw.de |hrsg=Denkmalpflege Baden-Württemberg |datum=2023-12-04 |abruf=2024-12-08 |kommentar=Pressemitteilung}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.fuerstensitze.de/1117_Mont_Lassois.html Mont Lassois]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Bruno Chaume: &amp;#039;&amp;#039;La principauté celtique du Mont Lassois à Vix. Fouilles 2011–2017&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Mémoires.&amp;#039;&amp;#039; Band 64). Ausonius Éditions, Bordeaux 2024, ISBN 978-2-356-13625-1.&lt;br /&gt;
* Angela Mötsch: &amp;#039;&amp;#039;Der späthallstattzeitliche Fürstensitz auf dem Mont Lassois. Ausgrabungen des Kieler Instituts für Ur- und Frühgeschichte 2002–2006&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;#039;&amp;#039;Universitätsforschung zur prähistorischen Archäologie.&amp;#039;&amp;#039; Band 202). Bonn 2011, ISBN 978-3-7749-3699-7.&lt;br /&gt;
* René Joffroy: &amp;#039;&amp;#039;Das Oppidum Mont Lassois, Gemeinde Vix, Dép Côte-d’Or.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Germania (Zeitschrift)|Germania]].&amp;#039;&amp;#039; Band 32, 1954, S. 59–65, [[doi:10.11588/ger.1954.45159]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=47/54/21.96567/N|EW=4/31/54.388275/E|type=mountain|region=FR-21}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berg in Bourgogne-Franche-Comté|Lassois]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vix (Côte-d’Or)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berg in Europa|Lassois]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hallstattzeitlicher Fürstensitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Welterbekandidat in Frankreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Welterbekandidat in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kiwi4all</name></author>
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